Die 5 häufigsten Fehler bei der Erstellung eines Businessplans
(4 Bewertungen)
Teil 3 von 16 aus der Serie:
Businessplan für Existenzgründer
Businessplan für Existenzgründer
- Was ist ein Businessplan und wer sollte einen erstellen?
- Welchen Umfang sollte der Businessplan haben?
- Die 5 häufigsten Fehler bei der Erstellung eines Businessplans
- Wer sollte eine Kopie meines Businessplanes erhalten?
- Personal, Personalbedarf, Personalplanung und Weiterbildung
- Das Deckblatt Ihres Businessplanes
- Das Inhaltsverzeichnis des Businessplans
- Die Zusammenfassung (Summary) steht am Beginn des Businessplans
- Produkte und Dienstleistungen im Businessplan
- Markt, Wettbewerb und Konkurrenz
- Unternehmensführung und Management
- Marketing, Preispolitik, Vertriebspolitik und Absatzmethoden im Businessplan
- Rechtsformwahl und Organisation des Unternehmens
- Chancen und Risiken im Businessplan beschreiben
- Der Finanzplan im Businessplan
- Umsatzprognose und Rentabilitätsvorschau im Businessplan
Viele Fachleute bemängeln viele Fehler und viele Köche verderben den Brei. Aus diesem Grund möchten wir uns nicht dazu hinreißen lassen, mehrere duzend Beiträge zu vergleichen und den Jungunternehmer bei der Erstellung seines Businessplans komplette zu verwirren. Im Folgenden werde die wesentlichen und gröbsten Fehler aufgezeigt, welche für den Einen oder Anderen mehr oder weniger relevant sind. Ziel soll es lediglich sein, Hinweise und Anregungen zu geben. Es liegt ohnehin im Ermessen des Lesers über die Qualität des Geschäftsplanes zu urteilen.
Fehler Nr. 1: Mangelnde persönliche Qualifikationen
Ein typischer Fehler vieler Existenzgründer. Als Gründer muss man sich mit dem auskennen, was man später verkaufen oder anbieten möchte. Ein Existenzgründer, der sich mit dem Verkauf von Waren hauptberuflich beschäftigen möchte, sollte tunlichst im Handel schon einige Erfahrungen gemacht haben. Ein Gründung im Onlinehandel setzt Grundwissen in den Bereichen Internet und Softwareverständnis voraus. Immer wieder erleben wir, dass Existenzgründer sich mit einemOnlineshop selbständig machen wollen, jedoch keinerlei Interneterfahrungen und technisches Verständnis mitbringen.
Fehler Nr. 2: Mangelndes kaufmännisches Wissen
Ein Gründer sollte auch ein Mindestmaß an kaufmännischem und betriebswirtschaftlichem Wissen vorweisen. Das Argument: „Ich hab doch einen Steuerberater.“ ist hier keine Entschuldigung. Der Existenzgründer muss auch ohne den Steuerberater wissen, wie man eine Rechnung schreiben kann oder Einkaufspreise verhandelt und kalkuliert. Das sind nur drei Beispiele für kaufmännisches Handeln, was stets ohne Steuerberater sitzen muss. Das Fachwissen dieser und anderer Themen erfordert ein gewaltiges Maß an Selbstdisziplin und natürlich an Zeit, was ein junger Unternehmer in der Startphase in den seltensten Fällen hat. Daher gehören derartige kaufmännische Grundlagen zum Grundwissen des Unternehmers und keinesfalls zur Einstiegslektüre der Existenzgründung oder zum schnellen Lernen in einem Existenzgründerseminar.
Fehler Nr. 3: Unschlüssige und widersprüchliche Konzepte
Ebenfalls ein häufiger Fehler von Existenzgründern, welcher spätestens in der Präsentation zu ungewollten Missverständnissen führt. Der Leser oder Zuhörer des Konzeptes erkennt die Widersprüche augenblicklich und stellt Fragen, welche beim Gründer zu verwirrenden und unprofessionellen Antworten führen. Somit wird eine Lawine der Unsicherheit beim Gründer losgetreten, die früher oder später den Jungunternehmer überrollt. Daher das Konzept im Vorfeld auf Widersprüche prüfen und etwaige Antworten auf zu erwartende Fragen überlegen. Fangfragen im Vorfeld analysieren und die Präsentationstechnik üben. Hilfreiche Artikel zum Thema Referate halten oder Wie Sie echt und souverän auftreten sowie Technik zum Deuten der Körpersprache sollten selbstverständlich vor der Präsentation studiert werden.
