Dieser Artikel ist Teil 1 von 1 der Serie

Gerade junge Unternehmen scheitern oftmals schon innerhalb der ersten fünf Jahre nach Gründung. Warum das so ist und was dagegen zu tun wäre, wollen wir Ihnen in dieser Serie zeigen. Die Erkenntnisse sind zwar nicht für jedes Unternehmen zu 100 Prozent anzuwenden, aber dennoch sehr weit verbreitet.

Die wichtigsten Gründe für das Scheitern

Zunächst einmal sind Gründe für das Scheitern in der Geschäftsidee selbst zu sehen. Ist diese nicht tragfähig, geht sie am Markt vorbei oder werden die Produkte nicht effizient hergestellt, hat das Unternehmen kaum eine Chance.

Neben der Effizienz des Unternehmens ist aber auch der Unternehmer oftmals am Scheitern des Betriebs beteiligt. Unzureichende Kenntnisse des Marktes, der wichtigen Bereiche Controlling und Marketing, sind hier zu nennen. Vielfach gründen technisch versierte Fachleute, die jedoch zu geringe kaufmännische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse mitbringen. Aus diesem Grund ist das Unternehmen nahezu zum Scheitern verurteilt. Denn bei geringen betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Kenntnissen kommt es sehr oft zu teils massiven Fehlentscheidungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für das Scheitern junger Unternehmen sind zu geringe Finanzierungsmöglichkeiten. Die Banken sind sehr sicherheitsorientiert, bewerten aber die Chancen des Unternehmens am Markt nicht. Auch im Falle einer Insolvenz werden die Insolvenzverwalter nicht genügend dazu gereizt, eine echte Sanierung durchzuführen.

Die Finanzierung: Möglichkeiten dem Scheitern entgegen zu wirken

Alleine bei der Finanzierung ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Unternehmen vor dem Scheitern zu bewahren. Durch angemessene Kreditlinien, die nicht nur den Anfangsfinanzierungsbedarf abdecken, sondern auch unvorhergesehene Probleme, wie Schwankungen im Absatz oder Zahlungsausfälle von Kunden, decken, wäre es möglich, die Unternehmen zu stärken.

Eine andere Alternative ist es, die Kreditvergabe nicht nur anhand der Sicherheiten zu ermöglichen. Genauso sollten die Chancen des Unternehmens am Markt näher beleuchtet werden. Dadurch gelänge es, aussichtsreichen Unternehmen höhere Finanzierungen zu ermöglichen. Allerdings müssten dann Branchenkenner und nicht nur Kreditsachbearbeiter für die Kreditvergabe zuständig sein.

Weiterhin kommt Beteiligungskapital in Frage. Dieses kann deutlich höher ausfallen, als Bankkredite. Die Rückzahlung ist erfolgsabhängig. Aber auch die Nutzung von Kredittranchen, also mehreren kleinen Krediten, ist möglich. Der folgende Kredit wird dann immer erst gewährt, wenn ein bestimmter, vorher vereinbarter Meilenstein erreicht wurde.

Sanierung im Insolvenzverfahren als Ziel setzen

Die Sanierung soll im Insolvenzverfahren das eigentliche Ziel darstellen. Dennoch fehlen für Insolvenzverwalter die Anreize, kleine und junge Unternehmen zu sanieren. Verantwortlich dafür sind oft die fehlende Masse, die nicht einmal zur Abdeckung der Kosten des Insolvenzverfahrens ausreicht. Auch sind zu wenige wirklich fachlich versierte Insolvenzverwalter tätig. Die meisten kennen die Branche nicht und können deshalb die Chancen des Unternehmens nicht erkennen.

Die Abwicklung des Insolvenzverfahrens erfolgt oftmals über Rechtspfleger. Richter, deren Hauptaufgaben in völlig anderen Bereichen angesiedelt sind, werden auch am Insolvenzgericht, einer Unterabteilung der Amtsgerichte eingesetzt. Fachliche Kenntnisse fehlen hier ebenfalls.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie mehr zu den Problemen auf den Absatzmärkten junger Unternehmen.

Quelle für diese Serie: Studie "Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens" im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Eine amerikanische Studie fand heraus, dass 93 Prozent der Unternehmen, die durch einen Datenverlust über zehn Tage keinen Zugriff mehr auf Ihre Kundendaten hatten, das nächste Geschäftsjahr nicht überlebt haben. Diese Tatsache zeigt, wie wichtig es ist, Daten korrekt abzusichern. Vorbeugung ist hier einfacher und günstiger als eine Datenrettung nach dem Festplatten-Crash.

Um sich viel Ärger zu Ersparen sollten sich Unternehmen rechtzeitig Gedanken über die Vorsorge machen. Ein effizientes und sicheres Back up schützt vor Datenverlust und damit möglicherweise einhergehendem Kundenverlust. Kunden könnten den Eindruck gewinnen, dass mit ihren Daten nicht sorgsam umgegangen wurde und verlieren eventuell das Vertrauen in das Unternehmen.

Welche äußeren Einflüsse schaden der Festplatte?

Festplatten sind sehr empfindlich und können durch Staub, Magnetismus, Spannungsspitzen durch Blitzeinschläge, ungeeignete Putzmittel oder auch Kälte Schaden nehmen. Bei zu niedrigen Temperaturen kann sich Kondenswasser bilden. Wurde der Rechner also bei sehr kalten Temperaturen draußen transportiert, sollte er Zeit bekommen sich an die Zimmertemperatur anzupassen.

Selbstverständlich tut auch ein Sturz keiner Festplatte gut. Es sollte also darauf geachtet werden, dass der Rechner sicher an seinem Platz steht, bei kleineren Modellen, die auf dem Schreibtisch stehen ist das selbstverständlich noch wichtiger. Denn bei einem Sturz oder Umwurf kann der Lesekopf beschädigt werden, dieser kratzt dann über die Festplatte und „radiert“ die Daten weg. Leider gehen etwa ein Drittel aller Datenverluste auch schlicht auf Bedienungsfehler zurück.

Datenrettung im Selbstversuch oder doch Profiarbeit?

Im Fall eines Datenverlustes sollte auf gar keinen Fall versucht werden an der Festplatte herumzuschrauben. Hier muss nun ein Profi ran, der die Festplatte mitnimmt und sich in steriler Atmosphäre an die Arbeit macht. In einem Reinraum sind Staubfreiheit und ideale Temperaturbedingungen garantiert, dies ist in keinem normalen Büro der Fall, weshalb es eben so wichtig ist, nicht selber Hand anzulegen. Nach einer ersten Diagnose kann der Fachmann abschätzen, welche Daten noch zu retten sind und wie viel seine Arbeit kosten wird.

Kann der Datenverlust eindeutig darauf zurückgeführt werden, dass zum Beispiel die Datei nicht richtig abgespeichert wurde, kann die Selbsthilfe mit einer entsprechenden Software erfolgen. Auch heiklere Fälle können durch bestimmte Software behoben werden, allerdings sollte trotzdem ein professionelles Datenrettungsunternehmen kontaktiert werden um mögliche Hardwarefehler von Vornherein auszuschließen.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von: http://www.gewerbeauskunft.com/datenrettung.php

Eher nicht, denn der Gründer wird voraussichtlich als allererstes das Problem haben, dass er die ersten formalen Hürden nicht überspringen kann. Diese ersten Hürden sind vielfach der Nachweis, dass seine Firma schon über einen längeren Zeitpunkt tätig ist und er vielfach die Ergebnisse der letzten drei Jahre der Geschäftstätigkeit nachweisen muss. Wenn er hier die jeweiligen Kriterien nicht erfüllt, wird sein inhaltliches Angebot gar nicht gewertet werden.

Ist die Beschäftigung mit dem Thema "Ausschreibungen" aber vielleicht aus anderen Gründen interessant?

Ja, denn es werden auch Ausschreibungsergebnisse veröffentlicht. Und bei diesen Ausschreibungsergebnissen kann sich der Gründer bei dem erfolgreichen Auftragnehmer möglicherweise um Unteraufträge als Subunternehmer bemühen oder er kann vielleicht mittelfristig in eine Kooperation mit einem erfolgreichen Auftragnehmer kommen, um sich dann bei einer weiteren Ausschreibung mit diesem erfolgreichen Auftragnehmer zu bewerben.

Wie finden Gründer Ergebnisse von Ausschreibungen?

National kann der Existenzgründer dies kostenlos auf dem Portal www.bund.de finden. Dort findet sich unter dem Teil Ausschreibungen auch ein Kartei-Reiter "Vergebene Aufträge".

Europaweit kann ich dies kostenlos in der Datenbank TED finden. Zugang ist zu erhalten über www.publications.eu - auf der rechten Seite findet sich die Datenbank TED.

Wenn man selbst diese Suchen nicht durchführen will, dann ist die Vergabe eines Auftrages an einen Informationsvermittler, der auf die Suche in Ausschreibungsdatenbanken spezialisiert ist, eine Möglichkeit der Informationsbeschaffung.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von: www.ausschreibungen.lu

Zur Person

Peter Cornelius von www.ausschreibungen.lu ist als Informationsvermittler für Ausschreibungsdatenbank seit 1994 selbständig tätig. Er hat diese Tätigkeit als Unternehmensgründer 1994-1999 nebenberuflich aufgebaut und ist seit 1999 hauptberuflich in diesem Gebiet tätig.

Peter Cornelius
SEIB Software Engineer Information Broker
Carl-Staemmler-Weg 18
23795 Bad Segeberg
Telefon: 04551-87425
Fax: 0031-84-8355723
Mail: tedalert@o2online.de
URL: www.ausschreibungen.lu

Gerade die Selbstständigkeit zwingt Sie zu genauen Kalkulationen, um Ihre Kosten vollständig abdecken zu können. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Ihren Tagessatz zu berechnen: Die erste Variante ist die lohnabhängige Berechnung des Tagessatzes, die zweite die Break-Even-Berechnung des Tagessatzes.

Lohnabhängige Tagessatz-Berechnung

Bei der lohnabhängigen Tagessatz-Berechnung agieren Sie vor allem mit den Werten, die Sie als Arbeitnehmer schon kannten. Sie stellen sich in diesem Fall nicht besser und nicht schlechter, als zuvor. Dabei müssen im Tagessatz Ihr Lohn, die laufenden Fixkosten, die Kosten für Kranken- und Rentenversicherung, Leerlaufzeiten und Verdienstausfälle berücksichtigt werden.

Rechenbeispiel für die lohnabhängige Tagessatzberechnung

Nehmen wir die folgenden Größen als gegeben hin:

  • bisheriges Jahreseinkommen: 40.000 EUR
  • Arbeitgeberanteil zur SV (27,5 %): 11.000 EUR
  • Arbeitgeberbruttoeinkommen: 51.000 EUR

Teilen Sie das Arbeitgeberbruttoeinkommen durch 220 Arbeitstage, ergibt sich ein Tagessatz von 231,82 EUR. Dieser beinhaltet jedoch noch nicht die Zuschläge für evtl. Verdienstausfälle bei Krankheit oder Auftragsmangel. Um diese Ausfälle zu kalkulieren, rechnen Sie mit 200 Arbeitstagen und kommen auf einen Tagessatz von 255 EUR. Dieser Satz ist Ihr Netto-Tagessatz, den Sie mindestens erreichen müssen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Allerdings müssen Sie noch die Umsatzsteuer dazu rechnen, wenn Sie Ihren Kunden Angebote machen.

Break-Even-Berechnung des Tagessatzes

Die zweite Variante zur Berechnung Ihres Tagessatzes ist die Break-Even-Methode. Sie dient vor allem der Abdeckung sämtlicher Kosten und orientiert sich so nicht nur am erwünschten Einkommen. In die Berechnung müssen neben den bereits bekannten Werten zu Kranken- und Rentenversicherung auch Fixkosten, wie Mieten, Löhne, Leasingraten, Reinigungs- und Telefonkosten, Rücklagen für Anschaffungen und private Kosten einfließen.

Rechenbeispiel für die Break-Even-Methode zur Tagessatzberechnung

Für dieses Rechenbeispiel nehmen wir die folgenden Größen als gegeben hin:

  • Krankenversicherung: 300 EUR
  • Rentenversicherung: 150 EUR
  • Büromiete: 300 EUR
  • Leasingraten: 150 EUR
  • Tankkosten: 150 EUR
  • Reinigungskosten Büro: 165 EUR
  • Lohnkosten: 400 EUR
  • Telefonkosten: 50 EUR
  • Rücklagen für Anschaffungen: 150 EUR
  • private Kosten: 1.500 EUR

Berücksichtigen Sie die Miete auch dann, wenn Sie bis dato noch von zu Hause aus arbeiten, können Sie den Tagessatz auch künftig nutzen. Eine Anpassung ist schwieriger, als gleich zu Beginn richtig zu kalkulieren. Gleiches gilt für die Lohn- und Reinigungskosten. Selbst wenn Sie die Reinigungsarbeiten selbst übernehmen, sollten Sie die Kosten kalkulieren.

Summieren Sie die Zahlen auf, kommen Sie auf 3.315 Euro. Diese Summe müssen Sie jeden Monat erwirtschaften, teilen Sie sie durch die normalen 20 monatlichen Arbeitstage, erhalten Sie einen Tagessatz von 165,75 EUR. Dabei sind noch keine Ausfälle berücksichtigt. Hierfür teilen Sie die Summe durch 15 Arbeitstage. Dann kommen Sie auf einen Tagessatz von 221 EUR.

Allerdings gilt auch hier, dass Sie den Tagessatz zum Auffangen zu zahlender Steuern noch einmal verdoppeln müssten, also auf 442 EUR. Zusätzlich können bzw. sollten Sie Gewinnaufschläge berechnen.

Fazit

Die Break-Even-Methode bei der Tagessatzberechnung ist allerdings nur bedingt für Kalkulationen geeignet, da sie die Marktgegebenheiten nicht berücksichtigt, sondern nur Ihre eigene Kostensituation. Deshalb sollten Sie idealerweise Ihren Tagessatz nach beiden Methoden berechnen und einen Mittelwert bilden, der am Markt akzeptiert wird

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So wird Ihr Gespräch effektiver und professioneller

Unsichtbar? Es darf natürlich nicht der Eindruck entstehen, dass Sie Ihren Gesprächspartner dominieren wollen, indem Sie ihm eine strenge Befragung auferlegen. Arbeiten Sie hier besonders mit W-Fragen ( Wann, Wo...)!

Generell empfehle ich Ihnen sich einen Fragen-Musterkatalog anzulegen, dass Ihnen nach und nach die wichtige professionelle Routine gibt für Ihr Geschäft. Der Fragen-Musterkatalog sollte in drei Kategorien unterteilt werden:

Geschlossene Fragen: Können prinzipiell nur mit Ja oder Nein beantwortet werden z.b Möchten(oder wollen) Sie einen Nebenjob?

Offene Fragen: Sind das Gegenteil von geschlossenen Fragen und benötigen eine eher längere Antwort wie z.b Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Alternativ-Fragen: Alternativfragen werden auch in der klassischen Vertriebsschule gelehrt, denn diese erfordern eine Entscheidung vom Gegenüber z.b Welche Jeans bestellen Sie heute; die schwarze gemütliche oder doch lieber die modische Röhre in weiss?

Setzen Sie sich vorher Ihr Ziel für das Gespräch d.h was wollen Sie in dem Gespräch erreichen, aber fangen Sie nicht an Ihre Interessenten zum Abschluss zu drücken. Bleiben Sie locker und zielstrebig, alles andere ist Gift für Ihre Abschlussquote.

Einsatz von Bildern und Testprodukten

Vergessen Sie Ihre Saug-Techniken nicht z.b ausreichend bebilderte Folder, die Sie gezielt in Ihr Gespräch einsetzen. Sprechen Sie in Bildern und zeigen Sie auch Bilder, denn so kann sich Ihr Kunde/Interessent viel besser vorstellen worum es geht und worüber Sie sprechen.

Gerade im Aussendienst haben wir den unschlagbaren Vorteil, dass wir über genügend Testprodukte zum riechen, schmecken, anfassen und probieren verfügen. Füllen Sie Ihre Gespräche mit Leben, denn das ist genau das, weshalb die Network Marketing- und Direktvertrieb Industrie das größte Wachstum der Handelsbranche nachzuweisen hat.

Fazit

Trainieren Sie dieseTipps und Tricks in Ihren Gesprächen mit Kunden und Interessenten, damit Sie mehr aus Ihrem Business rausholen.

Im nächsten Teil erfahren Sie welche Signale Ihre Kunden und Interessenten aussenden, die Sie für mehr Umsatz und neue Geschäftspartner nutzen können und was Ihre potentiellen Kunden und Interessenten dazu bringt sich für SIE und somit Ihrem Geschäft zu entscheiden.

Jeder Unternehmer muss bei seinen Finanzierungsentscheidungen auf Stabilität, Liquidität und Rentabilität achten. Als Rentabilität wird das Verhältnis des erzielten Gewinnes zum eingesetzten Kapital bezeichnet; sie ergibt sich aus dem Betrag des Reinertrages durch das Kapital ohne Umsatz mal 100 Prozent. Diese Formel kann für den Existenzgründer sowohl für das Grundkapital als auch für das Eigen- und Gesamtkapital sowie den Umsatz angewandt werden.

1.1    Grundlagen der Rentabilität

Bei der Kapitalbeschaffung sollte der Unternehmer vorab einen Kostenvergleich für sämtliche Finanzierungsmöglichkeiten erstellen. Aus diesem Rentabilitätsplan muss hervorgehen, dass die Rendite des Kapitaleinsatzes höher als der Zins für Fremdkapital ist. Durch das richtige Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital ist eine hohe Rentabilität des Eigenkapitals gewährleistet. Ist der Zinssatz für Fremdkapital niedriger als die Rentabilität des Gesamtkapitals, sollte der Unternehmer viel Fremdkapital verwenden; andernfalls wäre es ratsam, weniger Fremdkapital einzusetzen.

1.2    Überlegungen bei Unternehmensgründern

Bei Existenzgründern ist der Rentabilitätsplan ein Bestandteil der Finanzplanung im Businessplan. Er gilt als erste Erfolgsrechnung, da der erwartete Umsatz den Kosten gegenübergestellt wird und daraus der voraussichtliche Gewinn abgeleitet werden kann. So erhält der Gründer einen Überblick, ob die Geschäftsidee lohnenswert ist. Auch sollten die privaten Lebenshaltungskosten und die Bildung von Investitionsrücklagen berücksichtigt werden.

1.3    Aufschlüsselung und Aufbau

Der Rentabilitätsplan sollte auf den ersten Blick Aufschluss über die erwarteten Einnahmen und Ausgaben geben. An erster Stelle steht der Betrag aus erwartetem Nettoumsatz im Verhältnis zum Wareneinsatz. Diese Berechnung ergibt den Rohbetrag. Davon werden alle anfallenden Kosten abgezogen. Diese Posten können in drei Gruppen unterteilt werden: Hauptkosten (Miete und Personal etc.), sonstige Kosten (Telefon, Versicherungen etc.) und kalkulatorische Kosten. Aus diesen Positionen werden die Gesamtkosten ermittelt. Zieht man nun diese vom Rohbetrag ab, erhält man den so genannten steuerlichen Gewinn. Dieser abzüglich der betrieblichen Steuern ergibt das Betriebsergebnis, die so genannte Rentabilität.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von www.angus-im.de

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Dieser Artikel ist Teil 4 von 5 der Serie

Wenn Sie Ihren Kunden ein tolles Wasserfilter-System verkaufen wollen, dann vergessen Sie die technischen Detailles. Fixieren Sie sich auf den effektiven Kundennutzen wie z.b sauberes und weiches Trinkwasser, keine Wasserkisten mehr schleppen, einen besseren Geschmack im Tee und Kaffee, gesundes Wasser für Ihre Kleinkinder, sogar für Haare waschen empfehlenswert da Kalk auch Schuppen verursachen kann, keine Drogen- und Medikamentenreste in Ihrem Trinkwasser, ein sicheres Gefühl bei der Ernährung Ihrer Kinder...(etc.)

So, wecken Sie auch die tief schlummernden Wünsche Ihrer Kunden. Ein Familienvater hat selbstverständlich großes Interesse daran, dass sich seine Kinder gesund ernähren. Was denken Sie was den Familienvater eher zum Kauf bewegen wird: Eine technische Rafinesse oder das seine Kinder sauberes und gesundes Wasser trinken können ?

Umgang mit dem Wettbewerb

Vermeiden Sie es dem Kunden/Interessenten ins Wort zu fallen und sich als überkompetent darzustellen. Ihre Kompetenz nützt Ihnen nichts, wenn Sie daraus kein Kapital schlagen können. Ein absolutes 'No-Go' ist den Wettbewerb schlecht zu machen, um das eigene Unternehmen hochzuloben. Selbst wenn Sie Ihr Unternehmen nicht mit Lobeshymnen überschütten, rate ich Ihnen dringend davon ab den Wettbewerb als schlecht(er) oder gar als unseriös darzustellen. Leider gibt es viele Vertriebler, die das nicht unbedingt bösartig meinen, aber sich dadurch den schnellen Abschluss versprechen.

Vergessen Sie es sofort wieder! Dies ist ein Selbstmordkommando für Ihr eigenes Geschäft - in der Informationswelt des 21. Jahrhunderts fallen Kunden auf solche „schlappen Tricks“ nicht mehr rein!

Seien Sie professionell und halten sich bedeckt – denn das zeugt von einem echten Stil und so können Sie sich vom Wettbewerb stark abheben und erfolgreicher werden. Sie müssen lernen anders besser zu sein.Schenken Sie dafür den Einwänden und Vorwänden eine größere Beachtung. Gerade hier sind die Grenzen von Ein- und Vorwänden fliessend, aber wenn Sie lernen richtig zuzuhören werden Sie die Einwände so behandeln, dass Ihr Abschluss nicht gefährdet ist.

Zuhör Techniken

In den USA gibt es seit einigen Jahrzehnten spezielle Kurse für Menschen verschiedenster Berufszweige, um zu lernen wie man „richtig zuhört“. Dies ist tatsächlich eine Eigenschaft der Superstars im Direktvertrieb und Network Marketing, die basierend auf „Zuhör Techniken“ das Maximum an Umsatz und neuen Vertriebspartnern rausholen.

In Deutschland gibt es mittlerweile auch Profis aus der freien Wirtschaft, die auch derartige Kurse anbieten oder zumindest als Seminar-Element eingebaut haben. Reden Sie dafür weniger und behalten Sie stets die unsichtbare Kontrolle über das Gespräch.

Untersuchungen der KfW haben es ans Licht gebracht: Unternehmen erzielen in der Regel bereits ab dem Jahr zwei nach der Gründung Gewinne. Während im ersten Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis vorliegt, sollten im zweiten Jahr mindestens 4,5 Prozent Gewinn erwirtschaftet werden, nach vier Jahren sollten es bereits 8,7 Prozent sein. Damit liegen Unternehmen und Gründer im Durchschnitt, was schon einmal wichtig ist. Gewinne lassen sich jedoch nur mit entsprechenden Ideen umsetzen und mit Produkten, die auf dem Markt ankommen.

Erst einmal testen und Kapital aufbauen

Fast jeder Gründer verschätzt sich übrigens bei der Kostensituation, die er im Businessplan aufstellt. Deshalb gilt es, sich realistische Ziele zu setzen. Hier eignen sich besonders Vergleiche mit ähnlichen Unternehmen. Im Internet-Bereich wurden im Jahr 2009 60 Prozent aller Unternehmen als Klone gegründet. Sie waren also reine Nachahmungstäter. Der Vorteil, dass Branchenkennzahlen der Konkurrenten genutzt werden können, ist hierbei nicht zu unterschätzen.

