Die Rentabilitätsvorschau, oft auch als Ertragsvorschau bezeichnet, müssen Existenzgründer vor allem die Bundesagentur für Arbeit erstellen. Die Rentabilitätsvorschau muss bei der Beantragung des Gründungszuschusses vorliegen.

Der Gründer kann die Vorschau mit einem Programm, direkt auf einer Vorlage oder mit Hilfe eines Beraters erstellen.

Welche Daten werden in der Rentabilitätsvorschau erfasst?

Eine Rentabilitätsvorschau wird für den Zeitraum von drei Jahren erstellt. Der Gründer muss seine betrieblichen Einnahmen und Umsatzerlöse den Aufwendungen für das Unternehmen gegenüberstellen. Das so ermittelte Betriebsergebnis (Gewinn) soll ein stetiges Wachstum nachweisen.

Zahlen anpassen

Der Gründer hat sich im Vorfeld über die Höhe des möglichen Umsatzes informiert und damit einen gewissen monatlichen Umsatz prognostiziert. Rutscht das dadurch ermittelte Betriebsergebnis zu weit ins Minus, muss die Umsatzzahl korrigiert werden. Ohne Korrektur besteht die Möglichkeit, dass die Förderung nicht gewährt wird. Demzufolge kann der Gründer seine Umsätze so weit nach oben anpassen, dass das Betriebsergebnis vom negativen ins positive wechselt.

Kosten vermindern

Eine weitere Stellschraube sind die betrieblichen Kosten. Der geplante Aufwand für Werbung kann 500 oder 4000 Euro ausmachen. Gleiches gilt für die Kfz Kosten. Ein teurer Benziner schlägt sich mit anderen Zahlen in der Rentabilitätsvorschau nieder als ein kleiner Diesel. Gründer müssen die Kosten so weit reduzieren, dass bei einem machbaren Umsatz unterm Strich ein kleiner Gewinn übrigbleibt.

Übermäßig hoher Gewinn ist schädlich

Manch ein Gründer könnte jetzt auf den Gedanken kommen, den monatlichen Gewinn schön hoch anzusetzen. Das sieht für zukünftige Investoren, Banken und die Bundesagentur für Arbeit gut aus und der zukünftige Unternehmer ist auf der sicheren Seite.

Aus Sicht der Krankenkassenbeiträge ist dieser Gedanke falsch. Wird bspw. in der Rentabilitätsvorschau ein monatlicher Gewinn von 500,- Euro ausgewiesen, zahlt der Gründer mit Gründungszuschuss Beiträge auf die Bemessungsgrundlage für Existenzgründer (seit 1.07.2009 liegt die Bemessungsgrundlage bei 1.260,- Euro). Weist der Gründer hingegen einen Gewinn von 3.000,- Euro aus, muss er auf den vollen Gewinn Krankenkassenbeiträge zahlen. Die Krankenkasse nimmt den prognostizierten Gewinn aus der Rentabilitätsvorschau als Grundlage zur Berechnung.

Korrektur mit der Steuererklärung

Der Steuerbescheid des Gründungsjahres ist im nach hinein entscheidend für Ihre Einstufung bei der Krankenkasse. Hat der Gründer seine Einkünfte zu hoch geschätzt und daher zu hohe Krankenkassenbeiträge gezahlt, bekommt er die zu viel gezahlten Beiträge nicht erstattet. Umgekehrt müssen Existenzgründer jedoch nachzahlen, wenn Sie ihren Gewinn zu niedrig geschätzt haben. Die Krankenkasse bekommt die ihr zustehenden Beträge also in jedem Fall, Sie als Gründer haben bei einer Überzahlung das Nachsehen.

Was lernen wir daraus?

Gründer müssen in ihrer Rentabilitätsvorschau die Zahlen so anpassen, dass alle Ämter und Institutionen zufrieden gestellt sind. Für die Bundesagentur für Arbeit ist für die Gewährung des Gründungszuschusses ein wachsender Gewinn nötig. Der darf aber wegen der Krankenkassenbeiträge nicht zu üppig ausfallen. Mit den oben genannten Stellschrauben kann jeder Gründer seine Rentabilitätsvorschau entsprechend gestalten. Da alle Zahlen aus der Rentabilitätsvorschau eine Prognose sind, muss kein Existenzgründer im Nachhinein Repressalien fürchten.

Fazit

Alle Ämter und Behörden fordern vom Existenzgründer die Rentabilitätsvorschau. Ein Abgleich zwischen den Ämtern findet jedoch nach unserer Praxiserfahrung nicht statt,  zumindest nicht so lange der Gründer seine Unterlagen immer rechtzeitig bei der Krankenkasse abgibt. Sofern es hier zu Versäumnissen kommt, kann eine Krankenkasse schon mal beim zuständigenFinanzamt um Amtshilfe bitten, dann kommen selbstverständlich auch Zahlendifferenzen heraus. Amtshilfe ist aber wirklich nur die absolute Seltenheit im Notfall. Da muss der Gründer schon sehr faul und träge sein, was man ja von einem angehenden Existenzgründer nicht erwartet ;-)

Einfachste Lösung

Als Gründer sollten Sie drei verschiedene Rentabilitätsvorschauen erstellen. Die erste mit einem ganz geringen Gewinn für die Krankenkasse. Die zweite mit einer vorzeigbaren Gewinnsteigerung für die Bundesagentur für Arbeit und die dritte mit einem maximalen, realistischen Gewinn für Bankgespräche. Die "passenden" Zahlen finden Gründer selbstverständlich durch eine Umsatzanpassung nach oben. Falls die Umsatzanpassung nicht ausreicht, muss der Jungunternehmer seine Kosten in einem verträglichen Maß reduzieren.

Berater suchen

Existenzgründer sollten sich einen Berater suchen, der die Rentabilitätsvorschau für glaubhaft befindet und die Geschäftsidee mit seiner Stellungnahme befürwortet. Die Rentabilitätsvorschau und die fachkundigen Stellungnahme mit Stempel und einer Unterschrift des Beraters, räumen dem Gründer die meisten Hürden aus dem Weg.

Prognose ohne Gewähr

Da es sich bei der Rentabilitätsvorschau nur um eine Prognose handelt, kann niemand im Nachhinein für die Zahlen in die Verantwortung genommen werden. Verwenden Gründer ehrliche Zahlen und müssen dann durch eine überhöhte Gewinnprognose zu viel an die Krankenkasse zahlen oder erhalten auf Grund einer zu niedrigen Gewinnprognose keine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit, sind sie die Dummen.

Wo in Deutschland gibt es die meisten Unternehmensgründungen, welche Standorte werden von Gründern bevorzugt und wo findet der Gründer dazu Informationen?

Als Antwort auf diese Fragen haben die Betreiber von blog.de eine interaktive Karte ins Leben gerufen.

Die Deutsche Startups Karte soll es Gründern ermöglichen, einen geeigneten Standort für das eigene Startup zu finden. Wo kann man leicht andere Gründer zum Lunch treffen? Wo haben sich andere Startups angesiedelt? Diese Fragen stellen insbesondere ausländische Gründer immer wieder. Darum haben die Betreiber der deutschen Blog-Community blog.de eine interaktive Karte ins Leben gerufen, die von aktiver Partizipation lebt. Jeder kann teilnehmen und sein Start-Up in der Karte eintragen.

Die Deutsche Startup Karte wird von blog.de zur Verfügung gestellt.

Standortanalyse

Wählt der Existenzgründer von vornherein den richtigen Standort für sein Unternehmen, können Konkurrenten, Mitbewerber und Wettbewerber elegant auf dem Markt umgangen werden. Eine gründliche Analyse des Standorts und der vorhandenen Konkurrenz ist für den Gründer eine der wichtigsten Aufgaben im Vorfeld der Gründung. Hilfreich für die Analyse hat sich das Standortanalysetool erwiesen.

Eine ausführliche Beschreibung und weitere Informationen zum Standortanalyse-Tool finden Sie in unserer Artkielserie: Standortanalyse.

Der Gründungstrend reist trotz der Wirtschaftskrise nicht ab, aber gespart wird dabei mehr denn je. Der Traum von Unabhängigkeit und Selbstbestimmung darf nicht über die Höhe der entstehenden Kosten einer Unternehmensgründung hinwegtäuschen. Vor allem wenn man von Anfang an Vollzeit als Selbstständiger arbeitet, braucht man einige Rücklagen, denn nur weil man Umsatz macht, bedeutet das noch lange keinen Gewinn. Deswegen gilt es das fehlende Einkommen und die Kosten zu decken. Um die Kosten möglichst gering zu halten, kann man einige Faktoren selbst in die Hand nehmen.

Freunde

Die erste Anlaufstelle für Anregungen und Ideen können Freunde sein, wenn es den Namen, das Logo-Design, die Farben, die Homepage oder sonstige essentielle Grundlagen für Ihre Unternehmensgründung geht. Ihre Freunde unterstützen Sie sicher gerne in Ihrem Vorhaben und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Unter Umständen lässt sich auf diesem Weg ein Web-Designer oder Programmierer finden, für den der Gefallen mehr zählt als die Bezahlung. Im Gegenzug können Sie zu einem großen Festessen einladen oder eine Dankeschön-Party für alle Ihre Unterstützer geben.

Outsourcing

Oftmals möchte man auf das Know-How professioneller Dienstleister zurückgreifen. Zu diesem Zweck gibt es Vermittlungsplattformen, über die man gut und sicher Experten für seine Projekte findet. Dass nur ein Vertrag für eine bestimmte Dienstleistung besteht, hat den Vorteil dass man sich nicht für längere Zeit binden muss. Nur um sich eine Homepage erstellen zu lassen, braucht man keine feste Stelle zu vergeben.

