Private Equity, also die Suche nach externen Kapitalgebern für die eigene Geschäftsidee ist heute ein besonders wichtiges Feld für Existenzgründer. Aber natürlich sollten vor der Eingehung einer Partnerschaft auch einige Punkte beachtet werden.

Das will der Kapitalgeber wissen

So wollen Kapitalgeber natürlich einige Angaben von den potenziellen Unternehmern haben. Sie erwarten Aussagen zur Rechtsform, zur Struktur der Beteiligung, der Organisation und nach einzelnen Funktionen oder Geschäftsbereichen. Ebenfalls wollen sie natürlich detailliert über die zu verkaufenden Produkte oder Leistungen informiert werden. Wie werden sich die Umsätze gestalten oder welche Risiken birgt das Wettbewerbsumfeld sind nur zwei wichtige Fragen, die Kapitalgeber stellen werden.

Ebenso wichtig sind Angaben zur Entwicklung der Mitarbeiter, zu den Jahresabschlüssen und die Vorlage evtl. bereits bestehender Prüfberichte. Je Produktlinie wird außerdem eine Umsatz- und Deckungsbeitragsrechnung verlangt und eine Ergebnisanalyse. Außerdem sollten Investitions- und Personalpläne für die nächsten drei bis fünf Jahre vorgelegt werden.

Das sollten Sie hinterfragen

Doch auch Sie als Unternehmer sollten einige Fragen stellen, bevor Sie eine Private Equity Partnerschaft eingehen. Dabei sind folgende Fragen besonders wichtig:

  • Wie hoch ist die reguläre Beteiligung an Unternehmen?
  • Welche Kapitalgeber sind vorhanden, also private oder institutionelle Anleger?
  • Ist der Kapitalgeber von Banken abhängig oder kann er die Investition aus eigener Kraft erbringen?
  • Wie lange ist die Laufzeit der Fonds, aus denen die Beteiligung in der Regel finanziert wird?
  • Gibt es spezielles Know-How seitens des Managements der Beteiligungsgesellschaft, das Sie nutzen können?
  • Kennt sich Ihr Kapitalgeber in der Branche aus?
  • Bringt der Partner evtl. auch wichtige Kontakte mit, um neue Zielgruppen auszubauen?
  • Kann in einer Krise auch Geld nachgeschossen werden?
  • Wie ist es um die Erfolge bei bisherigen Beteiligungen bestellt?

Erst wenn Sie diese Fragen beantworten können, sollten Sie Ihre endgültige Entscheidung treffen.

in Anlehnung an: Pro Firma, Mai 2010, S. 50-54

Der KfW-Gründungsmonitor 2010 ist erschienen und zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend bei den Gründungen in Deutschland. Die wichtigsten Ergebnisse des Gründungsmonitors betreffen die Anzahl der Gründungen, die wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen wollen.

Zahl der Gründungen gestiegen

Im Jahr 2009 machten sich etwa 872.000 Personen selbstständig, was einer Steigerung um zehn Prozent im Gegensatz zum Vorjahr entspricht. Damit ist das erste Mal seit sechs Jahren wieder eine Belebung im Gründerbereich Deutschlands zu erkennen. Insbesondere der Start in eine Vollerwerbs-Selbstständigkeit hat sich von 330.000 Personen in 2008 auf 397.000 Gründungen in 2009 erhöht.

Ebenfalls hat die Krise viele chancenreiche Gründungen hervorgebracht, wie die KfW Bankengruppe in ihrem Gründungsmonitor berichtet. Man konnte deutlich erkennen, dass die Gründungen aus der Arbeitslosigkeit an Bedeutung gewannen. 20 Prozent waren vor der Gründung arbeitslos, die Hälfte von ihnen sogar langzeitarbeitslos. Allerdings mussten auch 23 Prozent der Gründer mit externem Finanzierungsbedarf feststellen, dass dieser sich nicht so leicht umsetzen ließ. Ebenfalls ergab sich, dass 90 Prozent der Gründer externe Beratungen in Anspruch nahmen, aber auch 25 Prozent aller Gründungen binnen der ersten drei Jahre wieder vom Markt verschwinden. Die besten Chancen haben größere Gründungen.

Weitere Ergebnisse im Überblick

Daneben zeigte der KfW-Gründungsmonitor 2010 folgende Ergebnisse:

  • 69 Prozent der Gründungen waren Neugründungen.
  • Die Zahl der Gründungen im Bereich Übernahme bestehender Unternehmen verdoppelte sich nahezu, sie lag bei 13 Prozent, in 2008 noch bei sieben Prozent.
  • Die Gründungen im Krisenjahr 2009 waren größer und beschäftigten von Anfang an Mitarbeiter.
  • Durch die Gründungen 2009 entstanden etwa 517.000 Vollzeitstellen.
  • Mehr als zwei Drittel der Gründer benötigten externe Finanzierungsmittel, nur zehn Prozent benötigen keinen Kapitaleinsatz zur Gründung.

in Anlehnung an: http://www.newcome.de

Der Unternehmerkredit der KfW ist eines der Finanzierungsinstrumente, die Sie sich als Gründer keinesfalls entgehen lassen sollten. Denn mit diesem Darlehen wird es problemlos möglich, auch größere Summen, die Sie für den Anschub Ihres Unternehmens benötigen, zu erhalten. Insgesamt bis zu zehn Millionen Euro können Sie über KfW Unternehmerkredit erhalten. Die besonderen Vorteile und worauf Sie beim Unternehmerkredit der KfW achten sollten, wollen wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen.

Die Vorteile beim Unternehmerkredit im Überblick

Zu den besonderen Vorteilen beim Unternehmerkredit der KfW zählen vor allem

  • die 100-prozentige Finanzierung,
  • die Laufzeiten von bis zu 20 Jahren,
  • die in einigen Fällen mögliche Haftungsfreistellung in Höhe von 50 Prozent,
  • die Möglichkeit, Zinsen bis zu zehn Jahren fest zu vereinbaren, in selteneren Fällen sogar bis zu 20 Jahren,
  • die Anlaufzeit, die bis zu drei Jahren tilgungsfrei vereinbart werden kann und
  • die gratis Tilgung auch außerhalb des vereinbarten Tilgungsplanes.

Dadurch ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmer und Gründer, um ihren Betrieb voranzubringen. Gefördert werden Investitionen in Grundstücke und Gebäude, in Baumaßnahmen, Maschinen, Anlagen und Einrichtungsgegenstände. Ebenfalls kann über den KfW Unternehmerkredit ein Ersatzteil-, Waren- oder Materiallager aufgebaut werden.

Beantragung des Unternehmerkredits der KfW

Für die Gewährung des Unternehmerkredits der KfW sind bankübliche Sicherheiten zu hinterlegen. Das kann die Sicherungsübereignung des angeschafften Gutes sein, aber auch eine Bürgschaft, die etwa von einer Bürgschaftsbank stammt.

Die Anträge für den Unternehmerkredit der KfW werden bei der Hausbank gestellt. Mit dieser werden auch die Konditionen abgesprochen und ausgehandelt. Ebenfalls werden hier die zu stellenden Sicherheiten vereinbart.

Überprüfung der Geschäftsidee

Obwohl der Unternehmerkredit der KfW sehr hoch ausfallen kann und für diesen lange Laufzeiten sowie günstige Konditionen vereinbart werden können, liegt die Tücke doch im Detail: Denn selbstverständlich sollen diese Gelder auch nur den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, deren Geschäftsideen Aussicht auf Erfolg haben.

Bereiten Sie sich deshalb besonders gründlich auf die Überprüfung Ihrer Geschäftsidee vor, zeigen Sie mögliche Risiken auf, aber auch, wie Sie diesen begegnen wollen. Ebenfalls sollten Sie daran denken, dass Sie einen soliden Finanzierungsplan aufstellen. Hierzu gehört ebenfalls eine realistische Umsatzplanung, die weder zu gering ausfallen darf, noch eine Überschätzung der Marktsituation darstellen sollte.

Legen Sie ebenfalls klar offen, wofür Sie den Unternehmerkredit der KfW benötigen und welche Ziele Sie mit der Investition erreichen wollen. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass Sie die realistischen Chancen und Risiken kennzeichnen und wie Sie darauf reagieren wollen.

in Anlehnung an: Starting Up, Juni/Juli/Aug 10, S. 56-57

Die Bonität Ihrer Kunden entscheidet schlussendlich auch darüber, ob Sie selbst Gelder von ihnen erhalten. Deshalb sollten Sie stets darauf achten, wenn sich erste Warnsignale auftun. Internet Informationsquellen stehen Ihnen dabei ausreichend zur Verfügung, Sie müssen sie nur deuten lernen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Rechnungswesen und Erfahrungen nutzen

Im Rechnungswesen Ihres Unternehmens sammeln Sie zahlreiche Erfahrungen zum Zahlungsverhalten Ihrer Kunden. Diese werden oftmals auch sehr gut dokumentiert, so dass Sie diese Informationsquelle in jedem Fall nutzen sollten. Überprüfen Sie, welche Zahlungsziele Sie mit den Kunden vereinbart haben.

Achten Sie in diesem Zusammenhang bevorzugt auf die Einhaltung dieser Zahlungsziele. Werden sie überschritten, kann dies ein Warnsignal sein. Beobachten Sie den Kunden genauer und prüfen Sie, wie oft er sein Zahlungsziel überschreitet. Überprüfen Sie ebenfalls, ob der Kunde schon einmal einen Antrag auf Aufschub der Zahlung gestellt hat. Sollte dies der Fall sein, beobachten Sie den Kunden ebenfalls genauer. Sofern schon einmal Inkassomaßnahmen erforderlich waren, sollten Sie mit dem Kunden reden. Andere Zahlungsbedingungen oder Warenlieferungen noch gegen Vorkasse sind dann eine gute Möglichkeit, um die Kunden zu behalten, aber keine Zahlungsausfälle zu verbuchen.

Schulen Sie den Außendienst

Auch der Außendienst und Verkauf zählen zu den internen Informationsquellen zur Bonitätsbeurteilung Ihrer Kunden. Schulen Sie Ihre Außendienstmitarbeiter dahingehend, dass sie Risikofaktoren möglichst frühzeitig erkennen.

Solche Signale gibt es reichlich, sie äußern sich zum Beispiel in hohen Lagerbeständen oder in einem allgemein schlechten Zustand der Maschinen beim Kunden. Ebenfalls deuten Überkapazitäten auf eine zu geringe Auslastung hin. Eine schmale Angebotspalette kann ebenfalls ein Signal sein, muss es aber nicht. Ebenfalls sollte Ihr Außendienst das Image der Produkte Ihrer Kunden kennen, sowie darauf achten, wie der Kunde auf seine Konkurrenz reagiert. Sind die Reaktionen zögerlich oder auch gar nicht vorhanden, kann dies ein eindeutiges Warnsignal sein.

Wenn der Kunde seinen Kunden wiederum hohe Rabatte und Nachlässe oder Sonderangebote gewährt, kann dies ebenfalls als eines der ersten Warnsignale gedeutet werden. Auch wenn nur wenige Kunden vorhanden sind, sollte das Ihren Außendienst aufhorchen lassen. Sorgen Sie zudem für einen kontinuierlichen Informationsfluss zwischen Außen- und Innendienst.

Quelle: GründerZeiten Nr. 18, September 2009

Die Europäische Union, ein gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum für Millionen von Menschen, ist in Gefahr. Der Grund hierfür ist die enorme Staatsverschuldung zahlreicher Länder, die im Fall Irland, Griechenland und Spanien sogar die 10%-Marke überschreitet.

Griechenland ist jetzt das erste Land, welches mit einer Neuverschuldung im Jahr 2009 von 13,6% die Zahlungsunfähigkeit eingestehen musste. Das Land kann aus eigener Kraft seine Schulden nicht mehr bedienen, auch die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens ist in Gefahr. Zu viele Jahre wurden notwendige Sparmaßnahmen verschoben und weiterhin zum Beispiel hohe Beamtengehälter und Pensionen gezahlt, obwohl Griechenland bereits seit Jahren Probleme mit der Finanzierung hatte. Aufgrund dieser Situation haben die Ratingagenturen die griechischen Staatsanleihen auf einen „Ramsch-Status“ gesetzt, der es Griechenland nahezu unmöglich macht, Kapital auf dem freien Markt zu angemessenen Konditionen zu erhalten.

Um Griechenland vor einem Staatsbankrott zu bewahren, sind laut Meinung vieler Experten in den kommenden drei Jahren mindestens 135 Milliarden Euro notwendig. Da Deutschland mit einer nur geringen Verschuldung von 3,3% und einem positiven Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 glänzt, wird es wohl die Hauptbelastung tragen müssen. Mindestens 25 Milliarden Euro werden daher an Griechenland zu überweisen sein. Und die Hilfen müssen schnell überwiesen werden, denn bereits am 19. Mai wird eine griechische Anleihe fällig, deren Rückzahlung aktuell nicht gewährleistet ist.