Ebenfalls bietet es sich an, zunächst einmal testweise am Markt zu agieren. Dienstleister beispielsweise können meist vom ersten Tag an verdienen, da sie reinen Personaleinsatz anbieten. Wer Produkte vertreiben will, muss dagegen erst einmal einen Kundenstamm aufbauen und die Produkte entwickeln. Hierbei kann es sinnvoll sein, zunächst Beta-Versionen auf den Markt zu bringen und zu testen, inwieweit diese schon den Anforderungen der Kunden entsprechen bzw. sie anhand der weiteren Kundenwünsche entsprechend weiterzuentwickeln.

Kapitaleinsatz richtig nutzen

Ebenfalls kann letztere Maßnahme dazu führen, dass schnell klar wird, dass das vorhandene Kapital nicht ausreicht, um die Produktentwicklung zügig voranzutreiben. In diesen Fällen hat es sich bewährt, zunächst einmal Serviceleistungen anzubieten. Durch deren Bezahlung kann das notwendige Kapital erwirtschaftet und aufgebaut werden, um die Produktentwicklung voranzutreiben.

Außerdem sollten Fixkosten so gering wie möglich gehalten werden. Es gilt, Puffer einzuplanen, die für unvorhergesehene Ausgaben verwendet werden können. Zudem ist es notwendig, dass Personal nur begrenzt eingesetzt wird oder aber dass Alternativen zu den üblichen Entlohnungssystemen geschaffen werden. Feste Gehaltsanteile könnten zum Beispiel durch Beteiligungen oder Anteilsscheine ersetzt werden. Bürogemeinschaften bergen ein hohes Einsparpotenzial, ebenso wie der Kauf gebrauchter Büroausstattung.

Umsätze steigern

Um die Gewinnmargen von 4,5 Prozent im zweiten Jahr bereits erreichen zu können, müssen die Umsätze auch entsprechend hoch sein. Im ersten Jahr kann von 50.000 Euro Umsatz bei Gründungen mit einer Vollzeitstelle ausgegangen werden. Es gilt nun für den Gründer selbst, diese Umsätze deutlich zu erhöhen, um Verbesserungen der Produkte und Leistungen sowie den Aufbau qualifizierten Personals zu ermöglichen. Diese Verbesserungsstrategien können in der Werbung, in einem verbesserten Service und vielem mehr liegen.

Nur wenn gezielte Planung vorliegt, mit der später auch weitere Investitionen genutzt werden können, wird es möglich, die Unternehmen zum Erfolg zu führen und das ab einem frühestmöglichen Zeitpunkt.

in Anlehnung an: Starting Up, Juni/Juli/Aug 10, S. 40-42

Dieser Artikel ist Teil 2 von 5 der Serie

In meiner ersten Vertriebsschule im Jahre 1999 bei der Firma Vorwerk, lernte ich eine der wichtigsten Lektionen kennen, die ich für mein Geschäft gewinnbringend einsetze:

Jeder Termin muss schriftlich geplant werden- hier ist nicht die Rede von einem langen Tagebuch-Roman, sondern einfache und kurze Notizen, die einen Überblick über die Geschehnisse bieten. Die Terminvorbereitung sollte in drei Kategorien unterteilt sein. Die erste Kategorie steht für die Vorbereitung Ihres Termins. Hier notieren Sie alle wichtigen Informationen zum Kunden oder Ihren Interessenten, die Sie schon in Erfahrung bringen konnten. Alles was das Gespräch positiv beeinflussen kann wird in der ersten Kategorie festgehalten, aber auch evt. Einwände. Diese Einwände können Sie schon im Geist vor dem Termin behandeln und im Zweifel rate ich Ihnen Ihren Vertriebsleiter/ Teamleiter bzw. Ihren Vertriebstrainer zu involvieren. In der zweiten Kategorie wird das Gespräch in kurzen Notizen während des Termins dokumentiert. Das ist nicht unhöflich, sondern zeigt Ihrem Gegenüber, dass Sie Ihren Gesprächspartner sehr ernst nehmen durch Ihre Professionalität. Machen Sie nicht den Fehler und versuchen irgendwann nach den Terminen eine Zusammenfassung in die zweite Kategorie zu verfassen. Das wäre nicht das selbe Ergebnis. Den Eindruck während des laufendes Termins können Sie so nicht mehr nachempfinden. Denken Sie daran, dass diese Art und Weise der Terminvorbereitung Ihnen eine Hilfestellung geben soll.

Jetzt haben Sie noch die dritte Kategorie vor sich und die nennen wir „Nachbereitung“. Hier kommen die Informationen rein wie z.b Folge-Termin am XX , möchte mit Lebenspartner sprechen, wird den Beraterantrag nachsenden.... u.ä. Die Kategorie „Nachbereitung“ dient dazu, dass Sie wirklich effektiv arbeiten und Ihre Zeit nicht vergeuden. Wenn ein Interessent mit der Lebenspartnerin sprechen möchte, dann haben Sie so einen Überblick wann wo etwas stattgefunden hat. Im letzten Beispiel können Sie 48 Stunden später anrufen und nachhaken.

Eine schlechte Vorbereitung Ihrer Termine kann Ihnen den Abschluss kosten. Ebenso wenn Sie mit nur wenig Zeit ganz ungeduldig auf die Uhr schauen, dann werden das Ihre potentiellen Kunden/Interessenten das mit einer Absage honorieren. In meiner langjährigen Tätigkeit, als Vertriebsmanager im klassischen Direktvertrieb bin ich auch immer wieder auf Menschen gestossen, die tatsächlich der Meinung sind, dass gespielter Zeitdruck für mehr Erfolg sorgt. Diese alten Kamellen aus der Ur-Vertriebsschule sind out. Der Wettbewerb des 21. Jahrhunderts ist ein anderer, als in den 1960er, 1970er oder 1980er Jahren.

Natürlich kann es sich für Ihr Vertriebsgeschäft zu Ihrem Nachteil auswirken, wenn Ihre Kunden und Interessenten den Eindruck haben, dass Sie für eine Beratung 5 Stunden Zeit haben. Denn bei Ihnen scheint nicht viel los zu sein denken aufmerksame Kunden und potentielle Vertriebspartner. Mit erfolgreichen Frauen und Männern verbinden Kunden nun mal einen durchorganisierten Terminkalender. Selbst wenn Ihr Terminkalender in Ihren ersten Anfängen noch nicht so überfüllt ist, rate ich Ihnen davon ab, dies auch offen darzulegen.

Daher ist ein gut geplanter und perfekt vorbereiteter Termin so wichtig, dass Fehler Ihnen den Auftrag kosten können.

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Viele Dinge, die in einer Unternehmenssanierung von Bedeutung sind, haben wir in unserer kleinen Serie zum Thema bereits behandelt. Das Wichtigste kommt aber, wie immer, zum Schluss. Wenn Sie die gröbsten Schwierigkeiten behoben haben, sollten Sie an die Zukunft Ihres Unternehmens denken. Fällen Sie langfristige Entscheidungen, um eine solche Krise in der Zukunft vermeiden zu können.

Unternehmensstruktur und Standort

Überprüfen Sie die bisherige Struktur Ihres Unternehmens. Konnten Sie die Sanierung ohne größere Probleme durchführen? Wäre es vielleicht sinnvoller, weitere Gesellschafter mit aufzunehmen, um die Eigenkapitalquote des Unternehmens zu erhöhen? Können Sie sich überhaupt vorstellen, mit anderen Menschen zu arbeiten? Suchen Sie auch gezielt nach Unternehmensteilen, die Sie nur wenig auslasten können. Oft lohnt sich dann eine Ausgliederung, da als eigenständiges Unternehmen besser am Markt aufgetreten werden kann. Auch Eingliederungen können sinnvoll sein. Beachten Sie hier insbesondere Aufgabenfelder, die Sie besonders häufig übernommen haben, aber selbst nicht durchführen konnten.

Überdenken Sie Ihren Standort. Oftmals sind die eigentliche Betriebsstätte und das Lager an zwei unterschiedlichen Standorten zu finden. Dadurch entstehen unnötige Fahrten und Kosten, die Sie vermeiden sollten. Vielleicht findet sich ein neuer Standort, an dem Sie beides zusammenlegen können.

Entwicklungen für die Zukunft

Überprüfen Sie Ihr Sortiment: Sicher haben sich im Laufe der Jahre einige Produkte angesammelt, die zu den typischen Ladenhütern zählen. Streichen Sie diese aus dem Sortiment. Entwickeln Sie dafür neue Produkte, orientieren Sie sich dabei an den aktuellen Trends der Branche. Ebenfalls sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Produktionsverfahren legen. Durch die Einführung moderner Verfahren lassen sich oftmals nicht nur Kosten einsparen, sondern auch die Qualität kann erhöht werden.

Mit Ihren neuen Produkten und Produktionsverfahren sollten Sie sich ebenfalls auf neue Zielgruppen einstellen und neue Märkte erschließen. Sehen Sie die Krise als Chance und wachsen Sie daran. Bauen Sie ebenfalls ein Kontrollsystem auf, mit dem Sie künftig Chancen, aber auch Risiken so frühzeitig wie möglich erkennen können.

Quelle: GründerZeiten Nr. 22, Januar 2008

Um die Rentabilität Ihres Unternehmens zu erhöhen und damit auch Ihren Verdienst, sollten Sie die Umsätze steigern und die Kosten senken. Heute soll es darum gehen, Ihnen wichtige Schritte auf dem Weg zur Steigerung der Rentabilität vorzustellen.

Senken Sie Ihre Kosten

An erster Stelle für die Steigerung der Rentabilität steht die Kostensenkung. Sie können Maschinen, Fahrzeuge und Büroausstattung oft deutlich günstiger erhalten, wenn Sie sie gebraucht kaufen. Achten Sie hierbei aber auf Garantieleistungen und das äußere Erscheinungsbild. Denn allzu ärmlich aussehende Geräte werden bei Kunden nur den Verdacht erhöhen, dass Sie finanziell schlecht ausgestattet sind. Auch beim Standort lassen sich Kosten einsparen. Sie können entweder günstigere Räume finden oder einen Teil Ihrer Räumlichkeiten untervermieten, wenn Sie diese nicht benötigen.

Gerade zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit sollten Sie keinen hohen Verwaltungskostenapparat aufbauen. Nutzen Sie lieber Aushilfen und freie Mitarbeiter statt fest angestellter Mitarbeiter. Auch Dienstleistungsunternehmen können Ihnen Sekretariat, Empfang und Co. kostengünstig abnehmen. Überlegen Sie, ob Sie Kooperationen mit anderen Unternehmen eingehen und so z. B. die Einkaufskosten senken können. Vergleichen Sie beim Einkauf die Konditionen, kleinere Punkte, wie Versand und Verpackungskosten müssen Sie auch in Ihrer Kalkulation berücksichtigen.

Mitarbeiter sollten Sie stets dahingehend einweisen, dass sie sparsam mit Ressourcen und Material umgehen und bei Fahrzeugen und Maschinen können Sie auf Leasing zurückgreifen. Hier können jedoch in Summe höhere Kosten entstehen, als beim Kauf. Bei Krediten sollten Sie öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Diese versprechen günstige Zinsen und tilgungsfreie Anlaufzeiten.

Steigern Sie Ihre Umsätze

Steigern Sie den Umsatz, indem Sie sich immer wieder einem kritischen Vergleich mit Ihren Mitbewerbern stellen. Preis, Leistung, Qualität - all dies muss mindestens so hoch sein, wie bei den Mitbewerbern. Regelmäßige Kundenbefragungen helfen, die Wünsche der Kunden zu erkennen und auf diese zu reagieren. Dadurch können Sie Ihren Umsatz steigern.

Gleiches gilt für die Preisstrategie Ihres Unternehmens. Halten Sie sich an die Konkurrenz. Sind Billigpreise „in" oder sollten Sie hohe Preise verlangen und attraktive Rabatte gewähren? Was ist in Ihrer Branche üblich? Regelmäßige Werbung sollten Sie ebenso betreiben, selbst wenn Sie bereits einen Kundenstamm aufgebaut haben. Ihre Mitarbeiter sollten das kundenorientierte Arbeiten erlernen, so sind Kunden zufriedener und der Umsatz steigt.
 

Haben Sie sich auch schon öfter überlegt, wie Sie Ihren Umsatz wirkungsvoll prognostizieren können? Wir zeigen Ihnen heute, wie’s geht!

Ganz wichtig an dieser Stelle ist es, noch einmal zu erwähnen, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist. Das verwechseln viele Gründer leider noch immer. Nutzen Sie alle bereits ermittelten Zahlen, um Ihren Umsatz vorherzusagen, denn möglichst realistische Zahlen sind ein absolutes Muss für ein tragfähiges Geschäftskonzept.

Preise kalkulieren

An erster Stelle steht die Kalkulation des Preises. Ihre Verkaufspreise müssen alle entstehenden Kosten decken und zusätzliche Gewinne ermöglichen. Berücksichtigen Sie bei der Kalkulation auch später anfallende Kosten, wie Steuerzahlungen oder Versicherungsbeiträge.

Berechnen Sie anschließend, wie viele Produkte oder Leistungen Sie zum kalkulierten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkaufen müssen, damit Sie alle innerhalb dieser Zeit entstehenden Kosten decken können. Überlegen Sie auch, ob Sie die benötigte Menge von Produkten während dieser Zeit herstellen können und ob die Verkaufspreise realistisch sind. Ebenfalls sollten Sie realistische Absatzmengen, etwa aus Branchenvergleichen heranziehen. Berechnen Sie dann, welche Gewinnspanne Sie erreichen wollen und ob Sie diese mit den kalkulierten Preisen und Absatzmengen erreichen können.

Preisstrategie festlegen

Im zweiten Schritt sollten Sie eine Preisstrategie festlegen. Bei Massenprodukten werden Niedrigpreise entscheidend sein, bei außergewöhnlichen Leistungen können Sie höhere Preise ansetzen. Bedenken Sie, dass Umsätze oft nicht vom ersten Tag an generiert werden können. Rechnen Sie diese Anlaufzeit für Ihr Unternehmen ein.

Auch sollten Sie die Prognosen regelmäßig überprüfen. Soll- und Ist-Vergleiche sind hier eine gute Hilfestellung. Bei zu großen Abweichungen nach oben oder unten, sollten Sie Ursachenforschung betreiben und Gegenmaßnahmen ergreifen. Überlegen Sie auch, ob es sich um dauerhafte oder saisonal schwankende Abweichungen handelt.

Erst wenn Sie Ihren Umsatz prognostizieren, alle Vergleichszahlen zusammentragen und Kenntnisse um die Steigerung der Rentabilität vorweisen können, sollten Sie Ihr Geschäftskonzept fertigstellen und den entsprechenden Stellen vorlegen.
 

Dieser Artikel ist Teil 1 von 5 der Serie

Der italienische Maler und Forscher Leonardo da Vinci sagte einmal „Wer zur Quelle gehen kann, gehe nicht zum Wassertopf“. Umgelegt auf unser Network Marketing Geschäft sollten wir lernen und beherzigen, dass wir uns während eines glücklichen Abschlusses an genau dieser sprichwörtlichen Quelle befinden.

Wenn wir einen neuen Kunden für unsere Produkte begeißtern konnten oder einen Interessenten im Gespräch so sehr inspirierten, dass wir aus dem Interessenten einen Team Partner machen konnten, dann ist das ein Resultat von erfolgreicher Arbeit.

Doch gerade in dieser Abschlussphase können wir das Maximum schöpfen, um neue Aufträge zu generieren in Form von weiteren Kunden, einer Homeparty oder in Form von Partnern.

Die Realität sieht oft völlig anders aus. Es gibt Networker, die sich lieber mit negativen Gedanken beschäftigen wie z.b ich will den jetzt nicht vergraulen oder der wird schon bescheid sagen, wenn was ist...(etc.)!

In den folgenden Teilen meiner neuen Serie „Network Marketing und Direktvertrieb: Tipps für die Abschlussphase“, erfahren Sie worauf Sie wirklich achten müssen, um mehr aus der Abschlussphase rauszuholen ohne unseriös zu wirken oder den Eindruck zu hinterlassen, dass Sie sich wie ein „Drücker“ verhalten.

Dieser Artikel ist Teil 4 von 5 der Serie

In der Unternehmenskrise leidet nicht nur die Liquidität, sondern oft genug auch die Rentabilität. Sie sollten gerade jetzt alles daran setzen, Ihre Unternehmensrentabilität schnellstmöglich zu steigern. Einige einfache Sofortmaßnahmen wollen wir Ihnen in diesem Teil unserer kleinen Serie zur Unternehmenssanierung vorstellen.

Organisieren Sie sich neu

Eine straffe Organisation ist wichtig, um möglichst schnell große Aufgaben erledigen zu können. Im ersten Schritt zu einer stabileren und höheren Rentabilität sollten Sie deshalb Ihre betrieblichen Abläufe überprüfen und die Organisation straffen. Halten Sie sich den Satz „Keep it simple and flexible“ dabei vor Augen.

Lassen Sie die Organisation nicht zu stark verzweigen, sondern setzen Sie auf einfache Aufgabenverteilung, ohne dabei zu starr zu werden. Alle Mitarbeiter sollten flexibel bleiben und sich schnell in andere Aufgabenbereiche einarbeiten können. Bauen Sie keinen künstlich aufgeblähten Verwaltungsaufwand auf. Dadurch verringern Sie Flexibilität und binden unnötig viel Personal. Vereinfachen Sie die Strukturen.

Senken Sie die Kosten

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Stabilisierung der Rentabilität sind die Kosten. Diese sind in vielen Unternehmen zu hoch. Versuchen Sie, Kostensenkungen durchzusetzen. Streichen Sie Zulagen, die nicht notwendig sind. Arbeiten Sie besser mit einem leistungsbezogenen Lohnanteil. Dieser richtet sich stets nach den erreichten Leistungen Ihrer Mitarbeiter, wurden diese nicht erbracht, müssen Sie die Kosten nicht tragen.

Überprüfen Sie Ihren Fuhrpark. Oftmals wurden in guten Jahren viele Dienstwagen oder Lieferfahrzeuge angeschafft, die jetzt oftmals nicht mehr ausgelastet sind. Vermeiden Sie solches gebundenes Kapital und trennen sich von unnötigen Fahrzeugen.

Analysieren Sie auch Aufgaben, die Sie bisher an externe Dienstleister vergeben haben. Die Buchhaltung können Ihre Mitarbeiter sicher selbst übernehmen, sparen Sie zusätzliche externe Kosten ein und lasten lieber Ihre bestehenden Mitarbeiter besser aus.

Quelle: GründerZeiten Nr. 22, Januar 2008

Wenn Sie ein Unternehmen gründen möchten, müssen Sie natürlich im Vorfeld entsprechende Zahlenwerke erstellen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die notwendigen Zahlen für Umsätze und Rentabilität ermitteln.

Vergleichbare Unternehmen bieten gutes Zahlenwerk

Nutzen Sie die Möglichkeit, vergleichbare Unternehmen zu überprüfen. Am besten eignen sich Unternehmen, die am geplanten Standort Ihres Betriebs agieren. Auch können Sie andere Unternehmen Ihrer Branche befragen. Kundenanzahl, Umsatz und Angebot werden entweder ohnehin über die Bilanz veröffentlicht oder die Unternehmen geben selbst darüber Auskunft. Scheuen Sie den direkten Kontakt mit vergleichbaren Unternehmen, können Sie natürlich auch mit Testkäufen entsprechende Erfahrungen sammeln. So finden Sie zumindest die Preisstruktur heraus.

Sollten die direkten Konkurrenten kein Zahlenmaterial preisgeben, ist das nicht verwunderlich. Sie können dann auch an anderen Standorten nachfragen, sollten aber auf gleiche Bedingungen, wie Verkehrsanbindung, Lage und ähnliches achten. Im Einzelhandel können Sie gezielt nachzählen, wie viele Kunden pro Stunde einen Laden besuchen. Durch eine entsprechende Befragung, was zu welchem Preis gekauft wurde, erhalten Sie ebenfalls wichtige Informationen.

Recherchieren Sie bei den Kunden

Nutzen Sie auch die Möglichkeit, die Kunden zu befragen. Das können die Entscheider in Unternehmen sein, die Sie per Telefon befragen oder die Endkunden, die Sie auf offener Straße ansprechen können. Seien Sie ehrlich und geben Sie sich als Gründer zu erkennen, erläutern Sie Ihr geplantes Angebot und fragen Sie nach, ob der Kunde kaufen würde und welchen Preis er zu zahlen bereit wäre. Auch sollten Sie gezielt nach der Häufigkeit der Käufe fragen.

Berechnen Sie die Umsätze

Anhand der ermittelten Daten können Sie nun Ihre Umsätze berechnen. Die Verkäufe pro Stunde und der durchschnittliche Wert eines Verkaufs sind für die Gründung im Einzelhandel ein guter Anhaltspunkt. Berechnen Sie dabei stets den besten und den schlechtesten Fall. So können Sie bereits im Vorfeld herausfinden, ob Sie selbst mit schlechteren Umsätzen noch Ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten.

Quelle: GründerZeiten Nr. 7, Februar 2008
 

Materialkosten sind in deutschen Unternehmen einer der wichtigsten Kostenfaktoren, sie machen rund die Hälfte aller betrieblichen Kosten aus. Wer sein Material aber effizienter und ressourcensparender einsetzt, der kann bis zu 20 Prozent dieser Kosten ohne Probleme einsparen. Dafür hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für den Mittelstand eine Praxishilfe erarbeitet: den Materialeffizienz-Selbstcheck.

Wer diesen Test nutzt, kann innerhalb von etwa 20 Minuten 13 Fragen beantworten. Daraus ergibt sich eine Auflistung verschiedener Möglichkeiten, um Materialkosten einzusparen. Auch eine individuelle Beratung kann anschließend gezielt gesucht werden. Wer bei Materialkosten Einsparungen vornimmt, kann nicht nur die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens steigern, sondern sich auch noch wichtige Wettbewerbsvorteile sichern.

Die wichtigsten Gründe für zu hohe Materialkosten

Im Selbstcheck zur Materialeffizienz werden die wichtigsten Gründe für zu hohe Materialkosten aufgezeigt. Hierzu zählt zum Beispiel der Ausschuss von Material. Gründe dafür können

  • abgenutzte Werkzeuge und Maschinen,
  • eine unrealistische Fertigungsplanung,
  • fehlerhafte oder unvollständige Fertigungspapiere oder
  • ein Fehlverhalten der Mitarbeiter

sein. Ebenfalls sollte das Personal überprüft werden. Werden Fehler überhaupt erkannt oder wird gar nicht darauf geachtet, ob solche passieren? Werden Fehler behoben und Vorgesetzte informiert? Außerdem kann es durch unzureichende und nicht regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zu erhöhten Ausschüssen kommen.

Kontinuierliche Verbesserungen im Unternehmen

Weitere Möglichkeiten, um den Materialverbrauch zu reduzieren, liegen in der Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte selbst, auch unter Einbeziehung der Ideen der Mitarbeiter und durch eine verbesserte Kommunikation im Unternehmen. Hierbei gelten folgende Punkte als besonders wichtig:

  • Weitergabe von Termin- und Mengenänderungen,
  • Abstimmung der gewünschten Liefertermine und
  • vollständige und korrekte Auftragsunterlagen.