Gehalt

Man sollte das eigene Gehalt so gering wie möglich ansetzen oder zeitweise sogar ganz darauf verzichten. Sie sollten Ihre Ausgaben genau kalkulieren, wenn Sie in Vollzeit arbeiten und eventuell schon Ihre ersten Angestellten bezahlen müssen. Selbstständige in Teilzeit haben es einerseits leichter, weil sie zusätzliches Gehalt aus Ihrer Anstellung beziehen, andererseits haben sie dadurch auch nur die Hälfte der Zeit, die man in eine Unternehmensgründung investieren könnte.

Standort

Durch eine wohlüberlegte Standortwahl kann man seine Kosten deutlich senken. Am Anfang kann man in vielen Fällen das erste Büro einfach und günstig in den eigenen vier Wänden unterbringen. Sobald aber die Grundsteine gelegt sind, sollten Sie sich nach Büroräumen umschauen. Man sollte sich überlegen, wo die Lebenshaltungskosten am günstigsten sind: In kleinen Städten ist der Quadratmeterpreis bei Mieten grundsätzlich niedriger, aber auch in Großstädten wie Berlin kann man günstiger mieten als in München oder Hamburg. Die Größe des Büros sollte so gewählt werden, dass auch noch die ersten Mitarbeiter Platz haben, allerdings auch nicht zu groß, denn man weiß nicht wie schnell das Unternehmen wachsen wird.

Einrichtung

Die ersten Büromöbel müssen keine Markenware sein. Es gibt gute und günstige Bürostühle, Schreibtische, Regale und andere nützliche Büro-Utensilien auch in günstigen Möbelhäusern.
Auch bei der Wahl der Rechner kann man günstige den teuren Anbietern vorziehen. Oft kann man bei Auktionen von Discountern gute Computer kaufen. Open Source Programmen können teure Lizenzen bei der Wahl von Software und Betriebssystemen ersetzen, denn fast alle Lizenzpflichtigen Programme gibt es auch als Freeware im Internet, z.B. Open Office, Linux und PhotoFiltre.

Telefonieren

Am Anfang einer Unternehmensgründung ist Telefonieren und E-Mail schreiben wahrscheinlich die Hauptaufgabe eines Gründers, um z.B. Kundengespräche, -akquise oder Organisation zu regeln. Auslandgespräche fallen dabei besonders ins Gewicht. Deswegen gibt es günstige Flatrates, Skype zum Beispiel bietet Länderflatrates an, mit denen man in einzelne Länder sehr günstig telefonieren kann. Bevor man eine Entscheidung trifft, sollte man grundsätzlich viele verschiedene Angebote vergleichen, denn oft bindet man sich für 24 Monate an ein Unternehmen.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von Lino Richter, www.twago.de

Dieser Artikel ist Teil 3 von 3 der Serie

Mit den abschließenden vier weiteren Tipps zum Aufbau eines erfolgreichen Übersetzungsunternehmens, können Gründer ihr Konzept und ihre Ausrichtung überarbeiten und anpassen. Der Start in die Selbständigkeit rückt in greifbare Nähe.

Tipp 7: Online-Marketing

Für jedes junge Unternehmen ist es unverzichtbar, im Internet gesehen zu werden. Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann dazu beitragen, dass die Website Ihres Übersetzungsunternehmens es an die Spitze von Google, Yahoo!, Bing, Baidu usw. schafft, welche Suchmaschinen auch immer in den Ländern Ihres Zielmarkts genutzt werden. Wenn Sie das selbst in die Hand nehmen, kostet es Sie nur Ihre eigene Zeit. Sie sollten aber dennoch etwas dafür investieren, dass eine Agentur für Digitales Marketing Ihnen bei der Optimierung Ihrer Website unter die Arme greift – eine Ausgabe, die sich bezahlt macht. Wenn es Ihnen gelingt, bei Google unter den ersten 5 Einträgen für „Übersetzungsdienstleistungen“ zu stehen, werden Sie feststellen, dass Sie sich vor Aufträgen kaum retten können.

Tipp 8: Globale Reichweite

Dank digitaler Kommunikation brauchen Sie keine Büros auf jedem Kontinent. Es zahlt sich jedoch aus, überall auf der Welt Vollzeit-Projektleiter und Vertriebsmitarbeiter zu haben – selbst dann, wenn diese von zu Hause arbeiten. Professionelle Mitarbeiter, die die Muttersprache Ihres Zielmarkts sprechen, fördern beträchtlich Ihr Geschäftsportfolio. Außerdem können Sie in dem Fall, dass ein eiliges Projekt über Nacht in Deutschland abgewickelt werden muss, um den Abgabetermin am nächsten Morgen einzuhalten, die Kontrolle darüber einem Projektleiter in einer anderen Zeitzone anvertrauen und sich so manch schlaflose Nacht ersparen.

Tipp 9: Sorgfältig gelenktes Wachstum

Für Ihren Unternehmenserfolg ist ein sorgfältig gelenktes Wachstum entscheidend. Sie wollen sich natürlich selbst ein Gehalt zahlen. Am besten ist aber, so viel Profit wie möglich in das Unternehmen zu reinvestieren, ob es sich dabei um Projektleiter, Vertriebsmitarbeiter oder IT-Personal handelt. Versuchen Sie, so wenige Schulden wie möglich zu machen, und lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten.

Tipp 10: Konsolidierung

Nach ein oder zwei Jahren im Geschäft können Sie damit beginnen, über Ihre Lage Bilanz zu ziehen. Sehen Sie sich die Bereiche an, in denen Sie Erfolg haben, und versuchen Sie, anderswo in Ihrem Unternehmen einen ähnlichen Ansatz umzusetzen. Stimmen Sie Ihre Geschäftspraktiken ab – sind Sie bereits auf LinkedIn, Twitter und Facebook zu finden? Ist Ihre Verbindung zu Ihren Kunden so optimal, wie sie sein könnte?

Mit einem schlanken Geschäftsmodell können Sie auf dem Weltmarkt effizient vorankommen. Viel Erfolg!

Dieser Text wurde zur Verfügung gestellt von:

Christian Arno, er gründete das weltweite Übersetzungsunternehmen Lingo24 im Jahr 2001. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen Mitarbeiter auf vier Kontinenten, ist für Kunden in mehr als 60 Ländern tätig und erzielt einen Umsatz von mehr als 4 Mio. Euro.

Dieser Artikel ist Teil 2 von 3 der Serie

Wie muss ein Gründer vorgehen und welche Ausstattung braucht er, für den Aufbau eines Übersetzungsbüros. Im folgenden Artikel geben wir Ihnen drei weitere Tipps vom Experten.

Tipp 4: Technologie

Wie auch in vielen anderen Industrien des 21. Jahrhunderts, spielt Technik in Übersetzungsunternehmen eine große Rolle und kann dazu beitragen, die Kosten sowohl für das Unternehmen selbst als auch für seine Kunden niedrig zu halten.

Firmenintern können Sie versuchen, kostenlose Open-Source- und Open-Standard-Software und –Technologie einzusetzen, wo immer dies möglich ist. Google Docs ist zum Beispiel eine fantastische Lösung zum Speichern und zur gemeinsamen Benutzung von Dateien im ganzen Unternehmen. Wichtig ist dabei, dass sie allesamt auf den sicheren Servern von Google gespeichert sind; Sie brauchen sich also keine Gedanken über interne Speichersysteme zu machen.

Versuchen Sie, wo immer dies möglich ist, eine Kultur der „Fernkonferenz“ zu etablieren. Der Einsatz von VoIP-Software wie Skype und Instant Messaging, E-Mail und Telefonkonferenz-Services ist wesentlich preiswerter als das Reisen zu Firmen-Meetings.

Ein ernstzunehmendes Übersetzungsunternehmen ist außerdem im Umgang mit Translation-Memory- (TM-) Software geübt, die dazu entworfen wurde, menschliche Übersetzer dabei zu unterstützen, effizienter zu arbeiten, und letztendlich insgesamt die Qualität sowie die Geschwindigkeit der Bearbeitung zu steigern. Da sie sich daran erinnern, wie bestimmte Ausdrücke übersetzt werden sollten, sind computergestützte Übersetzungen besonders für solche Übersetzer nützlich, die regelmäßig Aufträge von ein und demselben Kunden bekommen.

Wenn beispielsweise in einem Fachtext durchwegs viele Formulierungen wiederkehren, baut die TM-Software mit der Zeit ein Translation Memory auf. Werden im Text wiederholte Segmente entdeckt, kann das TM frühere Übersetzungen benutzen und anwenden, um eine kürzliche „Übereinstimmung“, ein „Match“ zu finden. Wenn in der Folge die Anzahl der Wiederholungen innerhalb eines Textes hoch ist, können sich die Kosten des Kunden für die Übersetzung drastisch senken lassen.

Tipp 5: Anwerbung von Übersetzern

Übersetzer arbeiten mehrheitlich auf freiberuflicher Basis. Das gibt ihnen die Gelegenheit, sich in einer internen Datenbank ein Netzwerk von professionellen Linguisten aufzubauen, ohne dass Ihnen dadurch nennenswerte Kosten entstehen. Achten Sie jedoch darauf, keine Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Im Idealfall werben Sie also Übersetzer an, die über solide Erfahrungen verfügen und gute Referenzen vorweisen können.

In den ersten Jahren ist es empfehlenswert, sich zunächst auf ein paar europäische Sprachen, wie Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Italienisch, zu konzentrieren. Wenn Sie erst eine solide Datenbank mit Übersetzern für diese Sprachen haben, können Sie Ihr Angebot auf weitere Sprachen ausdehnen.