Fehler Nr. 4: Mangelndes Wissen über Markt und Konkurrenz
Dieses Wissen ist für den Existenzgründer von äußerster Wichtigkeit, denn schließlich kann er nur auf Dauer Produkte oder Leistungen verkaufen, wenn eine Nachfrage nach den Produkten oder Dienstleistungen vorhanden ist. Diese Erkenntnisse können nur entstehen, wenn der Markt studiert wurde, sich der Gründer damit befasst und eine so genannteMarktstudie durch Marktforschung erstellt hat. Was wollen die Menschen? Ist mein Produkt oder meine Dienstleistungen für die Kunden überhaupt preislich tragbar? Diese und andere Fragen müssen im Vorfeld beantwortet werden können, um ein gewisses Gespür für Angebot und Nachfrage zu bekommen und selbstverständlich dem Leser des Businessplans darüber zu informieren. Schließlich möchte der Investor wissen, ob überhaupt eine Nachfrage besteht, um das Produkt oder die Dienstleistungen zu monetarisieren?
Fehler Nr. 4: Der „Es wird schon klappen“ – Fehler
Das ist einer der Fehler, welcher gerade in der Startphase die Sinne benebelt. Das sich in den Kopf gesetzte durchzuführen, ohne auf die Umwelt zu achten, raubt häufig den Blick für das Wesentliche. Der Kunde möchte einen Vorteil aus dem Produkt ziehen. Das eingesetzte Kapital muss also weniger Wert sein als der dafür erhaltene Nutzen, denn sonst würde der Kunde einen preislichen Nachteil aus dem Geschäft erfahren. Um diesem Fehler entgegen zu wirken empfiehlt es sich das so genannte „Worst – case – Szenario“ anzunehmen. Das bedeutet, man geht vom schlimmsten Fall aus und rechnet mit diesen Zahlen oder schildert die daraus resultierenden Ergebnisse. Kommt man selbst in dieser absoluten Ausnahmesituation noch zurecht, bestätigt sich das gute Konzept. Der „Es wird schon klappen“ - Fehler ist sehr heimtückisch und vorwiegend bei Leuten zu finden, die bereits in der Vergangenheit in Führungspositionen zu finden waren oder welchen man verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut hatte. Sie strotzen vor Selbstbewusstsein und unterschätzen die Existenzgründung und den Markt. Es hat früher geklappt und wird heute auch klappen. Wozu soll ich mich verrückt machen, mit meiner Praxis und meinen Vorkenntnissen? Unterschätzen Sie den Gegner (die Existenzgründung) nicht, Sie haben vorerst nur diesen einen Versuch und diese Chance.
Fehler Nr. 5: Der Rechtschreib- oder Inhaltsfehler
Ein letzter gravierender Fehler bei der Erstellung eines Konzeptes sind falsche Tatsachen oder falsch geschriebene Firmen- oder Personennamen. Nichts ist schlimmer als bereits auf dem Deckblatt enthaltene Rechtschreibfehler. Der Gutachter bekommt so einen falschen ersten Eindruck von dem vielleicht sehr fundierten und aussagekräftigen Businessplan.
Fehler vermeiden, aber wie?
Sicher gibt es noch weitere Fehler bei der Erstellung und Präsentation eines Businessplans. Es ist daher ratsam sein erstelltes Konzept probehalber zu präsentieren und einem fachkundigen Berater vorzustellen. Somit erhält man bereits vor der eigentlichen Präsentation von einem Fachmann ein reales Feedback über die Qualität seines Businessplans und kann diesen ggf. nochmals verbessern.