Des Weiteren sollte die Reklamationsbearbeitung auf den Prüfstand gestellt werden. Denn hier kommt es erfahrungsgemäß zu Aussagen der Kunden, die einen erhöhten Materialverschleiß feststellen, die aber nicht weiter verfolgt werden. Besser wäre es, diese Aussagen zum Anlass zu nehmen, um Verbesserungen an den Produkten zu erzielen.

Quelle: http://www.materialeffizienz-selbstcheck.de und http://www.bmwi.de

Dieser Artikel ist Teil 3 von 5 der Serie

Das Unternehmen in der Krise leidet vorrangig unter Zahlungsschwierigkeiten, aber auch unter teils massiven Umsatzeinbrüchen. Sie müssen natürlich an beiden Problemen arbeiten. In dem heutigen Teil unserer kleinen Serie zum Thema Unternehmenssanierung soll es jedoch zunächst um die Verbesserung der Liquidität gehen. Sie können hier einiges tun.

Lieferanten und Kreditinstitute

Lieferanten und Kreditinstitute sind oft diejenigen, die viel Geld von Ihnen verlangen. Versuchen Sie dem aus dem Wege zu gehen. Sprechen Sie offen und ehrlich mit Ihrer Hausbank und Ihren Lieferanten und bitten Sie um einen Zahlungsaufschub. Geben Sie zu bedenken, dass Ihre Gläubiger, zu denen auch Lieferanten und Kreditinstitute gehören, im Falle einer Insolvenz noch weniger Geld erwarten können.

Spielen Sie allerdings auch mit offenen Karten. Legen Sie Ihre eigene Situation dar und schildern Sie bereits jetzt, wann eine Verbesserung Ihrer Zahlungsfähigkeit eintreten wird und wie lange demzufolge der Zahlungsaufschub andauern muss. So können Sie einerseits das Vertrauen Ihrer Gläubiger zurück gewinnen und andererseits sich erst einmal etwas Luft verschaffen.

Interne Einsparungen und Verbesserungen

Ist Ihr Unternehmen in der Krise, passen Sie auch Ihre Privatentnahmen der aktuellen Situation an. Senken Sie Ihre privaten Ausgaben und nehmen Sie weniger Geld aus dem Unternehmen heraus. Wenn es möglich ist, verzichten Sie vorübergehend auf die privaten Entnahmen.

Überprüfen Sie Ihr Rechnungswesen, stellen Sie Rechnungen zeitnah nach Auslieferung der Waren oder Erbringung der Leistungen. So sorgen Sie für einen steten Geldfluss, der Ihre Liquidität verbessert. Bauen Sie ebenfalls ein effektiveres Mahnwesen auf. Nur so können Sie Ihre Forderungen schneller eintreiben.

Externe Hilfe nutzen

Bei sehr hohen Forderungen, treten Sie in Verhandlungen mit Factoring-Unternehmen. Sie zahlen sofort und Ihre Liquidität erhöht sich dadurch deutlich. Prüfen Sie ebenfalls, ob öffentliche Fördermittel oder Bürgschaften in Ihrer Situation in Frage kommen. Oft helfen diese ebenfalls, kurzfristig die Liquidität zu erhöhen. Verlieren Sie dabei jedoch die Kosten nicht aus den Augen.

Quelle: GründerZeiten Nr. 22, Januar 2008
 

Dieser Artikel ist Teil 2 von 5 der Serie

Ist ein Unternehmen in die Krise geraten, leidet oft zuerst die Zahlungsfähigkeit darunter. Wenn Sie Ihr Unternehmen sanieren wollen und das Konzept bereits überprüft haben, sollten Sie weitere Schritte zur Sanierung gehen. Doch können diese erst erfolgen, wenn Sie Ihre Zahlungsfähigkeit wiederhergestellt haben. Welche Sofortmaßnahmen Wirkung zeigen, wollen wir Ihnen in diesem Teil unserer kleinen Serie zeigen.

Sanierung ist Chefsache

Als wichtigste Regel bei der Unternehmenssanierung gilt, dass sie Chefsache ist. Das gilt auch dann, wenn es um die Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit geht. Wollen Sie Ihr Unternehmen wirklich retten, schießen Sie aus Ihrem privaten Vermögen Geld zu. Eine Bareinlage oder auch ein Gesellschafterdarlehen können einen finanziellen Engpass oft überbrücken.

Sind Sie nicht bereit, in Ihr Unternehmen zu investieren, sollten Sie sich kritisch fragen, warum. Oftmals stehen Sie dann nicht mehr hinter der Idee und die Aufgabe des Betriebs ist die bessere Lösung. In allen anderen Fällen werden Sie sicher auch privat etwas Geld einsetzen können, um das Unternehmen zu retten.

Verkäufe und Forderungsmanagement

In jedem Unternehmen sammeln sich im Laufe der Jahre viele Vermögensteile an, die schlicht nicht benötigt werden. Verkaufen Sie diese. Dabei ist es egal, ob es sich um Ersatzrechner, um Büroeinrichtungen oder eine alte Maschine handelt, die Sie nicht mehr nutzen. Ist sie noch funktionstüchtig, sollten Sie sie verkaufen.

Senken Sie ebenfalls den Lagerbestand. Er stellt gebundenes Kapital dar und kann mit einem Sonderverkauf, auch mit Rabatten, schnell in bare Münze umgewandelt werden. Kümmern Sie sich auch um Ihre offenen Forderungen. Treiben Sie diese ein, werden Sie bestimmter im Mahnwesen. Bei Bedarf übergeben Sie sehr alte Forderungen an Inkassounternehmen. Sie haben dann höhere Chancen, kurzfristig an Ihr Geld zu kommen.

Quelle: GründerZeiten Nr. 22, Januar 2008

Kennzahlen spielen im Unternehmen eine wichtige Rolle, lässt sich damit doch der aktuelle Stand des Unternehmens hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit darstellen. Auch für die Liquidität gibt es Kennzahlen, man unterscheidet hierbei in die Liquidität ersten, zweiten und dritten Grades. Wie sich diese Kennzahlen zusammensetzen, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Liquidität ersten Grades

Die Liquidität ersten Grades soll die kurzfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens darstellen. Hierfür addieren Sie zunächst Ihren Kassenbestand, sowie die Bankguthaben auf. Dem gegenüber stellen Sie kurzfristige Verbindlichkeiten. Dazu zählen alle Verbindlichkeiten, die binnen eines Jahres fällig werden.

Als Richtwert gilt, dass wenigstens 50 Prozent der Verbindlichkeiten mit dem Kassen- und Bankguthaben beglichen werden sollten. Das zeigt jedoch, dass alleine aufgrund der erwarteten Zahlungseingänge nicht die vollen Verbindlichkeiten abgedeckt werden können, zumal offene Forderungen oftmals nicht fristgerecht bezahlt werden. Deshalb ist diese so genannte Barliquidität in ihrer Aussagekraft auch nur bedingt realistisch.

Liquidität zweiten Grades

Die Liquidität zweiten Grades soll die mittelfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens darstellen. Bei der Berechnung ziehen Sie nicht nur die aktuellen Bankguthaben und Kassenbestände heran, sondern auch offene Forderungen, deren Eingang Sie kurzfristig erwarten. Sie wird deshalb auch als einzugbedingte Liquidität bezeichnet und weist eine höhere Aussagekraft als die Liquidität ersten Grades auf.

Allerdings haben Sie auch hier eine gewisse Unsicherheit: Sie können nicht garantieren, dass offene Forderungen tatsächlich rechtzeitig eingehen. Diese Liquiditätskennzahl sollte über 100 Prozent liegen, um alle Verbindlichkeiten abdecken zu können.

Liquidität dritten Grades

Mit der Liquidität dritten Grades wird die langfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens berechnet. Neben den Barmitteln aus Kasse, Bank und Wechseln, sowie den kurzfristig eingehenden Kundenzahlungen werden auch voraussichtliche, zukünftige Umsätze und Warenvorräte mit eingerechnet. Deshalb spricht man auch von der umsatzbedingten Liquidität.

Es sollten mindestens 120 Prozent bei dieser Kennzahl erreicht werden. Aufgrund der schwierigen Planbarkeit künftiger Umsätze eignet sie sich aber nur für Handelsunternehmen, die auch gewisse Lagerbestände vorweisen können.

Quelle: GründerZeiten Nr. 31, Oktober 2009, Seite 4

Dieser Artikel ist Teil 1 von 5 der Serie

Vielfach geraten Unternehmen in die Krise und das nicht nur in allgemeinen Krisenzeiten. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, bringt rein gar nichts, außer, dass die Pleite schneller naht. Machen Sie sich so früh wie möglich daran, ein Sanierungskonzept aufzustellen und denken Sie daran: Unternehmenssanierung ist Chefsache. Sie müssen die Zügel in der Hand halten. Stellen Sie aus Ihren besten Mitarbeitern ein „Sanierungs-Team“ zusammen. Diese Mitarbeiter sollen Ihnen helfen und Sie entlasten. Sie sind im Innendienst unterwegs, während Sie als Chef, draußen verkaufen und wichtige Kontakte wieder beleben.

Konzept prüfen

Beginnen Sie bei der Unternehmenssanierung mit der Hinterfragung Ihres Konzepts. Hierbei ist es wichtig, dass Sie kritisch mit sich selbst und Ihrem Unternehmen umgehen. Stellen Sie sich Fragen und überlegen Sie sich Antworten und Lösungen. Wie gefragt sind beispielsweise Ihre Produkte? Hat die Nachfrage nachgelassen, fragen Sie direkt bei den Kunden nach, woran es liegt. Vielleicht hat die Qualität abgenommen und Sie können Altkunden wieder aktivieren, wenn Sie diese verbessern.

Gibt es modernere Produkte auf dem Markt, womöglich noch von der Konkurrenz? Suchen Sie in Ihrer Branche gezielt nach neuen Trends, die Sie umsetzen können. Besinnen Sie sich dabei auf Ihre Stärken und streichen Sie Ladenhüter rigoros aus dem Sortiment. Kurzfristige finanzielle Engpässe können dabei durch einen Verkauf mit Rabatten ausgeglichen werden.

Innerbetriebliche Probleme erkennen

Analysieren Sie Ihr Unternehmen auch von innen heraus. Arbeitet Ihr Vertrieb erfolgreich? Wenn nicht, stellen Sie am besten den Mitarbeitern im Vertrieb die Frage, woran es liegen könnte. Sie sind die ersten, die von den Kunden auf Probleme aufmerksam gemacht werden. Nutzen Sie das Know-How Ihrer Mitarbeiter.

Stellt sich bei der Überprüfung Ihres Unternehmens heraus, dass Ihre Kosten zu hoch sind, suchen Sie nach Einsparmöglichkeiten. Diese gibt es in fast allen Unternehmen. Bedenken Sie auch, dass Sie gewisse Fristen einhalten müssen, wenn Sie eine Kapitalgesellschaft führen. Diese gelten insbesondere für den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Holen Sie sich auch Hilfe von außen, Sanierungsexperten und Unternehmensberater können vielfach Probleme erkennen, die für Sie schlicht nicht zu sehen sind.

Quelle: GründerZeiten Nr. 22, Januar 2008

Qualität ist der wichtigste Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Aus diesem Grund sollten Sie stets auf eine hohe Qualität achten. Wie Sie diese am besten umsetzen, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Unternehmensführung und Mitarbeiter

Arbeiten Sie grundsätzlich kundenorientiert. Lassen Sie die Kundenorientierung zu einem Leitziel Ihres Unternehmens werden. Analysieren Sie die Kundenbedürfnisse und vermitteln Sie sie allen Mitarbeitern. Sie müssen überall im Unternehmen verstanden werden. Verknüpfen Sie die Ziele Ihres Unternehmens mit den Bedürfnissen Ihrer Kunden. Achten Sie auch bei den Mitarbeitern darauf, dass diese die fachlichen Qualifikationen mitbringen, um Ihre Kunden immer und unter allen Umständen zufriedenzustellen.

In der Unternehmensführung erarbeiten Sie klare Ziele für Ihr Unternehmen und arbeiten immer an der Motivation und der Kompetenz der Mitarbeiter. Bei hoher Motivation sinkt die Fluktuation und Sie erhalten stabile Belegschaften, die sich mit den Unternehmenszielen identifizieren.

Gerade die Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Qualitätsfaktoren für Unternehmen. Achten Sie deshalb darauf, Ihre Belegschaft in Prozessverbesserungen und Entscheidungen mit einzubeziehen. So können sie zum Unternehmenserfolg beitragen und werden besser motiviert.

Prozesse und Management

Achten Sie bei den Prozessen im Unternehmen darauf, dass diese stets Ihre Erwartungen erfüllen, verbessern Sie sie bei Bedarf, um Ressourcen zu schonen, fehlerfrei arbeiten zu können und geplante Ergebnisse besser zu erreichen. So können Sie auch Kosten einsparen.

Im Management sollten Sie ehrgeizige Unternehmensziele aufstellen, die Sie in Teilbereiche gliedern. Jeder Teilbereich muss mit den Leitmotiven vereinbar sein. Durch die ständige Kontrolle der Einzelprozesse fallen Fehlerquellen frühzeitig auf und können schnell behoben werden. Die Zuständigkeiten Ihrer Mitarbeiter planen Sie so, dass es keine Überschneidungen in den Kompetenzen gibt. Untergraben Sie dabei nicht die Teamarbeit.
Achten Sie außerdem auf eine stetige Verbesserung Ihrer Unternehmensabläufe. Bauen Sie diese in die strategische Planung ein, stellen Sie die notwendigen Mittel zur Verfügung und setzen Sie sich Ziele zur Verbesserung. Ihre Mitarbeiter beziehen Sie dabei wieder mit ein.

Informationen und Lieferanten

Wenn Sie Unternehmensziele formulieren, stützen Sie sich immer auf sachliche Informationen und Vergleichsdaten. Dadurch fallen Verbesserungen leichter. Auch Ihre Lieferanten beziehen Sie frühzeitig in künftige Planungen mit ein. So stärken Sie die Bindung an diese und können von schnellerer und fehlerfreier Lieferung ausgehen.

Quelle: GründerZeiten Nr. 47, September 2009
 

Bisher ging man im Business immer davon aus, dass lediglich harte Standortfaktoren, wie die Höhe der Gewerbesteuer, die Lage und die Mietkosten von Bedeutung für eine Unternehmensansiedlung seien. Allerdings haben sich die Zeiten auch in diesem Bereich geändert. So kommen zunehmend mehr weiche Standortfaktoren hinzu, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Welche das sind und wie Sie sie bewerten, zeigen wir Ihnen hier.

Die Kommunalverwaltung und Beratungsangebote

Zu den weichen Standortfaktoren zählt unter anderem die Verwaltung der Kommune. Sie sollte nicht nur möglichst kurze Bearbeitungszeiten, etwa bei Bauanträgen aufweisen, sondern auch allgemein unternehmerfreundlich denken. Gut sind Gemeinden, in denen es zusätzlich eine Anlaufstelle für Gründer gibt. Dieser Service kann als weicher Standortfaktor hohe Bedeutung erhalten.

Auch Beratungsangebote sind entscheidend, um langfristige Unternehmenserfolge zu erzielen. In vielen Orten gibt es bereits eine hohe Beratungs- und Informationsdichte, da sich mehrere öffentliche Stellen und private Vereinigungen zusammengeschlossen haben. Regelrechte Beratungs- und Gründungsnetzwerke entstehen so direkt vor Ort, was durchaus sinnvoll sein kann.

Image und Lebensqualität

Außerdem spielen für die Standortwahl weitere weiche Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu zählt etwa das Image der Gemeinde, in der sich Existenzgründer ansiedeln wollen. Insbesondere die Chancen am Markt können durch ein positives Image des Standortes verbessert werden. Dies gilt für einzelne Branchen noch stärker, als für andere. Dazu zählt etwa die IT-Branche, die am Markt bessere Chancen hat, wenn sich das Unternehmen an einem als Hightech-Standort bekannten Standort ansiedelt.

Die Lebensqualität, die das Umfeld des Standorts bietet, ist ebenso von Bedeutung. Dazu zählen die Infrastruktur, das Wohnumfeld, bezahlbare Mieten, sowie ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. An einem solchen Standort fühlen sich auch hoch qualifizierte Mitarbeiter wohl, so dass er sich sehr gut für die Ansiedlung von Unternehmen eignet. Ebenso sollten die Freizeitmöglichkeiten, die vor Ort geboten werden, mit in Betracht gezogen werden.

Quelle: GründerZeiten Nr. 42, Januar 2008, S. 3

Harte Standortfaktoren sind immer noch das A und O, wenn es um die Wahl des richtigen Unternehmensstandortes geht. Doch welche Faktoren sind dafür tatsächlich entscheidend? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie besonders achten müssen.

Standortfaktor Markt

Ein wichtiger Faktor für den richtigen Standort ist die Marktsituation an selbigem. Dazu zählt zunächst einmal die Kundschaft. Gerade Einzelhändler sollten bedenken, dass 70 Prozent aller Kunden sich in einem Radius von fünf Minuten Fußweg befinden. Dort sollten die meisten Haushalte vorhanden sein. Muss bereits ein Weg von acht Minuten zurückgelegt werden, sind nur noch 20 Prozent der Haushalte als potenzielle Kunden zu werten, bei zehn Minuten Fußweg verringert sich der Prozentsatz um die Hälfte. Maximal 30 Minuten Fahrzeit nehmen die Käufer auf sich, wie Studien ergeben haben. Jedoch kann es Abweichungen zwischen Stadt und Land geben.

Ebenso wichtig ist die Konkurrenz. Sie darf nicht zu stark und nicht in zu großer Anzahl vorhanden sein. Überprüfen Sie, welche Aktionen die Konkurrenz bietet, welche Produkte und in welcher Qualität.

Standortfaktoren Kosten und Flächen

Ebenfalls müssen ausreichende Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Denn nicht jedes Unternehmen kann jedes Gebäude nutzen und nicht für alle Unternehmen wird eine Innenstadtlage reizvoll sein. Sinnvoll sind in vielen Fällen Gründerzentren, die geringe Kosten und viele Services bieten. Aber auch hier lohnt sich der Vergleich, da Preise und Leistungen oft stark auseinander driften. Allerdings: Kosten alleine dürfen nicht entscheidend sein, die Gesamtqualität des Standortes muss Entscheidungsgrundlage bleiben.

Bei den Kosten gibt es nicht nur die Höhe der Mieten und Nebenkosten zu beachten. Sie sollten angemessen sein und ins Finanzkonzept des Unternehmens passen. Ebenfalls sind Gewerbesteuerhebesätze sehr unterschiedlich hoch. So sollten diese mit, aber nicht nur berücksichtigt werden.

Standortfaktoren Fördermittel und Verkehrsanbindung

Fördermittel werden in vielen Gemeinden heute in reicher Auswahl angeboten. Dabei ist es oft entscheidend, ob man sich nur wenige Kilometer weiter entfernt ansiedeln will, da die Höhe der Fördermittel sich bereits innerhalb dieser wenigen Kilometer unterscheiden kann.

Die Verkehrsanbindung ist ebenfalls wichtig, da bei fehlendem Autobahnanschluss oder öffentlichen Verkehrsmitteln Lieferanten und Mitarbeiter lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Mitarbeiter sind dann schwerer zu finden, die Versandkosten steigen.

Standortfaktor Umfeld

Als besonders wichtiger, harter Standortfaktor hat sich mittlerweile das Umfeld des Standortes herausgestellt. Es zeichnet sich durch ausreichend Zulieferer in unmittelbarer Umgebung aus, wodurch die Lieferkosten gesenkt werden können, aber auch durch viele qualifizierte Arbeitskräfte. Diese sollten auch die Möglichkeit haben, sich in der Nähe fortzubilden.

Ein wissenschaftliches Umfeld, bestehend aus Unis oder Forschungseinrichtungen in der Nähe kann für einige Branchen ebenfalls sehr sinnvoll sein. Dort lässt sich einfacher wissenschaftlicher Nachwuchs für das eigene Unternehmen finden.

Quelle: GründerZeiten Nr. 42, Januar 2008, S. 2 + 3
 

Wer sich selbstständig macht, hat schon genug damit zu tun, Aufträge zu akquirieren und einen festen Kundenstamm aufzubauen. Doch unerlässlich für dauerhaften Erfolg, gerade bei jüngeren Zielgruppen, ist ein überzeugender Internetauftritt. Die Suche nach Produkten und Dienstleistern beginnt bei vielen über das Netz. Die digitalen Besucher erwarten Preisinformationen, Produktabbildungen, aber auch Formulare zur direkten Kontaktaufnahme. Virtuelle Unternehmenspräsentationen und die Möglichkeit zur E-Mail-Korrespondenz werden heute auf jeder Internet-Seite erwartet.

Cyber-Kriminalität führt zu Finanz- und Imageschäden 

Doch der Bedeutungszuwachs des Internets als neuer Vertriebskanal lässt auch die Cyber-Kriminalität ansteigen. Viren, Würmer und Trojaner befallen statistisch eines von fünf Unternehmen. Die Folgen des Systemausfalls können fatal sein: Arbeit staut sich, Daten werden schwer beschädigt oder gehen verloren, Kunden springen ab. Das Resultat sind finanzielle Verluste.

Viele Selbstständige installieren daher eine kostenlose Antivirus-Software. Allerdings bietet diese, wenn überhaupt, häufig nur dann einen effizienten Schutz, wenn der Anwender erfahren genug ist, um die Einstellungen zu optimieren und anzupassen. So genannte Freeware wird den hohen Ansprüchen an betrieblicher Sicherheit meist nicht gerecht. Mit dem unzureichenden Schutz können Unternehmens- und Kundendaten ausspioniert werden, was nicht selten ebenso zu finanziellen Einbußen und einem gehörigen Imageschaden führen kann. 

Professionelle Sicherheitslösung für Existenzgründer

Kostenpflichtige Produkte dagegen sind darauf ausgelegt, den Anwender zu entlasten. Sie sind einfacher zu benutzen und ermöglichen dem Kunden zudem verschiedene Serviceleistungen. So bietet beispielsweise Sage Software (www.sage.de) in Kooperation mit Panda Security eine webbasierte Sicherheitslösung an. Das Sage Security Center (www.sage.de/security_center) richtet sich speziell an die Anforderungen von Selbstständigen, Existenzgründern und kleinen Unternehmen. 

Die Software zum Aufspüren und Entfernen von Schadprogrammen mit integrierter Firewall-Lösung schützt vor elektronischen Viren, Würmern sowie Trojanern und ist intuitiv zu bedienen. Kleinunternehmer erhalten somit den Komfort einer professionellen Sicherheitssoftware, die jedoch kein umfassendes Know-how im Bereich Datensicherheit voraussetzt. Zudem nimmt das Sage Security Center Sicherheits- und Produktaktualisierungen regelmäßig und ohne manuellen Aufwand über die Internetverbindung vor. Ein weiterer Vorteil: Kunden erhalten ganzjährig telefonische Unterstützung sowie einen so genannten Managed Service. Bei diesem Angebot übernehmen die Support-Mitarbeiter die Einrichtung der individuellen Einstellungswünsche des Anwenders. Ein Service, den kostenlose Programme nicht bieten können. So ist sichergestellt, dass sich ein umfassender Netzwerkschutz nicht mehr zu Lasten der eigentlichen Aufgaben auswirkt.

Weitere Infos unter: www.sage.de/security_center

Autorin: Anne Draeger

Dieser Artikel ist Teil 6 von 6 der Serie

Wie wird das Nettoerwerbseinkommen berechnet? Wie wirkt sich der Gewinn aus dem Nebengewerbe auf die Höhe des Elterngeldes aus? Diese und weitere Fragen wollen wir im fünften Teil unserer Serie an Hand von Praxisbeispielen näher erläutern und berechnen.

