Erfinder und Tüftler sind die Gewinner der Wirtschaft
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Gerade in Zeiten der Krise können und sollten Unternehmer an Innovationen und neuen Ideen arbeiten. Das ruhiger gewordene Tagesgeschäft, die wegbrechenden Aufträge, beides führt zu freien Kapazitäten. Anstatt diese ungenutzt verstreichen zu lassen, sollte jetzt mit der Entwicklung neuer Ideen begonnen werden.
Denn kommt der wirtschaftliche Aufschwung, müssen die Idee und das Konzept dahinter stehen. Sofort können Neuerungen auf den Markt gebracht werden, so dass die Unternehmen, die in der Krise in dieEntwicklung neuer Ideen und Projekte investieren, ihren Konkurrenten einen Schritt voraus sind.
Mitarbeiter halten, Innovationen entwickeln
Sofern es irgendwie möglich ist, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter jetzt halten und damit zeitgleich dem künftigen Fachkräftemangel vorbeugen. Ebenfalls können sie mit ihren Mitarbeitern, die oft nur so vor Ideen sprühen, neue Projekte in die Tat umsetzen. Die Entwicklung neuer Technologien und Produkte verspricht gerade jetzt viel Erfolg, da die Zeit vorhanden ist, sie wirklich treffsicher und passgenau für den Markt zu entwickeln. Neben den Mitarbeitern sollten aber auch die Kunden befragt werden. Sie wissen am ehesten, welcher Bedarf gegeben ist und wie er sich durchsetzen lässt.
Schwierig ist es momentan, die Kunden mit entscheiden zu lassen, da die Abhängigkeit von ihnen sehr groß und die Kauflust gering ist. Dennoch sollte gerade jetzt versucht werden, Möglichkeiten zu schaffen, die Kunden einen klaren Mehrwert bieten können. Auch eigene Ideen der Unternehmer können jetzt weiter entwickelt werden und zu Innovationen führen, die im Aufschwung nach der Krise ein besseres Standing versprechen.
Öffentliche Hilfen nutzen
Doch natürlich muss kein Unternehmer sämtliche Ideen alleine entwickeln. Mit dem Zentralen Innovations-Programm, kurz ZIM, gibt Vater Staat die Möglichkeit, auch öffentliche Förderungen für die Entwicklung von Innovationen zu nutzen. Erst im März 2009 wurde das Programm im Rahmen des Konjunkturpakets II um 900 Millionen Euro erhöht. Für die Jahre 2009 und 2010 stehen damit insgesamt 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
Ebenfalls können Unternehmer ihre Innovationen in Zusammenarbeit mit Fachhochschulen, Unis, Forschungsinstituten oder anderen Unternehmen vorantreiben. Das ZIM kommt auch hier infrage, da es gerade solche Kooperationen und Netzwerke unterstützen will.
Öffentliche Stellen ansprechen
In der Förderdatenbank können sich Unternehmer zusätzlich über die Fördermöglichkeiten informieren. Die ZDH-Beratungsplattform bietet umfangreiche Checklisten für innovative Handwerker sowie Adressen von Kompetenzzentren und Technologietransferberatern. Im D IHK-Innovationsportal können Unternehmer sich dagegen mit umfangreichen Informationen und Studien versorgen. Sie können gezielt nach Kooperationspartnern und Beratern suchen. Und nicht zuletzt sollte natürlich das ZIM genutzt werden, um die Innovationen voranzutreiben.
Quelle:
Pro Firma 11/2009, S. 34-36Artikel verfolgen
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Über den Autor

- Sabine Hutter
- Mein Name ist Sabine Hutter und ich bin als selbständige Autorin und Webtexterin tätig. Als Staatlich geprüfte Betriebswirtin habe ich mich auf die Themen Existenzgründung, Unternehmen und Personalwesen spezialisiert.
- http://www.content-texte.de
- sabine.hutter@content-texte.de
kommentiert von Gast am 4. November 2010
Da bin ich anderer Meinung! Wenn der Erfinder zur Bank geht, dann wird er wie das letzte Stück Dreck behandelt, weil er über die nötigen Sicherheiten nicht verfügt um seine Idee zu realisieren. Ohne die 100%-ige Deckung des Vorhabens gibt es kein Kredit bei der Bank. Will er seine Idee patentieren, dann muß er jahrelang warten auf die Genehmigung, weil angeblich die Fachkräfte fehlen. Wenn das doch geschieht, dann ist es meistens so, dass in der Zwischenzeit eine größere Firma die gleiche Idee in leicht veränderten Form bereits patentiert hat und er kann nur noch die Patentgebühren zahlen und das Nachsehen haben. Bei den open innovation oder open source communities arbeiten die meisten Erfinder kostenlos und erhalten nichts für die (meist hochqualifizierte) Arbeit. Firmen locken mit großzügigen Belohnungen für die Lösung schwieriger Aufgaben, aber von den vielen Einsendern von Lösungen wird nur ein einziger das Geld bekommen, all die anderen gehen dabei leer aus. Niemals erfahren die abgelehnten Erfinder ganz genau wie das vorgestellte Problem hätte gelößt werden müssen und in den meisten Fällen nicht mal wie der glückliche Gewinner aussieht oder wie er heißt. Ideen haben ist heute ein wahrer Fluch für die Erfinder die sie haben, denn ohne Geld (Not macht erfinderisch) sind sie einfach nicht zu realisieren.
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