Geld verdienen mit Google

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Stellen Sie sich vor Ihr Unternehmen wurde vor wenigen Tagen gegründet und Sie versuchen sich auf dem Markt zu etablieren. Da liegt der Gedanke nah, eine eigene Internetpräsenz (Website oder Homepage) zu erstellen, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen anzubieten, Kontakte zu knüpfen, Aufträge zu erhalten und eventuell sogar Produkte über einen eigenen Onlineshop zu verkaufen. Soweit so gut. Sie beauftragen einen Programmierer oder einen Bekannten, der Ihnen diese Seiten erstellt. Vielleicht versuchen Sie es auch selbst und haben so noch einige Euros gespart.

6 Monate später...

Ihre Internetpräsenz existiert immer noch. Sie haben in den vergangenen 6 Monaten einige Aufträge erhalten, viele Visitenkarten mit Ihrer Internetadresse verteilt und eine Reihe zufriedener Kunden erhalten. Ihre Firma expandiert, Ihre Name spricht sich rum, kurz um, Ihre kleine Firma wächst und beschert Ihnen als Existenzgründer jedoch noch keine zufrieden stellenden Einnahmen. Was war eigentlich mit Ihrer Internetseite? Auf die Frage hin, wie der Kunde auf das Unternehmen aufmerksam wurde, antwortete innerhalb des letzten halben Jahres niemand mit „Ich habe Ihre Website im Internet gefunden und Sie daher angerufen.“ Eine E-Mail haben Sie auch nicht erhalten, wenn man von den 35 Spam-Mails von unbekannten Absendern und Werbung für potenzsteigernde Mittel absieht. Sicher fragen sich an dieser Stelle nicht nur Existenzgründer...

...wieso kommt kein Besucher auf meine Internetseite?

Obwohl Sie eine Website betreiben, die, wie Ihre Verwandten und Bekannten sagen, sehr gut aussieht und sogar über eine eigene Internetadresse erreichbar ist, tummeln sich laut der Besucherstatistik Ihres Websiteproviders monatlich gerade mal 14 Besucher auf den Seiten, wovon Sie selbst 9 mal nachgeschaut haben, ob die Seite immer noch da ist. Die restlichen 5 Besucher setzen sich aus Ihren Verwandten zusammen, die unmittelbar nach der Geschäftseröffnung neugierig und anonym Ihre Internetseite begutachtet haben, um Ihnen auf Ihre Anfrage hin zu sagen, wie toll und schön sie geworden ist.

Des Rätsel Lösung...

Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder MSN finden Ihre Seite nicht oder haben Sie gefunden, schätzen Sie jedoch als unbedeutend ein und zeigen daher den Suchmaschinennutzern (Leute wie Sie und wir) auf eine Anfrage zu einem bestimmten Thema nicht Ihre Seite an. Es kann also kein Besucher über diese sehr weit verbreitete und bequeme Möglichkeit der Internetrecherche auf Ihre Seite kommen. Die einzigen Besucher kommen nur durch die direkte Eingabe Ihrer Internetadresse in Ihrem Browser auf Ihre Seite.

Beispiel für die Keywordsuche

Ein Unternehmer aus Erfurt produziert Holzspielzeug und verkauft es in einem eigenen Laden sowie seit neustem auch über einen Onlineshop. Hier sollte als Keyword auf jeden Fall „Holzspielzeug“ verwenden werden. Außerdem können noch weitere Kombinationen mit diesem Keyword erstellen werden, so zum Beispiel: „Holzspielzeug Erfurt“ oder „Holzspielzeug Thüringen“, „Holzspielzeug Eisenbahn“ oder „Traktor Holz“ usw.

Ziel ist es also mit Ihrer Seite in den „Index“ der Suchmaschinen aufgenommen zu werden, um nach Eingabe eines ganz bestimmten auf Ihre Internetpräsenz und damit auf Ihr Leistungsangebot oder Produkt zugeschnittenes Schlüsselwort (Keyword) oder einer geeigneten Kombination aus diesen Wörtern innerhalb der ersten 10 – 20 Suchergebnisse einer Suchmaschine aufzutauchen.