1.    Ermittlung des Netto - Erwerbseinkommens aus nichtselbständiger Arbeit

Das Netto - Erwerbseinkommen aus nichtselbständiger Arbeit wird in einer eigenen Berechnung wie folgt ermittelt:

Monatliches Bruttoeinkommen
abzgl. steuerfreie Bezüge
abzgl. Einmalzahlungen
abzgl. hierauf entfallende Steuern
abzgl. Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung
abzgl. Werbungskostenpauschale

ergibt das zu berücksichtigendes Nettoeinkommen (bspw. 1.200 Euro pro Monat)

2. Ermittlung des Nettoerwerbseinkommens aus selbständiger Tätigkeit

Bei der Ermittlung des netto Erwerbseinkommens aus selbständiger Tätigkeit ist der Gewinn aus dem Wirtschaftsjahr vor der Geburt des Kindes maßgeblich.

Gewinn (nach steuerrechtlichen Vorschriften ermittelt)
abzgl. hierauf entfallende Steuern
abzgl. eventueller Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung

ergibt das zu berücksichtigendes Netto - Einkommen (bspw. 300 Euro pro Monat)

3. Höhe des Elterngeldes

Für die Berechnung des Elterngeldes werden alle Einkünfte zusammengerechnet, das ergibt für unser Beispiel ein Netto-Erwerbseinkommen von 1.500 Euro (1.200 Euro + 300 Euro).

Erhält der Elterngeldberechtigte nach der Geburt des Kindes keine weiteren Einkünfte, beträgt die Höhe des Elterngeldes 1.005 Euro (67% von 1.500 Euro).

4. Höhe des Elterngeldes unter Fortführung der Nebentätigkeit

Werden weiterhin Einkünfte aus einem Nebengewerbe erzielt müssen die Einkünfte nach der oben beschriebenen Methode auf das Netto - Einkommen herunter gerechnet werden. Liegt das Nettoeinkommen bspw. bei monatlich 200,- Euro, wird die Differenz zwischen dem Netto-Erwerbseinkommen vor und nach der Geburt errechnet.

Netto-Erwerbseinkommen vor der Geburt 1.500,- Euro
Netto-Erwerbseinkommen nach der Geburt 200,- Euro
Differenz 1.300,- Euro
davon 67 %

ergibt ein Elterngeld von 871,- Euro.

5. Monatliches Erwerbseinkommen unter 1.000,- Euro

Liegt das errechnete monatliche Netto- Erwerbseinkommen vor der Geburt des Kindes unter 1.000,- Euro, wird der Prozentsatz von 67% bis zu möglichen 100% erhöht. Für je zwei Euro Differenz zwischen Nettoeinkommen und 1.000,- Euro erhöht sich der Prozentsatz um 0,1%.

Eine Berechnung zu diesem Beispiel

Nettoeinkommen 600,- Euro
die Differenz zu 1.000,- Euro beträgt 400,- Euro
400,- Euro geteilt durch 2,- Euro ergibt 200
200 x 0,1% ergibt 20%
Der Prozentsatz für die Höhe des Elterngeldes wird in diesem Fall von 67% auf 87% erhöht.
Das Elterngeld beträgt damit monatlich 522,- Euro (600,- Euro x 87%).

Quelle: Informationen zum Bundeselterngeld

Dieser Artikel ist Teil 5 von 6 der Serie

Im vierten Teil unserer Serie wollen wir näher auf den Umstand der nebenberuflichen Selbständigkeit und das Elterngeld eingehen. Welche Auswirkung hat die nebenberufliche Unternehmertätigkeit auf den Bezug von Elterngeld.

Fall 1: hauptberuflich Angestellt und nebenberuflich Selbständig

Die Höhe des Elterngeldes berechnet sich nach dem Netto - Erwerbseinkommen in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes. Das Erwerbseinkommen setzt sich in diesem Fall aus den positiven Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und selbständiger Arbeit, bspw. aus Gewerbebetrieb zusammen.

Für die Konstellation hauptberuflich Angestellt und nebenberuflich Selbständig bedeutet das, zum Erwerbseinkommen zählt sowohl der Verdienst aus der Angestelltentätigkeit, als auch der Gewinn aus dem Nebengewerbe.

a) Nebentätigkeit wird fortgeführt

Die nebenberufliche Selbständigkeit darf für einen gleichzeitigen Elterngeldbezug max. einen Umfang von 30 Stunden pro Woche ausmachen. Während der Zeit des Elterngeldbezugs wird der Gewinn aus der Nebentätigkeit auf das Elterngeld angerechnet. Dafür wird die Differenz aus dem Netto - Erwerbseinkommen vor und nach der Geburt des Kindes ermittelt. Die Höhe des Elterngeldes beträgt 67% der ermittelten Differenz.

b) Nebentätigkeit wird aufgegeben bzw. stillgelegt

In diesem Fall erwirtschaften Sie keine Einkünfte aus der nebenberuflichen Selbständigkeit. Der entgangene Gewinn wird Ihnen über die Berechnung zum Netto - Erwerbseinkommen zu 67% als Elterngeld ersetzt.

Fall 2: Bezug von ALG und nebenberuflich Selbständig

Das ist eine Kombination, die Frauen tunlichst vermeiden sollten. Elterngeld und Leistungen, die nach ihrer Zweckbestimmung wegfallendes Erwerbseinkommen ersetzen sollen, heben sich gegenseitig auf. In diesem Fall wird nur der Mindestelterngeldbetrag von 300,- Euro gezahlt und der Anspruch auf ALG wird unnötiger Weise verbraucht. Der Gewinn aus der Nebentätigkeit mindert dann auch noch die Höhe des Arbeitslosengeldes.

Fall 3: Hausfrau und nebenberuflich Selbständig

Frauen, die in den 12 Monaten vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren, erhalten nur den Mindestbetrag von 300,- Euro als Elterngeld. Bestand hingegen eine nebenberufliche Selbständigkeit, ist der Anspruch auf 67% des entgangenen Gewinns gegeben. Lag das Netto - Erwerbseinkommen unter 1.000 Euro wird der Prozentsatz sogar noch angehoben. Ein Berechnungsbeispiel zu dieser Tatsache finden Sie im Teil 5 unserer Serie.

Fall 4: Nebengewerbe wird erst im Zeitraum der Elternzeit angemeldet

Zum Ende des Elterngeldbezugs mit einer Nebentätigkeit zu beginnen, ist ein häufig anzutreffender Sachverhalt. Auch hier gilt, der Gewinn wird über das Netto - Erwerbseinkommen vor und nach der Geburt des Kindes, auf das Elterngeld angerechnet. Die Höhe des Elterngeldes beträgt 67% der ermittelten Differenz.

Nebentätigkeit und Krankenversicherung

In der Zeit des Elterngeldbezugs ist die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei. Das trifft nicht auf zusätzliche beitragspflichtige Einnahmen zu. Für die Krankenkasse gilt für eine Nebentätigkeit die Grenze von 18 Stunden pro Woche. Bauen Sie Ihre Nebentätigkeit auf die beim Elterngeldbezug möglichen 30 Stunden pro Woche aus, sind Sie für die Krankenkasse hauptberuflich selbständig. In diesem Fall müssen Sie Beiträge zur Krankenversicherung zahlen.

Dieser Artikel ist Teil 2 von 6 der Serie

Im ersten Teil der Serie wollen wir aufzeigen, inwieweit selbständige Unternehmerinnen Anspruch auf Mutterschaftsgeld anmelden können. Welche Anträge müssen gestellt und welche Voraussetzungen müssen für den Bezug von Leistungen erfüllt sein?

Mutterschaftsgeld für hauptberuflich Selbständige

Mit Beginn ihrer Selbständigkeit müssen sich auch Unternehmerinnen für eine Krankenversicherung entscheiden. Ob sie sich freiwillig gesetzlich oder privat versichern, steht ihnen in der Regel frei. Dass diese einmal getroffene Wahl jedoch Auswirkung auf den Anspruch von Mutterschaftsgeld hat, ist den allermeisten Selbständigen nicht bekannt.

Mutterschaftsgeld für freiwillig gesetzlich Versicherte

Bleibt die Unternehmerin freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), hat sie unter Umständen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Das ist dann der Fall, wenn sie den "richtigen" Tarif  gewählt hat. In der GKV stehen Selbständigen drei Tarife zur Auswahl:

  1. Ermäßigter Beitragssatz
    Die Unternehmerin kann den ermäßigten Beitrag von zur Zeit 14,3% wählen. In diesem Tarif steht ihr kein Krankengeld und damit auch kein Mutterschaftsgeld zu.
     
  2. Allgemeiner Beitragssatz
    Wählt die Unternehmerin den allgemeinen Beitragssatz von zur Zeit 14,9% steht ihr ab dem 43. Tag Krankengeld und damit auch Mutterschaftsgeld zu.
     
  3. Wahltarif Krankengeld
    Mit dem Wahltarif Krankengeld hat die Unternehmerin ab dem 15. Tag Anspruch auf Krankengeld und damit auch Anspruch auf Zahlung von Mutterschaftsgeld.

Das bedeutet für die Unternehmerin in der Konsequenz, wählt sie einen Tarif mit Anspruch auf Krankengeld besteht auch ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Höhe des Mutterschaftsgeldes

Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes wird das Einkommen des Vorjahres herangezogen. Bei Existenzgründerinnen erfolgt die Schätzung des Gewinns auf Grundlage der aktuellen BWA. Im Nachhinein findet an Hand des Steuerbescheids eine Korrektur des Mutterschaftsgeldes statt, was zu Erstattungen oder Nachzahlungen führen kann. Ein gewährter Existenzgründungszuschuss zählt bei der Berechnung des Mutterschaftsgeldes nicht mit.

Das tatsächliche Einkommen wird je Kalendertag ermittelt, davon 70% stehen der Unternehmerin für 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt zu.

Quelle: IKK Classic

Mutterschaftsgeld für privat Versicherte

Entscheidet sich die Unternehmerin gegen die GKV und wählt eine private Versicherung (PKV) hat sie keinerlei Anspruch auf die staatliche Leistung Mutterschaftsgeld.

Gesetzliche Fundstelle: Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter (MuSchG) § 13
Laut tel. Nachfrage bei der zuständigen Stelle: Bundesversicherungsamt, Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn,
Telefon: 0228/619-188, gilt der §13 (2) MuSchG nicht für Selbständige.

Ein Ausweg für PKV-Versicherte?

PKV-Versicherte können in der Zeit vor und nach der Geburt höchstens bei Vorliegen einer Krankschreibung, die eventuell im Tarif enthaltene Krankentagegeldversicherung in Anspruch nehmen. Mutterschaftsgeld wird laut Auskunft der Central in keinem Tarif ihrer PKV angeboten.

Antrag auf Mutterschaftsgeld

Den Antrag auf Mutterschaftsgeld können Sie frühestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin des Babys (Bescheinigung des Arztes) bei Ihrer zuständigen Krankenkasse oder beim Bundesversicherungsamt stellen.

Anmerkung

Besteht kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld, kann die Unternehmerin ab dem Tag der Geburt des Kindes Elterngeld beantragen und beziehen. Mehr zum Thema Elterngeld bei Selbständigen erfahren Sie im 2. Teil unserer Serie.

Weitere interessante Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf den folgenden Seiten

http://www.dak.de/content/daktarife/wahltarif_krankengeld.html
http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/familie,did=76746.html

 

Dieser Artikel ist Teil 1 von 6 der Serie

Anfang 2007 wurde die Elternzeit und das damit verbundene Elterngeld von der Bundesregierung eingeführt. Mit dieser Leistung soll dem neuen Erdenbürger und den frisch gebackenen Eltern der notwendige Raum für einen guten Start ins gemeinsame Leben gegeben werden. Finanzielle Sorgen der Mütter und Väter gehören, so der Plan, damit der Vergangenheit an. Für Arbeitnehmerinnen ist dieser vorübergehende Verzicht auf eine Erwerbstätigkeit in der Regel ohne nachhaltige Konsequenzen zu bewerkstelligen. Wie jedoch wirkt sich der Verzicht auf Erwerbstätigkeit bei Selbständigen aus? Dürfen sie ihr Unternehmen weiterführen oder müssen Sie es für den Zeitraum der Elternzeit abmelden. Welche Auswirkungen müssen Unternehmerinnen einkalkulieren, wenn sie die Firma fortführen? Besteht für Selbständige überhaupt ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld bzw. Elterngeld?

Was Sie in puncto Elternzeit und Elterngeld bei der Existenzgründung oder Selbständigkeit beachten sollten

Selbständige Unternehmerinnen können sich nicht nur auf die Geburt Ihres Kindes freuen und alle anderen Gedanken von sich weg schieben. Sie müssen sich parallel um das Wohl und den Fortbestand ihrer Firma kümmern. Dass die Regelungen für Elternzeit und Elterngeld hauptsächlich für Arbeitnehmerinnen gedacht sind, erleichtert diesen Zwiespalt für die Unternehmerinnen nicht. Im Gegenteil, der Spagat zwischen dem Wohl der Firma und dem Wohl der eigenen Familie zehrt an der Substanz. Wie die Bundesregierung sich um das Rückgrad der deutschen Wirtschaft, die kleinen und mittleren Unternehmen in punkto Elternzeit und Elterngeld kümmert, wollen wir in dieser Serie beleuchten.

Inhaltlicher Überblick der Serie

Im ersten, zweiten und dritten Teil dieser Serie wollen wir das Mutterschaftsgeld, die Elternzeit und den Anspruch auf Elterngeld bei hauptberuflich Selbständigen näher in Augenschein nehmen. Den vierten Teil widmen wir den nebenberuflich Selbständigen und ihre Ansprüche auf Leistungen. Im abschließenden fünften Teil erläutern wir an Hand von Praxisbeispielen ob und mit welchen Beträgen Sie als Unternehmerin in Elternzeit rechnen können.

Gliederung

Teil 1 - Voraussetzungen für den Bezug von Mutterschaftsgeld für Selbständige
Teil 2 - Antrag, Einkommen und Auswirkungen des Elterngeldes
Teil 3 - Krankenversicherung und Fördermittel
Teil 4 - nebenberufliche Selbständigkeit und Elterngeld
Teil 5 - Praxisbeispiele zum Elterngeld

„Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist“ schrieb Goethe in seinen Reflexionen. Was Goethe hier kurz und komprimiert auf den Punkt brachte, wird zwischenzeitlich durch viele Forschungen bestätigt. Durch Spiegelneuronen spiegeln wir die Emotionen von anderen – und Emotionen, die wir öfter haben, bekommen stärkere Bahnen im Gehirn. Durch die Geschichten, die wir hören und erzählen, filtern wir die Realität, geben ihr Bedeutung und schaffen unsere Wahrnehmung. Und aufgrund unserer Wahrnehmung und der Bedeutung, die wir dieser geben, werden unsere (auch unbewussten) Handlungen gesteuert. Und Imitation ist die wirkungsvollste Lernmethode, die wir Menschen zur Verfügung haben. Das beginnt bereits damit, dass Mütter beim Füttern ihrer kleinen Kinder (in der Regel unbewusst) den Mund aufmachen – in der (oft erfüllten) Hoffnung, dass das Baby dann ebenfalls den Mund öffnet.

Die Konsequenz: Wenn wir zu jemand Bestimmtem werden wollen, dann sollten wir uns mit Menschen umgeben, die diesem Bild ähnlich sind. Wollen wir erfolgreicher Schauspieler werden, dann wäre es hilfreich, George Clooney zu kennen und wenn wir Politiker werden wollen, dann ist es sinnvoll, frühzeitig in den Dunstkreis von Schröder, Merkel & Co einzudringen.

Aus genau diesem Grund finden sich in allen möglichen Erfolgsbüchern entsprechende Empfehlungen: Napoleon Hill schrieb vom Braintrust als dem Zusammenschluss Gleichgesinnter, Bodo Schäfer fragt: Wie viele Menschen sind in Deinem Freundeskreis erfolgreicher als Du? Und alle Welt schreibt von Netzwerken wie Xing u.ä.

Die wirkliche Welt

Die wirkliche Welt sieht meist folgendermaßen aus: Man umgibt sich mit Menschen, die genauso sind wie man selbst. Und sobald man sich selbst entwickelt (falls man das dann noch tut), wird es unendlich schwer, weil das Umfeld gerade nicht so tickt, wie man gerne werden möchte.

Nun haben die wenigsten Unternehmer zu Beginn ihrer Laufbahn ein Umfeld aus Unternehmern. Zumeist besteht das Umfeld aus Menschen, die die scheinbare Sicherheit ihres Jobs lieben, die lieber den Spatz in der Hand wählen und für die Selbständigkeit nur als die viertbeste Lösung (nach einem festen Job, einem reichen Partner und Hartz IV) erscheint.

Mit anderen Worten: Die meisten Gründer haben ein Umfeld, das vielleicht vordergründig sagt: „Toll, dass Du das machst“, aber sofort ergänzen: „Für mich wäre das nichts“ und insgeheim denken: „Der ist doch irre und scheitert sowieso“ und sich nach dem Scheitern freuen: „Ich hab’s doch gleich gesagt“.

Die Konsequenz, die ich in vielen meiner Unternehmer-Coachings beobachtet habe: Nach einigen Jahren ist der Gründer entweder gescheitert, noch immer am Boden, erfolglos oder er hat seinen Freundeskreis fast komplett ausgetauscht und ist mit seinem Unternehmen durchgestartet. Das Fatale daran: Obwohl der Einfluss des Umfelds eine solche strategische Bedeutung hat, fand ein Wechsel dieses Umfelds meist nur zufällig oder als Reaktion statt: „Ich kann halt mit XY nicht mehr über die Probleme meiner Firma sprechen“, „ABC versteht meine Bedenken, Z zu kündigen oder einzustellen, nicht.“ usw.

Diese Zufälligkeit zeigt sich nebenbei auch in anderen Beobachtungen. Man hat bei Studenten untersucht, wie sich im Verlauf des Semesters Freundschaften bilden. Das Resultat: Die meisten und längsten Freundschaften bildeten sich zwischen den Studenten, die am ersten Tag zufällig nebeneinander saßen.

Oder denken Sie an ein übliches Networking-Event. Viele Leute kommen hin und kennen niemand. Sie stellen sich an einen Tisch, kommen mit zwei oder drei Leuten ins Gespräch – und dabei bleibt es meist für den Abend. Und wenn sie dann 3 Monate später wieder zu einem Event gehen und zufälligerweise einen davon wieder erkennen, dann stellen sie sich wieder dazu. Natürlich glauben wir gerne, wir wären der Steuermann und würden unsere Freunde selbst aussuchen. Nur stimmt das so (meist) nicht…

Wir halten also erstmal fest: Erstens bestimmt unser Umgang unser Sein und Werden. Zweitens ist unser Umgang zu einem großen Teil durch Zufall und Beharrungsvermögen gekennzeichnet. Daraus ergibt sich drittens, dass wir unser Umfeld gezielter gestalten müssen, wenn wir uns selbst entwickeln wollen.

Bei vielen Unternehmern geht das dann so: Irgendwo ist ein Unternehmer-Treff geplant. Der Unternehmer geht hin und trifft dort viele Menschen. Von diesen vielen Menschen sind aber verblüffenderweise nur 20 Prozent Unternehmer. Und die anderen 80 Prozent sind Berater, Rechtsanwälte oder Werber, die den Unternehmern ganz dringend was verkaufen wollen, weil sie selbst grade nicht ausgelastet sind und ihr Laden nicht funktioniert.

Die Lösung

Die Lösung skizzierte Napoleon Hill in seinem mittlerweile über 70 Jahre alten Weltbestseller „Denke nach und werde reich“. Er schlug darin die Bildung eines Braintrusts vor. Ein Braintrust ist eine Gruppe Gleichgesinnter, deren Hauptaufgabe darin besteht, das Fortkommen der Teilnehmer zu fördern, zu kontrollieren und zu sichern. Das Ziel eines solchen Braintrusts ist letztlich, den Beteiligten dabei zu helfen, der zu werden, der sie werden möchten.

Ein solcher Braintrust ist im engeren Sinne kein Netzwerk und auch kein Forum, um die eigenen Dienstleistungen zu verkaufen, sondern ein Arbeitszusammenhang. Für Unternehmer heißt dies: Ein Unternehmer-Braintrust darf nur aus Unternehmern bestehen. Innerhalb des Braintrusts herrscht absolute Offenheit und es dürfen keine Wettbewerber anwesend sein.

Der Braintrust dient natürlich dem Austausch über bestimmte Fragen: Wie komme ich mit meiner Strategie weiter?, Wie gehe ich mit einem Problem-Mitarbeiter um? usw. Alleine durch diesen Austausch mit anderen erfahrenen Unternehmern werden oft viele Probleme gelöst oder zumindest ergeben sich daraus neue Blickwinkel. Die Erfahrungen werden potenziert.

Ein Braintrust geht aber auch in die Tiefe und ermöglicht es, das Unternehmen eines Teilnehmers bis ins letzte Detail zu durchleuchten und für ein ganz spezifisches Problem eine gezielte Lösung zu erarbeiten.
Aber die wirklich wertvollen Aspekte eines Braintrusts sind die beiden folgenden: Erstens, durch den Umgang mit anderen Unternehmern imitieren wir diese unbewusst. Und lernen dadurch ganz automatisch, wie Unternehmer zu fühlen, zu denken und zu handeln.

Und zweitens werden persönliche Ziele im Rahmen eines solchen Brain-Trusts öffentlich kommuniziert und kontrolliert. Ein Brain-Trust bietet so eine produktive Art der sozialen Kontrolle: Es ist einfach mega-peinlich, bei einem Termin zu erzählen, dass man jetzt einen Manager einstellen wird, um dann beim nächsten Termin 3 Monate später zu erzählen, dass man noch nicht einmal begonnen hat, zu suchen.

Mit anderen Worten: Ein Braintrust ist der Turbo für die eigene Entwicklung als Unternehmer. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, den Unternehmercoach-Braintrust ins Leben zu rufen: Ein Arbeitszusammenschluss von je maximal 10 Unternehmern, die sich viermal im Jahr treffen und unter Leitung eines Unternehmercoachs gezielt an ihrer Weiterentwicklung arbeiten. Und so auf die Überholspur kommen.

Fachartikel von Stefan Merath, zur Verfügung gestellt von unternehmercoach.com
 

Die Frage, ob man mit Schulden beim Finanzamt ein Gewerbe eröffnen kann, wurde uns im Forum gestellt. Auf Nachfrage beim Gewerbeamt stellte sich heraus, dass Schulden beim Finanzamt ein Hinderungsgrund für ein neues Gewerbe sein können aber nicht müssen.

Erlaubnispflichtig und Überwachungsbedürftig

Das neu zu eröffnende Gewerbe darf nicht zu den Erlaubnispflichtigen oder Überwachungsbedürftigen Gewerben zählen.

Erlaubnisbedürftige Gewerbe können nur nach Erteilung der behördlichen Genehmigung (Konzession) begonnen werden. Dazu zählen u.a. das Pfandleihgewerbe, das Bewachungsgewerbe oder die Tätigkeit der Makler, Bauträger und Baubetreuer.

Überwachungsbedürftige Gewerbe sind nicht genehmigungsbedürftig. Allerdings überprüft die Behörde die persönliche Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden, die dieser mittels eines Führungszeugnisses nachweisen muss. Zu den überwachungsbedürftigen Gewerben zählen bspw. der Handel mit Edelmetallen, der Handel mit Perlen oder auch der Betrieb von Reisebüros.