Das Projektmanagement steht ebenfalls im Mittelpunkt des Übersetzungsprozesses – Sie brauchen gut organisierte, gewissenhafte Mitarbeiter, die sich um Ihre Kunden kümmern. Sie haben eine Vermittlerfunktion zwischen dem, was Kunden wünschen, und dem, was Übersetzer leisten können – Projektmanager geben Anweisungen weiter und sorgen dafür, dass genau der richtige Linguist mit der für ihn passenden Übersetzung beauftragt wird.

Sie brauchen in den ersten Jahren nicht unbedingt einen festangestellten Buchhalter oder Mitarbeiter der Personalabteilung. Sie können wahlweise einige dieser Aufgaben selbst übernehmen, um die Kosten niedrig zu halten, oder diese Arbeit auf Ad-hoc-Basis durch Outsourcing an andere Firmen vergeben.

Tipp 6: Der Aufbau des Geschäfts

Kunden erscheinen nicht einfach aus dem Nichts. Sie müssen aktiv nach Aufträgen suchen – sehen Sie sich im Internet nach Untenehmen um, die einen Bedarf an Übersetzungen haben. Dabei handelt es sich zum Beispiel regelmäßig um alle Unternehmen, die weltweiten Handel betreiben. Angesichts Ihrer niedrigeren Betriebskosten sind Sie möglicherweise in der Lage, günstigere Preise anzubieten als deren derzeitiger Übersetzungsanbieter. Rufen Sie solche Firmen an – sprechen Sie mit ihnen, seien Sie freundlich und zuvorkommend, aber dennoch behutsam überzeugend. Mit etwas Glück haben Sie schon bald einen großen Auftrag in der Tasche, der Ihnen die nötigen Mittel einbringen kann, die Ihnen in anderen Bereichen den Ausbau Ihres Geschäfts ermöglichen. 

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Christian Arno, er gründete das weltweite Übersetzungsunternehmen Lingo24 im Jahr 2001. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen Mitarbeiter auf vier Kontinenten, ist für Kunden in mehr als 60 Ländern tätig und erzielt einen Umsatz von mehr als 4 Mio. Euro.

Eine bei Gründern beliebte Konstellation ist die Kombination von einem Minijob mit einer nebenberuflichen Selbständigkeit. Mit dieser Kombination ist durch den Minijob ein Teil der Fixkosten abgefedert und den Gründern bleibt ausreichend Zeit, ihre Selbständigkeit in die Wege zu leiten. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil für Unternehmer im Nebengewerbe besteht darin, dass sie die Familienversicherung weiter in Anspruch nehmen können.

Unterschiedliche Freibeträge

Für den Minijob und die nebenberufliche Selbständigkeit gelten unterschiedliche Freibeträge, um die Familienversicherung in Anspruch nehmen zu können.

Minijob

Arbeitet der Familienangehörige nur als Minijobber gilt ein Freibetrag von 400,- Euro. Demzufolge darf der Minijobber für die Familienversicherung bis 400,- Euro monatlich verdienen.

Nebenberuflich Selbständig

Für nebenberuflich Selbständige gilt ein geringerer Freibetrag von 365,- Euro. Diese Unternehmer können bis zu einem monatlichen Gewinn von 365,- Euro weiter Familien versichert bleiben.

Nebenberuflich Selbständige mit Minijob

Jetzt könnte man meinen, in dieser Kombination werden die Freibeträge einfach zusammengezählt. Dem ist aber leider nicht so. Stattdessen gilt für beide Einkünfte zusammen nur der geringere Freibetrag von 365,- Euro.

Was zählt zu den Einkünften und wo stehen die Zahlen?

Zu den Einkünften zähen der Gewinn aus der nebenberuflichen Selbständigkeit. Der Gewinn erscheint in der EÜR. Die Einkünfte aus dem Minijob zählen ebenfalls dazu, deren Höhe erfahren Sie aus Ihrer Lohnbescheinigung oder Jahres-SV-Meldung.

Diese Einkünfte müssen zusammengerechnet unter 365,- Euro liegen, nur dann ist eine weitere Familienversicherung möglich.

Familienversicherung beantragen

Liegen die Einkünfte unter der Freigrenze von 365,- Euro kann der Unternehmer bei der zuständigen Krankenkasse einen Antrag auf Familienversicherung stellen. Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse werden alle zwei Jahre die Einkünfte überprüft. Der familienversicherte Unternehmer muss den Fragebogen Familienversicherung (PDF, 35 KB) (Angaben zur Feststellung der Familienversicherung) ausfüllen.

Problem: Höhere Einkünfte

Liegen die Einkünfte aus der nebenberuflichen Selbständigkeit und dem Minijob über 4.380,- Euro im Jahr (365,- mal 12), besteht kein Anspruch auf Familienversicherung mehr. Trifft dieser Umstand auch schon für das Vorjahr zu, müssen die Beiträge zur Krankenversicherung nachgezahlt werden. Der Unternehmer ist nämlich verpflichtet, bei Änderungen der Einkünfte die Krankenkasse zu informieren.

Ab welchem Datum müssen die Beiträge nachgezahlt werden?

Krankenversicherungsbeiträge müssen immer dann rückwirkend nachgezahlt werden, wenn der Unternehmer die Veränderung der Einkünfte der Krankenkasse nicht mitgeteilt hat.

Sofern die Familienversicherung nicht mehr möglich ist, gilt die Versicherungspflicht. Hier ist das Datum des Einkommensteuerbescheides ausschlaggebend. Ab dem Zeitpunkt des Ergehens des Steuerbescheides gilt die Versicherungspflicht.

Beispiel

Der nebenberuflich Selbständige hat im Jahr 2008 einen Gewinn von 3.800,- Euro erwirtschaftet. In seinem Minijob hat er über das Jahr 1.800,- Euro verdient. Die Summe der Einkünfte beträgt somit 5.600,- Euro. Der Freibetrag der Familienversicherung von 4.380,- Euro ist weit überschritten und der Unternehmer ist krankenversicherungspflichtig.

Den Einkommensteuerbescheid für das Jahr 2008 hat der Unternehmer mit dem Datum vom 20.05.2009 erhalten. Die Versicherungspflicht besteht damit ab dem 20.05.2009.

Beitragsberechnung bei nebenberuflich Selbständigen

Der Krankenversicherungsbeitrag wird bei nebenberuflich Selbständigen nicht wie bei hauptberuflich Selbständigen berechnet. Es gelten ermäßigte Sätze, die sich danach richten, ob der Unternehmer von seinen Einkünften leben kann. Ggf. werden die Einkünfte des Ehepartners bei der Berechnung noch mit hinzugezogen. Nähere Auskünfte kann der Unternehmer bei seiner zuständigen Krankenkasse erhalten.

Insiderwissen

Von einem Insider (sichere Quelle) haben wir Interessantes erfahren. So sind die Krankenkassen in der Regel nicht in der Lage über einen längeren Zeitraum die Einkünfte zu prüfen oder nachzuvollziehen und festzusetzen.

Was könnte das für den Unternehmer bedeuten?

Übt der Bürger schon längere Zeit einen Minijob aus und beginnt ein Nebengewerbe kann die Krankenkasse in der Regel nicht nachkommen, solange das Nebengewerbe bei der Krankenkasse nicht angegeben wird. Unternehmer im Nebengewerbe verdienen eh nur Peanuts und müssen darauf auch noch Beiträge zur Krankenversicherung zahlen. Auf Grund der Bürokratie und des Systems sind die Krankenkassen in der Regel nicht in der Lage, diese Beträge einzufordern.

Informationen vom Finanzamt

In der Regel erhalten die Krankenkassen keine Informationen vom Finanzamt. Ein Amtshilfeersuchen von den Krankenkassen an das Finanzamt passiert nur dann, wenn der Versicherte den oben beschriebenen Fragebogen nicht ausfüllt und seine Mitwirkungspflicht vernachlässigt. Das sollte der Versicherte tunlichst vermeiden, denn spätestens dann fliegt jeder Schwindel auf.

So vermeiden Sie die häufigsten Fehler

Eine Existenzgründung in der Gastronomie ist für viele Gründer ein sehnlicher Wunsch. Keine andere Branche ist in Sachen Existenzgründung stärker gefragt. Vom Café über ein Restaurant, einen Lieferservice oder eine Bar – die Bandbreite der gastronomischen Neugründungen ist weit. Einige Fehler bei der Existenzgründung wiederholen sich jedoch immer wieder. So führen zahlreiche Neugründen letztlich nicht zum gewünschten Erfolg und bleiben oft schon in der Vorgründungsphase auf der Strecke. Doch welche Fehler sind es, die Sie vermeiden sollten?

Gründen Sie nicht ohne die notwendigen Kenntnisse

So manche Gastronomiegründung wird von Menschen vorgenommen, die bisher nur in der heimischen Küche hinter dem Herd gestanden haben. Eine Ausbildung in Sachen Küche, Restaurantbetrieb oder wirtschaftliche Kenntnisse gehören aber nun einmal zur erfolgreichen Gründung. Bei Banken werden Sie ohne diese Grundlagen kaum eine Chance haben, denn nichts ist dort unbeliebter als Gründer, die nicht wissen, was eigentlich auf sie zukommt und worauf es ankommt.

