10 beliebte Ausreden, warum eine Rechnung noch nicht bezahlt wurde

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Zahlungsaussenstände sind für Unternehmer ein ernst zu nehmendes Problem. Oft wurde das Material oder die Löhne von Mitarbeitern vorfinanziert. Werden die Rechnungen nicht zur Fälligkeit bezahlt, leidet dieLiquidität des Unternehmens unter dem Zahlungsverzug.

Nach einer schriftlichen oder mündlichen Mahnung bekommen die Unternehmer immer wieder Ausreden präsentiert, warum die Rechnung noch nicht bezahlt wurde. Im Folgenden wollen wir Ihnen unsere Hitliste der besten Ausreden präsentieren und wie Sie als Unternehmer damit umgehen können.

1. Ich habe doch gestern überwiesen.

Die von Kunden am häufigsten gebrauchte Ausrede, mit dem Nachsatzt: „Ist das Geld noch nicht auf Ihrem Konto?“

Tipp: Lassen Sie sich den Überweisungsträger oder die ausgedruckte Onlineüberweisung zufaxen. In 99% der Fälle wird so die Ausrede sofort aufgedeckt.

2. Ich dachte, ich hätte Ihnen eine Einzugsermächtigung gegeben.

So wird der „Schwarze Peter vom Kunden an den Unternehmer zurückgegeben. Was der Kunde als clevere Ausrede sieht, können Sie als Unternehmer sofort für sich nutzen.

Tipp: Lassen Sie sich von diesem Kunden sofort eine Einzugsermächtigung unterschreiben. Alle folgenden Rechnungen können Sie dann sofort abbuchen und müssen dann nicht mehr hinter Ihrem Geld herlaufen.

3. Entschuldigung, ich war im Krankenhaus.

Jeder 3. Kunde hat diese Ausrede schon probiert, hier soll direkt an das Mitleid des Unternehmers appelliert werden.

Tipp: Beglückwünschen Sie Ihren Kunden zur Genesung und geben Sie ihm konsequent zu verstehen, dass Sie nun innerhalb von 3 Tagen mit dem Geldeingang rechnen.

4. Ich dachte, mein Mann/meine Frau hätte das schon geregelt.

Der Handwerker macht seine Buchhaltung nie selbst, sondern immer seine Frau oder die Schwester usw.

Tipp: Sprechen Sie bei Zahlungsverzug nicht mit dem Handwerker, sondern mit der starken Person, die dahinter steht. So kommen Sie in der Regel schneller an Ihr Geld.

5. Ich habe die Rechnung bezahlt - per Internet-Banking. Da gab es bestimmt einen Computerfehler.

Alles wird auf den verflixten PC geschoben, der nie das macht was er soll.

Tipp: Raten Sie Ihrem Kunden, sich jemanden einzustellen, der sich damit auskennt.

6. Geben Sie mir noch mal ihre Bankverbindung, da muss ein Zahlendreher sein.

Eine sehr beliebte Ausrede, der Kunde gibt scheinbar einen Fehler zu und der mahnende Unternehmer ist erst einmal beruhigt.

Tipp: Hier müssen Sie konsequent dranbleiben und nach spätestens vier Tagen erneut nachhaken.

7. Das macht immer alles mein Steuerberater und der ist spurlos verschwunden.

Dieser Ausrede können Sie nur mit Humor begegnen.

Tipp: Geben Sie Ihrem Kunden die Rechnungsdaten und Bankverbindung auf einem ausgefüllten Überweisungsträger und mit dem Hinweis: solange Ihr Steuerberater im Urlaub ist, bringen Sie die Überweisung das eine Mal doch selbst zu Ihrer Bank.

8. Eine Rechnung von Ihnen? Bei uns ist keine angekommen. Von wann soll die denn sein?

Das ist eine der Ausreden, die so richtig durchsichtig geschwindelt ist. Aber als Unternehmer müssen Sie leider reagieren und die Rechnung noch einmal versenden.

Tipp: Fragen Sie nach zwei Tagen nach, ob der Kunde die Rechnung nun erhalten hat und wann Sie mit dem Zahlungseingang rechnen können.

9. Der Scheck ist in der Post

Diese Ausrede wird inzwischen nicht mehr so häufig genutzt, ist bei vielen Kunden aber immer noch beliebt.

Tipp: Per Scheck zahlen heute höchstens noch Versicherungen. Lassen Sie im Gespräch durchklingen, dass Sie diese Ausrede sofort durchschaut haben.

10. Mein Kunde hat noch nicht bezahlt, also kann ich auch nicht zahlen.

Inwieweit diese Aussage als Ausrede einzustufen ist, können Sie nicht überprüfen. Aber hier ist Vorsicht und schnelles Handeln geboten.

Tipp: Fordern Sie in diesem Fall konsequent die sofortige Zahlung. Vereinbaren Sie möglichst mit solchen Kunden für Folgeaufträge die Zahlung per Vorauskasse. Bei einer drohenden Insolvenz des Kunden sind Sie dann auf der sicheren Seite.

Fazit

Gegen säumige Kunden und Ihre kreativen Ausreden hilft nur konsequentes Nachhaken. Unternehmen, die am häufigsten Mahnen und dem Kunden keine Ruhe lassen, bekommen erfahrungsgemäß ihr Geld zuerst.
 

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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