Fazit

Schulden beim Finanzamt können ein Hinderungsgrund für eine Gewerbeanmeldung sein. Will der Schuldner jedoch nur ein ganz normales Gewerbe, wie bspw. einen Ebay-Shop eröffnen, stehen ihm seine Schulden beim Finanzamt dabei nicht im Weg.

Das Controlling sollte im Unternehmen eine grundlegende Rolle spielen. Denn nur mit dem konkreten Überwachen sämtlicher Vorgänge im Unternehmen können Fehlentscheidungen noch rechtzeitig abgewendet oder bereits aufgetretene Probleme bereits frühzeitig behoben werden. Planung wird oftmals gerade von Start-ups mit Controlling verwechselt.

Richtig ist, dass das Controlling die Planung als Grundlage hat. Es ist aber nicht gleichbedeutend mit ihr. Jeder Gründer sollte über einen fundierten Businessplan verfügen. Dieser gibt Auskunft über die künftige voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens. Während der Businessplan noch in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird, findet ein vollständiges Controlling in vielen Jungunternehmen nicht statt. Hier gilt eher, dass die Planung, in deren Anschluss das Controlling und evtl. verbesserungswürdige Steuerungsmöglichkeiten stehen, völlig außen vor gelassen werden. Das beeinträchtigt jedoch langfristig den Erfolg des Unternehmens.

Controlling gehört immer in die Hände des Chefs

Grundsätzlich sehen Gründer das Controlling allzu oft als weniger wichtig an. Dabei sollten gerade sie vermehrt kontrollieren, ob alle Unternehmensziele zur Zufriedenheit erreicht wurden. Ein gut geführtes Controlling gibt dem gesamten Unternehmen einen seriöseren Anstrich, der insbesondere für Kapitalgeber, wie Investoren und Banken von Bedeutung ist. Speziell die Gründer selbst, also die Chefs, sollten die Unternehmenskennzahlen immer im Blick behalten.

Schwierigkeiten beim Controlling für Gründer

Eine der Schwierigkeiten beim Controlling für Gründer besteht darin, dass viele einmalige Effekte berücksichtigt werden müssen. Ebenfalls kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass der Istzustand fortgesetzt wird, wie es bei bestehenden Unternehmen wünschenswert ist. Es muss vielmehr versucht werden, den Istzustand deutlich zu verbessern.

Auch die laufende Buchhaltung ist eine der Grundlagen für ein funktionierendes Controlling bei Start-ups. Hierbei gilt, dass eine möglichst aktuelle Buchhaltung vonnöten ist. In den Anfangszeiten sollte diese in den Händen eines externen Steuerberaters belassen werden. Nichtsdestotrotz müssen sich die Gründer zumindest die aktuellen Zahlen, sowie den Soll-Ist-Vergleich anschauen, um Probleme frühzeitig erkennen zu können. Die monatliche BWA ist ebenfalls eine grundlegende Möglichkeit, um die kommenden Monate entsprechend planen zu können. Fragen nach der künftigen Liquidität, wie weit Projekte vorangeschritten und wann diese endgültig berechnet werden können, sind hierbei besonders wichtige Entscheidungsgrundlagen.

Controlling an die Unternehmenssituation anpassen

Zu Beginn eines Unternehmens wird oft noch kein Geld für einen professionellen Controller vorhanden sein. In dieser Zeit sollte die Geschäftsleitung selbst das Controlling übernehmen, sich alternativ durch externe Controlling-Berater unterstützen lassen. Diese sind zwar ebenfalls mit Kosten verbunden, im Auftritt Investoren gegenüber macht sich das Controlling aber schnell bezahlt.

Spätestens dann, wenn genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, sollte aber ein Controller direkt im Unternehmen eingesetzt werden. Er überprüft, ob geplante Rechnungen zu früh eingegangen sind oder Steuerzahlungen in die richtigen Quartale eingerechnet wurden. Auch sollten die Kennzahlen des Unternehmens evtl. notwendige Abgrenzungen beinhalten. Mit einem solchen fundierten Controlling kann auch das geplante Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts einfacher umgesetzt werden.

Quelle: Venture Capital Magazin 10/2008, S. 54 - 55
 

”Was machst du eigentlich beruflich?” lautet oft die Frage. Eine immer häufiger werdende Antwort lautet ”Ich bin selbständig.” - das klingt erst einmal sehr gut, wichtig und professionell. Doch meist machen sich Existenzgründer in der ersten Phase ihrer Existenzgründung selbst was vor. Sehr oft sieht es hinter den Kulissen ganz anders aus. Der tägliche Kampf gegen den inneren Schweinehund, vom Frühstückstisch aufzustehen und endlich mit dem täglichen Geschäft zu beginnen. Wenn das so einfach wäre, da gibt es aber noch die vielen tausend Dinge die vor den wichtigen Arbeiten erledigt werden. An einigen Tagen steht das Telefon kaum still und der Terminplaner platzt aus allen Nähten. An anderen Tagen in der Woche verbreitet sich das Gefühl, das die Telekom die Telefonleitung gesperrt hat. Kein einziger Anruf, kein Kunde, kein Auftrag. Nur ein Schreibtisch mit vergangenen, noch nicht erledigten alten Arbeiten. Der Antrieb diese liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen fehlt meist gänzlich. Buchführung, Preiskalkulationen oder Werbemaßnahmen werden dann häufig auf andere Tage verschoben. Auch da war ja noch was, die Familie, Frau, Freund, Freundin, Mann oder Kinder. Das Wochenende ist bereits vor 14 Tagen verplant gewesen. Wie geht man mit Stress um, mit überfüllten oder leeren Terminkalendern, wie bringt man die Existenzgründung mit der Familie unter einen Hut und wie teilt man sich die Zeit am besten ein, so dass alles wichtige und dringende erledigt wird, aber die weniger dringenden und doch wichtigen Termine und Aufgaben nicht in Vergessenheit geraten.

Zunächst sollte man lernen sich selbst zu managen und sich die täglichen Aufgaben zu diktieren.  Das haben bisher immer der bisherige Arbeitgeber, der Abteilungsleiter oder die zwingenden Abläufe in der Firma übernommen. Man konnte nicht aus diesem Raster fallen und somit Zeit vertrödeln oder sich selbst mit anderen Dingen beschäftigen, denn der betriebliche Ablauf erforderte von jedem Mitarbeiter den vollen Leistungseinsatz. Nur so konnte ein Stillstand verhindert werden.  Als Existenzgründer ist man nun selbst für diesen betrieblichen Ablauf zuständig. Der Gründer muss gerade am Anfang entscheiden, was am wichtigsten ist, welche Aufgaben Priorität besitzen und genau diese Entscheidung muss geschult werden.

Die ALPEN - Technik hilft beim Selbstmanagement

An der Fachhochschule Heilbronn wurde diese leicht einzuprägende Technik entwickelt. Das A steht für Aufgaben notieren, die zu erledigen sind. Danach sollte man die Länge der Aufgabenerledigung auflisten bzw. den Zeitbedarf der Aufgaben realistisch schätzen. Anschließend  Pufferzeiten reservieren für unvorhergesehene, dringliche Aufgaben oder Probleme. E für  Entscheidungen treffen über die Reihenfolge der Aufgaben und Prioritäten setzen. Und schließlich die Nachkontrolle am Abend des Tages und Übertrag unerledigter Aufgaben auf den nächsten Tag.

Doch wie entscheidet der Jungunternehmer ob und welche Priorität eine Aufgabe besitzt. Zunächst sollte er die momentanen Tätigkeiten erfassen und aufschreiben, was er am Tag so alles tut. Das kostet etwas Zeit, ist jedoch für die weiteren Schritte nötig. Der Gründer wird dadurch sehen, was er alles an unwichtigen Dingen täglich tut. Als nächsten Schritt müssen diese Tätigkeiten in 4 Klassen (A bis D) eingeordnet werden. Die Klasse A umfasst alle die Aufgaben, welche wichtig und gleichzeitig dringend erledigt werden müssen. Das kann bspw. der Versand von bestellten Waren sein oder ein Kundengespräch, um diesen für die Zukunft zu halten. In der B – Klasse werden all die Aufgaben gebündelt, welche zwar wichtig, momentan jedoch nicht dringend sind. So zum Beispiel die Erledigung der monatlichen Buchführung. Die Klasse C beinhaltet dringende Tätigkeiten und Aufgaben, die allerdings auf Dauer nicht wichtig sind. So bspw. Putzen, Aufräumen etc. In der D – Klasse werden unwichtige und nicht dringende Aufgaben erfasst. Priorität haben selbstverständlich die A – Aufgaben, danach die B – Aufgaben. Aufgaben der Klasse C sollten, wenn möglich delegiert oder systematisch in das Alltagsgeschäft eingepflegt werden. Die D – Aufgaben entweder komplett streichen oder bewusst genießen. Es kostet natürlich etwas Zeit dieses System sich zu eigen zu machen, es hilft jedoch das Wesentlich vom Unwesentlichen zu trennen und spart somit Zeit und Geld. Nur durch eine regelmäßiges bewusstes Planen erlernt der Existenzgründer Pufferzeiten richtig einzuschätzen und eine tagesabschließende Planung nicht in einen hirnzermarternden Alptraum enden zu lassen. Bei der Vorgründungsphase helfen auch Coaches zur richtigen Prioritätensetzung oder erstellte Checklisten wie auf www.gruenderberatung24.de.
 

Die Kostenrechnung ist ein Bestandteil des betrieblichen Rechnungswesens in einem Unternehmen. Mit dem Begriff wird im Allgemeinen jede Art von Aufwand oder Zahlung definiert. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob durch die verursachten Kosten oder Zahlungen der Gewinn des Unternehmens gemindert werden kann. Der Gesetzgeber hat dahingehend Regelungen, Gesetze und Verordnungen geschaffen, um eindeutig die gewinnmindernden Betriebsausgaben festzulegen. Diese sollten allerdings strikt von dem Kostenbegriff unterschieden werden. Das Ziel der Kostenrechnung besteht in der Informationsgewinnung und der daraus resultierenden Entscheidungsfindung, um beispielsweise Verkaufspreise zu ermitteln. Die Kostenrechnung kann in ihrem zeitlichen Ablauf in drei Bereiche geteilt werden.

Die Bereiche der Kostenrechnung

Der erste Bereich umfasst die Kostenartenrechnung, welche ermitteln soll, welche Kosten in einem Unternehmen überhaupt vorhanden sind. Der zweite Bereich umspannt die Kostenstellenrechnung, wodurch ermittelt werden soll, wo im Unternehmen die Kosten entstanden sind. Der letzte Bereich wird durch die Kostenträgerrechnung beschrieben. In diesem Teil der Kostenrechnung wird ermittelt wofür die Kosten entstanden sind. Die Kostenrechnung kann aber auch sachlich gegliedert werden, so dass daraus eine Zweiteilung abzuleiten ist. Zum einen die Vollkostenrechnung, welche die Kosten in Gemein- und Einzelkosten teilt. Daneben kann auch mit einer Teilekostenrechnung operiert werden. Hierbei werden Fix- und variable Kosten unterschieden, um in einem Unternehmen die Gewinnschwelle ermitteln zu können.

Die Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung beschäftigt sich mit der gerade für Existenzgründer notwendigen Aufgabe die unterschiedlichen Kostenarten des Unternehmens herauszufiltern. Eine Beobachtung der Kosten in ihrer zeitlichen Entwicklung deckt im Unternehmen häufig Kostentreiber oder überproportional ansteigende Kostenarten auf. Diese sollten vom Unternehmer erkannt und verändert oder ganz eliminiert werden, um eine unnötige Gewinnverzerrung zu vermeiden. Darüber hinaus sollte gerade der Existenzgründer in der Zeit vor der Gründung Branchenvergleichszahlen beschaffen, um Unternehmen der selben Branche in ihrer finanziellen Struktur zum unmittelbaren Vergleichsobjekt heranzuziehen. Dieses Zahlenmaterial kann in vielen Fällen bei dem zuständigen Kammern (zum Beispiel die IHK) angefordert werden.

Die Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung kann dem Unternehmer Informationen über die von einem bestimmten Teilbereich des Unternehmens verursachten Kosten beschaffen. Man spricht bei der Kostenstellenrechnung von dem Verursachungsprinzip und gliedert jeder Kostenstelle (Filiale, Abteilung oder Betriebsstätte) die dort angefallenen Kosten zu. Gemeinschaftlich verursachte Kosten werden nach einem betriebswirtschaftlichem Schema auf die vorhandenen Kostenstellen verteilt.

Die Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung kann wiederum in die Kostenträgerstück- und die Kostenträgerzeitrechnung unterteilt werden. Alle Berechnungsverfahren, welche die Kosten pro Einheit ermittelt, werden zur Kostenträgerstückrechnung gezählt, während dem alle Verfahren zur Ermittlung der Gesamtkosten pro Zeitabschnitt zur Kostenträgerzeitrechnung gerechnet werden.

Welche Informationen erhält der Gründer aus der Kostenrechnung?

Für Existenzgründer ist die Kostenrechnung in den meisten Fällen eine recht vage bzw. schwer nachvollziehbare betriebswirtschaftliche Methode, um brauchbare Informationen zur effizienten Gründung für das eigenen Unternehmen zu erhalten. Bereits vor dem eigentlichen Start fallen eine Vielzahl von Kosten an. So zum Beispiel Ausgaben für Beratungen, Anmeldungen bei Ämtern oder Registern. Zahlungen für nötige Investitionen wie beispielsweise Software, Fahrzeuge oder für die Betriebsausstattung werden nicht als einheitlicher Kostenblock sondern über die Jahre der Nutzung verteilt. Neben dem Materialeinkäufen vor der Aufnahme der Geschäftstätigkeit müssen bei der Unternehmensgründung auch häufig Kosten für Personal, Leasing oder Zinsen berücksichtigt werden.

Der Existenzgründer kann die im Unternehmen vorhandenen Kosten durch verschiedene betriebswirtschaftliche Maßnahmen senken. So zum Beispiel durch eine veränderte Lagerhaltung oder durch das just-in-time Verfahren. Hierbei wird nahezu simultan die notwendige Verkaufswaren geordert, so dass kein Lager mehr notwendig ist. Dieses Verfahren ist allerdings nicht in allen Branchen anwendbar. Weitere Kosten können durch die effiziente Organisation des betrieblichen Ablaufs und der damit entstehenden Einsparung an Personalaufwand gesenkt werden. Eine detaillierte und firmenorientierte Kostenrechnung sollte jedoch zwingend mit einem Berater oder einem Sachverständigen durchgeführt werden.

Viele von Ihnen haben vielleicht schon die richtige Idee für eine Selbstständigkeit, sind sich aber noch unsicher, wie die Gründung erfolgen soll. Dabei kommt den meisten das Gewerbe in den Sinn. Allerdings ist nicht immer die Anmeldung eines Gewerbes erforderlich, da viele Tätigkeiten auch zu den freien Berufen zählen. Insbesondere künstlerische Tätigkeiten, der Beruf des Arztes und Anwalts zählen hierzu. Deshalb sollte zunächst, auch aus steuerrechtlicher Sicht, überlegt werden, ob man wirklich als Gewerbe auftreten muss.

Als Gewerbe wird dabei im Gesetz eine selbstständige, auf Dauer ausgeführte und mit Gewinnerzielungsabsicht verbundene Tätigkeit bezeichnet, die auf eigenen Namen und eigene Rechnung erfolgt. Wenn klar ist, dass es sich bei der eigenen Gründung um ein Gewerbe handelt, muss dieses entsprechend angemeldet werden.

Wo man das Gewerbe anmeldet

Das Gewerbe wird regelmäßig bei der Stadt angemeldet, in der der Sitz des Unternehmens liegen soll. Dabei liegen die Formulare oftmals schon im Internet vor, so dass sie zu Hause ausgefüllt werden können. Wichtige Angaben sind die Adresse des Unternehmens, die persönlichen Daten zum Gründer, sowie Angaben zu eventuellen Beschäftigten und dem Zweck des Unternehmens. Ebenfalls sollte angegeben werden, ob es sich um ein Haupt- oder ein Nebengewerbe handelt.

Nachdem die Stadt die Anmeldung geprüft hat, wird der Gewerbeschein erteilt. Dieser wird in Kopie automatisch an die zuständige IHK und das Finanzamt weitergeleitet. Bei Mitarbeitern, die angegeben wurden, ergeht auch eine Information an die Bundesagentur für Arbeit.

Die weiteren Fragebögen

Das Finanzamt wird nach der Anmeldung des Gewerbes einen steuerlichen Erfassungsbogen zusenden. In diesem müssen die ungefähren Umsätze und Gewinne, sowie Ausgaben angeführt werden. Wer seinen Gewinn sehr hoch ansetzt, muss mit der Festsetzung einer Einkommenssteuervorauszahlung rechnen.

Ebenfalls wird gefragt, ob die Soll- oder Ist-Versteuerung gewählt wird. Die Soll-Versteuerung ist gerade für Existenzgründer wenig geeignet, da die Umsatzsteuervorauszahlungen bereits mit Rechnungsstellung fällig werden. Bei der Ist-Versteuerung müssen diese Zahlungen erst mit Geldeingang durch den Kunden erfolgen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich als Kleinunternehmer anzumelden, wenn gar keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden soll. Möglich wird die Kleinunternehmerregelung bis zu einem jährlichen Umsatz von 17.500 Euro, danach ist man auf jeden Fall umsatzsteuerpflichtig.

Die IHK wird einen Gewerbetreibenden als Pflichtmitglied aufnehmen. Allerdings fällt bei kleinen Unternehmen bis zu einem Jahresgewinn von 5.200 Euro kein Beitrag an. Zusätzlich erhält man eine Betriebsnummer von der Bundesagentur für Arbeit, wenn man ein Gewerbe angemeldet hat und Mitarbeiter beschäftigt. Diese ist entscheidend für die Zuordnung der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen.

Quelle: http://www.arbeitsratgeber.com

Die richtigen Geschäftsräume sind bereits bei der Betriebsgründung wichtig. Es muss allerdings unterschieden werden, welcher Tätigkeit nachgegangen werden soll. Wollen Sie in einem Bereich gründen, der keinerlei Kundenverkehr mit sich bringt und bei dem Sie nur virtuell mit Ihren Kunden in Kontakt treten, können Sie zu Beginn Ihrer selbstständigen Tätigkeit auf ein einfaches Home Office zurückgreifen. Achten Sie jedoch aus steuerlichen Gründen darauf, dass Sie ein eigenes Zimmer für das Büro nutzen, um es steuerlich absetzen zu können.

Wollen Sie dagegen Waren produzieren, wofür Sie aufwändige Maschinen benötigen, kommen Sie nicht darum herum, sich um geeignete Geschäftsräume zu kümmern. Hier sollten Sie den Standort gezielt auswählen: Produzierende Industrieunternehmen sollten sich in einem Gewerbegebiet ansiedeln, Einzelhandelsunternehmen sind dagegen besser im Einkaufszentrum oder der Fußgängerzone aufgehoben.

Bei der Betriebsgründung auf günstige Mieten achten

Zumeist werden Sie bei der Betriebsgründung kaum das notwendige Kapital aufbringen können, um die geeigneten Geschäftsräume zu kaufen. Sie werden also zunächst mit der Anmietung von Räumlichkeiten vorlieb nehmen müssen. Günstige Mieten werden dabei in unterschiedlichen Regionen geboten. Ein Unternehmen, dessen Lage wenig Laufkundschaft benötigt, kann sich durchaus etwas weiter ab vom Schuss niederlassen. Dort sind die Mieten meist niedriger, als in der Einkaufspassage oder einem prestigeträchtigen Gewerbegebiet. Achten Sie jedoch auf eine gute Verkehrsanbindung, damit Lieferanten Sie beispielsweise einfach beliefern können.

Auf Gründungszentren achten

Gründungszentren gibt es mittlerweile in fast jeder Stadt. In diesen Zentren werden viele kleine Unternehmen angesiedelt. Das Gründungszentrum stellt die Geschäftsräume zur Verfügung, die Mieten bleiben dabei moderat, so dass selbst frisch gebackene Unternehmer sie bedenkenlos aufbringen können.

Ein zusätzlicher Vorteil: Das Gründungszentrum bietet, gegen Aufpreis, auch einen Sekretariatsservice mit an. Das heißt, es wird auch dann jemand ans Telefon gehen können, wenn Sie nicht da sind. Ihren Schriftverkehr kann dieser Service ebenfalls mit erledigen. Die baulichen Einrichtungen, wie etwa Sanitäreinrichtungen, die nach Geschlechtern getrennt sind, werden bereits von Haus aus zur Verfügung gestellt, so dass Sie lediglich Ihre Miete zahlen müssen.

Gründungswettbewerbe erlauben mietfreies Büro

In vielen Regionen Deutschlands werden regelmäßig Gründungswettbewerbe veranstaltet. Den Gewinnern winken Preise, wie etwa ein mietfreies Büro oder andere Geschäftsräume für einen bestimmten Zeitraum. Zum Zeitpunkt Ihrer Betriebsgründung können und sollten Sie an solchen Wettbewerben teilnehmen, denn günstiger kommen Sie kaum an die geeigneten Geschäftsräume.

Sie befinden sich oft in den Gründungszentren. Der Vorteil: Sie können hier gleich Kontakte zu anderen jungen Unternehmen knüpfen. Oftmals lassen sich Kooperationen aushandeln, mit denen beide Parteien gewinnen können.
 

Ein Geschäftsführer ist für den reibungslosen Ablauf aller betrieblichen Vorgänge verantwortlich. Er untersteht in großen Unternehmen stets dem Vorstand, ist also angehalten, das Tagesgeschäft nach den Vorgaben des Vorstands zu führen. In kleineren Unternehmen und bei einer Existenzgründung ist der Geschäftsführer meist auch gleichzeitig der Gründer. Ihm kommen dann noch mehr Aufgaben zu, als es bei gestandenen und großen Unternehmen der Fall ist.

Welche besonderen Anforderungen an ihn gestellt werden, ist je nach Branche und Art des Unternehmens unterschiedlich. Allerdings gibt es einige grundlegende Anforderungen, die jeder Geschäftsführer mitbringen muss.

Kommunikationsfähigkeit beim Geschäftsführer

Ein Geschäftsführer repräsentiert ein Unternehmen nach außen hin. Einerseits verbinden Geschäftskunden, die mit dem Geschäftsführer zu tun haben, diesen unweigerlich mit dem Unternehmen. Andererseits ist er verantwortlich für alle Rechtsansprüche Dritter gegenüber dem Unternehmen.

Deshalb ist eine gute Kommunikationsfähigkeit für einen Geschäftsführer unverzichtbar. Er muss einerseits Kunden überzeugen können, was insbesondere in der Gründungsphase von Bedeutung ist. Denn einen eigenen Außendienst oder Vertrieb werden Gründer noch nicht unterhalten wollen und können. Andererseits muss er auch in Verhandlungen mit Banken und anderen Behörden treten. Dabei muss er seine Wünsche und seine Ziele klar darlegen und das Gegenüber von seinem Konzept überzeugen können.

Entscheidungsfreudigkeit beim Geschäftsführer

Viele Entscheidungen innerhalb eines Unternehmens sollten sorgfältig durchdacht werden. Im allgemeinen Tagesgeschäft gibt es aber immer wieder Entscheidungen, die kurzfristig getroffen werden müssen. Dies gilt umso mehr, wenn es sich um junge, noch nicht am Markt etablierte Unternehmen handelt. Der Geschäftsführer muss diese Entscheidungen dann zügig treffen können, ohne dabei einfach aus dem Bauch heraus zu entscheiden.

