Glossar und Grundbegriffe zum Import aus China
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Teil 3 von 14 aus der Serie:
Direktimport aus Asien
Direktimport aus Asien
- Wie Sie mit Import von Waren Geld verdienen können
- Steigerung der Handelsspanne durch Importgeschäfte
- Glossar und Grundbegriffe zum Import aus China
- Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Importeurs
- Kontaktaufnahme und Präsentation der eigenen Firma
- Die 10 Regeln sollten Sie bei einem Besuch in China beachten
- Zahlungsbedingungen und –formen des Importgeschäftes
- Rechtliche Rahmenbedingungen eines Importgeschäfts
- Risiken und Versicherungen beim Importgeschäft
- Einfuhrgenehmigungen und Lizenzen beim Importgeschäft
- Abgaben, Zölle und Steuern bei Importen
- Glossar 2. Teil - Fachbegriffe des Imports am Beispiel China
- Glossar 3. Teil - Fachbegriffe des Imports am Beispiel China
Der Import aus einem Drittland, also keinem EU-Mitgliedsstaat wie China, wird in der Regel durch das Überführen von Gütern in das Zollgebiet der Europäischen Union beschrieben. Bei Warenverkehr innerhalb der EU wird von so genannten „Eingängen“ gesprochen, was jedoch umgangssprachlich mit der Einfuhr gleichzusetzen ist. Der Gesetzgeber unterscheidet also zwischen Warenlieferungen zwischen einem Drittland und der EU sowie dem Binnenhandel, also den Lieferungen innerhalb der EU.
Da wir uns in dieser Reihe mit den Direktimporten aus Asien beschäftigen, stehen also für uns die Einfuhren von Waren im Rahmen des Außenhandelverkehrs zwischen Deutschland und dem Drittland im Vordergrund.
Unser kleines Glossar soll zunächst einige Begriffe klären sowie die Formen des Außenhandels und deren Voraussetzungen aufzeigen. Der inländische Geschäftspartner kann das Einführen der Waren entweder selbst in die Hand nehmen oder durch einen fremden Dritten organisieren lassen. Man spricht in diesen Fällen von dem direkten und dem indirekten Import. Die geeignete Form ist von mehreren Gesichtspunkten abhängig, so z.B. von den zu kalkulierenden Kosten durch den Importeur, die Kosten durch Speditionsunternehmen und anderen Zwischenhändlern. Aber auch von den individuellen Erfahrungen des inländischen Unternehmers sowie der Art der einzuführenden Waren und der Größe der beteiligten Unternehmen. Nicht zuletzt ist die persönliche Erfahrung des inländischen Unternehmers ein ganz entscheidendes Kriterium, so dass ein Anfänger oder noch sehr unerfahrener Unternehmer aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall den indirekten Import bevorzugen sollte.
Indirekter Import
In diesem Fall wird ein Vertrag zwischen in- und ausländischem Geschäftspartner über ein unabhängiges Importunternehmen geschlossen. Der Importeur kauft also die betreffende Ware vom ausländischen Hersteller und verkauft sie in eigenem Namen und auf eigene Rechnung an den inländischen Unternehmer weiter. Dabei wickelt er alle nötigen Formalitäten ab und zahlt auch alle gesetzlichen Zuschläge, Zölle u.a. Abgaben. Diese stellt er selbstverständlich dem inländischen Abnehmer in Rechnung.
Direkter Import
Beim direkten Import dagegen organisiert der importierende Unternehmer die Einfuhr seiner Waren selbst. Es existiert dabei also kein Zwischenhändler oder Makler. Daher ist diese Form der Einfuhr auch kostengünstiger, für Importanfänger allerdings auch risikoreicher.
Der Zoll
Egal ob direkter oder indirekter Import, am Zoll muss die Ware in jedem Fall vorbei. Die finanziellen Belastungen aufgrund der Zollbestimmungen müssen also unter allen Umständen in den Einkaufspreis mit kalkuliert werden.
Was ist der Zoll und was soll er bewirken?
Aus heutiger Sicht ist der Zoll weniger als Einnahmequelle des Staates zu sehen. Umso mehr hat diese gesetzliche Abgabe seine Aufgabe bei der Verbringung von Waren über eine Staatsgrenze gefunden. Der Zoll hat lenkende und wirtschaftsbeeinflussende Wirkung. Er ist mit einer Steuer im Sinne der Abgabenordnung gleichzusetzen, soll aber die Einfuhr von bestimmten Gütern steuern und damit Bürger und Wirtschaft schützen. Weitere Ausführungen zum Thema Zoll können Sie im Teil Abgaben, Zölle und Steuern nachlesen.
Die Verbrauchsteuer
Der Importeur hat auf bestimmte Güter diese Art von Steuern zu zahlen. Die Verbrauchsteuer besteuert den Verbrauch von Gütern und Waren, so z.B. die Mineralölsteuer, die Getränkesteuer, die Tabaksteuer, die Kaffeesteuer oder die Biersteuer. Bei den Verbrauchsteuern gilt das Bestimmungslandprinzip, was den Importeur verpflichtet die jeweiligen Verbrauchsteuern im Bestimmungsland (in unserem Fall in Deutschland) abzuführen. Die Verbrauchsteuer ist keine spezielle Steuer sondern verkörpert eine Gruppe von Steuern, daher kann sie von Fall zu Fall verschieden sein.
Die Einfuhrumsatzsteuer
Auch die Einfuhrumsatzsteuer ist eine Verbrauchsteuer, welche erhoben wird, wenn eine Ware von einem Drittland nach Deutschland eingeführt wird. Sie ist weitestgehend mit der inländischen Umsatzsteuer ( Mehrwertsteuer) identisch, da sie eine besondere Erhebungsform von dieser ist. Aus Einfachheitsgründen wird die Einfuhrumsatzsteuer vom deutschen Zoll und nicht vom Finanzamt erhoben. Sofern der Unternehmer Waren für sein eigenes Unternehmen einführt, so kann er die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer in Deutschland wieder geltend machen.
TARIC-Code
Darunter ist der gemeinsame Zolltarif der EU zu verstehen, was „Tarif intégré des Communautés européennes" also „Integrierter Zolltarif der Europäischen Gemeinschaften“ bedeutet. Die ersten 8 Stellen beschreiben einen Warencode, mit Hilfe dessen die Ware eindeutig identifiziert werden kann. Die neunte und zehnte Stelle verschlüsseln den Zollsatz der Ware.
Quelle:
Eigene ErfahrungenBenutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:
-
Lexikon
- Kosten
- Einfuhrumsatzsteuer
- Makler
- Zoll
-
Magazin
- Glossar 2. Teil - Fachbegriffe des Imports am Beispiel China
- Wie Sie mit Import von Waren Geld verdienen können
- Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Importeurs
- Glossar 3. Teil - Fachbegriffe des Imports am Beispiel China
- Schuhe aus China importieren: So geht’s
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