Berliner Rattenfänger, Politiker liefert Geschäftsidee
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Auch FDP-Abgeordnete, wie Henner Schmidt brauchen Aufmerksamkeit. Bekommt man diese Aufmerksamkeit nicht durch hervorragende politische Arbeit, setzt man eben auf Wiederwärtigkeiten. Wie der Berliner Kurier am 15.12.08 berichtete, will der Abgeordnete Berliner Arbeitslose dazu benutzen, in Berlin eine Treibjagd auf Ratten zu veranstalten. Ein bischen mehr Sachkenntnis würde Herrn Schmidt gut tun. Ratten lassen sich schlecht mittels einer Treibjagd fangen, dafür sind sie viel zu schlau.
Der Vorschlag von Henner Schmidt trifft im Allgemeinen auf Ablehnung. Manch ein Zeitgenosse fragt auch nach der Verwendbarkeit der getöten Tiere - immerhin wurden in Hungerzeiten auch Ratten gegessen. In der Politik hingegen wurde sprachlich immer wieder auf Rattenfang gegangen.
Die Geschäftsidee Schädlingsbekämpfer
Aus negativen Schlagzeilen lässt sich immer öfter positives ableiten. Beim Lesen dieses Artikels fiel uns bspw. sofort die Geschäftsidee Schädlingsbekämpfer ein.
Hartz IV Empfänger, die sich selbständig machen wollen, können sich bei dem Abgeordneten Schmidt für seine Großzügigkeit bedanken. Wenn offizielle Stellen die Rattenpopulation in Berlin auf 300.000 Tiere schätzen, laufen bestimmt weit über 1 Million dieser Ekeltiere in der Stadt herum. Bei dem versprochenen Euro pro getöteter Ratte kann der Gründer in seinem Businessplan schon mit guten Werten rechnen. Und, neben Ratten gibt es noch genügend weitere Schädlinge, die bekämpft werden müssen.
In Kürze berichten wir ausführlicher über die Geschäftsidee Schädlingsbekämpfer.
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Über den Autor

- Evelyn Brandies
- Mein Name ist Evelyn Brandies, ich schreibe als Redakteurin u.a. für das Gründerlexikon. Weiterhin unterstütze ich als gelernte Bilanzbuchhalterin Existenzgründer beim Aufbau ihrer Buchhaltung.
kommentiert von Gast am 17. Dezember 2008
Hierzu verweise ich auf das Buch "Der Kobra-Effekt – Wie man Irrwege der Wirtschaftspolitik vermeidet" von Horst Siebert. Der Aufhänger des Buches ist die folgende Geschichte: "Zu Zeiten der englischen Kolonialverwaltung soll es in Indien einmal zu viele Kobras gegeben haben. Um der Plage Herr zu werden, setzte der Gouverneur eine Prämie pro abgelieferten Kobra-Kopf aus. Die Inder sollten also Kobras einfangen. Wie reagierten sie? Sie züchteten Kobras, um die Prämie zu kassieren.“ Die neoliberalen CDU/SPD-Bonzen haben sich schon manchen Blödsinn ausgedacht – „ Ich-AG's“ usw.. Der FDP-Chef von Berlin-Mitte und Fraktionsvize im Abgeordnetenhaus, Henner Schmidt, kann, wenn er sich ebenso als neoliberaler Zauberlehrling so richtig blamieren will, auch gleich noch den ALG-II-Empfängern eine Broschüre mit auf den Weg geben etwa: „Wie betreibe ich günstig eine Rattenzucht?“
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