Motivationsfähigkeit beim Geschäftsführer

Auch wenn viele Existenzgründer ihr Unternehmen zunächst als Einzelunternehmen oder Ein-Mann-Gesellschaft gründen – laufen die Geschäfte gut, wird es unumgänglich, Mitarbeiter einzustellen. Ein guter Geschäftsführer zeichnet sich dann dadurch aus, dass er seine Mitarbeiter motivieren kann. Er sollte sie informieren, damit sie wissen, warum ihre Aufgaben auf diese oder jene Weise erledigt werden müssen, aber auch motivieren. Nicht immer sind hierfür finanzielle Anreize notwendig.

Kenntnisse des Geschäftsführers

Ein Geschäftsführer der modernen Welt sollte sich in allen betrieblichen Belangen von A wie Abschreibung bis Z wie Zession bestens auskennen. Er muss prüfen können, ob die Mitarbeiter in der Buchhaltung ihre Arbeiten richtig verrichten und ob der Steuerberater gut arbeitet. Ein gutes Wissen in Steuerfragen und kaufmännischen Angelegenheiten ist ebenso wichtig, wie die Kenntnisse um den Ablauf der Produktionsprozesse.
 

Dieser Artikel ist Teil 4 von 11 der Serie

Jeden Tag müssen Fachkräfte, ganz gleich ob es sich um eine Sekretärin oder einen Manager handelt, zahlreiche Aufgaben bewältigen. Oftmals handelt es sich hierbei auch um Arbeiten, die eigentlich nicht dem klassischen Aufgabengebiet des Einzelnen entsprechen. Diese Aufgaben mit einer gewissen Priorität zu versehen, fällt den meisten Menschen sehr schwer. Aus diesem Grund wurde vor einigen Jahren die ABC-Analyse entwickelt. Mittlerweile wird diese aufgrund ihrer einfachen Konzeption und der simplen Übertragung in den meisten Unternehmen und Abteilungen angewandt.

Was ist die ABC-Analyse?

Bei der ABC-Analyse handelt es sich um eine besondere Form des Zeitmanagements, die dem Einzelnen bei der Wertung der Aufgaben unterstützen soll. Anhand dieser Methodik sollen alle anfallenden Aufgaben in Bezug auf ihre Prioritäten gewichtet werden. Hierbei geht die ABC-Analyse auf zwei Faktoren ein. Neben der Wichtigkeit handelt es sich um die Dringlichkeit. Zum einen kann man anhand der ABC-Analyse die einzelnen Aufgaben planen und koordinieren, zum anderen kann man jedoch auch die bisherige Zeitverwaltung prüfen und anhand der sich zeigenden Ergebnisse verbessern. In diese Methodik müssen sowohl neue Aufgaben als auch zahlreiche Routinearbeiten einbezogen werden.

Die ABC-Analyse lässt sich sehr einfach mit dem Alltag einer Sekretärin erläutern. Neben dem Führen des Postein- und -ausgangsbuches hat sie zahlreiche weitere Schreib- und Büroarbeiten zu erledigen. Hierbei handelt es sich unter anderem um die Koordination des Geschäftsverkehrs, die Strukturierung der Dienstreisen, das Planen von Veranstaltungen und Meetings, das Durchgeben von Bestellungen und den Telefonservice. Mit der ABC-Analyse lassen sich alle diese Aufgaben bewerten und in eine funktionierende Reihenfolge bringen.

Die Säulen der ABC-Analyse

Die ABC-Analyse stützt sich in ihrer Gesamtheit auf drei Säulen, die anhand der Buchstaben A, B und C bezeichnet werden. Als A-Aufgaben müssen Tätigkeiten verstanden werden, die wichtig und zugleich auch dringend sind. Hierbei kann es sich im Alltag einer Sekretärin um neue Bestellungen für die Bewältigung von Aufträgen handeln. Die B-Aufgaben können als durchschnittlich wichtig angesehen werden, sind allerdings nicht eilig, somit können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet werden. Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Antwort eines Geschäftsbriefes handeln, der sich unter anderem auf eine Kundenanfrage bezieht. Dieser muss nicht sofort bearbeitet werden, sondern kann auch in der To-Do-Liste des nächsten Tages an der richtigen Stelle seinen Platz finden.

Als C-Aufgaben werden alle Tätigkeiten bezeichnet, die nicht sehr wichtig sind. Für diese Aufgaben hat eine Sekretärin im Grunde zwei Möglichkeiten. Zum einen kann sie sie delegieren, zum Beispiel an einen Praktikanten oder Auszubildenden und zum anderen kann sie sie in einzelnen Fällen von der Aufgabenliste streichen. Ein klassisches Beispiel für das Delegieren ist hierbei das Anfertigen von Kopien verschiedenster Dokumente. Diese Arbeit kann auch von einem Praktikanten problemlos übernommen werden und die Sekretärin schafft sich ein ansprechendes Zeitfenster für die wichtigen und eiligen Aufgaben.

Die Reihenfolge ist entscheidend

Anhand der einzelnen Buchstaben, die im Rahmen der ABC-Analyse verwendet werden, heißt es nun die Aufgaben in eine Reihenfolge zu bringen. Hierbei bedient man sich abermals an der Reihenfolge der Buchstaben. Grundsätzlich kommen die C-Aufgaben zum Schluss. Als erstes werden somit die A-Aufgaben eines Tages von der Sekretärin erledigt.

Zeitangaben verwenden

Wer seine eigene Leistungsfähigkeit entscheidend verbessern möchte, kann die ABC-Analyse durch präzise Zeitangaben erweitern. Somit legt die Sekretärin für jede Aufgaben, die sie erledigen muss, ein genaues Zeitfenster fest. Dieses kann durch die Angabe von Stunden oder Minuten, aber auch durch eine Spanne bei der Uhrzeit erfolgen. Wichtig ist hierbei, dass darauf geachtet wird, dass sich alle A-Aufgaben in einer Zeit befinden, in der man selbst besonders leistungsfähig ist. Auf diese Art und Weise kann man die Bewältigung der Aufgaben beschleunigen und die eigene Leistung deutlich verbessern.

Quelle: http://www.poeschel.net
 

Dieser Artikel ist Teil 2 von 9 der Serie

Die Werbung ist für Unternehmen besonders wichtig. Doch ein umfangreiches Kontaktnetzwerk, um nicht zu sagen, Beziehungen, genießen auch in der heutigen Businesswelt einen hohen Stellenwert. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Kontakte aufgebaut und gepflegt werden. Das ist besonders einfach mit der Plattform XING möglich.

XING bringt Geschäftsleute zusammen

Egal, ob der Gründer auf der Suche nach potenziellen Kunden im Businessbereich ist oder nach Kooperationspartnern, XING bietet eine einfache Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Wer gezielt bestimmte Kontakte sucht, wird schnell fündig. Ob die Suche einen Anwalt betrifft oder einen Lieferanten, mit Hilfe der gewünschten Branche lassen sich die Fachleute schnell finden.

Ein Klick reicht aus, um eine Kontaktanfrage zu senden. Hierbei sollten Gründer darauf achten, eine aussagekräftige Nachricht in der Anfrage unterzubringen. Nur so können sie sich von anderen abheben. Denn auf XING erhält jedes Mitglied unzählige Kontaktanfragen, so dass es nur die bestätigen wird, die ihm einen Nutzen bieten.

Wichtig ist die Plattform XING ebenfalls für weltweite Kontakte. Denn die Community ist in mehr als 200 Ländern vertreten, so dass sich schnell Kooperationspartner auch international finden lassen. Die Vorgehensweise ist dieselbe, wie bei der Kontaktaufnahme mit deutschen Mitgliedern. Dadurch lassen sich schnell wichtige Geschäftskontakte knüpfen.

XING und die Gruppen

Zahlreiche Gruppen organisieren sich ebenfalls in XING. Diese Expertengruppen tauschen sich untereinander aus und stehen sich mit Rat und Tat zur Seite. Wer nach einem Expertenrat sucht, kann diesen in der richtigen XING-Gruppe schnell finden. Im Gegensatz zur Nachfrage beim Experten wird hierbei keine Gebühr verlangt. Allerdings sollte jeder Gründer auch sein Expertenwissen preis geben. Denn eine Plattform wie XING lebt vom Geben und Nehmen.

Wer sich in einer Gruppe anmeldet, sollte in dieser nach Möglichkeit auch aktiv werden. Das heißt, es sollten eigene Beiträge geschrieben und Fragen gestellt, sowie beantwortet werden. Das hat dann gleich mehrere Vorteile. Zum einen weist sich der Gründer als Experte seines Gebiets aus. Zum anderen wird er immer wieder gesehen, wenn andere in diesen Gruppen mitlesen. Dadurch können sich wiederum neue Kontakte ergeben, die nicht selten hilfreich für das eigene Geschäft sind.

Um bei XING erfolgreiche Kontakte knüpfen zu können, sollten Gründer jedoch auch die notwendige Zeit mit einbringen. Denn nur, wer sich aktiv an der Plattform beteiligt, zeigt sein Interesse an dieser. Deshalb sollte XING nicht wie viele private Netzwerke nur alle paar Wochen aufgesucht werden.

XING und die Adressverwaltung

Auch für die Verwaltung von Adressen und Terminen eignet sich XING besonders gut. Die Kontakte können als vCard direkt ins eigene E-Mail-Programm übernommen werden. Ein aufwändiges Führen einer Kartei ist nicht mehr notwendig. Denn jeder Geschäftspartner pflegt seine Kontaktdaten selbst.

Die schnelle Kontaktaufnahme via XING-interner Mitteilungen ist ebenso gewährleistet. Insbesondere wenn gerade kein Zugriff auf das eigene E-Mail-Konto besteht, können über XING dennoch Anfragen geschickt werden.

XING und die Kosten

Grundsätzlich kann man sich bei XING als Basis-Mitglied anmelden. Die Mitgliedschaft ist dann kostenfrei. Allerdings stehen dann nicht alle Funktionen der Plattform zur Verfügung. Professioneller sieht es dagegen aus, wenn man zum Premium-Mitglied wird. Die Kosten halten sich durchaus in Grenzen, die Verträge laufen in der Regel über zwei Jahre.

Quellen:
http://www.rumohr.de/blog/2007/zehn-tipps-fuer-die-geschaeftliche-nutzung-von-xing/
http://www.adconion.com/de_de/site-representation/site-representation-sxing.html
 

Dieser Artikel ist Teil 10 von 11 der Serie

Täglich warten zahlreiche Aufgaben auf eine Fachkraft. Bereits eine Assistentin der Geschäftsführung hat meist einen vollen Terminkalender, einen Schreibtisch, auf dem sich Papiere stapeln und eine Vielzahl von Tätigkeiten zu erledigen, die als kleiner Bonus in ihren Händen landen. Wer hier weder den Überblick noch den Erfolg verlieren möchte, muss sich eines Zeitmanagements bedienen.

Grundsätzlich wissen alle Fachleute und auch Manager, dass man das Wichtigste im Alltag zuerst erledigen muss, doch gerade dieser Philosophie folgen nur Ausnahmen. Immerhin richtet sich die Abarbeitung der einzelnen Aufgaben auch nach den Vorlieben des Einzelnen, dem Druck von außen und zeitweise auch nach der Zettelreihenfolge auf dem Schreibtisch. Ein bekanntes und zugleich auch effektives Zeitmanagement wird durch das Eisenhower-Prinzip konkretisiert.

Was ist das Eisenhower-Prinzip?

Hinter dem international bekannten Eisenhower-Prinzip verbirgt sich eine Variante des individuellen Zeitmanagements. Benannt wurde diese Gliederungsform nach dem ehemaligen US-amerikanischen Präsidenten Eisenhower. Anhand von dieser Gliederung soll es dem Arbeitenden erleichtert werden, Aufgaben anhand ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit einzuschätzen und zu bearbeiten.

Systematisch sollen Fachkräfte somit lernen, dass sie die wichtigsten Aufgaben grundsätzlich zuerst erledigen. Das Eisenhower-Prinzip kann auf alle Arbeitsbereiche und Stellungen übertragen werden. Somit kann es sowohl die Assistentin der Geschäftsleitung als auch der Maler in einem kleinen Betrieb nutzen, um die eigenen Aufgaben zu gliedern. Folgend wird der Ablauf des Eisenhower-Prinzips anhand des Arbeitsbereiches einer Assistentin der Geschäftsführung erläutert.

Die Funktionsweise des Eisenhower-Prinzips

Im Grunde handelt es sich beim Eisenhower-Prinzip um eine sehr einfache Variante des Zeitmanagements. So werden alle Aufgaben, die eine Fachkraft zu erledigen hat, in vier Bereiche gegliedert. Die beiden Eigenschaften, anhand derer die Aufgaben bewertet werden, sind die Wichtigkeit und die Dringlichkeit. Damit ergeben sich vier Formen von Aufgaben.

Zum einen handelt es sich um die Aufgaben, die wichtig und eilig sind, zum anderen um die, die wichtig sind, aber nicht eilig. Des Weiteren gibt es Tätigkeiten, die eilig, jedoch nicht wichtig sind und Bereiche, die weder wichtig noch eilig sind. Genau diese Bereiche verschwinden vom Schreibtisch und landen im Papierkorb. Bei einer Assistentin der Geschäftsführung kann es sich hierbei zum Beispiel um das unnötige zusätzliche Bearbeiten von Dokumenten handeln, die mit einem Marker gegliedert werden soll, jedoch bereits über eine ausreichende Übersichtlichkeit verfügen. Diese Aufgaben können getrost aus dem Arbeitsbereich gestrichen werden.

Wichtige und eilige Aufgaben

Aufgaben, die eine Assistentin der Geschäftsführung erledigen muss, die sowohl wichtig als auch eilig sind, werden grundsätzlich sofort bearbeitet. Sie werden nicht delegiert, also nicht an einen Mitarbeiter weitergegeben. Hierbei kann es sich zum Beispiel um das Begleichen von Rechnungen, sowie das Führen von Buchungskonten handeln. Zu diesen Bereichen müssen auch kurzfristige Änderungen bei Bestellungen gezählt werden, die die Assistentin entgegennimmt.

Eilige, jedoch nicht wichtige Aufgaben

Tätigkeiten, die zwar dringend und schnell erledigt werden müssen, im Grunde jedoch nicht wichtig sind, werden delegiert. Das heißt, sie werden an Mitarbeiter abgegeben. Bei einer Assistentin der Geschäftsführung landen täglich zahlreiche Unterlagen, die schnell kopiert werden müssen. Diese können getrost an einen anderen Mitarbeiter, wie zum Beispiel eine Sekretärin, abgetreten werden. Auch das Ausstellen von Urlaubsbescheinigungen gehört zu eben diesen Aufgabenbereichen.

Aufgaben die wichtig, aber nicht eilig sind

Wichtige Aufgaben sollten von einer Fachkraft grundsätzlich selbst bearbeitet werden. Wenn diese jedoch nicht eilig sind, müssen sie einem passenden Zeitfenster im eigenen Timer vermerkt werden. Zum eingetragenen Zeitpunkt müssen sie schließlich bearbeitet werden. Hierbei handelt es sich um Tätigkeiten, die man im Grunde noch in die Warteschleife legen kann.

Bei einer Assistentin der Geschäftsführung kann es sich hierbei zum Beispiel um die Organisation einer Dienstreise handeln, die erst in zwei bis drei Monaten stattfinden soll. Die Buchung eines Hotelzimmers und eines Mietwagens kann getrost um ein bis zwei Wochen verschoben werden, sodass sie sich zunächst ein freies Zeitfenster für wichtige und eilige Aufgaben verschafft.

Quelle: http://www.methode.de
 

Dieser Artikel ist Teil 9 von 11 der Serie

Mit den Jahren hat sich die SWOT-Analyse zu einem gängigen Arbeitsbereich in größeren Unternehmen entwickeln können. Diese Analyse setzt sich mit den innerbetrieblichen Aspekten eines Unternehmens auseinander und geht hierbei auf die Stärken und Schwächen der einzelnen Ebenen ein. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Form der modernen Strategiefindung, die auf vier Säulen basiert, die gemeinsam jedoch die Stärke eines Unternehmens ausmachen.

Was ist die SWOT-Analyse?

Bei der SWOT-Analyse handelt es sich um eine präzise Untersuchung der Stärken und Schwächen eines Unternehmens. Anhand der Ergebnisse sollen Möglichkeiten und Chancen charakterisiert werden, die für einen Betrieb eine mögliche Verbesserung realisieren können. In Deutschland ist die SWOT-Analyse überwiegend unter der Bezeichnung Potenzialanalyse bekannt. Der deutsche Begriff ist hierbei wesentlich erklärender als die internationale Bezeichnung. Durch die Ergebnisse soll demnach das Potenzial eines Betriebes begreiflich gemacht werden.

Als praktisches Beispiel könnte man hierbei eine Werbeagentur nennen. Durch die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen, zum Beispiel im grafischen und konzeptionellen Bereich, kann man erkennen, welche Chancen die Agentur auf dem Markt hat.

Die Eigenschaften der SWOT-Analyse

Durch die zahlreichen Erfahrungen, die in den vergangenen Jahren zum Thema SWOT-Analyse gesammelt wurden, wird deutlich, dass es sich hierbei um eine sehr aufschlussreiche Untersuchungsmethode handelt. Anhand dieser Untersuchungen können die Eigenschaften des eigenen Unternehmens, aber auch der Konkurrenz konkretisiert werden. Zudem werden noch bisher unbemerkte und auch ungenutzte Potenziale offensichtlich. Das Ziel der SWOT-Analyse ist es, für die einzelnen Unternehmen Wettbewerbsvorteile zu schaffen und schließlich auch anzuwenden.

Eine Werbeagentur könnte anhand der SWOT-Analyse demnach erkennen, mit welchen neuen Produkten sie sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte.

Die Säulen der SWOT-Analyse

Das Zentrum einer jeden SWOT-Analyse wird durch eine Vielzahl von Fragen gebildet. Anhand dieser Fragen werden die passenden Antworten auf einzelne Aspekte gefunden. Diese Antworten sollen schließlich als Fundament für Verbesserungen angesehen werden. Diese Säulen einer SWOT-Analyse sind zum einen die Stärken und Schwächen eines Unternehmens und zum anderen die Chancen und Gefahren, die sich aus den vorangegangenen ergeben. Bei den Schwächen und Stärken handelt es sich um die einzigen internen Faktoren, die in eine SWOT-Analyse einbezogen werden. Die Chancen und Gefahren sind hingegen externe Segmente und beziehen sich meist auf die Gesamtheit des Marktes.

Bezieht man die praktische Erklärung wieder auf eine Werbeagentur, müssen die Stärken und Schwächen zum Beispiel in den Qualifikationen und Kenntnissen der Mitarbeiter und der Funktionstüchtigkeit der technischen Ausstattung gesehen werden. Gefahren wären zum Beispiel schnell wachsende Konkurrenzunternehmen und deren neue Produktideen. Chancen bilden bei einer Werbeagentur zum Beispiel neue Innovationen und Marktlücken.

Bei einer SWOT-Analyse müssen sowohl Trends als auch Schwierigkeiten in der eigenen Branche einbezogen werden, da nur so die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können. Hierbei heißt es, die zahlreichen Faktoren kritisch zu beurteilen. Gerade bei den internen Aspekten fällt dies einem Unternehmen meist schwer. So müssen gerade bei Fragen, die sich auf die internen Bereiche eines Betriebes beziehen, mögliche Synergiepotenziale genannt werden.

Die Notwendigkeit von Reaktionen

Eine SWOT-Analyse soll in erster Linie ein Unternehmen zu den nötigen Reaktionen bewegen. Grundsätzlich hat ein Betrieb keinen Einfluss auf die allgemeinen Entwicklungen des Marktes. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Chancen oder auch Risiken handelt. Es kann jedoch auf diese mit der nötigen Qualität reagieren. So kann die Beispiel-Werbeagentur auf eine neue Drucktechnik der Konkurrenz mit der Entwicklung eines ganz neuen Werbemittels reagieren und somit neues Marktpotenzial sichern.

Im Rahmen des so genannten Umweltscanning wird immer wieder darauf verwiesen, dass ein Unternehmen rechtzeitig auf alle Aspekte reagieren muss, da es nur so eine Überlebenschance hat und genau dieses Ziel verfolgt auch die SWOT-Analyse.

Quelle: http://www.themanagement.de/

Dieser Artikel ist Teil 8 von 11 der Serie

Das Kanbansystem ist die Schlüsselmethode, um in Zeiten sinkender Umsätze die Profitstabilität eines Unternehmens zu erhalten. Ziel dieser Methode ist es, die Produktions- und Logistikkosten drastisch zu reduzieren und den gesamten Produktionsprozess auf diese Einsparungsmaßnahmen abzustimmen.

Kanban ist keine Selbstverständlichkeit in der Praxis

Schon Ende der 1980er Jahre wurde die Kanbanmethode in Japan erfunden. In der Praxis findet sie dennoch in den meisten Unternehmen keine Anwendung. Auch wenn Verschlankungsprozesse in den letzten Jahren in Deutschland aufgrund veränderter wirtschaftlicher Situationen ständig Diskussionspunkt waren, so sind es weiterhin die Lieferengpässe oder auch die Maschinenstillstände, die gerade in der Autoindustrie bedeutsamen Raum einnehmen und die Profistabilität eines Unternehmens drastisch reduzieren.

Ablauf von Kanban

Ziel von Kanban ist es, die Produktion zentral zu organisieren und so eine Optimierung der Prozesse zu erreichen. Um dieses Ziel zu gewinnen, sind unterschiedliche Arbeitsprozesse erforderlich.

Zunächst erfolgt eine Gesamtanalyse des aktuellen Arbeitsprozesses. In der Folge werden Arbeitsprozesse synchronisiert und weitgehend standardisiert, da diese Maßnahmen optimale Kosteneinsparungen und Fehlervermeidung gewährleisten. Die Anlagenverbesserung ist ein weiterer Prozess im Rahmen der Anwendung von Kanban. Schließlich müssen Verbesserungen umgesetzt werden und das Management muss eine prozessorientierte Haltung verinnerlichen.

Für die Optimierung im Rahmen der Kanban-Methodik ist es wichtig, dass Produktionsmittel eine optimale Auslastung erfahren und dass die Losgrößen, die von einer Produktionsstelle zur nächsten fließen, optimal ausgelotet sind. Bei Kanban sieht die Produktionsplanung allerdings einen umgekehrten als den bekannten Ablauf vor, denn hier ist es Aufgabe eines jeden Prozesses, das benötigte Material zu holen und nicht, es geliefert zu bekommen. So wird die optimale Produktion von kleinsten Losgrößen in geringer Durchlaufzeit ohne Wartezeiten erreicht.

Zusätzliche Vorteile

Erforderliche Produktionsänderungen können schnell umgesetzt werden und die Qualität der Ergebnisse wird bereits innerhalb des Produktionsprozesses erwirkt und kontrolliert und nicht - wie bisher oftmals üblich - am Ende eines Produktionsprozesses geprüft und nachgebessert.

Wichtige Fragestellungen bei der Umstellung auf Kanban

Hier müssen zunächst die Vorstellungen von der Produktion abgeklärt werden. Wichtig ist in diesem Rahmen die Klärung der Frage, inwieweit Markanforderungen jetzt und unter der Nutzung von Kanban erfüllt werden sollen. Die Strategiefrage ist eine weitere Fragestellung, die vor dem Einsatz von Kanban geklärt werden sollte, um unternehmensoptimierte Veränderungen erzielen zu können.