Diese enormen Geldsummen kann Deutschland nur aufbringen, indem neue Staatsanleihen begeben werden. Die Kosten hierfür müssen dann die deutschen Steuerzahler tragen, die die Kosten wieder verdienen müssen. Vor allem der deutsche Mittelstand, der als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft angesehen wird, ist davon enorm betroffen. Viele gezahlte Steuern müssen nun in das Aufbringen der Geldmittel für Griechenland investiert werden, obwohl auch in Deutschland Investitionen, etwa in das Schul- oder das Straßensystem, notwendig wären. Nicht auszuschließen ist zudem, dass aufgrund der Griechenland-Hilfen Steuern angehoben werden müssen, sodass Deutschland nicht selbst mit Finanzierungsproblemen kämpfen muss. Genaue Prognosen hierüber können wohl aber erst nach der wichtigen Wahl in Nordrhein-Westfalen getroffen werden, denn vorher wird die Bundesregierung kaum Steuererhöhungen besprechen oder gar beschließen.

Die Europäische Union muss sich jedoch nicht nur Sorgen um Griechenland machen, denn auch vielen weiteren Ländern droht die Zahlungsunfähigkeit. Hierzu gehören neben Irland auch Spanien und Portugal, die mit hohen Arbeitslosenzahlen kämpfen und deren Neuverschuldung immens ist. Es ist heute nicht auszuschließen, dass auch diese Länder über kurz oder lang die Zahlungsunfähigkeit bekannt geben müssen. Auch in einem solchen Fall müsste Deutschland wohl die Hauptkosten der Rettungsaktion tragen, was auch den deutschen Steuerzahler wiederum enorm belasten würde.

Quelle: plusminus Artikel
zur Verfügung gestellt von: http://www.forwarddarlehen-vergleich.de

Online Kredite gibt es im Internet fast genauso wie es Sand am Meer gibt. Für Kreditinteressenten ist es zum Teil sehr schwierig hier noch den Überblick zu haben bzw. zu bekommen. Zahlreiche Anbieter werben mit günstigen Online Krediten und es werden die verschiedensten Kreditvarianten angeboten.

Folgende Kreditvarianten sind derzeit online wählbar

  • Sofortkredit
  • Privatkredit
  • Kredit für Selbstständige
  • Studentenkredit
  • Immobilienkredite
  • Autokredite
  • Kredite ohne Schufa

Die hier aufgeführten Kreditvarianten sind natürlich nicht alle, aber diese sind die für die meisten Interessenten die Interessantesten. Unter den online Krediten gibt es Kredite die Zweckgebunden sind wie zum Beispiel bei dem Autokredit, dieser kann nur für die Finanzierung eines Fahrzeugs verwendet werden. Beim Privat- oder auch Sofortkredit gibt es in der Regel keine Vorschriften für die Verwendung. Durch einen Privatkredit können Interessenten ihren Dispo ablösen oder eine lang ersehnte Urlaubsreise buchen und genießen.

Das sollten Sie beachten:

  • wie hoch sind die Zinsen (wichtig Effektivzins)
  • welche Laufzeiten werden angeboten
  • wie hoch ist die Bearbeitungsgebühr
  • gibt es eine Kreditabsicherung für zum Beispiel den Fall der Arbeitslosigkeit
  • ist eine vorzeitige Tilgung möglich
  • können Sonderzahlungen geleistet werden

Wird ein Kredit benötigt sollten immer verschiedene Kreditangebote eingeholt werden und miteinander verglichen werden. Bei dem Vergleich sollte der Effektivzins von den verschiedenen Anbietern verglichen werden. Der Effektivzins erhält alle anfallenden Kosten für einen Kredit und sagt somit aus wie teuer der Kredit wird. Der Nominalzins ist immer der günstigere Zins, denn hier sind noch nicht alle Kosten enthalten. Nicht nur die Zinsen spielen eine Rolle bei einem Online Kredit, sondern auch die Höhe der monatlichen Rate und auch die Laufzeit. Die monatliche Rate muss zum Haushaltsbudget passen, denn ansonsten könnte es zu Zahlungsschwierigkeiten kommen.

Im Internet gibt es die Möglichkeit verschiedene Online Kredite in wenigen Minuten zu vergleichen. Spezielle Vergleichsseiten für Online Kredite listen die Online Anbieter auf und dies in der Regel wie folgt: Ganz oben steht der Anbieter der zurzeit der günstigste ist und meistens können die Interessenten  mit einem Klick auf die Anbieterseite gehen, um dort ein entsprechendes Angebot anzufordern. Es sollten allerdings auch von anderen Anbietern Angebote angefordert werden, zum Beispiel von den Anbietern die auf Rang 2 und 3 stehen.

Liegen die Angebote von den Online Krediten vor, so kann ganz einfach ein Vergleich durchgeführt werden, wichtig ist allerdings, dass es sich bei den Angeboten immer um dieselbe Kreditsumme handelt.

Dieser Artikel wurde von http://www.online-kredit-index.de/ zur Verfügung gestellt.

Viele Jungunternehmer siedeln sich im Bereich der Zukunftsmärkte an und brauchen dementsprechend viel Kapital, um das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Teure technische Ausstattungen oder intensive Forschungsarbeiten, die notwendig sind, verschlingen viel Geld. Wichtig ist für eine erfolgreiche Gründung in diesem Fall der richtige Kapitalgeber.

In der Regel wenden sich Jungunternehmer und Existenzgründer hierfür an Beteiligungsgesellschaften, die sich auf den Bereich Wagniskapital oder „Venture Capital“ spezialisiert haben. Das sind Gesellschaften, die Kapital in junge Unternehmen stecken und hoffen, dass diese nach möglichst kurzer Zeit Gewinn erwirtschaften.

Kapitalgeber wollen überzeugt werden

Da die Kapitalgeber sich mit ihrem Geld an den Unternehmen beteiligen, kann es im schlimmsten Falle zu einem vollständigen Verlust des Kapitals kommen. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, wollen die Kapitalgeber natürlich überzeugt werden. Investiert wird nur in Unternehmen, die aus Sicht der Kapitalgeber erfolgreich sein können.

Besonders wichtig ist deshalb die detaillierte Ausarbeitung eines Businessplans. Dieser sollte alle wichtigen Unternehmenskennzahlen beinhalten sowie eine Prognose für die zukünftigen Entwicklungen des Unternehmens selbst. Ebenfalls ist es wichtig, dass die Idee hinter der Gründung als positiv bewertet wird, damit sie Kunden einen Mehrwert verschafft.

Kapitalgeber wünschen rasche Erfolge

Gerade in der Krise ist es jedoch nicht einfach, die geeigneten Kapitalgeber zu finden, denn die Investition in kleinere und junge Unternehmen wird nur zögerlich erfolgen. Im Bereich Venture Capital halten sich die Anleger derzeit stark zurück. Wenn investiert wird, dann nur in Unternehmen, die vergleichsweise schnelle Erfolge versprechen.

Ebenfalls erwarten die Kapitalgeber innovative Produktideen und eine professionelle Strategie in der Unternehmensführung. Insbesondere die Nutzung der modernen Medien spielt hierbei eine immer wichtigere Rolle. Um die Kapitalgeber also zu überzeugen, sollten die Jungunternehmer offen auf sie zugehen, allerdings erst dann, wenn sie ein tragfähiges Konzept vorweisen können. Wird dieses eingereicht, müssen die Gründer derzeit jedoch mit verlängerten Bearbeitungszeiten rechnen, denn sämtliche Konzepte werden aufgrund der wirtschaftlichen Lage noch genauer überprüft. Bei tragfähigen Konzepten lassen sich aber nach wie vor bereitwillige Kapitalgeber finden, die darin ihre große Chance sehen.

Quellen: http://www.foerderland.de

Die deutschen Bürgschaftsbanken sind ein wichtiger Konjunkturmotor, die gerade zu Zeiten der Finanzkrise ihr Potenzial voll ausspielen sollten. Immer dann, wenn Hausbanken mit der Kreditvergabe zögerlich und restriktiv umgehen, sind die Bürgschaftsbanken gefragt. Sie übernehmen Bürgschaften für Kredite von Existenzgründern und Firmen des privaten gewerblichen Mittelstands und werden immer dann in Anspruch genommen, wenn bspw. ein Gründer ein durchführbares Konzept aufweisen kann aber über keinerlei Kreditsicherheiten verfügt.

Der Gründer kann über seine Hausbank bei der Bürgschaftsbank des entsprechenden Bundeslandes eine Bürgschaft beantragen. Mit der erteilten Bürgschaft übernimmt die Bürgschaftsbank 80 % des Kreditausfallrisikos der Hausbank, die damit nur noch 20 % des Kreditrisikos zu tragen hat. Existenzgründer und kleinere Unternehmer haben somit die Chance an Fremdkapital zu gelangen und den Unternehmensaufbau oder die Investitionen voranzutreiben.

Verzeichnis der Bürgschaftsbanken nach Bundesländern sortiert

Alle Bundesländer haben wirtschaftlich eigenständige Bürgschaftsbanken, die aber Bundesland übergreifend nicht in Konkurrenz stehen. Die Bürgschaftsbanken sind jeweils nur für das eigene Bundesland zuständig.

Baden-Württemberg

Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH
Werastraße 15-17
70182 Stuttgart

Tel.: 0711 / 16 45 6
Fax: 0711 / 16 45 77 7
E-Mail: info@buergschaftsbank.de
Internet: www.buergschaftsbank.de

Bayern

Bürgschaftbank Bayern GmbH
Max-Joseph-Straße 4
80333 München

Tel.: 089 / 54 58 57 0
Fax: 089 / 54 58 57 9
E-Mail: info@bb-bayern.de
Internet: www.bb-bayern.de

Bayerische Garantiegesellschaft mbH für mittelständische Beteiligungen
Königinstr. 23
80539 München

Tel.: 089 / 12 22 80-292
Fax: 089 /12 22 90-290
E-Mail: info@bggmb.de
Internet: www.bggmb.de

Berlin

BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH
Schillstraße 9
10785 Berlin

Tel.: 030 / 31 10 04 0
Fax: 030 / 31 10 04 55
E-Mail: info@buergschaftsbank-berlin.de
Internet: www.buergschaftsbank-berlin.de

Brandenburg

Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH
Schwarzschildstraße 94
14480 Potsdam

Tel.: 0331 / 64 96 30
Fax: 0331 / 64 96 32 1
E-Mail: info@BBimWeb.de
Internet: www.BBimWeb.de

Bremen

Bürgschaftsbank Bremen GmbH
Langenstr. 6-8 im Kontorhaus
28195 Bremen

Tel.: 0421 / 33 52 33
Fax: 0421 / 33 52 35 5
E-Mail: info@buergschaftsbank-bremen.de
Internet: www.buergschaftsbank-bremen.de

Hamburg

Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH
Habichtstraße 41
22305 Hamburg

Tel.: 040 / 61 17 00 0
Fax: 040 / 61 17 00 29
Internet: www.bg-hamburg.de

Hessen

Bürgschaftsbank Hessen GmbH
Abraham-Lincoln-Straße 38-42
65189 Wiesbaden

Tel.: 0611 / 15 07 0
Fax: 0611 / 15 07 22
E-Mail: info@bb-h.de
Internet: www.bb-h.de

Mecklenburg-Vorpommern

Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH
Am Grünen Tal 19
19063 Schwerin

Tel.: 0385 / 39 55 50
Fax: 0385 / 39 55 53 6
E-Mail: info@bbm-v.de
Internet: www.bbm-v.de

Niedersachsen

Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH
Schiffgraben 33
30175 Hannover

Tel.: 0511 / 33 70 50
Fax: 0511 / 33 70 55 5
E-Mail: info@nbb-hannover.de
Internet: www.nbb-hannover.de

Nordrhein-Westfalen

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen GmbH
Hellersbergstraße 18
41460 Neuss

Tel.: 02131 / 51 07 0
Fax: 02131 / 51 07 22 2
E-Mail: info@bb-nrw.de
Internet: www.bb-nrw.de

Rheinland-Pfalz

Kredit-Garantiegemeinschaft des rheinland-pfälzischen Handwerks GmbH
Am Altenhof 15
67655 Kaiserslautern

Tel.: 0631 / 36 77 18 9
Fax: 0631 / 36 77 18 0
E-Mail: kgg@hwk-pfalz.de
Internet: www.kgg-rlp.de

Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH
Holzhofstraße 4
55116 Mainz

Tel.: 06131 / 98 50
Fax: 06131 / 98 51 98
E-Mail: isb-buergschaftsbank@isb.rlp.de
Internet: www.isb.rlp.de

Saarland

Bürgschaftsbank Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken

Tel.: 0681 / 30 33 0
Fax: 0681 / 30 33 10 0
E-Mail: info@bbs-saar.de
Internet: www.bbs-saar.de

Sachsen

Bürgschaftsbank Sachsen GmbH
Anton-Graff Straße 20
01309 Dresden

Tel.: 0351 / 44 09 0
Fax: 0351 / 44 09 45 0
E-Mail: info@bbs-sachsen.de
Internet: www.bbs-sachsen.de

Sachsen-Anhalt

Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH
Große Diesdorfer Straße 228
39108 Magdeburg

Tel.: 0391 / 73 75 20
Fax: 0391 / 73 75 23 5
E-Mail: info@bb-sachsen-anhalt.de
Internet: www.bb-sachsen-anhalt.de

Schleswig-Holstein

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH
Lorentzendamm 22
24103 Kiel

Tel.: 0431 / 59 38 0
Fax: 0431 / 59 38 16 0
E-Mail: info@bb-sh.de
Internet: www.bb-sh.de

Thüringen

Bürgschaftsbank Thüringen GmbH
Hirschlachufer 72
99084 Erfurt

Tel.: 0361 / 21 35 0
Fax: 0361 / 21 35 10 0
E-Mail: info@bb-thueringen.de
Internet: www.bb-thueringen.de

Sozialwirtschaftliche Betriebe (überregional)

Bürgschaftsbank für Sozialwirtschaft GmbH
Brückenstraße 17
50667 Köln

Tel.: 0221 / 92 16 01 0
Fax: 0221 / 92 16 01 20
E-Mail: info@bbfs.de
Internet: www.bbfs.de

Die Sicherungsübereignung ist zwar gesetzlich nicht geregelt, mittlerweile aber zu einer der am häufigsten eingesetzten Kreditsicherheiten geworden. Insbesondere im unternehmerischen Bereich wird die Sicherungsübereignung besonders gerne genutzt. Existenzgründer, gestandene Unternehmer und Jungunternehmer können die Sicherungsübereignung gleichermaßen mit ihrer Bank vereinbaren. Sinnvoll ist diese vor allem bei der Gründung, wenn die Bank den Gründer und dessen Geschäfte noch nicht kennt.