Eine Studie hat herausgefunden, dass 62 % aller Befragten Suchmaschinennutzer ein Suchergebnis innerhalb der ersten 10 Ergebnisse (in der Regel erscheinen 10 Ergebnisse nach einer Abfrage auf der ersten Seite der Suchmaschine) anklicken. Eine Gruppe von ca. 41 % wechselt sogar nach einer erfolglosen Suche auf der ersten Ergebnisseite der Suchmaschine die Suchmaschine selbst und sucht mit der „ Konkurrenz“ weiter.

Wie kann der Internetseitenbetreiber (Webmaster) dieses Ziel erreichen?

Zunächst sollte der Webmaster versuchen die Welt des Internets mit den „Augen“ der Suchmaschinen bzw. der für die Suchmaschinen das Internet durchforstende Programm (Spider oder Robots) zu sehen. Nur dann können auch entsprechende Änderungen an den Seiten und Verhaltensänderungen des Webmasters zu einem Erfolg führen.

Wie sieht Google eine Webseite?

Unsere Internetseite
Start
Lokomotiven
Tracktoren
Puppen
Über uns
Kontakt    Unsere Firma ist super. Wir stellen aus Holz Spielzeug her. Der Wald ist uns egal. Kaufen Sie sofort, bevor es keinen Wald mehr gibt.

Google & Co. erkennt im Wesentlichen nur Text auf den Seiten. Folgende Inhalte können von Suchmaschinen wie Google nur schwer oder gar nicht erkannt werden.

Bilder, Skripte, Objekte und Frames

Texte, welche auf Bildern zu lesen sind, kann eine Suchmaschine bisher nicht erkennen. Ebenso bleiben animierte multimediale Inhalte in Form von „Kurzfilmen“ (so genannte Flashobjekte) den Suchmaschinen verborgen. Für den Betrachter der Internetseite eröffnet sich durch diese sehr werbewirksame Art der Präsentation eine sehr bunte und reale Welt, womit die Suchmaschinen allerdings nichts anfangen können. Der Spider „springt“ so zusagen über ein solches Objekt drüber. Es wird kein seitenbezogener Inhalt vermittelt. Das gleiche gilt für die objektbasierte Skriptsprache „JavaScript“, welche häufig verwendet wird, um die Seitennavigation einer Internetseite dem Besucher zu zeigen. Einige Webseiten bieten den Benutzern auch kleine Rechenprogramme oder andere integrierte Onlinetools. Diese werden nicht selten mit der Programmiersprache „Java“ erstellt und als „JavaApplet“ in die Seite eingebunden. Der Benutzer kann dann nach dem laden des Programms einige Werte eingeben und sich auf Knopfdruck ein entsprechendes Ergebnis ermitteln lassen. Sehr interessant und wertvoll für den User, doch für Suchmaschinen völlig unbrauchbar und undefinierbar.

Für den Seitenbenutzer kann die Seite also sehr wertvoll und voll gepackt mit Informationen sein, die Suchmaschine „versteht“ aber aufgrund der verwendeten Technologien und Programmiersprachen nicht, mit welchem Thema sich die Seite beschäftigt. Andere Webmaster erstellen der Einfachheit halber Seiten mit feststehenden Navigationsbalken. Die Seite wird dazu in mindestens 2 Bereiche eingeteilt, wobei sich der eine, meist kleinere linke, rechte oder obere Teil beim laden der Seite nicht verändert. Es ändert sich nur der Inhalt des anderen Hauptteils. So kann der Benutzer im kleineren Teil auf einen Navigationslink (bspw. „Start“ oder „Lokomotiven“) klicken und erhält im Hauptbereich entsprechende Information. Auch mit dieser „Frametechnik“ (engl. frame, von Rahmen) kommen Suchmaschinen bzw. deren Spider nur schwer klar.

