Der Workflow eines Artikels am Beispiel des Gruenderlexikons
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Nachdem ich beim PR Doktor ein sehr umfangreiches Schema zum Workflows der Blogbeiträge gefunden habe, stellte ich mir die Frage, ob ich ein derartiges Schema nicht auch für mein Gruenderlexikon erstellen kann? Das wird wohl nicht länger als 3 h dauern, dachte ich. Nachdem ich nun fast drei Tage an der Erstellung des Netzwerkes gesessen habe, bin ich nun mittlerweile froh, dass ich nicht die ganze Woche dafür gebraucht habe. Schließlich ist ja noch der Artikel zu schreiben, ein Bild für den Artikel zu erstellen sowie das Schema in eine gut downloadbare Form (PDF) zu bringen. Das benötigt alles Zeit, ganz zu schweigen von den weiteren nicht automatisierbaren Vorgängen, welche ja in meinem Chart dargestellt sind. Darauf werde ich im weiteren Verlauf des Artikels noch näher eingehen.
Im Großen und Ganzen habe ich mich mal wieder wahnsinnig verkalkuliert, was die Zeit zur Erstellung eines solchen Artikels angeht. Ich hoffe dennoch, dass es sich gelohnt hat.
Zunächst möchte ich einen Vorschau Bild des Schemas veröffentlichen, eine A4 Seite kann man dann unterhalb des Artikels im PDF-Format Download.

Beschreibung der Verbindungen des Gründerlexikon ist im Internet
Meiner Meinung nach bringt obige Übersicht dem Betrachter überhaupt nichts, wenn er nicht weiß, was die einzelnen Dienste genau bewirken, was sie bringen oder wo ich als Seitenbetreiber überhaupt beginne. Daher möchte ich einige wichtige Abläufe anhand obiger Darstellung im Internet, mit einzelnen Diensten, Services und Anbietern beschreiben.
1. Ein Artikel wird auf Gruenderlexikon.de veröffentlicht
Aus der Übersicht kann man durch grüne Pfeile dargestellt die automatischen Vorgänger erkennen, so die automatische Veröffentlichung des Beitrags über den Microbloggingdienst Twitter. Das Gründerlexikon betreibt unter dem Namen twitter.com/gruenderlexikon einen eigenen Account auf Twitter, über welchen unter anderem die Beiträge des Gründerlexikons automatisch veröffentlicht werden. Darüber hinaus nutze ich auch mein Mobiltelefon und den Dienst Tweetdeck, um manuelle, also nicht automatisierte Nachrichten zu verfassen und diese über Twitter zu veröffentlichen.
2. Nachrichten via iPhone verbreiten
Wie aus der Nummer eins bereits zu erkennen war, twittere ich händisch via Tweetdeck, gleichzeitig wird jedoch genau dieser Text beziehungsweise der enthaltene Internetlink auf Facebook veröffentlicht. Ich erzeuge also mit einer Nachricht auf zwei unterschiedlichen Portalen gleichzeitig Einträge und Inhalte (zu neudeutsch Content).
Darüber hinaus lade ich Bilder und Videos von meinem Handy mit entsprechenden Apps zu den Anwendungen Picasa (für Bilder) und youtube (Videos) hoch. Auf diese Weise kann ich diese Medien zu Zeiten veröffentlichen, wo ich nicht im Büro bin. Ich nutze also optimal die Zeit abends während dem Fernsehen in den Werbepausen, um gedrehte Videos oder Bilder in entsprechenden Galerien hochzuladen und zu speichern. So kann ich später im Büro auf die fertigen Inhalte und Galerien zurückgreifen, um diese in Artikeln und Beiträgen auf entsprechenden Blogs oder Internetseiten zu veröffentlichen. Das spart unheimlich Zeit, da ich während der regulären Arbeitszeit mich viel weniger um die Bilder und Videos kümmern muss.