Sparen Sie nicht am falschen Ende

Gute Standorte sind meist teuer in Sachen Miete. Deshalb versuchen viele Gründer, hieran zu sparen und setzen auf billige Mieten. Doch: Wer kaum Passanten zu verzeichnen hat, wird sich schwer tun, Gäste in die schöne neue Bar oder das neue Café zu bringen. Es muß nicht gleich ein Top-Standort sein, aber eine Gegend, in der einfach nichts los ist, bringt so manchen Gründer zu Fall. Wer glaubt, dass er einen gastronomischen Betrieb vollkommen alleine führen könnte und am Personal sparen will, gräbt sich übrigens auch eine Grube. Denn: Alleine ist es kaum zu schaffen und wer schließt den Laden auf, wenn Sie einmal krank sind?

Gründen Sie nicht ohne Alleinstellungsmerkmal

Sie wollen ein Café gründen und es soll Kaffeegetränke und Kuchen geben? Das ist ein einem Café nicht weiter erstaunlich und für Ihre Kunden nichts Besonderes. Genau darauf kommt es aber an: Können Sie etwas Besonderes bieten? Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie  Ihr Konzept unbedingt überdenken. Ein gastronomischer Betrieb, der im anvisierten Umfeld kein Alleinstellungsmerkmal vorweisen kann, wird es schwer haben.

Können Sie wirtschaften?

Eine „Wirtschaft“ im wahrsten Sinne des Wortes kommt vom Begriff „wirtschaften“. Viele Gastronomen nehmen die Sache mit dem wirtschaften allerdings nicht so genau und das kann Kopf und Kragen kosten. Eine Speisekarte muss auf Wirtschaftlichkeit überprüft werden, monatliche Verkaufszahlen sind notwendig, um das Angebot an Speisen, Getränken oder Veranstaltungen im Blick zu behalten. Auch die Kosten gehören in regelmäßige Auswertungen. Nur so kann sichergestellt werden, dass dass die Anfänge von Unternehmenskrisen auch frühzeitig genug erkannt werden.

Warten Sie nicht zu lange mit Hilfestellungen

Gründer sollten frühzeitig auf Hilfestellungen in Form von Beratungen zurückgreifen. Diese werden – etwa im Rahmen des Gründercoaching Deutschland – vom Staat stark bezuschusst. Im Alltag schleichen sich schnell fatale Fehler ein, die langfristig zum „Aus“ führen können und für eine Überprüfung der eigenen Aktivitäten bleibt in der Startphase ohnehin kaum genug Zeit übrig. Mit Hilfe geförderter Beratungen vermeiden Sie Fallstricke und können jemanden engagieren, der mit dem Blick von außen jede Menge Dinge erkennt, die Sie selbst womöglich gar nicht wahrnehmen. So lernen Sie, worauf Sie achten müssen und wie Sie Ihre Gastronomie langfristig zum Erfolg bringen.

Dieser Beitrag wurde von Andrea Claudia Delp, amaveo innovationsmanagement, www.amaveo.de zur Verfügung gestellt.

Die Autorin und Beraterin hilft bei einer Existenzgründung in der Gastronomie – in Sachen Businessplan, Geschäftskonzept, Marketing und andere Fragen der Wirtschaftlichkeit.

Dieser Artikel ist Teil 1 von 3 der Serie

Die Übersetzungsbranche ist eine Industrie

In den Augen vieler gilt die Übersetzungsbranche nicht als Industriezweig. Sie ist jedoch ein Handelsbereich, der still im Hintergrund existiert und einen unverzichtbaren Service für Unternehmen bietet, die weltweit agieren. Überdies ist sie eine Branche, die weltweit pro Jahr weit mehr als €10 Mrd. wert ist.

Zudem handelt es sich bei ihr um eine unglaublich zersplitterte Industrie, in der wenige, sehr große Unternehmen und etliche tausend kleinere Firmen den weltweiten unternehmerischen Übersetzungsbedarf untereinander aufteilen.

Alles, was man tatsächlich braucht, um ein Übersetzungsunternehmen zu gründen, sind ein Computer und eine Internetverbindung, denn die Mehrzahl der Kunden zieht es vor, ihre Dokumente auf elektronischem Weg zu verschicken (entweder per E-Mail oder mithilfe von zweckbestimmten Web-Schnittstellen), und wünscht Übersetzungen auf dem gleichen Weg zu erhalten.

Wer sich dies vor Augen hält, kann als angehender Geschäftsmann mit ausreichender Tatkraft und Entschlossenheit weit schlechtere Entscheidungen treffen als eine Karriere in der Übersetzungsbranche. Viele der Prozesse, die zum Aufbau eines erfolgreichen Übersetzungsunternehmens gehören, sind allen Branchen gemein, andere dagegen sind schon etwas einzigartiger.

Es folgen zehn Erfolgstipps für diejenigen, die ihre Brötchen in der Übersetzungsbranche verdienen wollen.

Tipp 1: Planen Sie Ihren Erfolg

Das alte Sprichwort: „Nicht planen heißt planen, fehlzuschlagen” bewahrheitet sich in jedem Industriezweig, und Übersetzungsunternehmen bilden da keine Ausnahme. Was Sie brauchen, ist ein detaillierter Businessplan, der Ihre unmittelbaren, mittel- und langfristigen Ziele umreißt und illustriert, wie Sie diese zu erreichen gedenken – und zwar bevor Sie auch nur einen einzigen Euro ausgeben.

Tipp 2: Geld regiert die Welt

Über eines sollte man sich von Anfang an im Klaren sein: Ein Unternehmen aufzubauen, kostet Geld. Ob Sie dies also durch Ihr persönliches Vermögen oder mithilfe eines Bankdarlehens finanzieren, Sie müssen dafür sorgen, dass Sie über genügende Barmittel verfügen, um die Kosten der Existenzgründung zu decken. Das bedeutet, das sämtliche Kosten sorgfältig kalkuliert werden müssen, bevor irgendwelche Ausgaben getätigt werden. Das Letzte, was Sie wollen, sind Ausgaben für schicke Büros mit einer Unmenge Büroeinrichtung, wenn Sie im Anschluss kein Geld mehr für Marketing oder Mitarbeiter haben.

Tipp 3: Halten Sie Ihre Betriebskosten niedrig

Das Schöne am Betrieb eines Übersetzungsunternehmens ist, dass vieles fernbetätigt und virtuell eingerichtet werden kann. Anstatt also beispielsweise Kosten für teure Büros zu bestreiten, können Sie anfangs zuhause in Ihrem Gästezimmer arbeiten. Die Übersetzungsbranche existiert im Wesentlichen im Cyberspace. All Ihre wertvollen Barmittel zur Existenzgründung sollten daher darauf verwendet werden, eine erstklassige IT-Infrastruktur, eine professionelle Website und virtuelle Speicherung aufzubauen. Technologie kann in bedeutendem Ausmaß dazu beitragen, dass ihre Kosten niedrig bleiben.

Dieser Text wurde zur Verfügung gestellt von:

Christian Arno, er gründete das weltweite Übersetzungsunternehmen Lingo24 im Jahr 2001. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen Mitarbeiter auf vier Kontinenten, ist für Kunden in mehr als 60 Ländern tätig und erzielt einen Umsatz von mehr als 4 Mio. Euro.
 

Wir haben uns schon immer die Frage gestellt, warum die Seminare und Kurse bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in verschiedenen Städten in Deutschland unterschiedliche Preise haben? Genau diese Frage stellte auch Harry Zingel (verstorben am 18.08.2009) den Prüfungsteilnehmern der Kurse  zum geprüften Betriebswirt sowie zum geprüften Betriebswirt der IHK in seinem Artikel IHK-Fortbildungen: Große Unterschiede bei den Prüfungsgebühren

Die vorangestellte Umfrage in seinem Forum (derzeit leider nicht online) förderte erstaunliche Preisunterschiede der Kammer in Deutschland zu Tage. Wir vom Gruenderlexikon wollen dieses Thema aufgreifen und für das von allen Ämtern geforderte Existenzgründerseminar eine ähnliche Umfrage starten.

Daher bitten wir alle Existenzgründer oder Unternehmer, welcher in der letzten Zeit an einem Existenzgründerseminar bei einer Industrie- und Handelskammer in ihrer Region teilgenommen haben, an dieser Umfrage teilzunehmen. Bitte kommentieren sie einfach diesen Beitrag kurz und knapp mit folgenden Daten: Ort des Seminars, Dauer des Existenzgründerseminars sowie die an die IHK gezahlte Teilnehmergebühr in Euro.

Wir werden in naher Zukunft eine Zusammenfassung der Ergebnisse präsentieren.

An dieser Stelle bereits ein herzliches Dankeschön für Ihre Teilnahme und Hilfe.

PS.: Bei der IHK Erfurt kostet ein Existenzgründerseminar 65,- EUR. Es geht über 4 Seminartage. Komisch, bei der Handwerkskammer Erfurt kostet ein 3-tägiges Seminar nur 30 EUR.

Ich habe mal mit dem genialen Google Tool Insight for Search das Wort Existenzgründung etwas näher beleuchtet und unter die Lupe genommen. Dabei sind doch einige sehr interessante wie auch bedenkliche Tendenzen zum Vorschein gekommen. Das Tool ermittelt auf Basis eines eingegebenen Suchwortes aufgrund des bei Google anfallenden Suchvolumens den Verlauf des Wortes über mehrere Jahre. Sogar eine Prognose für die Zukunft wird grafisch dargestellt. Die Grafik zeigt daher, wie häufig das Wort in der Vergangenheit bei Google Deutschland gesucht wurde, also wie groß das Interesse zu diesem Wort in der Bevölkerung war. Ich schließe daraus, dass sich die Zahl der Existenzgründung äquivalent zu diesem Suchvolumen bei Google verhalten. Sehen wir uns das ganze etwas näher an.