Die Sicherungsübereignung ist nur in Bezug auf bewegliche Sachen möglich und bietet für Gläubiger und Schuldner viele Vor-, aber auch einige Nachteile. Deshalb sollte die Sicherungsübereignung als Form der Kreditsicherheit zunächst gut durchdacht werden.

Vor- und Nachteile der Sicherungsübereignung

Die Sicherungsübereignung bietet für den Gläubiger einen wichtigen Vorteil: Er muss das Gut, welches übereignet wurde, nicht aufbewahren, wodurch keine Kosten entstehen. Dennoch behält er das Pfandrecht an der jeweiligen Sache. Im Falle einer Insolvenz des Gründers kann die Bank als einzige auf die Sache zugreifen, die in der Sicherungsübereignung vereinbart wurde, da sie Besitzer ist. Für den Schuldner ergibt sich der Vorteil, dass er die übereignete Sache weiterhin nutzen kann. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn zum Beispiel Maschinen mit der Sicherungsübereignung abgetreten werden. Denn diese sind notwendig, um weitere Waren zu produzieren.

Der Nachteil der Sicherungsübereignung für den Gläubiger besteht darin, dass ein Wertverlust entstehen kann. Zudem ist es möglich, dass die übereignete Sache untergeht oder beschädigt wird. In seltenen Fällen kann es auch zu einer doppelten Sicherungsübereignung kommen. Für den Schuldner liegen die Nachteile der Sicherungsübereignung darin, dass die übereignete Sache besonders abgesichert werden muss. Bestes Beispiel ist das Auto, bei welchem die Bank den Kfz-Brief bis zur Abzahlung behält. Oft verlangt sie während dieser Zeit den Abschluss einer Vollkasko-Versicherung, die mit höheren Kosten verbunden ist.

Sicherungsübereignung abschließen

Die Sicherungsübereignung wird in aller Regel in Verbindung mit einem Kredit abgeschlossen. Dabei muss für die Sicherungsübereignung ein gesonderter Vertrag geschlossen werden. Der Gläubiger kann nur dann auf das Gut zugreifen und sich aus diesem befriedigen, wenn der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt. Eine Sicherungsübereignung ohne Kredit ist dagegen nicht rechtens.

Bei einer Raumsicherungsübereignung werden alle beweglichen Gegenstände, die sich im Raum befinden sicherungsübereignet. Werden sie aus dem Raum abtransportiert, können sie nicht mehr verwertet werden. Dafür gelten neu hinein gestellte Gegenstände auch ohne gesonderte Vereinbarung als sicherungsübereignet.

Quellen:
http://www.bankrecht-ratgeber.de
http://www.wirtschaftslexikon24.net
http://www.online-kredit-hilfe.de

Wenn Jungunternehmer und Existenzgründer einen Kredit aufnehmen wollen, dann müssen sie regelmäßig der Abfrage der eigenen Daten bei der Schufa zustimmen. Doch nicht nur Banken, Leasinggesellschaften, Mobilfunkunternehmen und Versandhandelsunternehmen haben das Recht auf eine Schufaauskunft ihrer Kunden. Genauso kann und sollte sich jeder Gründer von Zeit zu Zeit eine Eigenauskunft einholen.

Mit dieser wird es zum Beispiel möglich, die eigenen Positiv- und Negativmerkmale zu sehen, die in der Schufa gespeichert sind. Diese zu kennen, bedeutet schon einmal einen Vorteil. Doch gibt es oft genug auch Unstimmigkeiten in der Schufaauskunft. So sind längst erledigte Negativmerkmale, für die die Löschfristen bereits abgelaufen sind, noch immer enthalten. In einem solchen Fall sollten Existenzgründer auf die Löschung dieser Merkmale bestehen. Wird diese noch vor der Beantragung eines Darlehens durchgeführt, kann dieses deutlich günstiger ausfallen.

Was sind die Positiv- und Negativmerkmale in der Schufaauskunft?

Doch um zu erkennen, wie Banken die Schufaauskunft beurteilen, müssen sich Jungunternehmer und Existenzgründer zunächst mit der Frage danach beschäftigen, welche Daten überhaupt bei der Schufa gespeichert werden. Grundsätzlich sind Name und Anschrift wichtige Daten, die auf jeden Fall bei der Schufa eingetragen werden. Vorhergehende Anschriften werden für einen gewissen Zeitraum ebenfalls gespeichert. Alle weiteren gespeicherten Daten der Schufaauskunft lassen sich in die Positiv- und Negativmerkmale untergliedern.

Als Positivmerkmale werden beispielsweise Anträge für eine Kontoeröffnung, die Kontoeröffnung selbst oder Beendigungen von Kontoverbindungen gespeichert. Gleichermaßen zählt der Kreditantrag sowie der genehmigte Kredit zu den Positivmerkmalen in der Schufaauskunft. Wird der Kredit entsprechend der Vereinbarungen zurückgezahlt, wird dies ebenfalls als Positivmerkmal gespeichert.

Als Negativmerkmale in der Schufaauskunft gelten Kündigungen von Bankverbindungen seitens der Bank aufgrund missbräuchlicher Nutzung der Konten. Ebenfalls zählen hierzu Einträge wegen Scheckrückgaben, wegen Scheckkartenmissbrauchs oder Wechselprotesten. Ein beantragter Mahnbescheid über eine unstrittige Forderung wird zusätzlich als Negativmerkmal in der Schufaauskunft ersichtlich, ebenso wie sämtliche Maßnahmen der Zwangsvollstreckung. Zudem zählen dazu Kündigungen von Kreditverträgen aufgrund Zahlungsverzugs sowie die Inanspruchnahme von Lohnabtretungen, die im Kreditvertrag vereinbart wurden.

Positiv- und Negativmerkmale auch im Scoring

Die Schufaauskunft alleine entscheidet in der Regel nicht mehr über die Kreditvergabe und die zugehörigen Konditionen. Geldinstitute ziehen zunehmend häufiger auch die Scoring-Werte der Antragsteller zur Entscheidungsfindung hinzu. Dabei können Negativmerkmale auch durch häufige Umzüge entstehen, wie es immer wieder heißt. Ebenfalls kann der eigene Wohnort zum Negativmerkmal werden. Der Scoring-Wert ist zwar umstritten, da er eine Gruppe ähnlicher Personen zusammenfasst, doch gewinnt er bei Banken immer mehr an Bedeutung.

Quelle: http://www.bankazubi.de

Die Selbstauskunft soll Informationen über die eigenen Lebensverhältnisse sowie die finanziellen Verhältnisse geben. Dabei ist sie für viele verschiedene Abschlüsse im Geschäfts- und Privatleben von Bedeutung. So werden Existenzgründer gerade zu Beginn der selbstständigen Tätigkeit mehrere Selbstauskünfte abgeben müssen.

Selbstauskunft beim Mietvertrag

Die Selbstauskunft wird regelmäßig beim Abschluss eines Mietvertrages verlangt. Dabei will sich der Vermieter absichern, dass der Mieter aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse in der Lage ist, die Miete fristgerecht zu bezahlen.

Wie bei der Anmietung einer privaten Wohnung gilt dies auch bei der Anmietung von Geschäftsräumen oder Büros. Die Selbstauskunft sollte dabei das eigene Vermögen offen legen sowie die erzielten Einkünfte. Existenzgründer sollten hierbei eine geschätzte Zahl angeben, die jedoch nicht zu stark von der Realität abweicht. Gründer, die sich innerhalb der ersten Monate oder Jahre ihrer Tätigkeit entscheiden, zusätzliche Räume anzumieten, sollten der Selbstauskunft eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung beilegen, aus der zu ersehen ist, wie hoch die Einnahmen der vergangenen Monate waren.

Selbstauskunft beim Darlehensvertrag

Außerdem wird eine Selbstauskunft fast immer notwendig, wenn ein Darlehen aufgenommen werden soll. Dies gilt gleichermaßen für die üblichen Darlehen, die die Bank vergibt, wie auch für Förderdarlehen, die extra für die Existenzgründung zur Verfügung gestellt werden. Zu beachten ist, dass die Selbstauskunft neben den eigenen Einkünften und Vermögen auch die Einkünfte des Ehepartners berücksichtigen kann. Viele Banken verlangen dies als zusätzliche Sicherheit. Zudem wird häufig noch eine Bürgschaft verlangt.

Selbstauskunft beim Franchising

Franchisegeber verlangen ebenfalls sehr häufig eine Selbstauskunft von möglichen Franchisenehmern. Zum einen überprüfen sie dabei, ob das angesparte und zur Verfügung stehende Vermögen ausreicht, um die Idee des Franchisings tatsächlich umsetzen zu können. Zum anderen wollen sich Franchisegeber natürlich auch über ihre Franchisenehmer informieren.

Selbstauskunft alleine reicht nicht aus

Die Selbstauskunft alleine kann jedoch in vielen Fällen als nicht ausreichend von den bearbeitenden Unternehmen wie Vermieter oder Bank angesehen werden. Häufig muss zusätzlich eine Abfrage bei der Schufa durchgeführt werden. Diese soll zeigen, ob der Antragsteller in der Vergangenheit bereits einmal auffällig geworden ist.

Auch eine Bürgschaft wird oftmals noch zusätzlich verlangt. Abschließend kann also festgehalten werden, dass die Selbstauskunft bei fast allen Geschäftsabschlüssen erteilt werden muss, bei denen es um finanzielle Belastungen für den aktuellen oder künftigen Zeitraum geht.
 

Die Abtretungserklärung ist ein übliches Mittel in der Wirtschaft, um Sicherheiten zu übereignen. Bei Existenzgründern kommt eine solche fast immer zum Einsatz, wenn bestimmte Fördermittel ausgezahlt werden. So gibt es viele Möglichkeiten, sich durch Fördermittel ein professionelles Coaching zum Teil finanzieren zu lassen.

Der jeweils beauftragte Coach wird jedoch häufig auf eine Abtretungserklärung drängen. Diese hält schriftlich fest, dass die Fördermittel nicht an den Existenzgründer, sondern direkt an den betreffenden Coach ausgezahlt werden. Der Gründer muss dann lediglich den noch verbliebenen Differenzbetrag zahlen.

Sinn der Abtretungserklärung

Die Abtretungserklärung steht also im Grunde genommen dafür, dass eine bestimmte Forderung an einen Dritten abgetreten wird. Der Dritte sichert sich somit gegen eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit des direkten Vertragspartners ab. Die Abtretungserklärung wird dabei in vielen Bereichen eingesetzt, neben dem Coaching werden auch die Banken immer wieder eine Abtretungserklärung verlangen, wenn ein Kredit an Existenzgründer vergeben wird.

Bei Banken wird oft eine Abtretung der Forderungen an Kunden abgetreten. Das bedeutet, dass die Bank im Falle der Nichtzahlung von Darlehensraten, die Gelder aus den Rechnungen an Kunden direkt erhält. Somit erhält sie eine hohe Sicherheit, dass das Darlehen auch bei Zahlungsschwierigkeiten des Darlehensnehmers abgelöst wird. Unterschieden wird hierbei in die vollständige Abtretung aller Kundenforderungen, sowie in die Abtretung von einzelnen Kundenforderungen. Dabei wird oft nach Buchstaben sortiert, so dass alle Forderungen der Kunden von A bis F an die Bank abgetreten werden, um nur ein Beispiel zu nennen.

Formvorschriften bei der Abtretungserklärung

Auf der Suche nach Formvorschriften der Abtretungserklärung werden Gründer kaum fündig werden. Denn diese gibt es nicht. Die Abtretungserklärung sollte aber dennoch grundsätzlich schriftlich erfolgen, bei sehr hohen Werten der Abtretung empfiehlt sich auch eine notarielle Beglaubigung.

Wichtig ist, dass aus der Abtretungserklärung eindeutig hervorgeht, welche Rechte abgetreten werden, wer diese abtritt und an wen sie abgetreten werden. Diese wichtigen Punkte sollten in jeder Abtretungserklärung eindeutig belegt sein. Dabei ist insbesondere die Person, an die eine abgetretene Forderung gerichtet wird, von der Abtretung zu informieren. Ausnahmen gelten bei den häufig verdeckten Abtretungen, die zwischen Unternehmer und Bank über Kundenforderungen vereinbart werden.

