Internetshops und die Gefahren

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Wer einen Onlineshop betreiben will, sollte sich auch der Gefahren bewusst sein, die sich daraus ergeben können. So werden die Internetkriminellen immer professioneller und wissen um die Schwachstellen im Web. Betrügereien mit gestohlenen Kreditkartendaten, gehackten Accounts und Angriffen auf Firmenwebseiten sind heute keine Seltenheit mehr. Die Kriminalstatistik der Polizei hat 2008 bereits 167.000 Fälle von Internetkriminalität ermittelt.

Sicherheit oder Bequemlichkeit

Wer nach Sicherheit für den eigenen Onlineshop sucht, der muss oft mit vielen zusätzlichen Maßnahmen rechnen. Gerade kleinere Shops wissen nicht um die Gefahren, die durch das Internet entstehen und auch große Plattformen, wie eBay, verzichten auf aufwendige technische Maßnahmen, sondern setzen eher auf die Aufklärung der Shopbetreiber.

So wird angeraten, den Bezahlservice Paypal zu nutzen, der im Falle des Zahlungsausfalls des Kunden in voller Höhe einspringt. Hinzu kommen allgemeine Hinweise, wie der Verzicht auf das Öffnen von E-Mail-Anlagen, wenn der Absender nicht bekannt ist. Auch sollten keine persönlichen Daten über einen Link eingegeben werden.

Umleitungen – Mark-Monitor kann helfen

Ebenfalls haben sich die Internetkriminellen darauf spezialisiert, ganze Unternehmenswebseiten lahmzulegen. Sie hacken die Seiten, die oft bekannte Schwachstellen aufweisen, da sie nicht richtig programmiert wurden und alle Besucher der Seite werden auf andere Webseiten umgeleitet. Dadurch entstehen den Unternehmen alleine in Deutschland jedes Jahr Schäden in Höhe mehrerer Millionen.

Vor diesen Betrügereien können Dienste, wie Mark-Monitor, schützen. Sie ahnden die Missbrauchsfälle, sind allerdings sehr kostspielig. Je nach Paket und Anzahl der zu schützenden Marken werden etwa 25.000 Euro jährlich fällig, nach oben hin bestehen natürlich keine Grenzen.

Zertifizierungen und Gütesiegel

Mittlerweile gibt es ebenfalls verschiedene Zertifizierungen und Gütesiegel für Onlineshops. Diese sorgen etwa dafür, dass das Vertrauen der Verbraucher in den Shop gestärkt wird, aber auch, dass die Händler mehr Sicherheit erhalten. Bekanntestes Gütesiegel ist wohl „TrustedShops". Unter diesem Siegel werden nur Shops geführt, die ganz bestimmte Anforderungen erfüllen.

Die Zertifizierung erfolgt nach einer Beantragung. Dabei erhalten die Shopbetreiber ein Informationspaket. In diesem werden Maßnahmen beschrieben, um sich gegen Betrügereien zu schützen, die technischen Standards müssen entsprechend angepasst werden. Anschließend erfolgt die Prüfung selbst, wobei nur Shops zertifiziert werden, die die Anforderungen erfüllen. Sie erhalten dann ein Protokoll, in dem aufgeführt ist, welche Punkte bereits erfüllt werden und bei welchen noch Verbesserungsbedarf besteht. Wird das TrustedShops Siegel ohne bestandene Prüfung geführt, ist dies ein Verstoß gegen Marken- und Urheberrecht, der zivil- und strafrechtlich verfolgt wird.

Weitere Gütesiegel, die empfehlenswert sind, sind S@fer-Shopping, das vom TÜV Süd vergeben wird, internet privacy standards (ips) und Geprüfter Online Shop.

Quelle:
in Anlehnung an: Pro Firma, März 2010, S. 60-63

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Über den Autor

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