Entwicklung Existenzgründung im Chart


Dieser Graf lässt deutlich erkennen, dass das Wort Existenzgründung seit dem Jahr 2004 von Jahr zu Jahr tendenziell weniger gesucht wurde. Einer Erklärung für die Abnahme des Interesses könnte in der Gestaltung der Fördermittel zur Existenzgründung durch die Bundesregierung, die Europäische Union sowie der einzelnen Bundesländer liegen. Wenn ich mich da recht erinnere, gab es mal das Überbrückungsgeld, später gab es ein Wahlrecht zwischen Ich-Ag oder dem Überbrückungsgeld und heute gibt es lediglich den Gründungszuschuss. Aus meiner Beratererfahrung und der Arbeit in den vergangenen Jahren mit diesen Fördermitteln behaupte ich, die finanzielle Unterstützung hat sich stetig verschlechtert. Mit Ausnahme der Ich AG, welche eine Verbesserung gerade für Existenzgründer darstellte, welche ein kleines Konzept, ohne große Investitionen und ohne Eigenkapital auf solider Basis durchführen wollten. Dies war, wie bereits einige Experten festgestellt haben, der Bundesregierung zu teuer geworden, so dass dieses gute Modell sehr schnell abgeschafft wurde.

Zuschüsse für Beratung zur Existenzgründung

Auch die Zuschüsse für Beratung durch Gründungsberater, Unternehmensberater oder Steuerberater, wurden seit 2004 in großen Schritten und stetig verringert, bis wir heute an dem Punkt angelangt sind, lediglich das Gründercoaching Deutschland über die KfW Bank in Berlin beantragen zu können. Es gibt (zumindest bei uns in Thüringen) keinerlei Zuschüsse über die Arbeitsagentur, die Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer mehr. Der Existenzgründer muss sich mit seinem Berater auf die KfW Bank verlassen. Dieser Zuschuss steht jedoch erst nach der Gewerbeanmeldung und somit nach einem Großteil der Arbeit vor der Existenzgründung dem Gründer zur Verfügung, so dass es hier heißt: Aufs Ungewisse arbeiten und in Vorkasse treten. Hier liegt sicher auch eine Ursache des im obigen Chart erkennbaren Rückgangs der Existenzgründungen.

Entwicklung der Existenzgründung in den einzelnen Bundesländern

Dieser Abbildung zeigt, dass auch in den einzelnen Bundesländern das Suchvolumen nach dem Wort "Existenzgründung" unterschiedlich hoch ist. Sehr interessant ist der Hinweis unter der Deutschlandkarte "Veränderung in Zeitverlauf anzeigen". Nach einem Klick darauf, kommt man auf eine Art Player, mit welchem man den zeitlichen Verlauf der einzelnen Bundesländer visuell in einer Art Videofilm in der Deutschlandkarte darstellen kann.

Tendenziell kann man eine erhöhte Nachfrage in den neuen Bundesländern nach dem Wort Existenzgründung erkennen.

Die häufigsten Suchanfragen in Verbindung mit Existenzgründung


Aus dieser Tabelle sind die Begriffe und Kombinationen ersichtlich, welche am häufigsten im Zusammenhang mit dem Wort Existenzgründung in der Suchmaschine Google eingegeben werden. Dabei fällt auf, dass die Nachfrage nach der IHK sowie nach Fördermitteln und dem Arbeitsamt sehr eindeutig die Gewinner sind. Auch auffällig, dass immer noch das Wort Arbeitsamt verwendet wird, obwohl unser liebes Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf Bundesagentur für Arbeit umgetauft hat.

Es zeigt auch, das die Leute Hilfe suchen und zwar bei den eigentlich zuständigen Ämtern, wie Arbeitsamt, IHK oder HWK. Doch leider kommen immer mehr Menschen zu uns (direkt und auch hier im Gruenderlexikonforum) und ärgern sich über die inkompetente Abwicklung auf den zuständigen Börden, was den fachlichen Zustand in Sachen Existenzgründung erahnen lässt. Oder ist es schlichtweg nur Faulheit der Mitarbeiter? Traurige Tatsache, wir werden´s wohl nie erfahren.

In Anlehnung an obige Erläuterung zum zeitlichen Verlauf, kann man sicher nun auch verstehen, warum immer das Wort Fördermittel oder Förderungen ein eindeutiger Bestandteil der Suchvorgänge der Menschen bei Google sind. Übrigens, diese Analyse kann man auch mit jedem anderen Wort, sogar mit mehreren Gleichzeitig durchführen und die Ergebnis vergleichen.

Sehr interessant ist der Vergleich der Wörter Existenzgründung und Insolvenz über Insight for Search, sollte die BA und andere Entscheidungsträger auch ruhig mal machen.

Der elektronische Bundesanzeiger ist nicht als elektronische Kopie eines Papier Originals anzusehen, sondern als ein amtliches Verkündungsmedium. Der elektronische Bundesanzeiger gliedert sich in die Publikationsplattform und in das Unternehmensregister. Zum 31.12.2009 endet die Übergangsfrist zur Einreichung der Jahresabschlüsse in Papierform. Gesellschaften, insbesondere die GmbH, die AG, die GmbH & Co. KG ohne eine natürliche Person als voll haftenden Gesellschafter und sonstige eingetragene Kaufleute und Gesellschaften müssen ab dem 1.01.2010 ihre Jahresabschlüsse elektronisch beim Bundesanzeiger einreichen. Alle Jahresabschlüsse von offenlegungspflichtigen Unternehmern, die über den elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wurden, können im verknüpften Unternehmensregister abgefragt werden.

Welche Jahresabschlussunterlagen sind offenlegungspflichtig?

Bspw. muss eine mittelgroße oder große GmbH u.a. die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), den Lagebericht, und den Ergebnisverwendungsvorschlag offenlegen. Die Unterlagen müssen bis spätestens 12 Monate nach dem Abschlussstichtag eingereicht sein. Verstöße ahndet das zuständige Bundesamt für Justiz mit einem Ordnungsgeld von bis zu 25.000,- EUR.

Muss sich der interessierte Unternehmer für eine Abfrage im Unternehmensregister anmelden?

Jeder Interessierte kann im Unternehmensregister ohne Anmeldung oder Registrierung die offengelegten Daten von anderen Unternehmen abfragen. Nach einer einfachen Eingabe des Firmennamens im Suchfeld listet das Programm alle Firmen mit diesem Namen und der Ortsangabe auf. Die einfache Abfrage im Unternehmensregister kommt vor allem den Unternehmern entgegen, die sich über einen neuen Geschäftskontakt informieren wollen.

Anleitung und Kosten

Auf der Publikations-Plattform wird den Unternehmern mit Merkblättern erläutert, wie einfach das Einstellen der Jahresabschlüsse funktioniert. Die Kosten für das Einstellen können Sie der Preisliste entnehmen.

Am 12. November 2009 hat unsere Redaktion ein tel. Interview mit Herrn Schreier von der KfW Beraterbörse geführt. Im Interview wollten wir Neuerungen zum Thema "Die neue Beraterbörse" erfahren und wie Gründer und Berater die Börse vorteilhaft nutzen können.

Frage der Redaktion

Unabhängig von Merkblättern und Informationen im Internet bekommen wir über unser Portal www.gruenderlexikon.de häufig die Fragen: „Wie werde ich KfW-Berater, welche Qualifikationen muss ich besitzen? Muss ich meine Qualifikationen mit Diplomen oder Zeugnissen nachweisen?“ Diese Fragen möchten wir an Sie weiterreichen.

Herr Schreier

KfW Berater werden in 3 Stufen gefunden, zum Einen direkt mit dem Namen, an Hand ihrer Beratungsprodukte und mittels der Branche. Ein Berater kann als KfW Berater zugelassen werden, wenn er mindestens 3 Jahre im beratenden Bereich bspw. als Unternehmensberater oder Existenzgründungsberater tätig ist. Weiterhin muss er 3 Referenzen aus dem Existenzgründungsbereich nachweisen. Die Angaben werden an Hand des einzureichenden Lebenslaufes geprüft. Die Abgabe von Zeugnissen oder Diplomen ist keine Voraussetzung.

Frage der Redaktion

Sie haben mit der neuen Beraterbörse ein onlinefähiges Portal entwickelt, indem alle Informationen ausschließlich online erfasst werden können und erfasst werden müssen. Andererseits bietet die Kfw Beraterbörse den Beratern in der Selbstdarstellung nur Beratungsschwerpunkte aus Offlinethemenfeldern an. Im Zeitalter von Internet und E-Commerce ist gerade im Onlinebereich ein riesiger Beratungsbedarf vorhanden. Warum wird in Ihrer Beraterbörse weder in der Eingabe, noch in der Suche auf die Onlineberatung speziell SEO, SEM (also Suchmaschinenoptimierung in jeglicher Hinsicht) Wert gelegt?

Herr Schreier

Klassische Unternehmensberater machen keine SEO Beratung,  sondern stellen nur den Bedarf fest und sprechen Empfehlungen aus. Bspw. wird vom Berater empfohlen, dass ein IT-Dienstleister diese Aufgabe übernehmen sollte.

Kurz- und mittelfristig werden Themen der Onlineberatung, wie bspw. SEO und SEM nicht in die Beraterbörse aufgenommen.

Frage der Redaktion

Nach Kenntnisstand unserer Redaktion ist die Anzahl der Referenzen des Beraters ausschlaggebend für die angezeigte Position im Suchergebnis der Beraterbörse. Berater mit vielen Referenzen werden daher im Vorderfeld gelistet. Wie überprüfen Sie als Beraterbörse die eingegangenen Referenzen auf Qualität?