Quelle: http://www.juramagazin.de/abtretungserklaerung
 

Ich möchte mit diesem Beitrag auf die Aktion von smava hinweisen. Smava ist ein Marktplatz für Kredite und sucht auf diesem Weg einen neuen Werbeslogan. Wir vom Gruenderlexikon haben uns gleich eine ganze Batterie an aussagekräftigen Slognas überlegt, die wir hier zum Besten geben wollen:

  1. Smava ist Liquidität
  2. Smava - Wir schreiben Kreditwürdigkeit neu.
  3. Smava - Und Kreditwürdigkeit bekommt einen neuen Namen.
  4. Smava - Der Schlüssel zu mehr (zur) Liquidität.
  5. Smava - Wenn Banken nein sagen.
  6. Smava - Wir fangen an, wo andere Kredite ablehnen.
  7. Der Verstand sagt nein, smava sagt ja.

smava sucht Ihre Idee

In Zukunft sollen die Verbraucher bei Kreditverträgen besser informiert und vor Lockangeboten, welche unseriös sind, geschützt werden. Gleichzeitig wird in der Europäischen Union der bargeldlose Zahlungsverkehr vereinfacht, denn der Bundestag hat folgende Gesetzte verabschiedet: das Gesetz zur "Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie", des „zivilrechtlichen Teils der Zahlungsdiensterichtlinie" und das Gesetz zur „Neuerung der Vorschriften über das Widerrufs- und Rückgaberecht".

Neue Regelungen der Verbraucherdarlehen

Die Regelung bei Verbraucherdarlehen sieht jetzt so aus, dass der Verbraucher über die hauptsächlichen Bestandteile eines Kredites schon vor Abschluss des Vertrages informiert wird. So wird es möglich gemacht, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen und eine sichere Entscheidung zu treffen. Auch die Werbung für Darlehensverträge soll besser geregelt werden. Es dürfen bei Werbungen nicht nur für den Verbraucher positive Zahlen, wie beispielsweise ein niedriger Zinssatz aufgeführt sein, es müssen auch die Folgekosten angegeben sein und an einem realistischen Beispiel erklärt werden.

Des Weiteren gilt bei den Verbraucherdarlehen ein einheitliches Muster für die Angebote, hier werden alle Darlehenskosten erkennbar und können bei mehreren Angeboten besser verglichen werden. Da die Muster europaweit Gültigkeit haben, besteht die Möglichkeit der Einholung von Angeboten aus dem europäischen Ausland. Weiterhin gilt ein neues Kündigungsrecht. Vom Darlehensgeber dürfen unbefristete Verträge nur dann gekündigt werden, wenn eine Frist von wenigstens zwei Monaten vereinbart worden ist. Jedoch dürfen die Verbraucher unbefristete Verträge jederzeit kündigen und eine Kündigungsfrist darf nicht mehr als einen Monat betragen.

Darlehen von befristeten Verträgen dürfen vom Verbraucher ab sofort teilweise oder ganz zurückbezahlt werden, sofern dieser Vertrag nicht durch ein Grundpfandrecht gesichert ist. Eine Vorfälligkeitsentschädigung seitens des Darlehensgebers darf höchstens ein Prozent des Betrages, welcher vorzeitig bezahlt wird, betragen. Neben den Darlehensverträgen sind auch andere Finanzierungsgeschäfte von der Neuregelung erfasst, dies bedeutet, dass Verbraucher ebenso bei Teilzahlungsgeschäften oder Finanzierungsleasingverträgen genauso geschützt sind.

Regelung der Zahlungsdienste

Künftig gelten europaweite, fast einheitliche Gesetze und Pflichten bei Zahlungsdienstleistungen im Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Beispielsweise bei Überweisungen, Kartenzahlungen oder Lastschriften gelten erstmals nicht nur für inländische, sondern auch für grenzüberschreitende Verfahren Einheitsregeln. Dadurch wird sowohl das bargeldlose Zahlen vereinfacht als auch die Rechtssicherheit aller Beteiligten erhöht. Anbietern von Zahlungsdiensten ist es durch einen einheitlichen Euro-Zahlungsraum erlaubt, Zahlungen in Euro europaweit zu entrichten.

Regelung des Widerrufs- und Rückgaberechts

Die schon bestehenden Vorschriften werden neu geordnet, was bei Verbraucherverträgen und Versicherungsverträgen zu einer größeren Rechtssicherheit führt. Wettbewerbsrechtlichte Abmahnungen oder unbefristete Rechte haben Unternehmer nicht mehr zu befürchten, wenn sie das neue Muster für die Belehrung des Widerrufs- und Rückgaberechts nutzten.

In Kraft tritt die Vorschrift zur Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie am 31. Oktober 2009, zum 11. Juni 2010 folgen die übrigen Gesetze.

Quelle: http://www.bmj.de

Wer als Unternehmer einen Kredit aufnehmen will oder muss, der hat derzeit schlechte Karten bei den Banken. Spätestens seit der Einführung von Basel II im Jahr 2007 wird es zunehmend schwieriger, einen Kredit zu erhalten. Im Zuge der Finanzmarktkrise sind die Banken noch zurückhaltender geworden. Deshalb haben gerade Gründer und Jungunternehmer, die nicht über ausreichend Sicherheiten verfügen, kaum eine Chance, ein Darlehen zu erhalten.

In diesen Fällen kann jedoch die Bürgschaftsbank als rettende Lösung einspringen. Sie gewährt eine Bürgschaft für das Darlehen. Dabei sieht sie sich selbst als Selbsthilfeeinrichtung für den Mittelstand. Denn selbst wenn die Bürgschaftsbank einspringt, wird der Unternehmer nicht von seiner Schuld befreit. Er ist zwar nicht mehr der Hausbank gegenüber in der Schuld, dafür aber der Bürgschaftsbank.

Beantragung der Bürgschaften

Die Beantragung einer Bürgschaft bei den Bürgschaftsbanken ist alles andere als schwierig. Sie läuft in vielen Fällen über die Hausbank ab. Dabei wird von dieser zunächst das Finanzierungsvorhaben überprüft. Ist es erfolgversprechend, müssen die Sicherheiten geprüft werden. Reichen diese nicht aus, um das Darlehen abzusichern, wird in der Regel ein Antrag bei der zuständigen Bürgschaftsbank gestellt.

Wer keine Bank findet, die bereit ist, einen Kredit zu vergeben, kann sich auch direkt an die Bürgschaftsbank wenden. Der Kreditantrag selbst umfasst lediglich zwei DIN-A4-Seiten. Mit der Zusage einer Bürgschaft fällt es oft leichter, eine Hausbank zu finden, die sich auf die Finanzierung einlässt.

Voraussetzungen für Bürgschaften der Bürgschaftsbanken

Natürlich gewähren die Bürgschaftsbanken auch nicht in jedem Fall eine Bürgschaft. Hierfür müssen ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu zählt in erster Linie die Größe eines Unternehmens. So werden Bürgschaften ausschließlich an KMU vergeben. Es dürfen nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt werden und die Jahresbilanzsumme muss unter 43 Millionen Euro liegen. Alternativ zum letzten Punkt ist auch ein Umsatz unter 50 Millionen Euro möglich. Eine Bürgschaft wird nicht für das KfW-Startgeld gewährt und auch nicht für andere KfW-Förderungen, die mit einer Haftungsfreistellung einhergehen. Der Finanzierungsbedarf für eine Bürgschaft muss zwischen 10.000 Euro und einer Million Euro liegen.

Außerdem muss der Unternehmer einen Businessplan einreichen, der alle wichtigen Punkte, Chancen und Risiken, sowie die geplanten Unternehmenskennzahlen beinhaltet. Der Unternehmer muss seinen Lebenslauf einreichen und persönlich für die Kredite haften. Weitere Vermögenswerte, wie Immobilien, Lebensversicherungen und andere Geldanlagen müssen aufgezeigt werden. Zuständig ist dabei immer die Bürgschaftsbank, die im eigenen Bundesland sitzt. Sie haftet der Bank gegenüber derzeit für 80 Prozent des Darlehensbetrages. Allerdings gehen Signale von der Politik aus, dass die Haftung auf 90 Prozent erhöht werden könnte.

Quelle: Starting Up, Mär/Apr/Mai 09, S. 44 - 48
 

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Regierung zahlreiche Mittel geschaffen, um Unternehmen zu unterstützen. Eines dieser Mittel ist das Sonderprogramm der KfW. Insgesamt sollen damit Unternehmen gestützt werden, die aufgrund der Krise in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Es stehen 40 Milliarden Euro im Sonderprogramm zur Verfügung.

Dabei werden die Förderkredite von der KfW als bankdurchgeleitete Kredite gewährt. Die KfW selbst stellt die Banken von bis 90 Prozent der Haftung frei, fungiert also als eine Art Bürge. Damit soll den Banken die Zusage solcher Kredite um einiges erleichtert werden. Dennoch sind bisher die Banken recht zögerlich, wenn es um die Durchleitung der Darlehen geht. Und das, obwohl das Sonderprogramm noch weitere Vorteile bietet.

Darunter ist insbesondere die Förderung nicht nur für Investitionen, sondern auch für Betriebsmittel zu nennen. Außerdem können sogar große Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro Umsatz vom Sonderprogramm profitieren. Ebenso loben die Banken, dass selbst bei schlechteren Bonitäten die Darlehensaufnahme ermöglicht wird.

Kritik am Sonderprogramm

Dennoch gibt es natürlich auch Kritiker, die sich gegen das Sonderprogramm der KfW aussprechen. Insbesondere die teils langen Bearbeitungszeiten, sowie die zahlreichen Unterlagen, die eingereicht werden müssen, werden hierbei kritisiert. Auch sei es vielen Unternehmern nicht möglich, alle Unterlagen binnen kürzester Zeit zu erstellen, das Geld werde aber dringend benötigt.

Ein weiterer Kritikpunkt liegt bei den Betriebsmittelkrediten. Diese werden lediglich zu 60 Prozent abgesichert. Damit trägt die Bank selbst noch ein 40-prozentiges Risiko. Und aus eben diesem Grund verwehren viele Hausbanken ihren Kunden die Förderkredite. Der BDI-Sprecher Thomas Hüne fordert deshalb, dass auch bei den Betriebsmittelkrediten eine Haftungsfreistellung in Höhe von 90 Prozent eingeführt wird.

Ebenfalls wird die Stichtagsregelung häufig kritisiert. Diese besagt, dass nachgewiesen werden muss, dass das Unternehmen zum Stichtag 01.07.2009 nicht verschuldet war. Außerdem dürfen keine Zahlungsrückstände vorhanden sein, die länger als 30 Tage bestanden haben. Ebenso wenig darf das Unternehmen weder auf einer „Watchlist" gestanden, noch einen „Non-Performing-Loan-Status" aufgewiesen haben. Das sei laut Banken jedoch recht schwierig, da auch Kunden auf diesen Listen stünden, die eine gute Bonität aufwiesen, jedoch in einer kritischen Branche tätig seien.

Sonderprogramm nicht immer geeignet

Die Darlehen aus dem Sonderprogramm werden zwischen 4,30 Prozent und 7,15 Prozent verzinst. Erstere Zinssätze werden nur für Unternehmen mit einer A-Bonität gewährt, letztere für Unternehmen mit G-Bonität. Diese Zinsen sind laut Experten jedoch völlig überteuert, zahlreiche andere Möglichkeiten, Investitionen zu tätigen, wären deutlich günstiger. Deshalb bieten viele Banken ihren Kunden das Sonderprogramm gar nicht an.

Quelle: Pro Firma 07/2009, S. 42 - 45

Die Finanzkrise ist in aller Munde und auch die Banken achten verstärkt auf eine Senkung der Risiken. Insbesondere bei der Vergabe von Krediten werden zahlreiche Nebenabreden getroffen. Diese so genannten Covenants sind jedoch nicht bedingungslos zu akzeptieren. Die Unternehmen können mit der richtigen Darstellung und Diskussion über die eigenen Zahlen durchaus Einfluss auf die Nebenabreden nehmen.

Experten empfehlen jedoch, das Unternehmen nicht zu positiv darzustellen, da dies schnell zu schwieriger zu erreichenden Nebenabreden führen kann. Diese dann wirklich nie zu brechen, dürfte den Unternehmen schwer fallen. Gerade in Krisenzeiten sei es also angebrachter, auch über schlechtere Zahlen zu sprechen.

Die häufigsten Covenants

Die Covenants, die in die Darlehensverträge eingearbeitet werden, lassen sich in vier Gruppen unterteilen. Liegt der Fokus auf der Rentabilität des Unternehmens, müssen gewisse Kennzahlen eingehalten werden. Die Umsatzrentabilität, der Anlagendeckungsgrad und die Gesamtkapitalrentabilität werden hier oft festgelegt. Werden die Ziele nicht erreicht, drohen Sanktionen.

Bei Covenants, die cash-bezogen arbeiten, kommen als Kenngrößen der Verschuldungs- und Zinsdeckungsgrad in Frage, sowie EBIT oder EBITDA Interest Coverage. Bei statischen financial Covenants wird die Mindesteigenkapitalquote festgelegt. Und bei Covenants, die auf das Management abzielen, wird eine Begleitung durch externe Berater vereinbart. Ebenfalls kommt hier die Bestellung eines Risikomanagers in Frage oder gar ein Austausch im Management.

