Finanzieren deutsche Unternehmer nun auch schon griechische Banken?
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Die Europäische Union, ein gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum für Millionen von Menschen, ist in Gefahr. Der Grund hierfür ist die enorme Staatsverschuldung zahlreicher Länder, die im Fall Irland, Griechenland und Spanien sogar die 10%- Marke überschreitet.
Griechenland ist jetzt das erste Land, welches mit einer Neuverschuldung im Jahr 2009 von 13,6% die Zahlungsunfähigkeit eingestehen musste. Das Land kann aus eigener Kraft seine Schulden nicht mehr bedienen, auch die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens ist in Gefahr. Zu viele Jahre wurden notwendige Sparmaßnahmen verschoben und weiterhin zum Beispielhohe Beamtengehälter und Pensionen gezahlt, obwohl Griechenland bereits seit Jahren Probleme mit der Finanzierung hatte. Aufgrund dieser Situation haben die Ratingagenturen die griechischen Staatsanleihen auf einen „Ramsch-Status“ gesetzt, der es Griechenland nahezu unmöglich macht, Kapital auf dem freien Markt zu angemessenen Konditionen zu erhalten.
Um Griechenland vor einem Staatsbankrott zu bewahren, sind laut Meinung vieler Experten in den kommenden drei Jahren mindestens 135 Milliarden Euro notwendig. Da Deutschland mit einer nur geringen Verschuldung von 3,3% und einem positiven Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 glänzt, wird es wohl die Hauptbelastung tragen müssen. Mindestens 25 Milliarden Euro werden daher an Griechenland zu überweisen sein. Und die Hilfen müssen schnell überwiesen werden, denn bereits am 19. Mai wird eine griechische Anleihe fällig, deren Rückzahlung aktuell nicht gewährleistet ist.
Diese enormen Geldsummen kann Deutschland nur aufbringen, indem neue Staatsanleihen begeben werden. Die Kosten hierfür müssen dann die deutschen Steuerzahler tragen, die die Kosten wieder verdienen müssen. Vor allem derdeutsche Mittelstand, der als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft angesehen wird, ist davon enorm betroffen. Viele gezahlte Steuern müssen nun in das Aufbringen der Geldmittel für Griechenland investiert werden, obwohl auch in Deutschland Investitionen, etwa in das Schul- oder das Straßensystem, notwendig wären. Nicht auszuschließen ist zudem, dass aufgrund der Griechenland-Hilfen Steuern angehoben werden müssen, sodass Deutschland nicht selbst mit Finanzierungsproblemen kämpfen muss. Genaue Prognosen hierüber können wohl aber erst nach der wichtigen Wahl in Nordrhein-Westfalen getroffen werden, denn vorher wird die Bundesregierung kaum Steuererhöhungen besprechen oder gar beschließen.
Die Europäische Union muss sich jedoch nicht nur Sorgen um Griechenland machen, denn auch vielen weiteren Ländern droht die Zahlungsunfähigkeit. Hierzu gehören neben Irland auch Spanien und Portugal, die mit hohen Arbeitslosenzahlen kämpfen und deren Neuverschuldung immens ist. Es ist heute nicht auszuschließen, dass auch diese Länder über kurz oder lang die Zahlungsunfähigkeit bekannt geben müssen. Auch in einem solchen Fall müsste Deutschland wohl die Hauptkosten der Rettungsaktion tragen, was auch den deutschen Steuerzahler wiederum enorm belasten würde.
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