Herr Schreier

Nun, die Reihenfolge der Anzeige kann jeder Benutzer individuell verändern, bspw. nach Entfernung zum Wohnort, alphabetisch oder eben nach Referenzen sortiert.

Zur Überprüfung der Referenzen und der Qualität kann ich Ihnen mitteilen, dass Anfang 2009 ca. 50 Berater in einer ersten Stichprobe überprüft wurden. Die Stichprobe fand bundesweit statt. Geprüft wurde u.a. Diplome und Zeugnisse nach den Angaben im Lebenslauf und die Qualifikationen. Referenzgeber des Beraters wurden tel. nach der Beratung und der Zufriedenheit befragt. Bei der gesamten Stichprobe wurden keine Beanstandungen bei den geprüften Beratern festgestellt. Die KfW wird auch zukünftig regelmäßige Prüfungen vornehmen, um damit die Hemmschwelle für unwahre Angaben zu erhöhen.

Wir danken Herrn Schreier für das Interview.

Immer mehr Menschen in Deutschland leben mit einer hohen Verschuldung. Während sich die einen mit den Verbindlichkeiten, die sie begleichen müssen, abgefunden haben, kämpfen andere aktiv gegen diese. Die Unterschiede bei den Verhaltensweisen sind groß, doch nicht alle agieren aktiv beim Kampf gegen die Schulden. Seit einigen Jahren darf man sich in Deutschland nun über eine regelrechte Wunderlösung auf dem Weg zum schuldenfreien Leben freuen. Der Name dieser Wunderlösung ist Peter Zwegat mit seiner Sendung Raus aus den Schulden, die beim deutschen Privatfernsehen RTL ausgestrahlt wird.

Mehr als ein Erfolg

Mittlerweile wurden bereits mehrere Staffeln von Peter Zwegat gezeigt und noch heute ist der Erfolg der Sendung ungebrochen. Doch was fasziniert die Menschen eigentlich an dem Format? Die Antwort ist gänzlich einfach. Bei Peter Zwegat erfahren Betroffene, wie sie ihre Schulden reduzieren können und dabei nicht zwangsläufig an Arbeit denken müssen. Durch Gespräche und einzelne Änderungen lassen sich Schulden schnell auf ein Zehntel reduzieren.

Die Frage nach der Moral

Während die einen in Peter Zwegat und seiner Sendung den Retter in der Not sehen, sehen andere in ihm das Gesamte gesellschaftliche Übel. Die Gründe sind gänzlich einfach. Viele Menschen arbeiten täglich hart, um ihre Verbindlichkeiten begleichen zu können, andere bekommen Hilfe von Peter Zwegat.
 

Mehr als 6.000 Gründungsberater in Deutschland wurden in einer aktuellen Studie der Leuphana Universität Lüneburg befragt. Genauer wurde die aktuelle Online-Umfrage vom Lehrstuhl für Gründungsmanagement durchgeführt. Mit 36,3 Prozent Antworten, erhielten die Studenten eine ansehnliche Rücklaufquote, die einer Gesamtzahl von 2.146 Beratern entspricht, die auf die Umfrage geantwortet haben.

Im Mittelpunkt der Studie standen vor allem Fragen nach den Erfahrungen von Gründungsberatern, wie gut diese zertifiziert seien und welches Anliegen sie mit der Beratung verfolgten. Außerdem wurde beleuchtet, wie stark der Aufwand für die Gründungsberatung betrieben wird.

Die Ergebnisse im Überblick

Als Fazit der Studie stellte sich heraus, dass die meisten Gründungsberater männlich sind. Sie sind zwischen 36 und 50 Jahre alt. Nur wenige Ausnahmen sind jünger oder älter. Vorrangig werden von den Gründungsberatern kleine und mittlere Unternehmen beraten, die zwischen einem und 50 Mitarbeiter haben. Nur wenige Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern werden beraten.

Innerhalb des letzten Jahres haben die Gründungsberater im Schnitt 15 Tage für ihre persönliche Weiterbildung aufgewendet, was sehr viel ist. Viele der Zertifikate in der Gründungsberatung werden von den Beratern als besonders wichtig für die Akquise angesehen, jedoch sind die meisten Zertifizierungen noch nicht hinreichend bekannt.

Ebenfalls ergab sich, dass es kaum Gründungsberater gibt, die diesen Bereich hauptsächlich ausüben. Vielmehr rundet die Gründungsberatung das gesamte Tätigkeitsgebiet ab und macht nur einen sehr geringen Anteil der Arbeitszeit und des Umsatzes aus. Oftmals wird die Gründungsberatung zur Neukundengewinnung eingesetzt, in vielen Fällen auch lediglich nebenher betrieben.

Die Befragung ergab ebenfalls, dass etwa bei jedem fünften Berater sehr große Beratungskompetenzen zu vermuten sind, wobei dies aufgrund der alleinigen Online-Befragung nicht eindeutig bewiesen werden kann. Hier müssten persönliche Eignungstests für eine abschließende Beurteilung durchgeführt werden.

Probleme der Gründungsberatung

Ein weiteres Problem ist, dass die meisten Berater nur das Coaching oder nur die Fachberatung anbieten. Eine Möglichkeit, beide Teilbereiche miteinander zu verbinden, besteht heute recht selten. Bezüglich möglicher Zertifizierungen sehen die Gründungsberater das Ganze mit gemischten Gefühlen, es gibt sowohl Befürworter, als auch Gegner. Allerdings gehen die meisten Berater davon aus, dass Zertifizierung sich lohnt, da sie kompetenzsteigernd wirkt.

Erfahrungen aus der Gründungsberatung haben die Berater zwar meist, aber nur in geringem Umfang, da die Gründungsberatung an sich nur ein kleines Teilgebiet der ausgeübten Tätigkeiten abdeckt. Außerdem wurde in der Studie die Frage gestellt, warum die Gründungsberatung durchgeführt wird. Darauf antwortete der Großteil, dass es ihm ein persönliches Anliegen sei, Existenzgründer bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.

Berater, die bereits Erfahrungen mit einer eigenen Selbstständigkeit haben, sind meist engagierter. Es zeigte sich ebenfalls, dass die meisten Gründungsberater das Einfühlungsvermögen in ihrer Tätigkeit als wichtigen Schwerpunkt sehen.

Quelle: Ergebnisbericht der Studie der Leuphana Universität Lüneburg
 

Ein Satz des Unternehmensberaters ist manchmal Auslöser für eine verbesserte Marktposition. Und trotzdem stehen viele Mittelständler Beratern sehr kritisch gegenüber. Zu oft haben sie hohe Summen gezahlt, ohne dass sie richtig verstanden wurden und ohne dass die Verwirklichung der genannten Visionen berücksichtigt wurde - selbst bei der Suche nach Optimierungsbedarf im Unternehmen versagten Berater.

Unsicherheit und Misstrauen

Die Mittelständler sind sich nicht sicher, was sie von Beratern halten sollen und ob sich eine Zusammenarbeit wirklich auszahlt. Je kleiner die Firma, umso weniger werden Beratungsleistungen in Anspruch genommen. Eine Befragung des Bundes der Selbstständigen - Gewerbeverband Bayern im Jahr 2008 verdeutlicht dies.

Von 660 befragten Chefs hat fast die Hälfte noch nie mit einem Unternehmensberater gearbeitet, ein Drittel bisher nur einmal. Die Skepsis gegenüber Beratern hat viele Beweggründe: Einige Unternehmer vertreten die Einstellung, alles aus eigener Kraft schaffen zu müssen. Andere beschleicht ein negatives Gefühl, wenn die Öffentlichkeit von der Zusammenarbeit mit einem Unternehmensberater erfährt. Auch wird oftmals erwähnt, dass die vom Berater angebotenen Lösungen nicht auf die Firma zugeschnitten waren.

Vorteile durch Verband

Mit derartigen Aussagen werden Berater tagtäglich konfrontiert. Sie müssen sich für jene schwarzen Schafe ihrer Branche rechtfertigen, die für viel Geld wenig Leistung erbringen. Zur Vorbeugung wurde vor gut 50 Jahren der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater gegründet. Die Mitglieder werden nach strengen Regeln zertifiziert, sie müssen hohe ethische Grundsätze einhalten. Vom Einzelunternehmer bis zu global agierenden Konzernen, vom Strategie- bis zum Personalberater - im Verband sind sämtliche Berater-Formen zu finden. Sie alle verfolgen das Primärziel, ein Unternehmen durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit voranzubringen und dessen Zukunft abzusichern.

Durch regelmäßige Zusammenarbeit zum Erfolg

Um diesem hohen Anspruch gerecht werden zu können, ist ein stetes Miteinander wichtig. Die Anforderungen an eine Firma verändern sich rapide: Wächst die Mitarbeiterzahl, entstehen neue Hierarchien und die Arbeitsprozesse müssen angepasst werden. Kein Unternehmer kann permanent für alle Bereiche selbst Lösungen finden. In derartigen Fällen ist ein Berater für die optimale Entwicklung des Unternehmens notwendig. Als „Quasi-Betriebsexterner" ist ihm Betriebsblindheit fremd. Daher kann er viele Probleme eher erkennen.

Es muss menscheln

Neben der Kontinuität sind weitere Faktoren für eine gute Zusammenarbeit ausschlaggebend, zum Beispiel das exzellente Wissen des Beraters um die jeweilige Branche, das intensive Einlassen auf das Unternehmen und die Aufgabenstellung, der Vorschlag einer individuellen Lösung und das Begleiten bei der Umsetzung. Aber dies alles nützt wenig, wenn es auf der zwischenmenschlichen Ebene nicht funktioniert. Nur wenn sich beide Partner verstehen, können sie gemeinsam gesteckte Ziele erreichen.