Sanktionen drohen

Werden die vereinbarten Covenants nicht eingehalten, drohen den Unternehmen Sanktionen. Diese reichen vom Zwang zur häufigeren Abgabe der Zahlen über eine Nachbesicherung der Kredite bis hin zu deren Kündigung im schlimmsten Fall. Deshalb sollten Unternehmen von vornherein genau überprüfen, welche Covenants sie tatsächlich unterzeichnen und welche doch eher ausgelassen werden sollten.

Quelle: Pro Firma 05/2009, S. 62/63

Die Krise ist in aller Munde, wenngleich sie bei den Bürgern noch nicht vollständig angekommen ist. Doch Unternehmen bemerken die Krise spätestens dann, wenn sie ihre Bank um einen Kredit bitten. In diesem Fall werden Banken oft kleinlaut, selbst die eigene Hausbank wird einen Kredit nicht mehr so einfach gewähren.

Deshalb sollten sich Unternehmen bereits frühzeitig darauf einstellen, dass ein Kredit nicht so einfach erhältlich ist, wie einst. Eine genaue Überprüfung des eigenen Unternehmens und der betrieblichen Abläufe kann hier durchaus sinnvoll sein. Hierfür muss jedoch ein kritischer Blick in alle Unternehmensbereiche geworfen werden.

Der Unternehmens-Check

Zunächst sollte genau überprüft werden, wie die Jahresplanung für das laufende Jahr verändert werden muss. Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr werden dank Krise kaum mehr Bestand haben. Ebenso sollten die eigenen Produkte überprüft werden, sind sie am Markt zu verkaufen oder gibt es Alternativen? Sollte das eigene Sortiment umgestellt werden, um neue Kunden zu erreichen?

Ebenfalls kann oftmals einiges in der Verwaltung und in den internen Abläufen korrigiert werden. In Zeiten der Krise ist auch die Bereitschaft zur Veränderung bei den Mitarbeitern deutlich größer. Diese Chance sollten Unternehmen nutzen und betriebliche Abläufe effektiver und somit gewinnbringender zu gestalten.

Einsparungen können ebenso erzielt werden, wenn das Mittel der Kurzarbeit genutzt wird. Zeitkonten können abgebaut und Minussalden aufgebaut werden. Unnötige Arbeiten sollten nach Möglichkeiten verlagert werden. Externe Dienstleister können diese übernehmen, das Unternehmen kann verschlankt werden und flexibler arbeiten.

Einkäufer sollten nicht mehr nur auf Mengenrabatte achten. Große Materialbestellungen stellen immer gebundenes Kapital dar. Besser ist es, mit Rahmenverträgen zu arbeiten. Einmal bestellt, liegen die Waren beim Lieferanten auf Lager und können in kleinen Stückzahlen abgerufen und bezahlt werden.

Mehr Liquidität schaffen

Liquidität ist das A und O in der Krise. So können Lieferanten unter Umständen zu längeren Zahlungszielen überredet werden. Das spart manch einem Unternehmen die Darlehensaufnahme bei der Bank. Ebenso sollten die Zahlungseingänge von Kunden strenger überwacht werden. Das Mahnwesen muss effektiver arbeiten, die Rechnungsstellung muss sofort nach Abschluss des Auftrages erfolgen. So kommen die Gelder schneller ins Unternehmen. Auch der Einsatz von Factoring kann in diesem Fall sinnvoll sein. Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, kaufen die Forderungen auf und zahlen einen prozentualen Anteil davon, aber das sofort.

Leasing statt Kaufvertrag ist ebenfalls eine Möglichkeit, die Liquidität zu verbessern. Auch das Sale-and-lease-back-Verfahren ist eine Möglichkeit, um neue Gelder in die Firmenkasse zu spülen. Hochwertige Anlagegüter werden an ein spezialisiertes Unternehmen verkauft und dann von diesem zurück geleast.

Quelle: Profil (IKK) 02/2009, S. 6

Kostenlose Onlinerechner zur Finanzierung

Finanzierungsplan kostenlos erstellen

Für viele Existenzgründungen ist die Kooperation mit einer Bank unerlässlich. Angefangen von einer optimalen Zusammenarbeit bis hin zur Finanzierung entwickelt sich die Bank zu einem wichtigen Geschäftspartner für Gründer. Nur wenn die Zusammenarbeit mit der eigenen Hausbank makellos verläuft, können Existenzgründer auch in dieser einen Berater sehen.

Nicht immer ist eine Finanzierung der Grund für ein Bankengespräch. Bereits bei der Eröffnung eines Geschäftskontos steht der erste Termin mit dem individuellen Bankberater an. Bereits durch das Auftreten eines Gründers werden wichtige Grundsteine für eine gemeinsame Zusammenarbeit gelegt.

Positionen klären und bekennen

Existenzgründer sollten sich gegenüber einer Bank selbst nicht als Bittsteller sehen. Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Banken basieren auf einer Zusammenarbeit. Somit tritt auch der Gründer als Geschäftspartner auf. Hierbei ist es unerlässlich, dass er eine gewisse Souveränität verkörpert. Arroganz ist gegenüber der Bank jedoch fehl am Platz.

So sollten sich Existenzgründer grundsätzlich vor Augen halten, dass es die Aufgabe einer Bank ist, gewisse Risiken einzuschätzen. Auf diese Art und Weise erfüllt sie zum einen eine Beraterfunktion und zum anderen auch einen Sicherheitsaspekt. Wichtig ist es, von Beginn an Vertrauen aufzubauen. Somit sollten sich Gründer grundsätzlich auch offen gegenüber einem Bankmitarbeiter zeigen. Gerade wenn wichtige Fakten verschwiegen werden, wächst das Misstrauen der Berater und somit mindern sich auch die Chancen für die Gründer.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Offenheit und zugleich auch Respekt sollten in einem Bankengespräch grundsätzlich vorhanden sein. Existenzgründer müssen von Beginn an verstehen, dass die Bank eine beratende Funktion einnimmt. Durch eine gute Zusammenarbeit kommen Banken ihren Kunden auch entgegen und arbeiten bei Problemen gemeinsam mit ihnen an möglichen Lösungswegen.

Ein gutes Verhältnis entsteht insbesondere durch Transparenz. Somit sollten Gründer dem Bankberater von Beginn an notwendige Unterlagen zur Verfügung stellen. Durch diese lassen sich Bankengespräche, die sich zum Beispiel mit Finanzierungen auseinandersetzen, einfacher bewältigen. So sollten der Bank vor allem die verschiedensten Auswertungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Vorbereitung als wichtigste Grundlage

Möchten Existenzgründer erfolgreich aus einem Bankengespräch gehen, müssen sie sich auf dieses auch entsprechend vorbereiten. Kleine Übungen in den heimischen vier Wänden sind hier vollkommen ausreichend. Hierbei sollte vor allem die Überzeugungskraft trainiert werden. Nur wenn ein Gründer seine Geschäftsidee glaubhaft erläutern kann, hat er auch eine Chance bei der Bank.

Bereits im Voraus sollten somit alle notwendigen Unterlagen in einen Ordner gepackt werden. Dies schafft nicht nur Übersichtlichkeit, sondern vermittelt außerdem gegenüber der Bank Professionalität. Empfehlenswert sind so auch Kopien der wichtigsten Unterlagen, die bei der Bank verbleiben können.

Diese Unterlagen benötigt die Bank

Für eine problemlose und zugleich flexible Zusammenarbeit benötigt eine Bank verschiedenste Unterlagen. Neben dem gültigen Personalausweis, der Gewerbeanmeldung und einem Handelsregisterauszug handelt es sich um einen Registerauszug, der zum Beispiel bei der Gründung einer GmbH vorhanden sein muss. Zudem verlangen die meisten Banken den Businessplan der Gründer, da sich in diesem die wichtigsten Punkte zur Finanzierung befinden. Sowohl bei der Eröffnung eines Geschäftskontos als auch bei der Finanzierung verlangen die Banken eine BWA, die Betriebswirtschaftliche Auswertung. Auch eine Kontenaufstellung sollte für jedes Bankengespräch griffbereit zur Hand liegen.

Wer sich als Gründer nicht sicher ist, welche Unterlagen genau benötigt werden, kann bereits beim Telefonat mit der Bank für Klarheit sorgen. Grundsätzlich gilt es an den passenden Stellen nachzufragen, denn dies symbolisiert Interesse und zudem auch Professionalität.

Zu bedenken ist zudem, dass die notwendigen Unterlagen von dem eigentlichen Anliegen abhängig sind. Hierbei spielt bereits die Wahl des Geschäftskontos eine richtungsweisende Rolle. So sind die Anforderungen der Banken bei einem Geschäftskonto mit Überziehungskredit wesentlich umfangreicher als bei einer Lösung ohne diesen. Die wichtigste Faustregel bezieht sich jedoch auf die Zeit. Gründer sollten an das Bankengespräch ohne jeglichen Zeitdruck gehen und sich somit auch eine gewisse Flexibilität schaffen.

Quellen:
http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/tipps-zum-bankengespraech-374434/
http://www.stroisch.com/wiwo-gruender-spezial-bankengespraech.html
 

Das erste Bankgespräch steht meist bereits ganz am Anfang einer Existenzgründung. Die meisten Gründer begegnen den Gesprächen mit der Bank mit einer gewissen Angst, denn meist handelt es sich um den ersten Termin, an dem sie sich behaupten müssen. Das Ziel sollte es von Beginn an sein, eine Zusammenarbeit mit der eigenen Hausbank aufzubauen, die auf Vertrauen und Transparenz beruht. Bereits bei der Eröffnung eines Geschäftskontos nehmen die meisten Banken eine eingehende Prüfung der Unterlagen vor. Mit einigen wenigen Regeln haben Existenzgründer die Möglichkeit, sich auf ein Bankgespräch vorzubereiten und somit auch eine gewisse Erfolgsgarantie zu schaffen.

Allein zum Bankgespräch?

Die meisten Existenzgründer entscheiden sich schon früh für einen Steuer- oder Unternehmensberater und geben an diesen einzelne Aufgabenbereiche ab. Auch bei einem Bankgespräch müssen sich die Gründer nicht grundsätzlich allein den bohrenden Fragen der Berater stellen. Die meisten Steuerberater bieten ihren Gründern die Möglichkeit, sie zum ersten Bankgespräch zu begleiten. Auf diese Art und Weise wirkt der Gründer sicherer und kann sich zudem bei einzelnen Aspekten mit dem Fachmann beraten. Möchte man nicht allein zum Bankgespräch, sollte man rechtzeitig mit dem Steuerberater Rücksprache halten, denn auch dieser muss sich auf den Termin vorbereiten.

Auch wenn der Steuerberater oder Unternehmensberater als kompetente Unterstützung am Bankengespräch teilnimmt, dürfen Existenzgründer nicht die eigene Vorbereitung vergessen. Grundsätzlich sollten sie vor dem Termin am eigenen Auftreten arbeiten, sich aber auch noch einmal mit dem eigenen Businessplan auseinandersetzen, denn bereits kleine Unstimmigkeiten können zu Problemen führen. Auch hierbei sollte der Kontakt zum Steuerberater gesucht werden. Empfehlenswert ist ein persönliches Gespräch vor dem Termin mit der Bank.

Überwiegend müssen neben den persönlichen Unterlagen auch der Businessplan und eine Präsentationsmappe als Ergänzung mit an Bord sein. Der Businessplan sollte zu diesem Zeitpunkt fertig gestellt sein und alle wichtigen Angaben umfassen.

Auch beim Bankgespräch machen Kleider Leute

Ein Gründer muss eine gewisse Professionalität ausstrahlen. Neben einer sicheren Aussprache und einer gut gewählten Mimik spielt bei einem Bankgespräch auch die Wahl der Kleidung eine wichtige Rolle. Nicht selten symbolisiert man durch diese, dass man den Termin ernst nimmt. Einen klassischen Dresscode gibt es für den Termin bei der Bank nicht. Allerdings sollte man sich als Gründer vor Augen führen, dass man die eigene Geschäftsidee repräsentiert. Aus diesem Grund sollten saubere und zugleich auch ansprechende Kleidungsstücke gewählt werden. Viele Gründer gehen in einem Anzug zur Bank, aber auch eine saubere und seriös wirkende Jeanshose kann gewählt werden. Frauen sollten darauf achten, dass sie nicht zu aufreizend angezogen sind. Beim Termin mit der Bank darf der Rock des Kostüms zum Beispiel gerne etwas länger sein.

Bei der Wahl der Kleidung sollten Gründer darauf achten, dass sie sich wohl fühlen und zudem auch natürlich wirken. Die Banken haben oftmals langjährige Erfahrungen in Bezug auf Kundengespräche und bemerken ein kleines Schauspiel recht schnell.

Die Uhr tickt

Eine der wichtigsten Regeln bei einem Bankgespräch ist die Pünktlichkeit. Existenzgründer sollten zum Gespräch mit dem Bankberater grundsätzlich nicht unpünktlich erscheinen. Dies wirkt nicht nur unprofessionell, sondern macht auch vom ersten Moment an einen schlechten Eindruck. Um Unpünktlichkeit zu vermeiden, sollten Gründer vor dem Bankgespräch auf weitere Termine verzichten und sich voll und ganz auf dieses konzentrieren.

