Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
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Teil 3 von 9 aus der Serie:
Erfindungen zum Patent anmelden
Erfindungen zum Patent anmelden
- Mögliche Ideenquelle für Erfindungen
- Entwicklung einer Idee
- Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- Rechtsgrundlagen des Patentrechtes
- Abgrenzung der Begriffe Patent, Gebrauchsmuster, Marke und Geschmacksmuster
- Der Antrag auf Anmeldung eines Patents
- Der Ablauf des Patentprüfungsverfahrens
- Die Patentrecherche
- Kosten für die Patentanmeldung
Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird das Für und Wider in Zahlen angegeben. Kurz: Ist das geplante Projekt rentabel oder nicht? Dies kann allerdings nicht immer genau beziffern werden, da man vielleicht auf den Cent genau ausrechnen kann, was einem die Erfindung kosten kann, aber niemand genau weiß, was sie im Endeffekt bringen wird.
Die Kosten darf man nicht unterschätzen. Ausgaben, wie dieAnmeldegebühr zu einem Patent, sind nur ein kleiner Teil von dem, was auf Sie zukommen kann. Selbst wenn man die Gebühren entrichtet hat, ist eine Prüfung sinnvoll, ob sich das Patent nach zum Beispiel fünf Jahren noch rechnet oder nicht. Wichtig ist es, eine Überwachung des Schutzrechtes zu betreiben, um frühzeitig festzustellen, ob ein Konkurrent vorhanden ist, der IhreSchutzrechte angreifen könnte. Diese Überwachung kostet ebenfalls Geld. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird in zwei Methoden unterteilt. Die eine nennt sich die Kapitalwertmethode, die andere Nutzwertanalyse.
Kapitalwertmethode
Die Kapitalwertmethode wird als Barwertmethode bezeichnet. Sie ist eine der leichtesten Methoden und wird ähnlich einem Ein- und Ausgangskassenbuch geführt. Die Berechnung erfolgt über die gesamte Zeit, für die das Patent gelten soll. Man rechnet mit Ein- und Ausgaben, aber nicht mit Gewinnen und mit Verlusten. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass nicht mit definitiven Zahlen, sondern mit den zu erwarteten Zahlen gerechnet wird. Das bedeutet auch, dass keine exakte Aussage über die Rentabilität gemacht werden kann.
Nutzwertanalyse
Bei der Nutzwertanalyse werden mehrere Ideen gegenüber gestellt und verglichen. So kann herausgefunden werden, welche von mehreren Ideen diejenige ist, deren Umsetzung am erfolgversprechendsten ist. Hierfür werden zunächst mehrere Kriterien aufgestellt, anhand derer die Ideen beurteilt werden sollen. Mögliche Kriterien wären für Erfindungen beispielsweise:
- die Entwicklungskosten
- die Produktionskosten
- das Absatzrisiko
- die Zielgruppe (Wie viele potentielle Käufer gibt es? Wie setzt sich die Käuferschaft zusammen?)
- die Anzahl der Konkurrenten mit einem ähnlichen Produkt
Diese Kriterien werden anschließend gewichtet. Dies bedeutet, dass ihnen entsprechend ihrer Wichtigkeit ein Wert zugewiesen wird. Für jemanden, der genügend Geld für die Umsetzung aller Ideen hat, wird weniger Wert auf die Kosten legen und sich stattdessen eher auf die Vermarktbarkeit konzentrieren. Wer nur ein niedriges Startkapital besitzt, gewichtet unter Umständen die Entwicklungs- und Produktionskosten wesentlich höher.
Wenn die Gewichtung vorgenommen wurde, können die einzelnen Erfindungen bewertet werden. So erhält beispielsweise die Erfindung, die das höchste Absatzrisiko beinhaltet, bei diesem Kriterium nur einen Punkt, während die anderen mehr bekommen. Die Gesamtpunktzahl einer jeden Idee wird ermittelt, indem die Gewichtung mit den einzelnen Bewertungspunkten multipliziert und diese Werte schließlich zusammen addiert werden.
Im nächsten Teil dieser Serie werden wir uns mit den rechtlichen Grundlagen des Patentrechtes beschäftigen.
Quelle:
Eigene ErfahrungenBenutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:
-
Lexikon
- Nutzwertanalyse
-
Magazin
- Rechtsgrundlagen des Patentrechtes
- Entwicklung einer Idee
- Mögliche Ideenquelle für Erfindungen
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- Sabine Hutter
- Mein Name ist Sabine Hutter und ich bin als selbständige Autorin und Webtexterin tätig. Als Staatlich geprüfte Betriebswirtin habe ich mich auf die Themen Existenzgründung, Unternehmen und Personalwesen spezialisiert.
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