Quelle: Pro Firma, 06/2009, S. 26

"Wir leben Steuern" - wer kann das schon von sich behaupten? Derzeit fragen wir in einer Umfrage, ob das deutsche Steuerrecht zu kompliziert sei? Es haben noch nicht viele Teilnehmer abgestimmt jedoch ist eine Tendenz bereits erkennbar, denn alle Votierenden haben sich bisher dafür ausgesprochen, dass das deutsche Steuerrecht zu kompliziert sei.

SteuerberaterWer in einer solchen Welt behauptet, er lebe Steuern, muss entweder lügen, sich gern mit fremden Federn schmücken oder unheimlich viel von seinem Handwerk verstehen. Wir haben uns daher auf den Seiten des Onlinesteuerberaters um gesehen, um festzustellen, was bietet der Steuerberater im Internet wirklich und lohnt es sich für einen Unternehmer, seinen bisherigen Steuerberater gegen einen virtuellen Steuerberater einzutauschen?

Wer kann den Onlinesteuerberater nutzen?

steuerberaten.de bietet sowohl Privatleuten, als auch Unternehmern und Selbständigen sowie Vereinen und Stiftungen seine Dienste an. Damit können alle Rechtsformen sowie alle juristischen und natürlichen Personen in Deutschland von steuerberaten.de beraten und betreut werden.

Welche Vorteile bietet mir der Steuerberater im Internet?

Zunächst sicher einmal die günstigen Gebühren eines Onlinesteuerberaters gegenüber den gehobenen Gebühren eines Steuerberaters um die Ecke. Und das mit dem selben Service und der gleichen Zuverlässigkeit. Außerdem persönliche Beratung und geprüfte Sicherheit.

Alle Vorteile auf einen Blick

Welche Leistungen erbringt steuerberaten.de im EInzelnen?

Die Leistungen sind abhängig vom Mandanten. Folgende Leistungen können

Privatleute

Erstellung der kompletten Einkommensteuererklärung oder

Ermittlung einzlenen Einkunftsarten wie Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen

Unternehmer

Finanzbuchführung

Lohnabrechnung

Jahresabschluss oder Einnahmen-Überschussrechnung

Steuererklärung

Vereine

Finanzbuchführung

Lohnabrechnung

Jahresabschluss oder Einnahmen-Überschussrechnung

Steuererklärung

Was kostet steuerberaten.de und wieviel kann ich damit sparen?

Das Steuerrecht ist ziemlich kompliziert und Steuerberater dürfen nicht einfach irgendwie abrechnen. Eine vorgeschriebene Gebührentabelle legt eine Mindestgebühr und eine Höchstgebühr fest. Daraus ergibt sich eine Mittelgebühr, so zusagen der Durchschnittswert. Was Ihre Arbeiten oder Ihre Leistungen konkret kosten, kann nur mit einem Gebührenrechner ermittelt werden. Auch den stellt steuerberaten.de zur Verfügung.

Eine Ersparnis kann erst ermittelt werden, wenn Sie als Unternehmer wissen, was Ihr bisheriger Steuerberater für dieselbe Leistung mit den sleben Werten berechnet hätte. Fragen Sie Ihn doch einfach mal und lassen Sie sich nicht mit der Antwort abspeisen: "Das kann man im Vorfeld noch nicht sagen." - doch man kann, denn steuerberaten.de kann es ja auch. Haben Sie den Kostenvoranschlag? Dann können Sie bequem vergleichen.

Starten Sie Ihren Preisvergleich

Übrigens, steuerberaten.de zeigt Ihnen an zwei Beispielen, warum sie so günstig sind. Das die Gebühren wirklich zu niedrig sind, zeigt der Beitrag im Blog, wonach steuerberaten.de eine Klagewelle von der Steuerberaterkammer in Köln wegen zu niedriger Gebühren droht. Warten wir mal ab, die Unternehmen können nur davon profitieren.

Was muss ich als Unternehmer für´s Finanzamt alles machen lassen?

Jede Steuersituation ist anders. Daher kann man pauschal nicht sagen, was das Finanzamt vom Unternehmer haben möchte. Folgende grobe Richtlinie ollte jedoch aalgemein zutreffend sein:

Privatleute

Bei Privatleuten ist das im allgemeinen die private Einkommensteuererklärung, bestehend aus den Einkünften (Bruttoarbeitslohn, eventuell Vermietung oder Kapitalvermögen), den Werbungskosten, Sonderausgaben (insb. Versicherungen der Vorsorge und Spenden) sowie außergewöhnlcihe Belastungen (Krankheitskosten, Ausbildungsfreibetrag für Kinder in Berufs- oder Schulausbildung).

Zum Gebührenrechner für Privatleute

Unternehmen

Regelmäßige (meist monatlich) Einnahmen und Ausgaben in Form von Rechnungen, Quittungen und Kontoauszügen. Natürlcih auch einmal jährlich die Daten zur private Einkommensteuererklärung wie bereits oben beschrieben.

Zum Gebührenrechner für Unternehmer

Was sonst noch benötigt wird, erfahren Sie von steuerberaten.de

So haben wir die Seite beurteilt

steuerberaten.de ist sehr gut strukturiert und übersichtlich. Der Leser findet schnell was er sucht, alle Antworten zu den anfänglichen Unklarheiten eines Unternehmers mit seiner Buchführung sind gut und verständlich, auch für Laien erklärt. Sehr hilfreich ist das Video auf der Startseite, es trägt ungemein zum Verständnis bei. Etwas nachteilig, aber mit Sicherheit nicht das Versäumnis von steuerberaten.de sind die sehr umfangreichen Gebührenrechner, die man teilweise nur mit Fachkenntnis richtig ausfüllen und bedienen kann. Aber dazu gibt es ja auch ein Kontaktformular, mit deren Hilfe man den direkten Kontakt zum Steuerberater suchen kann. Das Team von steuerberaten.de hilft dann auf dem herkömmlichen Weg, einen Kostenvoranschlag zu machen.

Insgesamt eine sehr gelungene Seite mit einem vielversprechenden Angebot zu äußerst günstigen Preisen.

Aber sehen Sie selbst und lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten

Ist Ihnen das alles zu viel?

Kontaktieren Sie steuerberaten.de per Mail oder rufen Sie an und tragen Sie Ihr Problem vor, so werden Sie Schritt für Schritt an die Lösung herangeführt.

Und denken Sie immer daran

  1. Ein Steuerberater ist immer besser als kein Steuerberater, wie unsere mathematischer Beweis zeigte.
  2. Für einen Unternehmer ist ein Lohnsteuerhilfeverein keine Lösung, zumal dieser keine Gewinnermittlungen erstellen darf.
  3. Beherzigen Sie unsere 10 häufigsten Fehler nach der Existenzgründung, in denen auch die Buchführung vorkommt, denn das wollen komischerweise alle Unternehmer selben machen und können, obwohl keiner Anhnung davon hat. Ihren kaputten Fernseher reparieren Sie doch auch nicht selbst, oder doch?

Wer steckt hinter steuerberaten.de?

Formular EinkommenssteuerDiese drei Herren, Steuerberater und Wirtschftsprüfer von Beruf, sind die Geschäftsführer. Mit insgesamt 50 Jahren Berufserfahrung im Steuerberatungsbereich möchten Sie den Steuerberatermarkt im Netz revolutionieren, eben so, wie es auch bei den Onlineapotheken stattfand. Da glaubte ja auch niemand daran, das Medikamente nicht mehr in der Apotheke gekauft werden. Heute kauft sogar meine Mutter (60 Jahre) in einer Onlineapotheke. Das der Service gut ist, die Unternehmen Ihn angenommen haben, zeigen auch die offenen Stellen, denn steuerberater.de sucht ständig Mitarbeiter, ein Zeiche für gute Qualität und Service.

Aus unserer Erfahrungen werden Existenzgründerseminare häufig in großen Städten von verschiedenen Kammern, Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen angeboten. Häufig in sehr unterschiedlicher Qualität, Umfang und zu einem sehr abweichenden Preis. So bezahlt man für vier Tage Seminar von jeweils 9 bis 15:00 Uhr bei der IHK Erfurt 55 EUR. Man findet das gleiche Seminar im selben Umfang aber auch für 90 EUR oder 25 EUR.

Seminar ist nicht gleich Seminar

ExistenzgründerseminarAndere Anbieter und Bildungsträger wollen sehr günstig anbieten und schrauben deswegen den Umfang der Existenzgründerseminar auf drei oder gar auf zwei Tage herunter. Auf diese Weise ist es der Seminarleitung selbstverständlich möglich, ein Seminar für 25 EUR oder weniger anzubieten. Ein Existenzgründer sollte daher unbedingt vorher die Dauer und die Stunden Anzahl der einzelnen Angebote vergleichen. Erst wenn da eine einheitliche Basis gefunden wurde, können die preislichen Vorstellungen der einzelnen Anbieter unter die Lupe genommen werden, um so wirkliche Preisunterschiede herauszufinden. Sprechen Sie vorher mit ehemaligen Teilnehmern dieses Seminars, befragen sie ihren Steuerberater oder Unternehmensberater, ob dieser Ihnen bezüglich bestimmter Seminare ein Feed-back geben kann. Häufig reicht da schon der Satz: "Ach, ein Gründerseminar bei denen, naja..." und Sie wissen Bescheid. Gute Seminare, mit guten Unterlagen und fachlich geschulten und Dozenten können nicht für zum und 20 EUR angeboten werden. Das Seminar sollte über mindestens drei Tage geben und somit mindestens 24 Unterrichtsstunden abdecken. Alles was weniger ist, ist nicht empfehlenswert. Der eine etwas umfangreichere Existenzgründung in Betracht zieht, sollte auch vor einen Wochenseminar nicht zurückschrecken. Sehr nützlich können auch Gründerseminaren für bestimmte Zielgruppen oder Branche ihr sein, so dass man nicht mit 20 verschiedenen Berufsgruppen in einem Raum sitzt und letztlich nur 10% der Informationen auf die eigene Branche und die eigene Existenzgründung zutreffend sind.