Weitere Tipps für ein gelungenes Bankgespräch auf einen Blick

Bei einem Bankgespräch sollten sich Gründer vor Augen führen, dass der Mitarbeiter des Finanzunternehmens eine beratende Funktion einnimmt. Aus diesem Grund sollte man diesen als Gründer auch ausreden lassen. Fragen von dem Berater sollten schnell und problemlos beantwortet werden können. Zudem sollte man während dieser Zeit das eigene Handy ausschalten. Durch ein unverhofftes Klingeln wird das Gespräch mit der Bank unterbrochen und dies kann zu einem massiven Problem für den Einzelnen werden.

Quellen:
http://www.wiwo.de/
http://www.stroisch.com/

Nach der Krise ist vor der Krise? Viele Pessimisten trauen unserem Finanzmarkt keine Reformen zu und sind sicher, dass auf den Zusammenbruch 2008/09 in wenigen Jahren der nächste Kollaps folgen wird. Doch ist es wirklich so, dass sich nichts verändert hat durch die Krise? Können die Banken, Kreditinstitute und Börsen weiter machen wie bisher?

Wer von der Regierung erwartet hat, dass sie mit neuen und strengeren Gesetzen den Kapitalmarkt so regulieren kann, dass es keine Schlupflöcher mehr gibt, der wird enttäuscht werden. Eine Reform kann nicht von außen aufgezwungen werden, sie muss von innen heraus geschehen. Das ist mit Menschen nicht anders als mit ganzen Systemen.

So wie der Mensch sich in einem stetigen Optimierungsprozess befindet, so reformieren und erneuern sich Systeme, in dem sie sich den neuen Bedingungen und den neuen Erkenntnissen anpassen. Jeder muss sich seine Nische suchen, die ihm die Bedingungen bietet, die er braucht. Natürlich tun sich nach einer Krise immer neue Märkte und Möglichkeiten auf, die vor der Krise in einem etablierten System vermutlich keine Chance auf einen Durchbruch gehabt hätten. Aus einer Krise kann also durchaus etwas völlig Neues entstehen. Neue Geschäftsideen können die bisherigen Prozesse, Regeln und sogar ganze Märkte ablösen.

Durch die ängstliche Haltung der Banken bei der Kreditvergabe und angetrieben durch den Vertrauensverlust, mit dem Banken aktuell zu kämpfen haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis andere Konzepte und andere Ideengeber sich diesem Sektor annehmen werden. Ja es hat sogar schon begonnen und vielleicht wird es sogar eine Revolution, nicht nur eine Reform werden.

Ein Modell, das vielen Deutschen noch unbekannt ist, hat sich in etlichen anderen Ländern bereits etabliert. Stetig wachsen die Nutzerzahlen. Die Rede ist von Online-Kreditbörsen – ein Geschäftskonzept par excellence in Zeiten der Finanzmarktkrise. Unter Ausschaltung der Banken finden sich hier online private Kreditgeber und Kreditnehmer direkt zusammen und gehen Geldgeschäfte miteinander ein. Wieso goldene Paläste und fürstliche Vorstandsgehälter finanzieren, wenn man sich die Marge, die sonst an Banken ausbezahlt werden, auch in die eigene Tasche stecken bzw. einfach sparen kann? Die Kreditbörse www.smava.de ist so ein Beispiel, das bereits auf einige Erfolge verweisen kann. Auf einer ausgeklügelten technischen Plattform basierend bringt diese Börse Kredit-Suchende und private Investoren zusammen. Was ursprünglich nur in Entwicklungsländern Erfolg hatte, das wird vermutlich in kurzer Zeit bei uns nicht mehr wegzudenken sein. Die Vergabe von Mikrokrediten unter Umgehung von teueren und unbeweglichen Großbanken. Das Konzept der Mikrokredite, wie sie in Asien vergeben wurden, war so erfolgreich, dass es eigentlich keine Frage ist, ob es auch bei uns Erfolg haben wird: Eine Kreditausfallquote, die gegen Null tendiert, zufriedene Kunden und Investoren, schnell, transparent und seriös.

Natürlich finden auch bei Kreditbörsen vorher Prüfungen der Kreditwürdigkeit statt. Durch den persönlichen Kontakt und durch die individuelle Prüfung jedes einzelnen Kreditgesuchs, sind ganz andere Bedingungen geschaffen. Kreditnehmer fühlen sich persönlich verpflichtet, sie werden nicht grundlos in eine Schublade gesteckt, wie dies beispielsweise bei Selbständigen häufig der Fall ist, oder einfach nur abgelehnt, weil sich der Aufwand nicht lohnt. Wer bei www.smava.de seinen Kreditwunsch seriös und fundiert darstellt, der bekommt seinen Kredit in aller Regel auch. Oft auch zu deutlich besseren Konditionen als bei der Hausbank.

Interessante Artikel im Web

Unternehmensgründungen in Zeiten der Krise

Für Existenzgründer ist es durch die bestehende Finanzkrise problematischer geworden, an Startkapital für die Gründung zu kommen. Je nach Kapitalbedarf stehen dem Gründer jedoch verschiedene Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung zur Verfügung.

Leasing

Als Finanzierungsalternative steht Leasing immer hoch im Kurs. Weil die Leasinggeber gerade bei hochwertigen Leasinggütern in der Auswahl der Leasingnehmer sorgfältiger geworden sind, haben junge Unternehmer kaum eine Chance, dringend benötigte Geräte oder Maschinen zu leasen.

Kredite bei Banken oder Sparkassen

Vermag der Gründer Sicherheiten vorzulegen, hat er in der Regel wenig Probleme einen Kredit bei seiner bevorzugten Bank zu bekommen. Fehlen dagegen die Sicherheiten, wird es für den Gründer schwer. Zum Kreditgespräch muss der Gründer nicht nur einen ausgefeilten Businessplan vorlegen, sondern auch mit seiner Idee, seinem Konzept und seiner Persönlichkeit überzeugen.

Förderung

Gründer können über die Bürgschaftsbanken der Länder oder bspw. die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderung erhalten. So übernehmen diese bspw. die Kredithaftung für 80% der Kreditsumme. Mit einer solchen Förderung ist die Kreditzusage einer Bank wesentlich reibungsloser zu erreichen.

Risikokapital

Venture-Capital Gesellschaften (VC) finanzieren Unternehmen mit einem hohen Investitionsbedarf. Der Unternehmer muss ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen und bereits geschäftliche Erfolge nachweisen können, um an Kapital der VC zu kommen.
Die VC könnten im Zug der Krise ihre Finanzierungen ändern. Wurden bisher hauptsächlich Anschlussfinanzierungen getätigt, soll zukünftig eher in neue, aussichtsreiche Gründungen investiert werden.

Venture-Capital Gesellschaften (VC) sind bspw.

Triginta Capital
BMP
Index Ventures (englischsprachig)
Magrove VC (englischsprachig)
Novacap
Atlas Venture Munich
Holzbrinck-Venture

High-Tech Gründerfonds

Der High-Tech Gründerfonds stellt technologieorientierten Unternehmensgründungen das nötige Startkapital zur Verfügung. Zu den Investoren dieses Fonds zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW, Telekom, BASF, Siemens, Robert Bosch, Daimler und Carl Zeiss. Gründer, die den Fond in Anspruch nehmen wollen, müssen einige Voraussetzungen erfüllen. So müssen sich die Gründer bspw. durch hohe Motivation und Einsatzbereitschaft, absoluten Erfolgswillen und kaufmännisches Know-how auszeichnen.

Private Equity

Private Equity ist außerbörsliches Beteiligungskapital für erfahrene, bereits etablierte Unternehmen mit Finanzbedarf. Das Geld stammt oft aus wohlhabenden Familien die Investitionen in mittelständischen Unternehmen tätigen.

Business Angels

Business Angels (BA) oder auch Unternehmensengel beteiligen sich bereits in der Gründungsphase am Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um das bereitgestellte Startkapital. Der Gründer profitiert ebenfalls vom Know-how des BA und kann dessen Kontakte nutzen. BA sind in der Regel in Netzwerken organisiert, wie bspw. BAND.

Kleinkredite

Bei Kleinkrediten über Kreditvermittler sollte der Gründer sorgfältig prüfen. All zu oft hat er nach dem Vermittlungsgespräch teure Versicherungen oder andere nutzlose Verträge unterzeichnet. Der eigentlich angestrebte Kredit kommt selten zur Auszahlung.

Spiegel online: Kreditvermittler legen Kunden im großen Stil rein

Kapitalanleihe innerhalb der Familie

Bevor der Gründer Kreditgespräche mit Banken oder Institutionen führt, sollte er innerhalb der Familie oder dem Bekanntenkreis nach dem Startkapital fragen. Oft genug kann aus diesem Kreis Geld, vielleicht sogar zinsfrei, geliehen werden.

Fazit

Startkapital zu bekommen, war für Gründer zu keiner Zeit einfach. Durch die momentan herrschende Krise in der Wirtschaft ist die Kapitalbeschaffung noch schwieriger geworden. Damit rückt Unternehmerpersönlichkeit des Gründers verstärkt in den Fokus. Der Gründer muss sein Konzept authentisch vertreten. Die Führung eines Gewerbebetriebes verlangt andere Fähigkeiten als die Führung eines E-Commerce Unternehmens.

Quelle: Starting up, Ausgabe Juni/Juli/August 09, Seite 40-41

Zukunftscheck Potentzial PortfolioIn den Artikeln über Basel II, Rating und den Test von Ratingtools sind wir bereits darauf eingegangen, welche Vorarbeit ein kreditsuchender Unternehmer zu leisten hat. Nur wenn alle Faktoren stimmig und positiv bewertet werden, erhält der Unternehmer den gewünschten Kredit zu vernünftigen Konditionen.

Was beinhaltet der Zukunftscheck?

Das Rating auf der Grundlage von Basel II berücksichtigt hauptsächlich die Zahlen. Es beantwortet Fragen nach der Höhe des Gewinns, des Umsatzes und wie die Umsatz- und Gewinnerwartungen in Zukunft aussehen.

Untergeordnet und für die Banken schwer ermittelbar sind bei den Ratingfragen die immateriellen Werte des Unternehmens. Mit dem Zukunftscheck, angeboten vom Bundeswirtschaftsministerium, werden auch diese Werte des Unternehmens erfasst und bewertet. Beispielsweise wird die Kundenzufriedenheit, die Lieferantenstruktur oder die Mitarbeitermotivation dargestellt und bewertet.

Die Software wurde vom Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik entwickelt und ist kostenlos auf der Seite http://www.akwissensbilanz.org/zukunftscheck.htm erhältlich.

Eine ausführliche Beschreibung des Programms ist unter: Wie verbessern Unternehmer ihr Ratingergebnis bei einer Kreditanfrage? nachzulesen.

Eine gute Idee und der Rubel rollt. Diesem Irrglauben unterliegen immer noch viele Existenzgründer. Sie überschätzen sich und ihr Geschäftsmodell. Gleichzeitig messen sie einer soliden Vorbereitung, mit Businessplan samt Kalkulation des mittel- und langfristigen Kapitalbedarfs, zu wenig Wert bei.

Die Folge:
Für viele platzt der Traum von der Selbständigkeit, sobald sich erste Schwierigkeiten einstellen und unternehmerisches Handeln gefragt ist. Das belegen die Statistiken. Binnen sechs Jahren geben 50 Prozent der Existenzgründer auf. Laut KfW-Gründerkompass 2008 erwischt es ein Drittel bereits innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre. Besonders häufig von Pleiten betroffen sind Arbeitslose, die eine eigene Firma als Ausweg sehen. Sie scheitern zu 41 Prozent.

Warum scheitern so viele Existenzgründer?

Gründe hierfür gibt es viele. In erster Linie sind es aber finanzielle Schwierigkeiten, die zum Misserfolg führen, gefolgt von mangelhaftem Marketing und persönlichen Defiziten – es fehlt ganz einfach am kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Wissen. Diese Faktoren ergeben einen unheilvollen Mix, insbesondere, wenn sie auch noch von „Größenwahn“ begleitet werden. Bezogen auf die Finanzen gibt es vor allem einen Kritikpunkt, auf den Banken, Industrie- und Handelskammern sowie Wirtschaftsförderer immer wieder hinweisen: Die meisten Existenzgründer gehen mit einer viel zu dünnen Eigenkapitaldecke an den Start und sind somit gezwungen, von Anfang an mit Schulden zu leben. Entwickelt sich das Geschäft nicht wie gewünscht, übersteigen die Belastungen sehr schnell das Budget und führen geradewegs in die Krise.

Ohne Fremdkapital meist nur Nebengewerbe möglich

Ganz ohne Sach- und Finanzmittel von außen kommen nach einer Studie der KfW-Bank lediglich zehn Prozent der Gründer aus. In der Regel betrifft das allerdings nur jene, die einen Nebenerwerb anstreben. Die überwiegende Mehrheit, mit 62,3 Prozent, meldete einen Mittelbedarf an.

Wofür beantragen Existenzgründer einen Kredit?

53,7 Prozent sowohl bei den Sach- (z.B. PC, Auto, Büroräume) als auch bei den Finanzmitteln. Ihr Anteil stieg damit um rund neun Prozent. Immerhin setzen 58 Prozent auf eigene finanzielle Mittel, sprich Rücklagen und Ersparnisse. 44 Prozent nutzen zusätzlich externe Mittel und sieben Prozent starten ganz ohne Eigenkapitel, nur mit Hilfe von Fördermitteln und Krediten.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten nutzen Existenzgründer?