Dazu nutze ich folgendes iPhone App. PicasaFoto
3. Veröffentlichung im Newsletter
Ein anderes Projekt von mir versendet unregelmäßig einen Newsletter an Betriebswirte, Manager und Selbstständige. So kann ich ausgewählte Beiträge manuell in diesen Newsletter als Fachbeiträge eintragen und einmal im Monat an mehr als 65.000 Empfänger senden. Das bringt selbstverständlich zusätzliche Besucher für die betreffenden Beiträge, ab und zu auch mal einen guten oder kritischen Kommentar und nicht zuletzt auch etwas zusätzliche PR für das Gründerlexikon.
4. Nachrichten über einen Newsfeed abonnieren
Mittlerweile ist diese Möglichkeit durch die schnelle Verbreitung von kurzen Nachrichten (maximal 140 Zeichen) via Twitter und Co. schon fast aus der Mode gekommen, denn die Leute lesen selbstverständlich lieber einen kurzen Text oder eine Schlagzeile als ein oder mehrere A4 Seiten. Vielleicht auch der Grund, warum sich die Bildzeitung mit den knackigen und kurzen Überschriften so gut verkauft. Die langen Texte ab Seite 2 lesen sicher nur noch die Hälfte der Käufer oder noch weniger ;-)
Wie auch immer, der RSS Feed bietet dem Leser des Gruenderlexikons die Möglichkeit, über gerade frisch erstellte und veröffentlichte Artikel informiert zu werden, auch wenn der Leser selbst sich gerade nicht auf den Gründerlexikon befindet. Wie das abonnieren von RSS Feeds genau funktioniert haben wir bereits in einem anderen Beitrag geschildert.
Fakt ist jedenfalls, dass das Gründerlexikon über den Google-Dienst Feedburner einen solchen RSS Feed bereitstellt, welcher von Benutzern abonniert und genutzt werden kann. Dabei bewirkt Feedburner nur das Zählen der regelmäßigen Zugriffe auf den Feed, so dass ich als Seitenbetreiber in etwa nachvollziehen kann, wie viele Menschen regelmäßig die Nachrichten über den RSS Feed lesen. Das sind momentan nicht mal 200 Leser. Schade eigentlich...
5. Einen Eintrag große Wirkung mit amplify
Der Dienst amplify wurde mir von einer Kollegin empfohlen, daraufhin habe ich ihn gleich ausprobiert. Der Vorteil dieses Dienstes ist die zentrale Verwaltung von Inhalten und das gleichzeitige Versenden und Einbinden in viele andere Dienste im Internet. Ich muss also als Seitenbetreibern nur einmal eine Information veröffentlichen und amplify schiebt quasi diese Informationen in diverse andere Portale im Internet. Das kann man recht gut an meinem obigen Chart erkennen. Sämtliche grüne Pfeile um amplify herum zeigen recht deutlich, dass Inhalte automatisch veröffentlicht werden. Das nimmt mir eine Menge Arbeit ab, generiert aber gleichzeitig bei den Lesern eine gewisse Automatisation meiner Inhalte. Das heißt nichts anderes, als dass der Leser erkennt, dass meine Inhalte eigentlich nur kopiert werden, um anschließend auf verschiedenen Portale gleichzeitig veröffentlicht zu werden. Also nix natürliches von mir als Websitebetreiber und wer unterhält sich schon gern unnatürlich, niemand.
Mein Account bei amplify beinhaltet aber eben nicht die Artikel, welche auf Gründerlexikon.de veröffentlicht und von dort automatisch getwittert werden, sondern es sind andere Informationen, gute Webseiten, auf welchen ich beispielsweise im Laufe des Tages war oder ähnliche kurze und knappe Infoschnipsel. Also keine Dopplung zu den Gruenderlexikon-Inhalten.
6. Die Verknüpfungen rund um Google
Im unteren Bereich der Übersicht kann man eine Art Netzwerk von diversen Googlediensten erkennen. Diese Dienste haben im Grunde genommen erst einmal nichts mit der Veröffentlichung meiner Artikel oder Beiträge zu tun, sondern dienen vorwiegend der Verwaltung und Monetarisierung meines Internetauftritts, können aber im Einzelnen auch zur Verbreitung der Inhalte eingesetzt werden, bspw. Google Buzz, was ähnlich wie Twitter funktioniert.