HTML-Kenntnisse sehr hilfreich

Oft hat der Seitenbetreiber seine Seiten selbst erstellt und kennt sich daher zumindest in Ansätzen mit der einfachsten aller Internetprogrammiersprachen aus. Die „Hypertext Markup Language“ (kurz HTML) ist das Fundament aller Internetseiten. Sie beruht auf, wie im englischen Wort beschrieben, Textmarken, welche jeweils den Beginn und das Ende einer Anweisung darstellen. Diese Anweisungen (auch Tags genannt) zeigen dem Browser (das Programm, mit welchem der Internetnutzer die Seiten ansieht - in der Regel der Microsoft Internetexplorer oder Mozilla Firefox) wo Texte, Tabellen oder Bilder dem Betrachter angezeigt werden sollen.

In vielen Fällen schreibt jedoch ein Fremder die Seiten. Der Seitenbetreiber bezahlt nur und sieht das Resultat im Browser. Oder aber der Unternehmer verwendet einen HTML-Editor, welcher HTML- Kenntnisse überflüssig macht. Für eine optimale Seite und damit für eine suchmaschinenoptimierte Seite müssen mindestens folgende Tags vorhanden und an der richtigen Stelle eingebunden sein.

        Beginn einer jeden Internetseite
        Beginn des Kopfbereiches einer Internetseite

        Seitentitel
        Ende des Kopfbereiches
        Beginn des Haupt- bzw. Informationsbereichs der Seite


 

        Überschrift



Ausführliche Informationen zu HTML finden Sie unter http://de.selfhtml.org

Auf eine gute Nachbarschaft

Wie relevant Ihre Seite auf eine Suchmaschine wirkt, hat Google durch den entwickelten PageRankTM ausgedrückt. Der PR gibt auf einer Skala von 0 bis 10 die Wichtigkeit einer Internetseite unter Berücksichtigung von mehr als 500 Millionen Kriterien innerhalb der Gleichung zur Ermittlung des Pageranks an. Eine der wohl wichtigsten Parameter ist die Anzahl der eingehenden Weblinks (ein Verweis von einer zu einer anderen Seite im Internet. Möglich über Bilder, vorzugsweise über Text. In HTML in der Form Das ist ein Link) auf Ihrer Seite. Bannerwerbung wird von den Suchmaschinen in den meisten Fällen nicht als Verlinkung im o.g. Sinne gewertet. Je mehr Seitenbetreiber Ihre Seite als wichtig erachten, um so mehr wird auf Ihre Seite verlinkt. Das erkennt der Googlespider und Google ermittelt daraus einen adäquaten PR. Sie können ganz gezielt Webseitenbetreiber darum bitten mit einem Link auf Ihre Seite zu verweisen. Suchen Sie sich dabei thematisch passende Seiten raus und vermeiden Sie Verlinkungen über Bilder. Textphrasen mit Ihren Keywörtern sind dabei das optimalste für Ihre Website. Dazu noch ein kleiner beschreibender Text und fertig ist ein guter Link (Backlink) einer anderen Seite zu Ihrem Angebot. Je mehr Backlinks Sie erhalten, desto höher ist die Wichtigkeit (Linkpopularität) Ihrer Seite.

Die Hauptschlagader Ihrer Seite ist der Content

Versuchen Sie so viel als möglich verbal zu beschreiben, denn wie bereits an anderer Stelle angedeutet ist Text für Suchmaschinen wie Google das „beste Fressen“. Beschreiben Sie daher Werkstoffe, Verarbeitungsprozesse, Ihr Unternehmen, den Standort aber vorwiegend die mit Ihren vordefinierten Schlüsselbegriffen in Verbindung stehenden Themen so ausführlich und umfangreich es geht. Erstellen Sie zu den einzelnen Themengebieten unterschiedliche Seiten und versehen Sie diese mit keywordangelehnten Seitentiteln und Dateinamen. Diese Einzelseiten verlinken Sie untereinander. Darüber hinaus sollten Sie nicht vergessen die Seiten regelmäßig zu aktualisieren. Das bemerken Suchmaschinen wie Google recht schnell und werten es als echten Pluspunkt gegenüber den Seiten, welche jahrelang keiner Veränderung unterliegen. Das Zauberwort heißt daher Aktualisieren, Erweitern schlicht weg Ändern. Bewegung muss in die Seite. Dies kann bspw. auch schon durch die regelmäßige Veröffentlichung von Neuigkeiten Ihrer Firma oder durch News der Branche geschehen.