Quelle:
Eigene ErfahrungenBenutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:
-
E-Books
- Businessplan mit Muster und Vorlage für den Finanzplan (Download für nur 9,99 €)
-
Lexikon
- Marktstudie
- Businessplan
- Marktforschung
-
Magazin
- Das Deckblatt Ihres Businessplanes
- Wer sollte eine Kopie meines Businessplanes erhalten?
- Welchen Umfang sollte der Businessplan haben?
- Das Inhaltsverzeichnis des Businessplans
- Was ist ein Businessplan und wer sollte einen erstellen?
-
Online Rechner
- Rentabilitätsvorschau
- Existenzgründerseminar
-
Vorlagen
- Rentabilitätsvorschau Muster (Download nur für Registrierte Benutzer)
Artikel verfolgen
Wenn Sie über Änderungen an diesem Artikel benachrichtigt werden möchten, klicken Sie auf Benachrichtigen
Kommentare
Interessantes aus dem Magazin
Neueste Artikel im Magazin
- Gründen für Schüler: Sind Sie schon soweit?
- Gute Azubis trotz schlechter Noten – so finden Sie sie
- Existenzgründung in Japan - mit exotischen Neuheiten erfolgreich werden
- Vorbeugen, Analysieren und Schützen - wie man den Bundestrojaner entfernen kann
- Jugendliche Gründer und Schüler: Auswirkungen auf die Familienversicherung
Über den Autor

- Torsten Montag
- Ich bin Dipl. Betriebswirt, zugelassener eCommerce-Berater der KfW-Bank und Experte im Bereich Suchmaschinenoptimierung sowie Geld verdienen im Internet.
NEU: Mein Videocast
Ich betreibe seit kurzem unter GründerlexikonTV auf youtube einen Channel. Dort werden nicht nur fachliche Videos zu sehen sein, sondern auch unregelmäßig ein Videocast zum eCommerce und Geld verdienen im Internet von mir veröffentlicht. Sei dabei, mach mit und lerne von meinen Fehlern und Erfahrungen.
Weitere interessante Webprojekte:
Lexikon der Betriebsausgaben
Betriebswirtschaft satt
Wir antworten auf jede Frage
Gratis anmelden und Fragen stellen.
>> Jetzt anmelden und mitmachen
Interessantes aus den E-Books
Interessantes aus den Vorlagen
Interessantes aus den Onlinerechner
Interessantes aus dem Lexikon
Interessante Serien
Interessantes aus dem Ratgeber
Passende Vorlagen
- Kündigung Handyvertrag mit Rufnummernportierung
- Unterweisung Mitarbeiter Mitführungspflicht
- Handykündigung ohne Rufnummernportierung
- Geschäftsschließung wegen Insolvenz
- Kurzmitteilung Muster
- Kurzmitteilung
- Sofortmeldung Auftrag zur Abgabe als Muster
- Sofortmeldung Auftrag zur Abgabe
- EÜR Muster für umsatzsteuerfreie Umsätze
- EÜR für umsatzsteuerfreie Umsätze
Neueste Fragen im Ratgeber
Neueste Artikel im Lexikon
Aus dem Magazin
Die 7 besten Bücher für die Erstellung eines Businessplans
Literatur zum Businessplan gibt es extrem viel – kein Wunder, dieses Thema beschäftigt ja auch vie...
Businessplan für eBay oder einen Onlineshop
Businessplan – Entwickeln Sie Ihren Geschäftsplan nicht nur für die Banken! Was ist ein Business...
Businessplan-Vorlagen für Friseure: Ein Vergleich der Angebote
Zahlreiche Gründer bedienen sich heute für die Erstellung des eigenen Geschäftskonzeptes an einer ...
Aus dem Ratgeber
Geld verdienen ohne Risiko
Schnell Geld verdienen ohne Risiko!!! Wenn Du sicher reich werden willst, lies bitte diesen Artikel u...
Hilfe bei Businessplan
Hallo zusammen! Ich möchte mich im Marktgewerbe selbstständig machen und brauche nun einen ...
Nagelstudio mit Piercingberreich, Businessplan
Hallo, ich habe seid zwei Jahren Nebengewerblich ein Nagelstudio. Ab Februar soll es als Hauptgewerbe...