7. Ratgeber Communities
Zusätzliche Besucher verschaffe ich mir insbesondere über Ratgeber Communitys, so zum Beispiel gutefrage.net oder wer-weiss-was.de. In diesen Portalen verfasse ich Artikel oder beantwortet Fragen, um mit gezielten Internetlinks auf meine eigenen Artikel Besucher umzuleiten. Das funktioniert mittlerweile recht gut, was aber auch mehrere Monate intensiver redaktioneller Arbeit gekostet hat. Intensive Arbeit ist in meinem Fall mit derzeit mehr als 600 beantworteten Fragen und Tipps gleichzusetzen. Sicher gibt es da noch mehr zu tun, jedoch muss man immer Kosten und Nutzen im Verhältnis sehen und letztlich kostet es mir eine Menge Zeit, um an die begehrten Internetuser zu kommen.
Tipp: Wer nun glaubt sich dort einfach anmelden zu können und wild drauf los zu linken, seine eigene Seite zu pushen und mit gratis Besuchern zu versorgen der irrt. Gutefrage.net achtet sehr genau auf die Qualität der Antworten und die gesetzten Links. Die Links werden im Übrigen bei gutefrage.net nach einiger Zeit automatisch nicht mehr klickbar, was dem Linkspamming entgegenwirken soll.
8. Pflege von Hand bei Bookmarking Diensten oder Businessnetzwerken
Leider ähnlich arbeitsintensiv wie die in Nummer 7 genannten Ratgeber sind die Bookmarkdienste (mister-wong.de etc.) sowie die sozialen Businessnetzwerke Xing und Linkedin. Hier bleibt mir als Seitenbetreiber keine andere Wahl, als Artikel und Informationen von Hand zu veröffentlichen. Eine Erleichterung für den Seitenbetreiber gibt es zum Beispiel über Social Bookmarktools, wie die unterhalb zu diesem Artikel eingeblendete Leiste. Hier ein Bild davon:

Hier kann jeder Leser des Artikels entscheiden, ob er den Artikel gut findet und deswegen auf seinen eigenen Benutzeraccount zum Beispiel bei misterwong.de oä. abspeichern möchte. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der User auch einen Account bei entsprechenden Diensten hat und betreibt. Genau da liegt das Problem, denn Dienste wie Misterwong, Facebook oder delicious werden in einigen Branchen gar nicht benutzt, weil man sie schlicht nicht kennt.
Ich speichere selbst:
Ab und an speichere ich auch mal selbst, um bestimmte interessante Beiträge über meine eigenen Konten bei diversen Diensten zu verbreiten. Allerdings ist dabei der Erfolg auch nicht sehr groß, da ich es nicht professionell und regelmäßig betreibe.
E-Book Tipp
Da in diesem Artikel sehr viele englischsprachige Begriffe aus dem Internet verwendet wurden, kann ich nur meinen neuestes E-Book zum Thema Dokumentierte Suchen mit Google und Co. empfehlen, in welchem sehr viele Internetdienste eben oben genannte) ausführlicher erklärt werden. Zum Beispiel auch, wie man diese Dienste nutzt, um Informationen im Internet zu finden.
Quelle:
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- Torsten Montag
- Ich bin Dipl. Betriebswirt, zugelassener eCommerce-Berater der KfW-Bank und Experte im Bereich Suchmaschinenoptimierung sowie Geld verdienen im Internet.
NEU: Mein Videocast
Ich betreibe seit kurzem unter GründerlexikonTV auf youtube einen Channel. Dort werden nicht nur fachliche Videos zu sehen sein, sondern auch unregelmäßig ein Videocast zum eCommerce und Geld verdienen im Internet von mir veröffentlicht. Sei dabei, mach mit und lerne von meinen Fehlern und Erfahrungen.
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Lexikon der Betriebsausgaben
Betriebswirtschaft satt
kommentiert von Gast am 7. November 2010
Holle Abbildung, zeigt super wie wichtig das Social Web ist und helfen kann!
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