Teilselbstständigkeit

Eine selbstständige Tätigkeit im Nebenberuf wird als Teilselbstständigkeit bezeichnet, sofern folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Neben der selbständigen Tätigkeit wird noch ein weiterer Beruf ausgeübt, ein Studium betrieben, oder es besteht eine Arbeitslosigkeit.
  • Die selbständige Tätigkeit nimmt in der Regel einen zeitlichen Umfang von maximal 18 Stunden (bei Arbeitslosigkeit maximal 15 Stunden) in der Woche ein.
  • Das Einkommen aus der Selbständigkeit ist geringer oder maximal genauso hoch wie das Einkommen, das im Rahmen der nichtselbstständigen Tätigkeit erzielt wird.
  • Es werden keine Mitarbeiter beschäftigt.
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Zusammenfassend wird dann von einer Teilselbstständigkeit gesprochen, so lange die nichtselbstständige Erwerbstätigkeit noch immer den Arbeitsmittelpunkt bildet. Diese Form wird gerade von Existenzgründern gern genutzt, um die ersten Schritte in die Selbständigkeit im Rahmen einer abgesicherten Basis austesten zu können. Darüber hinaus ist der Kapitalbedarf bei einer nebenberuflichen Selbständigkeit oder bei einer Gründung im Nebenerwerb in der Regel geringer als es bei einer in Vollzeit ausgeübten freiberuflichen oder unternehmerischen Tätigkeit der Fall wäre.

Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrechtlich zieht eine Teilselbstständigkeit verschiedene Konsequenzen nach sich:

  • Die Teilselbstständigkeit muss dem Arbeitgeber angezeigt werden.
  • Auch die Krankenkasse muss über die Nebentätigkeit informiert werden. Das in der Teilselbstständigkeit erzielte Entgelt fließt gegebenenfalls in die Beitragsberechnung ein.
  • Der im Rahmen der selbständigen Tätigkeit erzielte Umsatz und Gewinn unterliegen der Steuerpflicht, so dass das Finanzamt ebenfalls über die Teilselbstständigkeit in Kenntnis gesetzt werden muss. Für geringe Umsätze (unter 17.500 EUR im laufenden Jahr) kann auf die Kleinunternehmerregelung zurückgegriffen werden, nach der auf Antrag eine Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht möglich ist.
  • Besteht neben der Teilselbstständigkeit eine Arbeitslosigkeit ist auch das Arbeitsamt in Kenntnis zu setzen. Die Einkünfte aus der Selbständigen Tätigkeit werden bis auf einen Freibetrag auf das Arbeitslosengeld angerechnet.
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Wie bei einer hauptberuflichen Selbstständigkeit muss das gegründete Unternehmen bei verschiedenen Stellen angemeldet werden. Hierzu gehören je nach Rechtsform des Unternehmens das Gewerbeamt bzw. für Freiberufler das Finanzamt, das Handelsregister, die Industrie- und Handelskammer oder die Berufsgenossenschaft. Eventuell ist auch eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. 

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