Gedeckt wird der externe Finanzierungsbedarf am häufigsten über Bankdarlehen (ausgenommen Kontokorrentkredite) mit 44,9 Prozent. 21,6 Prozent setzen auf den Kontokorrentkredit oder den Kreditrahmen Kreditkarte, also ihrer Master- oder VISA-Card, 38,6 Prozent auf Darlehen und Geschenke von Verwandten und Bekannten, 31,6 Prozent auf Zuschüsse durch die Bundesagentur für Arbeit und 32,0 Prozent auf Beteiligungskapital und Fördermittel der KfW Bank oder der Länder. Volumenmäßig machen die Fördergelder und Beteiligungen mit 55,3 Prozent den Löwenanteil aus, gefolgt vom Bankdarlehen (25,3 %), dem Geld von Freunden und Verwandten (13 %), den Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit (5 %) und dem Kontokorrentkredit bzw. der Kreditkarte (1,4 %).

Wie viel Kredit nehmen Existenzgründer heute?

Schwierigkeiten bei der externen Mittelbeschaffung hatten rund 38 Prozent der Existenzgründer – unabhängig von der benötigten Summe. Dabei bewegte sich der Gesamtmittelbedarf hauptsächlich im Bereich von 1.000 bis rund 25.000 Euro. 47,1 Prozent der Gründungen gingen einher mit einem externen Mittelbedarf von 1.000 bis 5.000 Euro. Über 5.000 bis 10.000 Euro waren es bei 8,2 Prozent, über 10.000 bis 25.000 Euro bei 28,5 Prozent, über 25.000 bis 50.000 Euro und über 50.000 Euro bei jeweils 8,1 Prozent. „Das Gros der Gründungen fällt damit in die Kategorie der Klein- und Kleinstgründungen mit keinem oder nur sehr geringem Mittelbedarf“, heißt es dazu im KfW-Gründerkompass.

Die häufigsten Fehler bei der Finanzierung

Der größte Fehler, den Existenzgründer bei der Finanzierung machen könne, ist, sich zu übernehmen und in vollkommen überzogenen Dimensionen zu denken. Die Devise muss lauten „vom Tellerwäsche zum Millionär“. Das heißt nichts anderes, als dass man sich mit einem kleinen Anfang zufrieden geben und darauf aufbauen sollte. Und genau an diesem Bewusstsein mangelt es häufig. Statt die Garage oder den Kellers zu nutzen werden gleich Räumlichkeiten angemietet – um nur ein Beispiel zu nennen. Zudem sehen viele nur die niedrigen Zinssätze und Fördertöpfe, greifen überall zu, vergessen aber, dass jeder Cent zurückgezahlt werden muss, egal wie günstig der Kredit ist. Man muss sich schon die Mühe machen, das gesamte Spektrum an Möglichkeiten zu studieren und zu vergleichen, von der Starthilfe bis zum Förderkredit. Denn nicht jedes Mittel ist für jeden Existenzgründer auch optimal.

Wer keine Ahnung hat, muss wen haben, der Ahnung hat

Wem das nötige Fachwissen dazu fehlt, dem helfen Kurse oder besser noch Experten, deren Coaching im wahrsten Sinne des Wortes sein Geld wert ist und teilweise auch gefördert wird. Gerade die KfW Bank bietet für Existenzgründer einen Beratungs Zuschuss, der Gründercoaching Deutschland genannt wird. Denn wer schon Schwierigkeiten hat, sich im Dschungel aus Krediten zurechtzufinden, der wird bei Beteiligungen aufgrund der Vorgaben und Regeln erst recht verzweifeln. Bequemlichkeit in der Startphase ist oft schon der Anfang vom Ende. Es gibt viele Anlaufstellen, Broschüren und Hilfen, die über Finanzierungsmodelle informieren. Sie geben das Rüstzeug für weiterreichende Entscheidungen an die Hand und helfen, die Selbständigkeit auf einer soliden Basis fußen zu lassen. Und wenn sich im Laufe der Zeit finanzielle Probleme ergeben, nicht den Kopf in den Sand stecken oder es als Anfangsverluste verniedlichen, sondern aktiv werden.

Dieser Artikel wurde von kreditklick.com zur Verfügung gestellt.

Auch in Zeiten der Finanzkrise benötigen Unternehmen Kredite, um bspw. neue Maschinen zu finanzieren. Bei der Kreditvergabe wird von den Banken das Ratingverfahren gem. Basel II verstärkt eingesetzt. Wie sich eine schlechte Bonität auf die Höhe der Kreditzinsen auswirkt, zeigt der Zinsvergleich (PDF, 127 KB) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim.

Quelle: Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim - Ratingverfahren und neue Anforderungen an eine erfolgreiche Finanzierung Ihres Unternehmens (PDF, 467 KB)

 

Im 3. Teil unserer Reihe über Ratingverfahren haben wir darauf hingewiesen, dass der Unternehmer vor dem Kreditgespräch ein Proberating durchführen sollte. Nun stellen die verschiedensten Institutionen kostenlos Ratingtools zur Verfügung. Eine Auswahl haben wir getestet.

Beratungs- und Informationssystem im Handwerk (BIS)

Auf der übersichtlichen Startseite des kostenlosen Ratingtests wird der Unternehmer über die Bedeutung des Selbsttests informiert.
Es stehen 5 Kriterien und eine quantitative Bewertung zur Testauswahl. Eingegebene Daten können gespeichert werden.

Wie funktioniert der Test?

Ratingrechner BISMan ruft bspw. das Kriterium Marktpositionierung auf. Der Fragebereich geht vom Leistungsangebot über das Kundenpotenzial bis zur Wettbewerbsstruktur. Jeder Fragebereich untergliedert sich dann in die einzelnen wichtigen Fragen, die dann mit Noten von 1-6 bewertet werden. Sind alle Fragen beantwortet, kann der Unternehmer zur Auswertung gehen.

Auswertung
Das Ergebnis wird in einem Diagramm anschaulich dargestellt. In der Legende ist an den Noten abzulesen, welches der bewerteten Kriterien positiv und welches negativ in die Beurteilung einfließt. Als Schmankerl ist noch eine verbale Auswertung angefügt. Dabei werden negative Beurteilungen mit entsprechenden Verbesserungsvorschlägen versehen.

Die quantitative Bewertung

Bei der quantitativen Bewertung gibt der Unternehmer die Finanzdaten vom z.B. abgelaufenen Wirtschaftsjahr ein. Mit der Auswertung erfährt er u.a. wo seine Eigenkapitalquote oder der Cashflow einzuordnen ist.

Fazit

Der Ratingtest ist logisch aufgebaut, einfach zu bedienen und aussagekräftig. 

Adresse zum Ratingrechner
http://www.bis-handwerk.de/start.asp?StartPage=Rating

Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH

Bevor dieser Ratingtest gestartet werden kann, sagt ein Popupfenster das der Internet Explorer 5.5 oder 6.0 installiert werden muss. Ein zweites Popup sagt der FlashMX6 installiert werden muss, sonst funktioniert die Ampel nicht. Für den Test übergehen wir die Fehlermeldungen.

Wie funktioniert der Test?

Ratingrechner Investitions- und Förderbank NiedersachsenDie wenigen Fragen sind in nur 3 Kategorien angeordnet. Die Bewertung erfolgt nur mit den Noten 1-4.

Auswertung

In der Ergebnisübersicht wird mittels der Ampelfarbe dargestellt, ob die Bewertung positiv oder negativ ausfällt.

Fazit

Wer gern mit bunten Farben arbeitet und bereit ist, die geforderten Programme zu installieren, der erfährt mit diesem Test ein brauchbares Ergebnis.

Adresse zum Ratingrechner
www.ratingampel.de/

Schade, der Service wurde eingestellt.

 IHK Nordrhein-Westfalen

Durch eine übersichtliche Startseite des Ratingtests gelangt der Nutzer auf die ersten Eingabefelder. Es fällt auf, das hier der Firmenname eingegeben werden soll, was nicht empfehlenswert ist. Zum Einen könnten die Daten gespeichert un weiter verwendet werden. Zum Anderen sollte bei so sensiblen Daten eine verschlüsselte SSL Verbindung gewährleistet sein. Demzufolge ist es für den Unternehmer sicherer, Vorsicht walten zu lassen, und der Test funktioniert auch ohne Eingabe des Namens. Die Gliederung der Gruppen auf der Folgeseite ist verständlich dargestellt.

Wie funktioniert der Test?

Ratingtool IHKÜber die Nummerierung der Gruppen und Bereiche gelangt der Nutzer zu den Fragen. Umständlicherweise sind die Fragen auch wieder nur über die Nummerierung aufrufbar. Dann kann die Frage mit einer Benotung von 1-6 bewertet werden.

Auswertung

Bevor nicht alle Fragen beantwortet sind, gibt es keine Zwischenauswertung. Dann kommt der Hammer. Drückt der Unternehmer auf "Auswertung" erhält er einen 14-seitigen Ratingbericht im pdf Format. Sich da reinzulesen, kann als Tagesaufgabe bezeichnet werden. Eine kurze und knappe Übersicht sucht der Nutzer vergeblich.

Fazit

Die Bedienbarkeit der Seite ist mangelhaft. Die sehr mimelige Schrift die auch noch blau und kursiv formatiert ist, ist nur sehr schwer lesbar. Die Testauswertung ist mit 14 Seiten einfach übertrieben lang.
 
Adresse zum Ratingrechner
www.spannuth-ihk-nrw.de/scripts/winrating.dll/winrating.winrating.process?method=fragebogen~start

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Auf der übersichtlichen Startseite kann sich der Unternehmer unter einem Benutzernamen oder als Gast anmelden. Die Gliederung des Ratingtests in die einzelnen Kriterien ist verständlich aufgebaut

Wie funktioniert der Test?

Ratingrechner BundesministeriumMit dem Teststart werden die wichtigen Kriterien in einzelne Fragen mit dem Notensystem 1-6 bewertet. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, müssen sehr viele Fragen beantwortet werden.

Auswertung

Die Auswertung erfolgt sowohl verbal als auch grafisch für die einzelnen Kennzeichen.

Fazit

Ein gut zu bedienender Test, die Auswertung ist nicht so aussagekräftig.

Adresse zum Ratingrechner
www.existenzgruender.de/onlineprogramme/ratingplaner/index.php

  

Zusammenfassender Vergleich der kostenlosen Ratingrechner

 
Bedienbarkeit
Fragenauswahl
Auswertung

Beratungs- und Informationssystem im Handwerk

sehr gut
sehr gut
sehr gut

Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH

ausreichend
ausreichend
ausreichend

IHK Nordrhein-Westfalen

befriedigend
befriedigend
befriedigend

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

gut
befriedigend
befriedigend

Bevor der Unternehmer die Bank seiner Wahl zu einem Kreditgespräch aufsucht, sollte er selbst ein Proberating durchführen. Das Ergebnis der Probe gibt dem Unternehmer einen ersten Anhaltspunkt, wie sein Unternehmen bewertet wird oder auch von der Bank bewertet werden könnte.
Die meisten Banken nutzen die folgenden Kriterien, um ein Unternehmen zu beurteilen.

Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Verhältnisse

Hier wird der letzte Jahresabschluss geprüft, sowie die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens unter die Lupe genommen. Weiterhin werden der Cashflow, das Betriebsergebnis, die Eigenkapitaldeckung und die Gesamtkapitalrendite begutachtet.
Gewichtung der Antworten: ca. 50%

Beurteilung der Zukunftsaussichten

Wie steht das Unternehmen im Wettbewerb da, wie ist die Marktsituation einzuschätzen und ist das Produktprogramm zeitgemäß? Ebenfalls Beachtung findet die Wettbewerbssituation.
Gewichtung der Antworten: ca. 20%

Beurteilung der Unternehmensführung

Handelt die Unternehmensführung zielgerichtet und effizient? Wird langfristig geplant und sind die Pläne strukturiert?
Gewichtung der Antworten: ca. 20%

Beurteilung des Zahlungsverhaltens

Das Zahlungsverhalten des Unternehmens gibt große Aufschlüsse für die Beurteilung. Ein Unternehmen, das immer innerhalb der Fristen bezahlt, wird naturgemäß besser eingestuft.
Gewichtung der Antworten: ca. 10%

Am einfachsten kann der Unternehmer die Beurteilung mittels Schulnoten vornehmen. Bspw. das Unternehmen hat ein gutes Betriebsergebnis, demzufolge gibt sich der Unternehmer hier eine zwei. Das Zahlungsverhalten wird mit sehr gut eingestuft, also eine eins, usw. Nach der Eigenbeurteilung weiß der Unternehmer um seinen Ratingstand. Fällt die eigene Beurteilung negativ aus, kann er an Hand des Schemas an den einzelnen Kriterien drehen. Bspw. kann der Unternehmer durch eine verbesserte Einkaufspolitik sein Betriebsergebnis erhöhen oder durch geeignete Marketingstrategien seine Marktsituation verbessern. Erst wenn die Eigenbeurteilung positiv ausfällt, sollte der Gang zur Bank anstehen.

Kostenlose Ratingtools und Ratingrechner

Dem Unternehmer stehen verschiedene kostenlose Ratingtools oder Ratingrechner zur Verfügung. Im nächsten Teil werden wir einige Ratingrechner testen.
 