Auch wichtig ist die Mitarbeiterbeteiligung an den Veränderungsprozessen, die im Unternehmen geplant sind. Hier können von Mitarbeitern wertvolle Hinweise für Verbesserungen ausgehen.

Die Umsetzung von Kanban in der Praxis

Ziel von Kanban ist eine Kostensenkung und gleichzeitige Produktionsoptimierung in der Praxis. Hierfür werden die Gesamtprozesse analysiert. Eine Fehlerquelle kann beispielsweise auf der Zulieferseite liegen, wo benötigte Teile nicht fristgerecht ausgeliefert werden und so über einen Wechsel nachgedacht werden sollte.

Die Prozesse zu synchronisieren ist die weitere Aufgabe und so kann beispielsweise schon die Veränderung bei der Rohstoffmaterialversorgung innerhalb des Betriebes gute Ergebnisse im Rahmen von Kanban bewirken. Werden nämlich z. B. Laufwege auf Null reduziert, ergibt sich automatische eine Verbesserung der Abläufe.

Die Prozessstandardisierung ist ein weiter Arbeitsschritt im Rahmen von Kanban. Tatsache ist, dass regelmäßige Abläufe in einem Produktionsablauf mit wesentlich weniger Fehlern behaftet sind und zudem auch eine Optimierung der Geschwindigkeit der Abläufe erreicht wird. So muss in der Praxis das Material in einem Arbeitsprozess in deutlich erkennbarer Menge auf immer derselben Fläche zu finden sein.

Visualisierung und Dokumentation bringt Sicherheit für Arbeitnehmer

Die Visualisierung und Dokumentation durch das Management bringt für Mitarbeiter letztlich nicht nur das Gefühl der Kontrolle, sondern eher das Empfinden, dass seitens des Managements Interesse an Abläufen besteht. So empfindet ein an der Produktion beteiligter Mitarbeiter die Kontrollfunktion des Managements bei guter Erklärung der Prozesse nicht als Überwachung, sondern viel eher als Unterstützung in der Umsetzung gemeinsamer Ziele, die bei Kanban auch im Vordergrund stehen.

Quelle: http://www.ebz-beratungszentrum.de/

Dieser Artikel ist Teil 7 von 11 der Serie

Das Total Quality Management hat sich mit den Jahren zu einem Managementsystem entwickelt, über das die Meinungen weit auseinander gehen. Während die einen darin eine Abwandlung des bürokratischen ISO-Systems sehen, verstehen andere es als ein Erfolgsrezept. Doch ganz gleich, wie verschieden die Meinungen sind, die meisten kennen das Total Quality Management und wenden dieses auch bewusst oder auch unbewusst an. Beim Total Quality Management, das überwiegend nur unter der Abkürzung TQM bekannt ist, wird nicht nur die Qualität eines Produktes, sondern auch die Gesamtheit alle Abläufe und die damit verbundene Dokumentation verstanden.

Bei einem Bäcker umfasst es demnach zum einen die Qualität des Brotes, zum anderen aber auch die Überprüfung der Backvorgänge und der Rezeptinhalte sowie deren Aufzeichnung.

Die Grundlagen des Total Quality Managements

Das Total Quality Management basiert im Grunde auf der Qualitätssicherung in einem Unternehmen. In den 1970er Jahren haben Mitarbeiter zahlreicher Unternehmen versucht, verschiedenste Verbesserungen einzuleiten. Diese waren jedoch nur möglich, wenn die Qualität aller einzelnen Abläufe in einem Unternehmen einer stetigen Kontrolle unterlag. Diese reichen bei einem Produktionsunternehmen angefangen von der Kommunikationspolitik über die Produktion bis hin zu den innerbetrieblichen Abläufen. Nach TQM hat jeder Mitarbeiter einen Beitrag zur Qualität eines Unternehmens zu leisten. Somit werden bei diesem Managementsystem alle Mitarbeiter einbezogen, sowohl Praktikanten als auch leitende Angestellte.

Was spricht für TQM?

Viele Unternehmen, die TQM noch nicht effektiv betreiben, fragen sich, welche Punkte für diesen Aspekt sprechen. Dieses System wurde so entwickelt und optimiert, das es dem stetig wachsenden Wettbewerbsdruck aller Branchen standhalten kann. Somit lassen sich mit dem Total Quality Management Vorteile für ein Unternehmen schaffen, die sich auf dem Markt als deutlicher Vorsprung zeigen werden. Höhere Erträge und ein deutlich besseres Image sind hierbei die wichtigsten Ergebnisse von TQM.

Bezieht man das praktische Beispiel wieder auf einen Bäckereibetrieb, würde das Total Quality Management aufgrund einer überragenden Qualität der einzelnen Backwaren zu einem höheren Gewinn aufgrund eines besseren Images führen.

Die ersten Schritte für ein erfolgreiches Total Quality Management

Bei TQM handelt es sich nicht um einen Aufgabenbereich, der von kurzer Dauer ist, sondern um einen langwierigen Prozess, der in sich stimmig sein muss. Durch die verschiedensten Neuerungen kann es in einem Unternehmen zu Veränderungen bei der Qualität kommen, diese heißt es rechtzeitig zu erkennen. So kann ein Bäcker durch die Wahl eines neuen Mehlanbieters einen vollkommen anderen Geschmack bei den eigenen Backwaren erreichen. Genau diese Veränderung muss im Rahmen der TQM-Maßnahmen erkannt werden.

Wenn man mit Total Quality Management Erfolg haben möchte, muss man alle Bereiche eines Unternehmens in diesen Prozess einbinden. Hierbei handelt es sich insbesondere um das Management, also die führenden Köpfe eines Betriebes. Um dies umzusetzen, müssen Mitarbeiter regelmäßig geschult werden, sodass sie ihre bereits vorhandenen Kenntnisse entsprechend ausbauen können. Die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten für ein Unternehmen sollte bei Total Quality Management zudem als eine alltägliche Tätigkeit angesehen werden, denn nur so lassen sich auch tatsächliche Chancen erkennen.

Quelle: http://www.ephorie.de

Dieser Artikel ist Teil 6 von 11 der Serie

Während Kaizen global sehr bekannt ist, ist dieses Managementkonzept in deutschen Unternehmen eher die Ausnahme als die Regel. Viele Betriebe betreiben es jedoch unbewusst, zum Beispiel durch die Verbesserung von Produktionsanlagen und die Weiterbildung der Mitarbeiter. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Kaizen als eine bewährte Managementmethode einen Namen machen können.

Diese Methode wurde in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg durch japanische Unternehmen ins Leben gerufen. Ziel war es einst, durch stetige Veränderungen Verbesserungen in einem Unternehmen zu erzielen und somit entsprechende Erfolge zu sichern. Die Entstehung von Kaizen kann in erster Linie auf die Probleme der japanischen Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgeführt werden. Die Mehrzahl der Unternehmen musste bei null beginnen und sich neue Erfolge mit komplett neuen Strukturen erarbeiten.

Die Grundlagen von Kaizen

Die Bezeichnung Kaizen wird aus zwei Wörtern gebildet. Zum einen handelt es sich hierbei um das Wort „Kai“, das für Veränderungen steht und zum anderem um „Zen“. Dieses Wort wird in der deutschen Sprache mit der Kombination „zum Besseren" übersetzt. Somit verbirgt sich hinter dieser Managementmethode die Überzeugung, dass Veränderungen zur Verbesserung eines Unternehmens führen.

Ein Manager wird jeden Tag vor ganz neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt. Diese Aufgaben sind es, die ihn prägen und auch verändern. Durch die Erfahrungen, die er durch diese sammelt, entwickelt er sich weiter. Er muss auf Veränderungen eingehen, um diese mit Erfolg meistern zu können. Somit muss er seine bisher angewandte Strategie verändern, dadurch verändert er jedoch auch sich selbst und seine Erfahrungen und Arbeitsweise.

Genau das ist Kaizen. Eine stetige Veränderung und Weiterentwicklung eines Unternehmens ist die Grundlage für das geschäftliche Überleben, ganz gleich ob es sich um eine Online Marketing Agentur oder einen kleinen Handwerksbetrieb handelt. Somit wird deutlich, dass sich aus der Managementmethode Kaizen im Grunde eine Unternehmensphilosophie entwickeln konnte.

Management und Kaizen

Das Kaizen ist als eine Managementmethode bekannt, somit wird deutlich, dass diese beiden Segmente grundsätzlich gegenseitig aufeinander basieren. Jedes Unternehmen verfügt über ein eigenes Management. Hierbei kann es sich um ein Team von Abteilungsleitern, aber auch nur um eine einzelne Person handeln. Dieses Management hat grundsätzlich zwei Aufgaben. Zum einen handelt es sich um die Erhaltung des Unternehmens und zum anderen um die andauernde Verbesserung.

Letzteres wird durch Kaizen ermöglicht und auch realisiert. Die Verbesserung umfasst hierbei alle Aufgaben, die sich auf die Optimierung von verschiedensten Prozessen und auch Standards konzentrieren. Aber auch die Verbesserung der Fähigkeiten der Mitarbeiter kann zum Kaizen gezählt werden. Hierbei können die Weiterbildungen, Schulungen, aber auch die Anpassungsfähigkeit an neue Inhalte und Prozesse von Mitarbeitern als praktische Beispiele des Kaizens angesehen werden.

Der Manager ist der führende Kopf

Beim Kaizen hat sich ein Manager jedoch nicht nur um seinen alltäglichen Arbeitsbereich, sondern auch um seine Mitarbeiter zu kümmern. Ein Unternehmen kann sich nur verbessern, wenn sich auch die Mitarbeiter verändern. So kann eine moderne Produktionsanlage in einem Industriebetrieb nur dann den gewünschten Erfolg erbringen, wenn die zuständigen Arbeiter wissen, wie sie sie bedienen müssen.

Jeder Mitarbeiter erhält von einem Manager gewisse Standards. Diese müssen im Rahmen des Kaizens verbessert werden, da sich nur so die Mitarbeiter verändern und anpassen. Dies ist zum einen durch Weiterbildungen möglich, zum anderen aber auch durch das Vermitteln von Disziplin und Vertrauen. Ein Manager muss für die eigenen Verbesserungen seine Mitarbeiter stetig motivieren, da er nur so damit rechnen kann, dass sie sich maximal für das Unternehmen engagieren.

Sobald eine Führungskraft einen neuen Aufgabenbereich beherrscht, muss er sich mit möglichen Verbesserungen auseinandersetzen. Werden so neue Materialien bei einem Dachdeckerbetrieb verwendet und die Mitarbeiter wissen, wie sie diese zu handhaben haben, muss sich eine Führungskraft zum Beispiel mit einem günstigeren Lieferanten auseinandersetzen. Somit können in einem Unternehmen neue Erfolge durch höhere Gewinne bei einem bestimmten Material geschaffen werden.

Möglichkeiten der Verbesserungen

Das Kaizen bezieht sich in seiner Gesamtheit auf verschiedene Instrumente, die der Verbesserung der einzelnen Unternehmen dienen sollen. Hierbei bedienen sie sich verschiedenster Möglichkeiten. Neben den bekannten Instrumenten nutzen viele Unternehmen aber auch Maßnahmen, die sie selbst entwickelt haben und die mit dem gewünschten Erfolg verbunden sind.

Ein wichtiges Element der stetigen Verbesserung ist selbstverständlich die Qualitätskontrolle. Nur wenn ein Bäcker weiß, wie sein Brot schmeckt und welche Konsistenz es aufweisen kann, hat er auch die Möglichkeit, es zu verbessern. Die Qualitätskontrolle muss stetig erfolgen, denn nur so können einzelne Mängel bei Produkten und Dienstleistungen rechtzeitig erkannt werden.

Der Deming-Kreis

Ein weiteres Instrument des Kaizens ist der so genannte Deming-Kreis. In Deutschland ist er auch als PCDA-Kreis oder Vergleichszyklus bekannt. Diese Möglichkeit zur Verbesserung basiert auf drei Säulen und wurde von W. E. Deming, einem US-amerikanischen Professor entwickelt. Bei diesen Säulen handelt es sich um Plan, Do und Check. Im Deutschen könnte man diese auch als Planen, Durchführen und Überprüfen bezeichnen.

Am besten lässt sich der Deming-Kreis anhand eines Bäckers beschreiben, der sein Brot verbessern möchte. Bevor er sich an das Anfertigen des Teiges machen kann, muss er planen, welche Zutaten in dem neuen Rezept enthalten sein sollen. Stehen diese fest, kann er mit dem Teig und letztlich mit der kompletten Herstellung des Brotes beginnen. Ist das Brot fertig, muss er die Qualität der neuen Ware prüfen. Das heißt, er muss das Brot probieren.

Durch die Kombination dieser drei Säulen lassen sich in einem Unternehmen stetige Verbesserungen realisieren, da sie wie auch das gesamte Kaizen aufeinander aufbauen und ineinandergreifen. Somit ergänzen sie sich so perfekt, dass sie ein optimales Ergebnis schaffen.

Quellen:
http://www.4managers.de
http://www.business-wissen.de

Dieser Artikel ist Teil 5 von 11 der Serie

Die Nutzwertanalyse hat sich mit den Jahren zu einem gängigen Hilfsmittel in zahlreichen Unternehmen entwickeln können. Die Nutzwertanalyse wurde in der Vergangenheit als eine grundlegende Entscheidungshilfe entwickelt und genau dieser Aspekt ist es, der auch von den Anwendern beachtet werden sollte. Eine Nutzwertanalyse soll einem Unternehmen einen Mehrwert liefern und Entscheidungen in allen Bereichen, ganz gleich ob es sich um die Produktentwicklung oder das Personalwesen handelt, erleichtern.

Jede Entscheidung, unabhängig von demjenigen der sie trifft, ist für ein Unternehmen wichtig und kann über den individuellen Erfolg, aber auch die eigentliche Existenz entscheiden. Aus diesem Grund muss darauf geachtet werden, dass Entscheidungen in allen Ebenen eines Betriebes genau durchdacht und zugleich auch gut überlegt getroffen werden.

Was ist eine Nutzwertanalyse?

Bei der Nutzwertanalyse handelt es sich um eine spezielle Methode, die in der Phase der Entscheidungsfindung eines Unternehmens eingesetzt wird. Sie ist so konzipiert, dass sie auf alle Fragen oder auch anstehenden Entscheidungen übertragen werden kann. So kann sie sowohl als Hilfe bei der Wahl zwischen zwei neuen Produkten als auch bei der Entscheidung zwischen drei neuen Mitarbeitern als Unterstützung zur Hand genommen werden. Durch sie sollen neue Blickwinkel und Ansichten geschaffen werden, sodass für den Einzelnen die eigene Entscheidung leichter fällt und sie zudem auf Fakten beruht. Eine Nutzwertanalyse muss bei allen Punkten zusätzliche Sicherheit verleihen.

Als praktisches Beispiel kann die Suche nach einem neuen Mitarbeiter in einem Unternehmen angesehen werden. Unter drei Kandidaten der richtige Bewerber ausgewählt werden. Für die Zukunft des Unternehmens handelt es sich hierbei um eine wichtige Entscheidung. Mit der Nutzwertanalyse sollen bei den eigenen Überlegungen Punkte herausgestellt werden, die als Argumente bei der eigenen Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter Anwendung finden können.

Das Ziel einer Nutzwertanalyse

Im Rahmen der Nutzwertanalyse wird für jede Entscheidungsalternative ein Nutzwert festgelegt, denn jede Entscheidung basiert auf mehreren Möglichkeiten. Jede Möglichkeit hat hierbei einen Vorteil oder auch Nutzen für das Unternehmen. Durch die Nutzwertanalyse soll festgestellt werden, welcher Vorteil oder auch Nutzwert für einen Betrieb der größte und zugleich auch wichtigste ist.

Das Besondere an der Nutzwertanalyse ist, dass es mit ihrer Hilfe möglich wird, mehrere Alternativen mathematisch zu bewerten, auch wenn es sich um kein wirtschaftliches Problem handelt.

Um die einzelnen Vorteile erkennen zu können, kommt es im Rahmen der Nutzwertanalyse zu einem umfangreichen Vergleich, in dem die Alternativen genauestens gegenübergestellt werden. Damit anhand von diesen Vorteilen gearbeitet werden kann, werden sie bei der Nutzwertanalyse mit Zahlen bewertet. Anhand dieser Zahlen erfolgt schließlich die individuelle Entscheidung.

Die Zahlen sollen hierbei die Wertigkeit der einzelnen Entscheidungsalternativen symbolisieren. Nur wenn diese entsprechend gut sind, sollte man sich auch für die Möglichkeit entscheiden. Der höchste Nutzwert wird bei der Nutzwertanalyse immer demjenigen zugeteilt, der die beste Lösung für ein Unternehmen darstellt.

Muss man sich also zwischen drei Bewerbern für eine neue Fachkraft entscheiden, werden die fachlichen und auch persönlichen Kenntnisse und Vorzüge der Einzelnen einander gegenübergestellt. Der Bewerber, der am besten zum Unternehmen passt und die umfangreichsten Erfahrungen und Kenntnisse mitbringt, wird schließlich anhand des höchsten Nutzwertes charakterisiert. Als Ergebnis der Nutzwertanalyse wird er schließlich auch in dem Betrieb die neue Stelle entgegennehmen und somit dem Unternehmen einen Nutzen oder auch zusätzlichen Gewinn ermöglichen.

Wann kann eine Nutzwertanalyse angewendet werden?

Im Grunde kann man eine Nutzwertanalyse bei allen anstehenden Entscheidungen anwenden. In den letzten Jahren haben sich jedoch einzelne Bereiche für diese Methodik besonders in den Fokus heben können. Hierbei handelt es sich insbesondere um Kriterien, die einen weichen Charakter haben. Unter diesen müssen alle Facetten verstanden werden, die nicht durch Zahlen oder einen konkreten Geldwert ausgedrückt werden können.

Ein klassisches praktisches Beispiel sind hierbei die einzelnen Erfahrungen und Kenntnisse eines Bewerbers, der einen neuen Arbeitsbereich in einem Unternehmen antreten möchte. Anhand der Nutzwertanalyse kann ein Personalchef oder auch Unternehmer wesentlich sicherer eine Entscheidung treffen.

Die grundlegenden Schritte einer Nutzwertanalyse

Eine Nutzwertanalyse ist im Grunde eine sehr komplexe Methodik, die auch ein gewisses Zeitfenster erfordert. Wer hierbei den gewünschten Erfolg in Form einer richtigen Entscheidung erzielen möchte, muss zunächst einige Vorbereitungen treffen. Wichtig ist bei der Nutzwertanalyse, eine Arbeitsweise zu wählen, die sich der Situation auch möglichst perfekt anpasst. Zunächst müssen also die Entscheidungsalternativen festgelegt werden. Hierbei ist beispielsweise aus einem Pool an zahlreichen potenziellen Mitarbeitern eine engere Auswahl zu treffen. Der Personalchef wählt aus 100 Bewerbungen drei Mappen oder auch Persönlichkeiten aus, die seinen Ansprüchen besonders gut gerecht werden.

Für diese Bewerber müssen schließlich die passenden Kriterien für die Entscheidung festgelegt werden, denn hierbei handelt es sich um den zweiten Schritt der Nutzwertanalyse. Bei den Kriterien muss darauf geachtet werden, dass diese zu der angestrebten Entscheidung passen, da sie nur so in der Nutzwertanalyse auch die gewünschte Funktion übernehmen. Bei der Suche nach einem neuen Mitarbeiter kann es sich um die Persönlichkeit, die Qualifikation, die Erfahrung und das Wissen handeln. Anhand dieser vier Kriterien müssen schließlich „Punkte" vergeben werden. Bevor man damit beginnen kann, muss man sich bei einer Nutzwertanalyse ein gewisses Zahlenfenster festlegen, das die Wertung der einzelnen Kriterien verdeutlicht. Das wohl einfachste Zahlensystem sind hierbei die bekannten Schulnoten.

Anhand dieser Zahlen und den festgelegten Kriterien bewertet man im Rahmen der Nutzwertanalyse schließlich die einzelnen Bewerber. Somit lassen sich die Unterschiede anhand der Wertigkeiten, die durch Zahlen symbolisiert werden, ablesen.

Regeln für die Nutzwertanalyse

Bei der Nutzwertanalyse ist darauf zu achten, dass man nicht zu viele Kriterien festlegt, da die Methodik dann zum einen zu umfangreich und zum anderen zu ungenau wird. Es ist grundsätzlich darauf zu achten, dass diese die wichtigen Entscheidungsargumente symbolisieren. So ist es vollkommen ausreichend, wenn man sich für die Nutzwertanalyse vier oder auch fünf Kriterien bedient. Durch die Wahl genauer Kriterien schafft man sich bei der Nutzwertanalyse eine gelungene Basis für eine richtige Entscheidung, denn während der gesamten Methodik geht hierbei der eigene Überblick nicht verloren.

Beim Vergleich der einzelnen Kriterien, die im Rahmen der Nutzwertanalyse präsent sind, sollte man sich Zeit nehmen, denn nur dann hat man auch die Möglichkeit, diese richtig zu bewerten. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Objektivität gewahrt bleibt.

Quelle: http://community.easymind.info

Dieser Artikel ist Teil 4 von 11 der Serie

In einem modernen Unternehmen ist häufig vom Projektmanagement die Rede. Sprach man in der Vergangenheit noch vom Projektieren, hat sich die neue Bezeichnung recht schnell in den Branchen etablieren können. Das Projektmanagement dient im Grunde der Bewältigung einzelner Projekte.

Hierbei kann es sich um die Entwicklung neuer Produkte, aber auch um die Erweiterung der Werbeformen in einem Unternehmen handeln. Obwohl dieser Arbeitsbereich seit Jahren in Unternehmen weltweit vorhanden ist, findet man bis heute keine klassische Definierung. Grundsätzlich wird zwischen mehreren Definitionen in Bezug auf das Projektmanagement unterschieden.

Wie lässt es sich definieren?

Eine bundesweit geltende Norm beschreibt das Projektmanagement als die Gesamtheit aller Führungsorganisationen, der damit verbundenen Aufgaben, Techniken und zur Verfügung stehenden Mittel. In ihrer Gesamtheit sollen diese der Erfüllung einer Aufgabe, also eines Projektes dienen. Bei der Entwicklung neuer Werbemittel würde somit die Marktforschung genauso zum Projektmanagement zählen wie die Kalkulation der Kosten, der Einsatz der Mitarbeiter, die Entwicklung der ersten Entwürfe und die tatsächliche Umsetzung der neuen Kommunikationsmittel.

Über dem gesamten Projektmanagement steht grundsätzlich der Projektmanager. Hierbei kann es sich sowohl um den Chef eines Unternehmens oder den Abteilungsleiter als auch um eine spezielle Fachkraft handeln. Die Aufgabe des Projektleiters oder auch Managers ist es, die einzelnen Aufgaben zu überwachen und die Arbeiten zu delegieren. Somit wird beim Beispiel der Werbemittel der Entwurf des neuen Logos an einen Grafiker und die Kalkulation der Kosten an einen Controller übergeben.

Die ersten Schritte

Beim Projektmanagement handelt es sich um einen äußerst komplexen Arbeitsbereich, da es nicht nur die eigentlichen Strukturen, sondern auch alle vorhandenen Details umfasst. Um diesen Arbeitsbereich bewältigen zu können, wird das Projektmanagement in einzelne Strukturen und auch Schrittfolgen gegliedert. Zunächst erfolgt das Festlegen der eigentlichen Projektstruktur.