Zwei generelle Typen von Seiten

Programmierer und natürlich auch Suchmaschinen unterscheiden zwischen so genannten dynamischen und statischen Seiten, wobei die dynamischen Webseiten aus einer Datenbank generiert werden. Sie sind also nicht wirklich, so wie der Benutzer sie letztlich sieht, abgespeichert, sondern entstehen jedes Mal neu, sobald sie durch einen Klick aufgerufen werden. Diese Seiten werden von Suchmaschinen aufgrund der damit in Verbindung stehenden Technologie nur schwer erkannt und gescannt. Während dem statische Seite so wie sie sichtbar sind auch auf dem Webserver abgespeichert sind. Das bringt einen entscheidenden Vorteil beim Suchmaschinenranking.

Tools zum Prüfen und Analysieren

Der Webmaster kann mittels einiger kostenloser Tools und Services im Internet schnell überprüfen, ob und wie viele Backlinks auf seine Seite verweisen, welche Position seine Webseite mit bestimmten Schlüsselwörtern in Suchmaschinen belegt und welche Keywords von den Suchmaschinennutzern am häufigsten verwendet werden bzw. wie oft Ihre Keywords verwendet werden.
Das alles können Sie bspw. mit www.ranking-check.de ermitteln.

Außerdem können Sie den HTML-Code Ihrer Seite auf ordnungsgemäße Programmierung überprüfen.
http://www.meine-erste-homepage.com/check.php

Bei www.binc.de erhalten Sie ein umfassende Keywordanalyse. Der Service von www.metatags-check.com überprüft die so genannten Meta-Tags Ihrer Webseite. Diese enthalten unter anderem Informationen über den Autor der Seite, die Seitenbeschreibung, die Schlüsselwörter und die Sprache. Mit www.mylinkcheck.de können Sie nicht funktionierende Links auf Ihrer Website finden und auf www.nofronts.de finden Sie eine Zusammenfassung von Checks für Ihre Webseite.

10 Tipps

Die folgenden 10 Tipps sollen Ihnen nochmals eine Zusammenfassung für die notwendigen Maßnahmen geben, um mit einer Internetseite bei Google & Co. Erfolg zu haben.

  1. Suchen Sie Keywörter passend zum Thema der Seite!
  2. Bringen Sie Inhalt in Form von themenbezogenen Texten auf die Seite!
  3. Vermeiden Sie viele Bilder, Frames, Skripte oder andere für Google nicht lesbare Objekte!
  4. Setzen Sie Überschriften und Seitentitel keywordbezogen ein!
  5. Aktualisieren Sie regelmäßig und bringen Sie neue Informationen auf die Seite!
  6. Suchen Sie themenbezogene Linkpartner und sammeln Sie so Backlinks!
  7. Vermeiden Sie dynamische Seite mit Parameterübergabe (z. B.: ?id=567465&ses=we45t5)!
  8. Melden Sie Ihre vollständig erstellte Seite per Hand bei den Suchmaschinen an!
  9. Erstellen Sie vollständige Meta-Tags im Kopfbereich einer jeden Seite!
  10. Vermeiden Sie gar zu viele Werbebanner oder ausgehende Links auf Ihrer Website!

Fazit

Allein die Einhaltung der 10 Regeln garantiert nicht eine Top-Platzierung bei Google. Eine regelmäßige Pflege und eine immerwährende Suche nach geeigneten Linkpartnern sind ein ständiger Begleiter eines Seitenbetreibers. Nur so schaffen Sie es mehr Besucher und somit mehr Aufträge, Anfragen und somit Umsatz mit Ihrer Webseite zu erzielen.

Viel Erfolg dabei!

Noch ein Tipp zum Schluss: Sehr häufig wird gefragt, ab wann man für seine Website ein Gewerbe anmelden muss. Ist gar nicht so schwer, einfach mal lesen.

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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