Müssen im Laufe des Monats verschiedene Kredite, die auch noch zu verschiedenen Zeitpunkten fällig sind, bedient werden ist das lästig. Häufig kommt bei Gründern, welche die heiße Phase der Existenzgründung erfolgreich überstanden haben, der Gedanke an eine Umschuldung auf. Warum nicht nur einen größeren Kredit bei einer Bank aufnehmen und die einzelnen Kredite bei den anderen Banken damit ablösen? Das kann für den Existenzgründer ein lohnender Gedanke sein.

Nachdem der Gründer seine Kredite mit den entsprechenden Raten- und Zinszahlungen aufgelistet hat, kann er mit dem vergleichen beginnen.

An wen kann sich der Existenzgründer bei einer Kreditumschuldung wenden?

Zum Einen kann sich der Unternehmer bei verschiedenen Banken nach den entsprechenden Konditionen erkundigen. Beim Vergleich der einzelnen Angebote muss der Zinssatz, aber vor allem auch die Bearbeitungsgebühr der Banken berücksichtigt werden. Die Bank verdient auf jeden Fall, wenn nicht, wird sie der Umschuldung nicht zustimmen.

Zum Anderen stehen dem Gründer auch die Verbraucherzentralen oder Schuldnerberatungsstellen zur Verfügung. In den Beratungsstellen kann man sich von der Seriosität der Angebote überzeugen. Der Unternehmer findet kompetente Hilfe bei seinem Umschuldungsvorhaben. MIt einer Vergleichsrechnung kann der Unternehmer sich auch von einem Steuerberater oder Unternehmensberater die vorliegenden Umschuldungsangebote vergelichen lassen.

 

 

Mögliche Leasingobjekte

Die wohl bekannteste Form des Leasing ist das Fahrzeugleasing. Darüber hinaus kann ein Unternehmer aber auch Betriebs- und Geschäftsausstattung wie Kopierer, Computer, Faxgeräte und andere Ausstattungsgegenstände leasen.

Was ist Leasing eigentlich?

Leasing ist ein anderer Begriff für mieten. Der Leasingnehmer mietet also von einem Leasinggeber für eine bestimmte Zeit zu einem entsprechenden Geldbetrag und unter der Einhaltung anderer Vereinbarungen einen Gegenstand. Ein Unterschied zur herkömmlichen Vermietung besteht häufig in der Übertragung von Pflichten auf den Leasingnehmer.

Vertragsgestaltung

Zum Einen werden Leasingverträge als gewöhnliche Mietverträge abgeschlossen. Dabei trägt der Leasinggeber das Risiko, das heißt Reparaturen und Wartungen sind von ihm zu tragen. Der Vertrag kann innerhalb kürzester Zeit von beiden Seiten gekündigt werden. Eigentümer des Objektes bleibt der Leasinggeber. Beim Finanzierungsleasing verhinderte eine feste Grundmietzeit die vorzeitige Kündigung des Vertrages. Im Wesentlichen existieren zwei Formen des Finanzierungsleasings. Zum Einen den Vollamortisationsvertrag – mit diesem Vertrag erhält der Leasinggeber während der Leasingdauer die vollen Kosten des Leasingobjektes in Form der Raten. Bei diesem Vertragstyp ist die Möglichkeit des Kaufes nach Vertragsende möglich. Bei sogenannten Teilamortisationsverträgen decken die gezahlten Raten nicht die gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Objektes. Nach Vertragsende kann der Gegenstand an einen Dritten verkauft, vom Leasinggeber zurückgenommen oder auch vom Leasingnehmer erworben werden.

Leasingverträge ja oder nein?

Diese Frage kann prinzipiell nicht mit einer Patentlösung beantwortet werden. Vielmehr kommt es auf jede einzelne Situation an. Das Zauberwort lautet „Vergleichsrechnung anstellen“. Ein Experte sollte jede Situation unabhängig voneinander nachrechnen. Somit kann eine Aussage darüber getroffen werden, welche Möglichkeit günstiger ist und welche nicht. Wer nicht unbedingt einen Berater beauftragen möchte, der kann auch selbst eine Vergleichsrechnung anstellen. Allerdings sind in dem hier vorgeschlagenen Onlinerechner nicht alle möglichen Komponenten des Leasings enthalten. Auf der Internetseite http://www.bwl-bote.de/20031006.htm oder http://www.zinsen-berechnen.de/leasingrechner.php kann man die Daten eingeben und erhält als Lösung einen Effektivzins. Diesen Prozentsatz vergleicht man nun mit dem eines bankenüblichen Darlehens und erfährt dadurch, ob die Finanzierung durch Leasing günstiger oder ungünstiger ist als ein Darlehen dafür aufzunehmen.

Vorteile des Leasings

Beim Leasing ergeben sich mitunter steuerlicher Vorteil, denn die Leasingraten sind für den Leasingnehmer Betriebsausgaben und mindern den Gewinn sofort. Dies ist allerdings von Existenzgründern nicht immer ein gewünschter Effekt, denn in den meisten Fällen sind die Gewinne der Jungunternehmer zu Beginn Ihrer Tätigkeit derartig niedrig, dass ein gewinnmindernder Effekt unerwünscht ist. Andererseits bietet das Leasing einen Liquiditätsvorteil, da keine Unsummen an Geld für den Kauf des Gegenstandes ausgegeben werden müssen, sondern Stück für Stück eine Auszahlung erfolgt.

Nachteile eines Leasingvertrages

Wie auch bei anderen Verträgen kann ein Leasingvertrag nachteilige Auswirkungen haben. Die liegen beim Leasing von Wirtschaftsgütern ganz klar in der mitunter undurchsichtigen Vetragsgestaltung. Leasingbanken werben mit 69,- EUR mtl. Leasingrate. Nach Aufrechnung aller Nebenkosten und Anzahlungen kommt da sehr schnell das doppelte oder dreifache raus. Zum Thema Leasingverträge haben wir auch einen sehr informativen Beitrag zum Thema "Risiko Leasingvertrag" (Plusminus, 08.07.2008) gefunden. Darüber hinaus zum Thema "Autoleasing" (Plusminus, 08.07.2008).

Oder wie bekommt man als Existenzgründer einen Kredit?

Rating auch Einschätzung oder Bewertung ist eine Methode zur Risikobewertung des Kreditnehmers. Führen die Banken das Rating selbst durch, spricht man von internem Rating. Lässt der Unternehmer das Rating von einer Agentur durchführen, spricht man vom externen Rating.

Internes Rating

Die einzelnen Bankengruppen haben sich durch aufwändige statistische Verfahren und finanzmathematische Rechnungen eine Skala entwickelt, nach der sie den einzelnen Untenehmen Rating-Noten erteilen. Note 1 bekommt bspw. ein AAA Kunde. Verschärft ausgedrückt benötigen AAA Unternehmen keine Kredite, wenn aber ein Kredit gewünscht wird, ist der zu den besten Konditionen zu haben. Die Staffelung geht dann über AA+…BBB+ bis zum D. Ein D Kunde erhält demnach die Rating-Note 15, dieses Unternehmen braucht dringend einen Kredit und bekommt ihn, wenn überhaupt, nur zu sehr teueren Konditionen.

Externes Rating

Der Unternehmer kann eine unabhängige Agentur mit dem Rating beauftragen. Über den Umfang und wie das Verfahren durchgeführt werden soll, entscheidet der Unternehmer meist selbst. Im Allgemeinen ist es nicht damit getan, der Agentur Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Neben intensiven Gesprächen, sind u.a. die Vorlage von Geschäftsplanungen und Unternehmenszielen für die Beurteilung der geschäftlichen Situation von großer Bedeutung. Nach Abschluss des Ratings erhält der Unternehmer ein detailliertes Ergebnis, welches er nicht nur für die Beantragung eines Kredites nutzen kann. Ein exzellentes Rating kann bspw. als Marketinginstrument eingesetzt werden. Womit sich die hohen Kosten eines Ratings, die in der Regel zwischen 10.000,00 EUR und 50.000,00 EUR bewegen, in mehrfacher Hinsicht lohnen.

Vorbereitung auf das Bankgespräch

Wurde im Vorfeld bereits ein externes Rating in Auftrag gegeben, hat der Unternehmer mit dem positiven Ergebnis eine gute Verhandlungsbasis. Weil aber gerade kleine und mittlere Unternehmen sich das externe Rating nicht leisten können oder wollen, müssen sie sich dem internen Ratingverfahren der Bank unterziehen. Jeder Unternehmer muss sich auf ein Bankgespräch für eine Kreditanfrage sehr gut vorbereiten. Der Unternehmer selbst und das Unternehmen stehen auf dem Prüfstand.

Über folgende Fragen muss sich der Unternehmer im Vorfeld bereits Gedanken machen:

Die Auftragslage

Über die Auftragslage seines Unternehmens sollte der Unternehmer nicht nur Bescheid wissen, sondern diese auch in einem Bericht für die Bank dokumentieren.

Der Auftraggeber

Der Unternehmer sollte sich im Bezug auf seien Auftraggeber folgende Fragen beantworten. Mit wie vielen und welchen Auftraggebern macht das Unternehmen Geschäfte? Wie beurteilt der Unternehmer die wirtschaftliche Zukunft der Auftraggeber?

Die Geschäftsplanung

Welche Ziele sollen in den nächsten 1, 2 bzw. 5 Jahren erreicht werden.

Die Zukunftsfähigkeit

Ist das hergestellte Produkt, die angebotene Dienstleistung auch in 5 Jahren noch marktfähig? Wie entwickelt sich die wirtschaftliche Lage der Abnehmer in den kommenden Jahren?

Kann der Unternehmer beim ersten Bankgespräch diese Fragen beantworten und noch besser dokumentieren hat er den ersten Schritt zur Bewilligung seines Kreditwunsches getan.

Auf die zu beachtenden Rating-Kriterien gehen wir im nächsten Teil ein.

Quelle der Recherchen:

In Anlehung an"Rating Darauf achtet Ihre Bank", Prof. Anna Nagl, Rudolf Haufe Verlag

Nicht wenige Existenzgründer vermuten unter Basel II eine Städtetour oder einen Schweizer Fußballclub. Das aber Basel II bei der nächsten Kreditanfrage für den Gründer überlebenswichtig sein kann, wissen die wenigsten. Mit Basel II wird ausgedrückt, dass Banken ihr Kreditrisiko mit Eigenkapital hinterlegen müssen. Das bedeutet für die Banken, dass ein risikoreicher Kredit für sie teurer ist. Diese Mehrkosten werden über einen höheren Kreditzins an die Kunden weitergegeben.

Vor Basel II kam Basel I

Bereits im Jahr 1988 wurde die Richtlinie Basel I erlassen. Mit dieser Richtlinie wurde festgelegt, dass die Banken 8% ihres Kreditrisikos mit Eigenkapital absichern müssen. Basel I war ziemlich allgemein gehalten und würdigte nicht ausreichend die tatsächliche Kreditwürdigkeit der Bankkunden. Dadurch wurde ein eigentlich nicht gewünschtes Signal ausgesendet. Die Banken nutzten das für sie teure Eigenkapital eher für risikoreichere Kredite, die ein erfolgreicheres Geschäft versprachen, statt mit risikoärmeren Krediten einen sicheren Profit zu erwirtschaften. Mit Entstehen der weltweiten Bankenkrise, wo die risikoreichen Kredite zu faulen Krediten wurden, die von den Kreditnehmern nicht mehr bedient werden, musste international eine Änderung herbeigeführt werden.

Die Eigenkapitalhinterlegung änderte sich mit der Einführung von Basel II 1999 - 2001. Jetzt muss vor Kreditvergabe die Bonität des Bankkunden geprüft werden. Damit ist die pauschale Eigenkapitalhinterlegung für die Banken hinfällig.
Was bedeutet das für die Banken?
Die Banken müssen die Berechnung des Kreditrisikos verändern. Kreditinstitute beurteilten vor der Einführung von Basel II die Geschäftslage der Unternehmen aufgrund einer guten Geschäftslage und guter Ergebnisse in den vorangegangenen Wirtschaftsjahren. Zukünftig muss bei der Beurteilung auch darauf geachtet werden, wie sich das Unternehmen in Zukunft entwickeln kann.

Beispiel:
Ein Elektronikfachgeschäft in bester Innenstadtlage schreibt seit Jahren gute Ergebnisse. Die Einschätzung des Unternehmers ist auch für die folgenden Jahre äußerst positiv. Die Bank hingegen muss in ihrer Risikobewertung weitere äußere Umstände mit einbeziehen, wie den Elektronikdiscounter, der gerade auf der grünen Wiese vor der Stadt gebaut wird. Oder wie sich das Einkaufsverhalten der Kunden in Zukunft ändern könnte. In wie weit der wachsende Onlinemarkt ein Rolle spielt und das Kaufverhalten der Kunden ändert ist genauso zu bewerten, wie der hohe Tarifabschluss der größten Gewerkschaft der Gegend.

Rating = Beurteilung

Um die oben geschilderten Tatsachen zeitnah zu gewichten wurden Ratingverfahren eingeführt. Bisher nutzen nur große Unternehmen, vor allem Wertpapieremittenten in Deutschland Ratings. Jetzt muss jedes Unternehmen, das Fremdkapital von Banken benötigt, dieses Ratingverfahren durchlaufen.

In der weiteren Reihe werden wir genauer auf die Ratingverfahren eingehen und aufzeigen welche Auswirkungen diese auf die Unternehmen haben. Weiterhin werden wir beleuchten, wie sich die Unternehmer auf Bankgespräche vorbereiten sollten und was sie beachten müssen.