In diesem Schritt werden alle Arbeiten, die damit in Verbindung gebracht werden, gelistet und auch bewertet. Als Beispiel kann bei der Entwicklung neuer Werbemittel die Marktforschung, die Kundenbefragung und ein Brainstorming genannt werden.

Ein Team bilden

Im Anschluss werden alle Bereiche, die sich in der Projektstruktur wiederfinden, auf Mitarbeiter aufgeteilt. Hierbei kommt es insbesondere auf die Teambildung an. Grundsätzlich bilden alle Fachkräfte, die sich an einem Projekt beteiligen, ein Team. Für einen Projektleiter ist es jedoch schwer, ein großes Team problemlos zu überblicken. Aus diesem Grund werden weitere kleine Gruppen von Mitarbeitern gebildet, die im Projektmanagement genau definiert werden.

Der Entwurf für ein neues Logo wird demnach aus einem Team von Grafikern übernommen. Jede Gruppe wird einer Person unterstellt, die den ständigen Kontakt mit dem Projektleiter hält. Wichtig ist es, einzelne Abläufe und einfache Strukturen im Projektmanagement zu schaffen, die von Beginn an eingehalten werden.

Feste Ziele setzen

Wurden Gruppen gebildet und Aufgaben definiert, muss im Rahmen des Projektmanagements die Zielsetzung erfolgen. Sicherlich handelt es sich hierbei um den erfolgreichen Abschluss des eigenen Projektes, doch dieser ist das Hauptziel. Ein Projektmanagement erfordert jedoch auch Zwischenziele, die zum einen der Übersichtlichkeit, zum anderen aber auch dem Erfolg und der Motivation dienen. Die Zwischenziele sollten beim Projektmanagement vom Projektleiter in enger Kooperation mit den Gruppenleitern definiert werden.

Als Beispiel kann hierbei wieder die Entwicklung der Werbematerialien herangezogen werden. Der Projektleiter, zum Beispiel der Senior Art Director eines Unternehmens, setzt sich mit seinen Grafikleiter, den führenden Controllern und den ausgewählten Analysten zusammen und spricht mit ihnen einen konkreten Zeitrahmen für die einzelnen Aufgaben ab. So müssen die Maßnahmen der Marktforschung zum Beispiel in einem Zeitraum von zwei Wochen fertiggestellt werden. Die Auswertung erfolgt schließlich in der dritten Woche. Auf diese Art und Weise werden im Projektmanagement Ziele festgelegt und ein Zeitrahmen gesteckt.

Transparenz walten lassen

Das gesamte Projektmanagement muss transparent sein, denn nur so können Abläufe funktionieren und alle Mitarbeiter des Teams haben die Möglichkeit, sich effektiv einzubringen. Aus diesem Grund sollte der Plan, der zu Beginn der Arbeiten erstellt wird, jedem Mitarbeiter ausgehändigt werden. Hierbei handelt es sich sowohl um die festgelegten Ziele als auch um die einzelnen führenden Personen und Zahlen, wie zum Beispiel Kosten, die sich mit einem Projekt auseinandersetzen. Täglich liegt dieser Plan zudem an der passenden Stelle im Büro aus, sodass gegebenenfalls von Beteiligten nachgeschlagen werden kann. Bei der Transparenz von dem Projektmanagement spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Praktikanten in der Grafikabteilung oder einen alteingesessenen Buchhalter handelt. Wichtig ist es hierbei, Fairness walten zu lassen.

Jeder Mitarbeiter hat bei einem Projektmanagement eine bestimmte Aufgabe und mit dieser trägt er auch Verantwortung. Genau diese Verantwortung muss auch gegenüber den anderen Kollegen symbolisiert werden, denn nur so verhindert man bei einem großen Projekt Chaos und Zeitverschiebungen.

Quellen:
http://www.4managers.de
http://www.business-wissen.de

Dieser Artikel ist Teil 3 von 11 der Serie

Die EFQM hat ihre Gründung in der Mitte der 1980er Jahre in Brüssel erfahren. Hier wurde dieses Managementsystem entwickelt, das sich inzwischen in zahlreichen Unternehmen als Basisinstrument für die Arbeitserfüllung etabliert hat. Der European Quality Award wird seit dem Jahr 1992 jährlich vergeben und bekannte Unternehmen gehören seither zu den Preisträgern, die sich durch die konsequente Umsetzung des EFQM-Modells mit diesem Preis schmücken dürfen.

Die Zertifizierung, die zum Beispiel im Rahmen von ISO üblich ist, findet im EFQM-Modell allerdings keine Anwendung. Hier liegt der Hauptgedanke in der regelmäßigen Selbstbeurteilung, damit Verbesserungsmöglichkeiten und auch Stärken einzelner Mitarbeiter herausgearbeitet und sinnvoll unterstützt werden können.

Wie verläuft EFQM im Unternehmen?

Beim EFQM werden drei wichtige Säulen bedient, um eine Verbesserung der Abläufe im Unternehmen zu erzielen und die Stärken einzelner Mitarbeiter herauszuarbeiten. Neben der Betrachtung des Einzelnen spielen somit die Prozesse und die Ergebnisse, die gemeinsam erzielt werden, gleichermaßen große Rollen.

Neben den drei Basissäulen können auch andere Faktoren eine Rolle für die optimalen Arbeitsergebnisse darstellen. Wichtig für das EFQM ist, dass die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ebenso wichtige Erfolgsfaktoren in Unternehmen sind wie die Arbeitsergebnisse und dass das Zusammenspiel unterschiedlicher Prozesse im Unternehmen hier für den Erfolg wichtiger Kritikpunkt ist und für die Erfolge eines Unternehmens somit neben der Fachkompetenz des Einzelnen wichtig ist.

Das EFQM-Modell stellt klar, dass es klare Zusammenhänge zwischen Befähiger und Ergebnissen gibt. Das Management der Ergebnisse ist also nicht ausreichend für den Erfolg, denn die Befähiger in die Prozesse mit einzubeziehen ist eine ebenso bedeutsame Aufgabe mit wichtigem Stellenwert für das Gesamtergebnis.

Gemäß EFQM machen Befähiger und Ergebnisse jeweils 50 Prozent des Erfolgs des Unternehmens aus. Die Vorgehensweisen finden beim EFQM eine ebenso hohe Bewertung wie das Ergebnis, auch wenn dieses letztlich den Erfolg des Unternehmens ausmacht. Dabei hat sich an der Gewichtung zwischen Befähigern und Ergebnissen seit den Anfängen von EFQM nichts verändert. Genau für diese Ergebnisoptimierung ist eine periodische Selbstbeurteilung erforderlich.

Konkrete Vorschriften in der Umsetzung werden bei EFQM vermieden, eher wird hier auf die individuelle Umsetzung in den Unternehmen gebaut. Daher wird den Unternehmen, die EFQM anwenden, auch nur ein Bewertungsrahmen an die Hand gegeben, deren Gestaltung aber individuell und frei in der Umsetzung im Unternehmen praktiziert wird.

EFQM in der Praxisanwendung

Das Modell ist in unterschiedliche Kriterien der Eigenbeurteilung unterteilt. Hierzu gehören sowohl die Führung als auch Prozesse und andere Kritikpunkte, die in der Gesamtbewertung berücksichtigt werden sollen, dabei aber individuell auf das Unternehmen zugeschnitten Anwendung finden.

Eine Beurteilung wird gemäß dem sogenannten RADAR-Prinzip durchgeführt. Dabei wird nach einer eigenen PDSA-Logik, also „Plan-Do-Study-Action", vorgegangen. Das heißt, die Planung, das Ausführen, das Erforschen und letztlich die Handlung stehen einzeln im Vordergrund der Beurteilung.

Zunächst werden die Ergebnisse festgelegt, die das Unternehmen mit seiner Politik und seiner Geschäftsstrategie bewirken möchte. Wichtig für diese zielorientierte Ergebnisfindung ist auch die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Lieferanten, Mitarbeitern und Kunden. Um die Ergebnisse zu erzielen, ist auch eine Planung in strategischer Hinsicht notwendig.

Schließlich ist es die Umsetzung der durch Beurteilung und Reflektion erzielten Ergebnisse, die das Unternehmen auf den Erfolgsweg führt. Dabei muss eine systematische Vorgehensweise gewählt werden, um geplante Ergebnisse zu erzielen.

Die Kontrolle der angestrebten Ergebnisse wird über ein regelmäßig durchgeführtes Review sowie ein Assessment, also eine Bewertung der erzielten Ergebnisse, erreicht. Hierbei werden die Maßnahmen gleichermaßen bewertet und begutachtet und durch regelmäßige Messungen findet eine Prüfung statt. Weiterhin sind regelmäßige Lernaktivitäten eingeplant, um aus diesen Maßnahmen abzuleiten, die eine Verbesserung der Abläufe mit sich bringen.

Wieso EFQM als Managementinstrument einsetzen?

EFQM ermöglicht als nahezu geschlossenes System eine objektive Bewertung der Managemententscheidungen unter Berücksichtigung von sozialen als auch ökonomischen Aspekten und überschreitet damit die ansonsten technisch oder eher kostenorientiert ausgerichteten Bewertungsmodelle.

Der Überblick und das Verständnis für die gesamte Organisation werden durch den Einsatz von EFQM gestärkt und durch die Unterteilung des Modells ist auch eine Bearbeitung der firmeninternen Problematiken in einzelnen und getrennten Schritten möglich. Eine Schwerpunktsetzung mittels EFQM klammert das Gesamtziel nicht aus.

In der Praxis bringt das EFQM-Modell eine Möglichkeit des komplexen Lernens in der Gesamtorganisation mit sich. Erhöhte Flexibilität und Verhaltensvariationen sind weitere Vorteile für das Unternehmen, die sich aus EFQM ergeben.

Das Qualitätsmanagement auf Basis von EFQM erlaubt eine reflexive Beobachtung, die durch eine so genannte „lernende Organisation" ihre Unterstützung erfährt.

Quellen:
http://www.4managers.de
http://www.business-wissen.de

Dieser Artikel ist Teil 2 von 11 der Serie

Feedback hat das Ziel, Verhaltensveränderungen beim Empfänger zu bewirken oder aber diesen in seinem Handeln zu unterstützten, indem positives Feedback erteilt wird. Rückmeldung ist wichtig, und das ist nicht erst seit kurzer Zeit bekannt. Mit dem 360 Grad Feedback soll es im Unternehmen gelingen, die Leistungen eines Mitarbeiters oder aber einer Arbeitseinheit aus unterschiedlichen Perspektiven und damit möglichst objektiv zu beurteilen. Dieses Feedback kann somit auch als Rundum-Feedback aus unterschiedlichen Sichtweisen bezeichnet werden.

Der Einsatz des 360 Grad Feedback im Unternehmen

In Unternehmen wird diese Art des Feedbacks gern eingesetzt, damit Rückmeldungen von unterschiedlichen Personen zu einem Arbeitsprozess oder -ergebnis aus vielschichtigen Betrachtungsweisen möglich gemacht wird. Dieses Feedback kann aus fachlicher Perspektive von Vorgesetzten oder Kollegen erfolgen, es kann durch Kunden gegeben werden oder auch vom Mitarbeiter selbst.

Der Mitarbeiter erhält durch dieses 360 Grad Feedback eine Beurteilung seiner Arbeit aus einer breit gefächerten Perspektive. Die Weiterentwicklung des Mitarbeiters oder der beurteilten Arbeitsgruppe ist das Ziel der 360 Grad Beurteilung.

Effekte und Ziele des 360 Grad Feedback

Das 360 Grad Feedback wird als Instrument verwendet, um die unternehmensstrategischen Entwicklungen einer genauen Kontrolle zu unterziehen und Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen möglichst objektiv beurteilen zu können. Durch diese Maßnahme lässt sich ein guter Leistungsstatus unterschiedlicher Einheiten des gesamten Unternehmens ermitteln. Weiterhin können unterschiedliche Maßnahmen im Rahmen der Leistungsentwicklung objektiv abgeglichen werden.

Der beurteilte Mitarbeiter oder die beurteilte Arbeitseinheit des Unternehmens erfahren eine Identifizierung mit ihren Ergebnissen und unterschiedliche Optimierungsprogramme können in ihrer Wirkung sehr gut beurteilt werden.

Durch die 360 Grad Beurteilung ist eine sehr gute Kontrolle der Entwicklung der Mitarbeiter oder Arbeitsgruppen möglich, die dann auch durch entsprechende Anreize oder Entlohnungen belohnt werden können.

Nebeneffekte der 360 Grad Beurteilung

Veränderungsprozesse können durch diese Beurteilung sinnvoll unterstützt werden, denn Kompetenzen werden ebenso wie ein etwaiger Entwicklungsbedarf sinnvoll aufgezeigt. Zudem wird eine gute Feedbackkultur im Unternehmen angeregt, die sich in Lernen und auch möglichst objektiver Selbstkritik ergibt.

Der Dialog zwischen den einzelnen Mitarbeitern wird durch regelmäßige Feedbacks sinnvoll gefördert und auch die für die Feedbackgespräche eingesetzten Coaches erfahren eine Steigerung ihrer sozialen Kompetenz. Letztlich wird auch das gesamte Team in seiner Entwicklung und dem Miteinander gefördert, wenn eine gute Feedback-Kultur gewachsen ist. 

Wichtig für den Erfolg der 360 Grad Beurteilung

Damit das Feedback auch sinnvoll ist, muss die Definition der Ziele und Bedingungen durchschaubar dargelegt sein. Wichtig ist weiterhin, dass alle Mitglieder der Organisationseinheit in dieses Feedback einbezogen werden, um eine höchstmögliche Akzeptanz und Effektivität zu erzielen. Es sollte ein zudem ein regelmäßiger Dialog über die Ziele und die Vorgehensweisen zur Zielerreichung stattfinden.

Vertraulichkeit beim Feedback und auch eine höchstmögliche Anonymität sollte Bedingung sein, um dieses Instrument sinnvoll zu nutzen und auch die rasche Abwicklung des Feedbacks sollte selbstverständlich sein, um Prozesse schnellstmöglich in Gang setzen zu können. Wichtig sind abschließend Entwicklungsprogramme, um die Ergebnisse des Feedbacks auch in der Praxis wirksam nutzen zu können.

Die 360 Grad Beurteilung in der Praxis

In der praktischen Umsetzung ist es das Ziel der 360 Grad Beurteilung, dass sowohl die geistigen Kapazitäten als auch das Urteilsvermögen jedes einzelnen in einen Prozess eingebundenen Mitarbeiters optimal genutzt werden sollen. So wird ein Mitarbeiter aus der Perspektive des fachlich kompetenten Vorgesetzten, den gleichgestellten Mitarbeitern oder auch aus Sicht des Kunden beurteilt, sofern seine Arbeitsabläufe in direkter Verbindung zu den Kunden stehen.

Sinn der 360 Grad Beurteilung soll eine möglichst objektive und wertfreie Beurteilung der Arbeitsergebnisse des einzelnen Mitarbeiters sein. Auch eine gesamte Arbeitsgruppe kann mit der 360 Grad Beurteilung von unterschiedlichen Einheiten des Unternehmens oder auch aus externer Perspektive beurteilt werden. Neben der erhöhten Effektivität der Arbeitsprozesse und der Verbesserung der Arbeitsqualität ist das Ziel der 360 Grad Beurteilung auch darin zu sehen, die Zusammenarbeit einzelner Einheiten des Unternehmens oder einzelner Mitarbeiter zu optimieren.

Ziel dieser möglichst regelmäßig durchgeführten Feedbacks kann es auch sein, die Unternehmenskultur zu optimieren und Mitarbeiter dazu anzuregen, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge, aber auch positives Feedback umgehend und sinnvoll an die gewünschte Stelle zu transportieren.

Kritik an der 360 Grad Beurteilung

Dieses Beurteilungsverfahren sieht sich nicht nur bestätigt als Instrument im unternehmerischen Ablauf, es ist auch klaren Kritiken ausgesetzt. Diese bezeichnen das 360 Grad Feedback als eine neue Kontrollmöglichkeit der Mitarbeiter. Allerdings wird häufig nicht nur die 360 Grad Beurteilung kritisiert, sondern es werden grundsätzlich ablehnende Stimmen gegen Beurteilungssysteme laut, die oftmals als nicht realistisch bezeichnet werden.

Die 360 Grad Beurteilung beschäftigt sich häufig mit Zahlenwerten und die Bedingungen, unter denen bestimmte Ergebnisse zustande gekommen sind, werden von den beurteilenden Personen in der 360 Grad Beurteilung häufig nicht einbezogen, weshalb diese Werte von einigen Fachleuten sehr kritisch bewertet werden.

Quellen:
http://www.4managers.de

http://www.inworks.de

Dieser Artikel ist Teil 1 von 11 der Serie

Six Sigma, die GE Qualität 2000, setzt auf eine Optimierung der Rentabilität im Unternehmen. Das selbsterklärte Ziel von Six Sigma ist es, dass der Qualitätsanspruch so stark in den Vordergrund der Fertigung gestellt wird, dass die entstehenden Produkte praktisch fehlerfrei sind und damit eine optimale Dienstleistung erzielt wird.

Nach dem Motto „Besser ist auch billiger für das Unternehmen" setzt Six Sigma auf eine qualitativ hochwertige Fertigung vom ersten Schritt der Produktion an. Schon im Jahr 1996 setzte sich der Vorstandsvorsitzende von General Electric, Jack Welch, dieses Ziel auf die Fahne des von ihm geführten Unternehmens.

Six Sigma als Qualitätsstandard

Six Sigma steht ebenso wie ISO 9000 oder zahlreiche andere Qualitätsstandards dafür ein, dass Fehler schon in den ersten Schritten der Fertigung unterbunden werden, um so billiger und zeitsparender arbeiten zu können und damit optimale Effizienz und Produktivität zu erreichen. Qualitätsmanagement ist der erste Schritt zu effizienter Produktion und damit der Kostenersparnis in der Herstellung.

Abwendung vom rein technisch-wissenschaftlichen Betrieb

Um die Kosten in der Produktion durch effiziente Arbeit zu reduzieren, ist eine Abwendung von dem rein technisch-wissenschaftlichen Betrieb hin zu einem Unternehmen, das sowohl kunden- als auch prozessorientiert tätig ist, wichtig. Dieser Sprung soll durch den Einsatz von Six Sigma erreicht werden, dem Management, das seine Wurzeln in den USA hat.

Der Gedanke von Six Sigma hat inzwischen eine 30jährige Geschichte, denn im Jahr 1979 erkannte man beim Unternehmen Motorola schon, dass die Qualität der Produkte oberstes Gebot ist, um eine effektive Arbeit im Unternehmen zu erzielen. Hohe Qualität in Kombination mit geringen Entwicklungskosten ist somit das Ziel, wenn Produkte gefertigt werden.

Wettbewerbsvorteile durch Six Sigma

Die Reduzierung von Fertigungsfehlern erweist sich als die wirkliche Verbesserung im Unternehmen hinsichtlich der Effizienz. In Six Sigma vereinen sich unterschiedliche Managementmethoden, die sich zum Beispiel aus dem Benchmarking ergeben. Das Hauptziel von Six Sigma ist die Verringerung der Fehlerquote und somit die Senkung der Qualitätskosten.

Six Sigma setzt das klare Ziel, dass die Fehlerquote in der Produktion verringert werden muss, um so die Kosten für die Qualität der hergestellten Produkte zu verringern. Das Motto „besser ist billiger" wird besonders deutlich, geht man davon aus, dass in einem durchschnittlichen Unternehmen allein für die Nachbesserungsarbeiten zur Erzielung der optimalen Qualität schon 20 bis 30 Prozent des Umsatzes aufgewendet werden.

Wird ein Unternehmen unter Six Sigma geführt, dann reduziert sich die Fehlerquote deutlich und von Millionen Fehlermöglichkeiten innerhalb eines Prozesses schleichen sich letztlich nur rund 3,4 Fehler wirklich ein. Die Kosten für die Qualitätssicherung senken sich so von 20 bis 30 Prozent des Umsatzes auf lediglich ein Prozent. Fehler vermeiden ist das Motto von Six Sigma und die Produktion sollte so verlaufen, dass Fehler schon von Anfang an in jedem Schritt der Produktion vermieden werden.

Die vier Stadien der Six Sigma Strategie

Die "Sigmatisierung" erfolgt in vier Stadien, die sich im Identifizieren, Charakterisieren, Optimieren und Institutionalisieren ergeben. Die Identifizierung sieht vor, dass wichtige Themen des Geschäftes erkannt und innerhalb dieser Themen klare Schwerpunkte gesetzt werden, um eine effiziente Arbeit zu erzielen.

Die Charakterisierung setzt auf die Messung sowie die Analyse, die dann das derzeitige Leistungsniveau erkennbar werden lässt. Hier werden bereits Fehler im Ablauf analysiert, die unnötige Kosten und Nacharbeiten mit sich bringen. In dieser Strategie wird die Basis für die Optimierung gelegt. Die Optimierung sieht ihre Ziele in der Verbesserung der analysierten Leistungsniveaus. Am Schluss steht der Prozess der Organisation, der die Abläufe schließlich standardisiert und dazu beiträgt, diese optimierten Handlungen in den Alltag integrieren zu können.

Die DMAIC-Methodik

Mittels der so genannten DMAIC-Methodik wird im Rahmen von Six Sigma das Ziel angestrebt, dass der Fehlerstatus in der Produktion dem Null-Fehler-Status so nahe wie nur möglich kommt. Hier sind maximal 3,4 Fehler auf eine Million unterschiedliche Vorgänge zugelassen, damit das Niveau Six Sigma erreicht werden kann. Der Qualitätsgrad kann somit bei 99,9997 Prozent festgelegt werden.

Die DMAIC-Methodik, die sich in Define, Measure, Analyse, Improve und Control unterteilt, ermöglicht die Messung und Verbesserung der Produktion. In der Praxis kann die Anwendung der DMAIC Methodik bedeuten, dass neben den erfüllten Qualitätsansprüchen der Kunden durch die Nutzung von Six Sigma auch die Rohstoffausnutzung optimiert werden könnte und so insgesamt eine Reduzierung der Qualitätskosten bewirkt würde.

Rohstoffkostensenkung und konstante Leistungen

In der Praxis konnten Unternehmen durch Einsatz der DMAIC-Methodik ihre Rohstoffkosten schon um sechsstellige Beträge reduzieren und somit gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in mittelständischen Unternehmen sinnvolle finanzielle Ressourcen bilden.

Die Werkzeuge der DMAIC-Methodik sind vielfältig und Einsparpotential wird sowohl in der Reduzierung der Überarbeitung von Produkten gefunden als auch in der Optimierung des Rohstoffeinsatzes. Ein konstantes Sparpotential ist aber in der Erwirkung konstanter Leistungen im Unternehmen gegeben, was sich aus sinnvollen Kontroll- und Verbesserungsmaßnahmen und einer konsequenten Einhaltung der erarbeiteten Verbesserungen ergibt.

Weiterer praktischer Effekt: eine praxisorientierte Kundenbindung

Beispielhaft für den Sinn der DMAIC Methodik ist auch die höhere Kundenbindung an ein Unternehmen, die sich aus einer erhöhten Kundenzufriedenheit bedingt durch geringst ausfallende Fehlleistungen eines Produktes ergibt. Der Firmenprofit ist hiermit durch die DMAIC-Methodik insgesamt deutlich steigerbar.

Quellen:
http://www.4managers.de
http://www.qumsult.de (PDF)