Das erwarten Wagniskapitalgeber von Start-Ups

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Wagniskapital ist eine der beliebtesten Möglichkeiten, um an frisches Kapital zu kommen. Gerade Gründer und Start-Ups nutzen das Wagniskapital, um das eigene Unternehmen voranzubringen. Doch so schön die Idee auch klingen mag, um an dieses Kapital heran zu kommen, sind zunächst einige Hürden zu nehmen.

War es um die Jahrtausendwende, als der Internetmarkt boomte, noch ein Leichtes, einfach aufgrund einer vielversprechenden Idee an Wagniskapital zu gelangen, haben sich die Anforderungen mittlerweile deutlich verschärft. Es gilt, dass Kapitalgeber nicht nur eine Idee präsentiert bekommen wollen, sondern vielmehr ein bereits fertiges Produkt, zumindest aber einen Prototypen. Wichtig für ein erfolgreiches Gespräch, bzw. damit es erst einmal zu diesem kommt, ist eine intensive Vorbereitung auf die Investorensuche. Dabei sollten Start-ups keinesfalls überstürzt Wagniskapitalgeber ansprechen, denn nur, wenn diese im persönlichen Gespräch den Eindruck erhalten, dass man sich umfassend und intensiv mit dem eigenen Produkt beschäftigt hat, besteht die Chance auf einen weiteren Schritt.

Das Management-Team

Wagniskapitalgeber sind natürlich nicht nur daran interessiert, hohe Risiken einzugehen, sondern auch bestmögliche Renditen zu erwirtschaften. Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem Management-Team zu. Es muss fachlich äußerst versiert sein, stressresistent und einen extrem starken Willen aufweisen, etwas zu erreichen. Auch sollte es vollständig sein. Immer wieder kommt es vor, dass das Gründerteam zwar hervorragende technische Kenntnisse und Erfahrungen im erfolgreichen Marketing hat, aber einfach ein Partner für die Zahlenbegutachtung fehlt.

Das ist zwar noch nicht das Aus für eine Finanzierung durch den Investor, er muss allerdings erkennen können, dass das Team bereit ist, sich zu erweitern und zusätzliche Leute mit ins Boot zu holen. Erst dann kann das Management-Team vervollständigt werden und die Chancen auf eine Finanzierung steigen.

Voller Einsatz für den gemeinsamen Erfolg

Ebenfalls erwarten die Wagniskapitalgeber heute, dass sämtliche Zahlen im Rahmen der Due Diligence auf den Tisch gelegt werden. Sie wollen den vollen Einsatz der Unternehmer für das gemeinsame Ziel erkennen. Dazu gehört es nicht nur, Wagniskapitalgeber zu finden, sondern genauso, Kunden zu akquirieren und Mitarbeiter zu führen. Ein regelmäßiges Reporting an den Investor muss selbstverständlich sein.

Ebenso sollten Gründer und Start-ups stets kritisch mit sich selbst umgehen und ihre eigenen Stärken und Schwächen erkennen. Wenn sie bereit sind, zu einem späteren Zeitpunkt das Management-Team nochmals zu erweitern oder sich gar aus dem Management zurückzuziehen oder stattdessen in den Aufsichtsrat wechseln, kann dies durchaus sinnvoll sein. Bekannte Beispiele, wie Larry Page und Sergey Brin von Google haben den Sinn dieser Vorgehensweise gezeigt.
 

Quelle:
Venture Capital Magazin 10/2008, S. 40 - 41

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