Nicht jeder Anbieter stellt Unterlagen und Skripte zur Verfügung

Unterlagen und Skripte zum GründerseminarSehr differenziert muss man auch das Material der einzelnen Unternehmensberater, Bildungsträger oder der anbietenden Kammern. Zu einem Existenzgründerseminar gehört unserer Auffassung nach immer ein Vorlesungsskript, ein Handout oder zumindest eine Zusammenfassung der Informationen, bestenfalls auch mit Beispielen und zusätzliche Fakten wie Internetseiten oder weiterführenden Broschüren und Bücher. Aber gerade auf diese wichtigen Informationen warten Existenzgründer häufig vergeblich, wundern sich gar, dass sie sich die vier Tage des Seminars nicht merken können. Wie auch, das kann kaum jemand, daher sind ja auch entsprechende Skripte und Unterlagen so wichtig. In diesen Unterlagen kann der Existenzgründer nach den Existenzgründerseminar in Ruhe nocheinmal bestimmte Punkte gezielt nachlesen und danach seinen Unternehmensberater oder Steuerberater befragen. Erst das macht Sinn und bringt den Existenzgründer weiter und zwar durch die Teilnahme an dem Existenzgründerseminar. Leider ist das bei weitem nicht bei allen Existenzgründerseminar und so. Da wird schnell abkassiert, dem Freiberufler was von Gewerbesteuer erklärt, der Versicherungsmakler muss sich mit Umsatzsteuer rumschlagen. Andere wichtige Themen werden gänzlich weggelassen, weil die Seminarleitung schlichtweg nicht ausreichend Geld für die Bezahlung des Dozenten hat. So werden aus ehemals fünftägigen Seminaren plötzlich nur noch drei Tage und aus früheren Gratisseminaren kostenpflichtige zu 60 EUR pro Nase.

Wenn Sie Fragen haben, helfe ich Ihnen gerne nach dem Seminar

Diese Erfahrung mussten wir sehr häufig machen, da Unternehmensberater als Dozenten von Bildungseinrichtungen, etwa der Erwachsenenbildung, Arbeitsloseninitiativen oder ähnlichen Anbietern von Existenzgründerseminaren eingesetzt werden. Dann steht nicht das Gründerseminar im Vordergrund, sondern die Akquise von künftigen Beratungen und Mandanten. Dagegen ist in der Regel nichts einzuwenden, nur werden die Werbung und die Kundenbindung zu extrem und lästig empfunden wird. Der Existenzgründer sollte sich bewusst sein, dass der Unternehmensberater derartige Seminare nicht seinen Lebensunterhalt finanzieren kann. Er ist also auf weitere Aufträge oder Beratungshonorar angewiesen. Daher wird er sich auf jeden Fall bemühen, einen oder mehrere der Seminarteilnehmer als künftige Mandanten, Kunden oder Klienten zu gewinnen. Einige machen das sehr aufdringlich, nervig und abstoßend, andere Berater gehen da sehr viel gefühlvoller und diplomatischer vor.

Wer bietet welches Seminar zu welchem Preis wo an?

arbeitsamtDie Suche nach dem richtigen Gründerseminaren ist eine der häufigsten Fragen bei einer Gründerberatung. Die Bundesagentur für Arbeit verlangt indirekt die Teilnahme an einen Existenzgründerseminar oder wie man es dort ausdrückt:

Nachweis der Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit (fachliche und unternehmerischer Qualifikationen, Berufserfahrung, Teilnahme an Maßnahmen zur Vorbereitung der Existenzgründung)

Da bekanntlich die Suche nach dem richtigen, günstigsten und fachlich gesehen besten Anbieter im allgemeinen sehr schwierig ist, haben wir eine Suchmaschine zur Suche nach Existenzgründerseminaren entwickelt. In dieser Suchmaschine ist lediglich der Anbieter aus einer vorgegebenen Auswahl (IHK, HWK, Unternehmensberatung und Bildungsträger) einzustellen und anschließend der Ort oder die Stadt einzugeben, in welcher Sie ein Gründerseminar suchen oder belegen wollen. Bedenken Sie allerdings, dass nicht in jedem Dorf ein Existenzgründerseminar stattfinden kann. In der Regel werden derartige vorbereitende Seminare zur Selbständigkeit in Städten ab circa 15.000 Einwohnern durchgeführt.

gruenderseminare

Hier geht´s zur Suchmaschine für Existenzgründerseminare.

 

Das ist eine der häufigsten Fragen von Existenzgründern und Selbständigen.

Soll ich  einen Steuerberater nehmen und was kostet der?

Bringt der Steuerberater wirklcih was? und viele weitere Fragen.

Das beweisen auch die unzähligen Beiträge in unserem Forum für Existenzgründer.

Nun haben wir endlich den mathematischen Beweis angetreten und konnten errechnen, das ein Steuerberater für den Unternehmer unterm Strich wirklich mehr bringt als Buchführung, Steuererklärungen oder ähnliche Arbeiten selber machen zu wollen.

Lesen Sie selbst den Artikel Warum ein Steuerberater mehr Einkommensteuer spart als kein Steuerberater im Blog vom Lexikon für Betriebsausgaben.

Aus der Sicht als Existenzgründerberater bietet sich der Aufbau einer Selbständigkeit, aus einem Nebenjob heraus, geradezu an. Der Gründer kann durch die finanzielle Absicherung in seinem Hauptjob die nebenberufliche Existenz in aller Ruhe aufbauen. Eine weitere große Gruppe mit Interesse an einem Zweitjob sind Schüler und Studenten sowie Geringverdiener im Hauptjob. Verschiedene Nebenjobs bieten sich für eine Selbständigkeit besonders an, bspw. die Sekretärin, die für die Ärzte im Umkreis die medizinischen Berichte schreibt. Der Zählerableser, der für die Energieunternehmen die Jahresablesungen vornimmt ist als Selbständiger ebenso gefragt, wie ein Barkeeper, der für Events und Messen gebucht wird. Hier bekommen Sie Anregungen zu mehr als 30 verschiedenen Nebenjobs.

Keine Krankenversicherung im Nebenjob

Ein weiterer entscheidender Faktor bei der Existenzgründung ist die Frage nach der Krankenversicherung. Macht sich ein Arbeitsloser oder Arbeitnehmer hauptberuflich selbständig, so muss die Krankenversicherung zunächst, wenn auch mit dem Zuschuss der Arbeitsagentur, selbst getragen werden. Wird die Tätigkeit oder das Gewerbe jedoch aus einer nebenberuflichen, also nicht hauptberuflichen Situation heraus gegründet, bleibt der Gründer weiterhin arbeitslos oder bei seinem Arbeitgeber angestellt. Somit ist eine Krankenversicherungslicht nicht notwendig, da diese ja bereits entweder über die Arbeitsagentur oder den Arbeitgeber besteht. Das spart monatlich sehr viel Geld und der Unternehmer kann zunächst die Tätigkeit ausprobieren. Stellt er nach einiger Zeit fest, dass der Verdienst aus dem Nebenjob hoch genug ist, um davon selbst leben zu können, kann eine Existenzgründung im hauptberuflichen Sinne nachgezogen werden.

Nebengewerbe, Arbeitsagentur und Arbeitslosengeld I

An dieser Stelle sei daraufhingewiesen, das der Arbeitslosengeld I - Empfänger nur 165 € zu seinem Arbeitslosengeld hinzuverdienen darf. Der Hinzuverdienst ist bei der Arbeitsagentur anzugeben. Verdient der Arbeitslose mit seinem Nebengewerbe mehr als den besagten Betrag, wird entsprechend das Arbeitslosengeld monatlich gekürzt.

Nebengewerbe, Arbeitsagentur oder ARGE und Arbeitslosengeld II

Bei Arbeitslosengeld II Beziehern ist diese Grenze ähnlich, allerdings etwas geringer angesetzt und von der Höhe des Arbeitslosengeldes abhängig. Diesbezüglich wurde bereits im Forum eine Frage beantwortet, aus welcher die genaue Berechnungsmethode erkenntlich ist: http://www.gruenderlexikon.de/forum/topic-179.html

Außerdem haben wir einen Onlinerrechner programmiert, welcher nach Eingabe des Gewinns und anderer Parameter die entsprechende Hinzuverdienstgrenze ermittelt. Dieser Onlinerrechner ist unter http://www.gruenderlexikon.de/onlinerechner-hinzuverdienst-alg2.php erreichbar.

Die häufigsten Fragen bei einer Existenzgründerberatung gehen in Richtung Marketing und Preiskalkulation. Aber auch die vom Existenzgründer zu erstellende Rentabilitätsvorschau oder Ertragsvorschau bereitet vielen große Mühe. Für diese und andere Probleme können Existenzgründer das so genannte Coaching aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) nutzen, um kostenfrei die Lösung für Ihre Fragen zu erhalten. Auch über die landesabhängige Förderprogramme können derartige Zuschüsse für beantragt werden. Die Fördermittel sind in einigen Fällen an eine Form der Existenzgründerförderung (Gründungszuschuss) gebunden, so dass ALG I und II - Empfänger nicht gleichermaßen diesen Zuschuss nutzen können.